Begegnungen mit wild lebendenTieren

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Heute hab ich Frösche bei mir am Teich beobachtet, echt Putzig.
      Springt ein Frosch ins Wasser springen alle anderen nach und tauchen ab.
      Nur ein Frosch ( jetzt heisst er Jörg ) ist immer wieder und wieder reingesprungen und wieder aufgetaucht.
      Waren alle anderen Frösche auf ihren Platz ist der Jörg wieder reingehüpft und die anderen wieder hinterher.
      Jörg hätte bestimmt Spass daran.
      Das ist Jörg

      2 Std habe ich mir diese Aktionen angeschaut, danach kamen die Enten wieder. :whistling: :hut:
      Gruß
      Andy :hut:
      Brennholz Verleih :campfire:

      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;) :thumbup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von trapperandy ()

    • Bereits letzte Woche...

      begab es sich, dass ich echt nen schlechten Tag hatte. Erst ham se mir in Dodge City den Gaul geklaut, dann in den Territories klauten Coyoten meinen Brotbeutel und als ich in Yukon Bay ankam stand der Kollege vor mir und hatte verdammt schlechte Laune.




      Wild leben würde heißen auch artgerecht zu leben (?), aber außer ab und an ein paar Fische aus aus einem großen Eiswürfel zu lutschen und vor den Nacktaffen zu posieren liegt nicht viel an.
      Ich bekam zur Hochzeit und wegen unseres Nesthakens eine Jahreskarte, doch gehen einem schon so seine Gedanken durch den Kopf wenn man sich das alles anschaut.

      Ich will hier auch keine Diskussion vom Zaune brechen, doch dieses kolossale Tier regte meine Gedanken zu diesem Thema nachhaltig an.

      :|
      'Keine Angst, das ist nur Internet...'
    • Stefan schrieb:

      Ich will hier auch keine Diskussion vom Zaune brechen, doch dieses kolossale Tier regte meine Gedanken zu diesem Thema nachhaltig an.
      Ich auch nicht. Und dennoch regen mich solche Bilder immer wieder zu Gedanken an. Vor einer Weile habe ich für mich beschlossen, keinen Zoo oder Tierpark mehr zu besuchen.

      Einmal - ja einmal noch - poste ich hier Bilder dieser Art (alle ein paar Jahre älter):

















      Mittlerweile erfreue ich mehr an Bildern, die ich eben nicht gemacht habe - wie das Eisvögelpäärchen am Heimatfluss, welches mich in der stillen Ecke immer wieder erfreut. Der Blick durchs Fernglas reicht mir voll und ganz.
      "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835
    • Ich habe eine kleine mehrtägige Tour gemacht, und dabei etliche Begegnungen mit wild lebenden Tieren gehabt. Leider hatte ich die Kamera nicht immer griffbereit, so dass ich nur erzählen kann:

      Ich saß abends an einem Rastplatz am Maare-Mose-Radweg im Wald, als ich etwas weiter entfernt eine Reh schrecken hörte. Ich war gerade dabei, etwas zu Essen zu kochen, während ich das Rascheln zweier Rehe immer näher kommen hörte. Die Ricke überquerte den Radweg in unmittelbarer Nähe zu meinem Rastplatz und schien sich in keinster Weise von meinem Tun gestört zu fühlen. Im Gegenteil, sie ging ein wenig hin und her, sah mir zu, und verschwand dann auf der anderen Seite im Wald, wo ich sie etwas später wieder schrecken hörte. Der Rehbock war etwas vorsichtiger: Er blieb hinter einem Baum stehen und beobachtete mich minutenlang, bevor er in eine andere Richtung davon ging.

      An der Saarschleuse in Serrig hat ein Taubenpärchen seine Nest in das Schleusentor gebaut. Immer, wenn die Schleuse zu war, hatten sie Trauer, weil sie nicht an ihre Jungen kamen. Es war herzzerreißend, wie die Tauben immer wieder das Schleusentor anflogen, piepsten, suchten, wegflogen, wieder kamen, ratlos hin und her liefen:




      Der Kohlenkanal verläuft mitten durch Seen, einer davon ist der "Etang de Mittersheim". Ich hatte mein Lager dort in unmittelbarer Nähe zum Ufer des Sees, auf einem schmalen Streifen zwischen Kanal und See, aufgeschlagen:



      In der Nacht hörte ich immer wieder etwas ganz leise und vorsichtig durch das Röhricht schwimmen. Vielleicht war es eine Ente? Ein nachtaktiver Wasservogel?
      Ab und an hörte ich einen dicken Fisch im Kanal springen, dann wieder einen Fisch im See.

      Fast die ganze Tour über begleitete mich der charakteristische Ruf des Kuckucks.

      In Au am Rhein gibt es eine zauberhafte Auenlandschaft, den Althrein. Ich hatte mein Lager im Wald aufgeschlagen, als wieder ein Reh vorbei kam. Während ich dabei war, meine Hängematte für die Nacht klar zu machen, ging ein Reh ganz ruhig nur drei, vielleicht auch vier Meter an mir vorbei, um im Unterholz zu verschwinden.

      Am nächsten Morgen habe ich die märchenhafte Morgenstimmung in der Zwischenwelt zwischen Wasser und Land noch ein wenig genossen, und dabei ein Schwanenballet beobachtet. Komplett synchron sind die beiden Schwäne immer wieder und wieder abgetaucht:



      Hinter Speyer führte der Weg durch eine dicht bewachsene Auenlandschaft, in der abertausende von Fröschen quakten. Ich hielt an, um einen Blick auf den See zu werfen. Während ich mich mit einem Herrn unterhielt, beobachteten wir einen Reiher, der völlig bewegungslos da stand. Plötzlich bewegte er sich, verharrte erneut regungslos in geduckter Stellung, um dann blitzschnell einen Frosch zu fangen:




      Die wohl beeindruckendste Begegung war für mich, wie ich dem Radweg entlang des Rhein-Hauptdeichs fuhr, als plötzlich eine Schlange von ca. 1 m Länge auf dem Weg war. Ich bremste sofort ab, aber sobald das Tier mich gesehen hatte, drehte es schnell um und verschwand im Gras. Vermutlich war es eine Ringelnatter.

      Und dann waren da noch "die Vögel": vor mir fuhren zwei ältere Herrschaften, denen ein ganzer Schwarm Raben folgte - das war eine Szene wie in Hitchcocks Film. Ich fuhr an den beiden Radfahrern vorbei und sagte der Dame, dass das wie in "Die Vögel" sei, worauf hin sie lachend meinte, die Raben würden sie schon kennen. Sie würden jeden Tag hier vorbei kommen. Der alte Herr hatte eine Tüte mit Brotresten am Lenker und warf von Zeit zu Zeit eine Handvoll davon über die Schulter. Leider kein Foto...
      Draußen sein sein ist.
      Nicht lamentieren, sondern fakturieren.


      BC-Frauen-Treff 2019: Weitersagen! :Squirrel:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Baumkind ()

    • Auf der Suche nach einer biologischen Rarität

      Hab eine kleine Tageswanderung (eigentlich nur ein Spaziergang) unternommen um eher unbekannte Tiere aufzuspüren. Ich hatte die vor ca. 6-7 Jahren zufällig in eben diesem Bach beim Spazierengehen zum ersten Mal gesehen und wusste davor überhaupt nicht dass so was in der Gegend überhaupt vorkommt. Am gleichen Spot wurde ich nicht fündig und da war meine Enttäuschung erstmal groß. Kurzerhand die Watschelschuhe angezogen und eine Strecke durch den Bach gewatet auf der Suche nach dieser biologischen Rarität. Da ich vorerst nichts fand stellte sich mir die Frage ob ich schlicht zum falschen Zeitpunkt hier war oder diese Spezies bereits aus diesem Habitat verschwunden war?

      Oberhalb eines alten Wehres gibt es ein breiteres Becken mit langsamer Strömung, wo am Grund viel Sediment ist. Ca. 30-40m weiter bachaufwärts an einer eher felsigen Stelle mit guter Strömung war dann viel Aktivität im Wasser und meine Suche war hier erfolgreich:





      Was da so aussieht wie kleine Wasserschlangen oder Aale hat mit beidem nix zu tun. Um diese Lebewesen handelt es sich nämlich um Neunaugen und streng biologisch gesehen sind das nichmal Fische obwohl sie über Kiemen atmen. Viele mag jetzt vielleicht gruseln, da diese Spezies für ihre parasitäre Lebensform bekannt ist. Für einige Unterarten in diesem Gebiet trifft dies allerdings nicht zu, denn manche fressen im Adultstadium nichts mehr und sogar der Darm ist zurück gebildet. Diese Bachneunaugen leben als Larve eher unscheinbar und versteckt im Sediment und ernähren sich von dem was die Strömung ihnen zuträgt. Erst ab ca. 3 Jahren vollzieht sich dann im Herbst die Verwandlung vom Larvenstadium in die erwachsenen Tiere, was einzig der Fortpflanzung dient.





      Das Naturschauspiel was sich mir bot war also für die Eiablage gedacht. An dem Platz hatte es kiesigen Grund mit eher starker Strömung und ich war überrascht welche wendigen und flinken Schwimmer die Neunaugen sind. Sie haben mit ihren Flossenschwänzen Gruben in den sandigen Boden geschlagen und teils auch Steinchen mit ihren Mäulern von diesen Vertiefungen weggetragen. Zwischendurch haben sie sich auch z.B. an Steinen mit ihren Saugmäulern festgemacht und ließen sich in der Strömung treiben, was von der Wasseroberfläche wie ein alter Zweig oder eine Wurzel aussah - erst wenn sie schlangengleich zu schwimmen begannen waren sie auszumachen. Ich hab hier ca. 10 Tiere gezählt und ein kleiner Fisch war als Laichräuber auch zugegen, der hat wohl schon drauf gewartet sich eine gute Portion zu holen und zeigte nicht wirklich viel Scheu vor mir, er war oft nur ca. 1 Meter von mir entfernt.





      Der Name Neunauge kommt nicht von ungefähr. Die sieben Kiemenöffnungen sind kreisrund und beginnen hinter den eigenlichen Augen. Am Kopf zwischen den Augen sitzt eine weitere kreisrunde Öffnung, sie ist die Nase und hier strömt das Wasser für die Kiemen ein.





      Ich war richtig happy diese Tiere wieder live erleben zu können. Ganz in der Nähe wurde in der Zwischenzeit eine gut befahrene Schnellstrasse gebaut und ich habe befürchtet dass dadurch deren Lebensraum beeinträchtigt wird und diese Tiere verschwinden werden. Sie benötigen nämlich einwandfreies Wasser und sind ein Bioindikator für hervorragende Wasserquali.

      Mein Ausflug hat sich allemal ausgezahlt ;)
      --------------------------------------------
      Fragt mich nicht welches Gear ich benutze sondern was man damit machen kann ;-)