Verhalten im Wald

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    • I got u @musher aber ich glaub hier darüber zu reden ist echt zu ot.

      Um mal zurück zum Thema zu kommen,egal ob Wald,See oder auch Parks und öffentliche Plätze,ich lasse nie was liegen.
      Einzige Ausnahme die ich mache,natürlicher Müll.Wenn ich z.B. Obst im Wald esse kann der Kern auch da bleiben,Bio Kompost in ganz kleinem Ausmaß :D
      Aber thats it,sonst kommt alles mit,selbst kleinste Teilchen ;)
    • Herrlich.
      Südlich des Main ist Afrika.

      Immer die Anderen.
      Es geht doch darum, wie ich mich im Wald verhalte bzw. Verhalten sollte.

      Wenn bei Treffen die Letzten den Müll einsammeln weil sich sonst keiner darum schert, muss das angesprochen werden. Auch massiv.
    • Nochmal zum Thema:
      Ich halte es für sehr sinnvoll, einen Codex zu entwickeln (wenn er gemeinsam ausgearbeitet wird, ist er auch vollständiger und nachvollziehbarer, als wenn er einfach aufgepfropft wird).

      Warum das ganze nochmal in Stichpunkten:

      Lemmas:
      1 Die meisten Deutschen haben kaum noch Erfahrung mit dem Leben draußen und sind hin und wieder mal für einen "Overnighter" im Wald und halten sich deshalb gleich für erfahrene Naturliebhaber. Das reicht bei weitem nicht, um das Ergebnis seines Verhaltens - kumuliert für eine gesamte Szene zu überblicken und nachzuvollziehen ("wenn nur ich das mache, entsteht bestimmt kein schaden")
      2 Die Szene wächst und wird heterogen - vom "Durchschlager", der seine Epareste draußen rumfliegen lässt und Brandstellen hinterlässt ("ich schlepp doch meinen Müll nicht mehr mit) über den unerfahrenen Jungbushcrafter, der sein Feuer nicht kontrollieren kann ("Bear Grylls macht das auch immer so") bis hin zum Altbushcrafter, der seinen Lieblings-Schwammerlplatz monatlich leererntet ("bevor es andere machen").

      3 Die Regularien und Verhaltensweisen kennen zweierlei Extrema:
      a "Ich nehm meine Notdurft in einer Recycling-Papiertragetasche im Rucksacknetzfach wieder mit nach Hause und entsorge alles getrennt, sauberes Papier in die Feuerwehrsammlung, verschmutztes Papier in den Restmüll und Fäkalien auf den Kompost"
      b "Du weißt schon, dass der Kaffeesatz, den Du aus deiner Tasse geschüttelt hast, den Blumen auf dem Boden weh tut - entschuldige und bedanke dich bei ihnen"
      c "Wow, tolle Birke, die da Schlosspark wächst. Ich sammle erstmal 3 Kilo Feueranzünder für den Kaminofen daheim und melke den Baum im Frühjahr"
      d "Ich mache eine Bushcraft-Feier auf der Heide, besorge mir Ghettoblaster, 4 Europaletten, eine Flasche Schnaps, einen Kasten Bier und ab geht die Lutzi"

      4 Die wachsende Szene ist nur ein Teil derjenigen, die das Nutzungsrecht der Natur in Anspruch nimmt:
      a Bushcrafter & Survivler
      b Naturfotografen und Ornithologen
      c Jäger und Sammler
      d Erholungssuchende und die Wochenend-Walkinggruppe
      e Pilzsammler und Bärlauchpflücker
      f Geocacher und Sondler
      g Förster und Landwirte
      h Fernwanderer und Trekker
      i Mountainbiker und Hundehalter
      k Paintballer und "Bundeswehrbiwakrevivler"
      l-zz "you name it"

      5 Jede Szene wird von einer anderen Szene argwöhnisch beobachtet, da sie gerne die alleinige Nutzung der Natur und des Waldes für die ihrer Ansicht nach sinnvollste Tätigkeit beansprucht.
      5.1 Jede Szene wird von der Öffentlichkeit beobachtet: "Kenn ich nicht, brauch ich nicht, will ich nicht: bitte verbieten!"

      6 wir sind ~83 Millionen Menschen in Deutschland

      7 Wir haben aus diesem Grund strenge Gesetze - ein Großteil unserer (4a-zz) Tätigkeiten läuft unter stillschweigender Duldung.

      8 Mit jedem Fehlverhalten einzelner wird die Auslegung der Gesetze aller beeinflusst tw. neue Verordnungen und Gesetze gemacht.

      9 Dadurch werden die Wälder nur noch auf Wegen begehbar, Messer nur noch mit zwei Händen öffenbar, Mountainbiking nur noch auf vorgesehenen Trails erlaubt, Feuer im Youtubevideo mit Strafandrohung geahndet (genügend Beispiele vorhanden), Pilzsammeln ortsweise verboten und reglementiert und so weiter.

      Es geht nicht darum jemanden zu korrigieren, zu denunzieren etc., sondern eine erhöhte Sensibilität zu schaffen, denn das Thema geht uns alle an. Und wie man aus Jäger-, Bushcrafter- und Geocacherkreisen kennt, ist Selbstreflexion nicht die Stärke des Menschen - die selbstkritische Beschäftigung mit den Auswirkungen der eigenen Tätigkeiten wird aber in aller Regel belohnt.
      ____________
      leicht sarkastisch im Unterton, dabei völlig spaßbefreit
      Ich liebe Fachfragen, Smalltalk nur f2f ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Joe ()

    • ____________
      leicht sarkastisch im Unterton, dabei völlig spaßbefreit
      Ich liebe Fachfragen, Smalltalk nur f2f ;)

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    • Es macht definitiv keinen Unterschied wer die Scheixxe baut, die Natur leidet immer darunter.
      google.de/amp/s/www.merkur.de/…ruen-gap-3574142.amp.html

      Deswegen sollten alle, aber wirklich alle die sich drausen aufhalten sich an den “leave no trace“ Gedanken gewöhnen. Gibt es keine Feuerstelle, macht man halt kein Feuer. Gibt es keinen Weg oder Trail kann ich mim Mtb da eben nicht lang. Ist es nicht mein Wald kann ich da als Geocacher eben nicht meinen Müll verstecken und die Herden dort suchen lassen, GCler haben ja ihre Trahes echt häufig an Naturdenkmälern, geht halt mal garnicht. Das ist doch eigentlich das normalste der Welt. Und wo ich grad am aufregen bin, Höhlen sind keine Bahnhofstoiletten! Wie kommt man auf die Idee in ner Höhle in jede Ecke zu scheixxen?

      @Joe es gibt einfach so viel, was schief läuft in D. bei der Wald- und Naturnutzung im Freizeitbereich ich könnte seitenweise Aufzählungen machen. Ich wüsste nicht wo anfangen und wo aufhören

      MfG Bushdoc
    • So, habe jetzt alles durchgelesen und mir so meine Gedanken gemacht:

      Vielleicht sollten wir Menschen uns einfach mal zurückbesinnen und zwar auf etwas, dass ich leider in den letzten Jahren vielerorts (nicht exemplarisch hier!) sehr vermisse - den gesunden Menschenverstand - nicht mehr aber auch nicht weniger!

      Damit wäre uns allen, unabhängig von diesem Hobby, nämlich SEHR geholfen!

      Und für meinen Teil kann ich sagen, dass eine ordentliche Erziehung auch hilft... Ich kann zwar später nur noch bedingt beeinflussen, was mal aus meinem Sohn wird, ich kann und werde allerdings alles dafür tun, ihn zu einem wertvollen Menschen zu erziehen! Damit meine ich keine hochtrabenden Erziehungsmaßnahmen nach Lehrbuch, sondern einfach nur eine Vermittlung von Werten... Dann wären solche Diskussionen nämlich vakant und überflüssig!

      Dann bräuchten wir auch kein festgeschriebenes Regelwerk zum Umgang mit der Natur, unseren Ressourcen, den Mitmenschen und -Tieren...

      Genug OT, sorry, musste raus!

      Ansonsten, definiert die Regeln und bastelt Taschenkarten im Stil der "Randall Adventure Survivalkarte" und bietet diese an... aber möglichst bunt und auffällig, damit sie auch wahrgenommen werden...
      Cheers, Arnd
      _____________________________________

      "Und ob ich schon wanderte im finstersten Tal, hatte ich doch stets meine ThruNite dabei..." (Karl Marx)

      wikingershirts | gear-check | GANZO Messer
    • Regeln kann man sofiele machen als mann möchtte aber die Menschen mussen sich erstmal auch daran halten, und da liegt denke ich das größte problem. Nur verhaltens-Regeln aufsetzen isst bei lange nicht genug um da etwas zu ändern.

      Und als Geocacher... in den Niederländen durfen in Naturschutzgebiete überhaupt keine Geocaches gelegt werden. In andere Wälder oder schon aber brauchen eine genehmigung genau so wie alle Geocaches, aber die im Wald werden auch der eigentümer des Waldstucks gemeldet und ohne genehmigung wird der cache wieder entfernt der Cache/leger angechrieben und ducht die Cache gemeinschaft angesprochen.

      Also wer sich nicht an die Regeln hällt muss angesprochen werden auf sein verhalten um da eine veränderung zu bewirken.
    • Ich bin eigentlich auch eher der Meinung an den gesunden Menschenverstand zu appelieren, zum Nachdenken anzuregen und Emotionen zu wecken. Hatte ich vorhin mit @Joe auch so kommuniziert. Nur ist mir gerade beim sinnieren aufgefallen, was für mich und viele von euch normal ist, ist für viele andere eben noch nicht normal. Da sie die “Regeln“ eben nicht kennen. Und weil der gegrillte Bär und YT ihr Naturverständnis manipulieren. Es gibt Baderegeln, es gibt Sauna regeln, etc. Diese stehen schriftlich Neulingen zu Verfügung um gut zurecht zukommen und im neuen Hobby nicht anzuecken.

      Vielleicht ist es doch Sinnvoll, ein Regelwerk für Narurliebhaber, Outdoorbegeisterte und alle die es werden wollen zu verfassen. Somit greift man keine Interessengruppe im einzelnen an. Viele Regeln würden ja alle betreffen.

      Nur so ein Gedanke.

      MfG Bushdoc

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bushdoctor ()

    • Prinzipiell bin ich da bei dir, @Bushdoctor , aber man sollte nur wenige Regeln aufstellen und diese dann mit Beispielen unterfüttern, denn viele Dinge sind selbst Outdoorbegeisterten oft nicht bwußt.

      z.B. Regel "Im Wald nicht lärmen"
      Ist ja prinzipiell klar, aber ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, dass die Klapper-Klapper-Nordicwalkingtruppe das Wild weniger stört als der Durchsunterholzstreifer. Wenn man darüber nachdenkt ist das klar, aber man muss halt erstmal darüber nachdenken (können)...

      VG
      Bolt
      Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
      Antoine de Saint-Exupéry
    • Moin.
      @AGraba

      Das ist der Punkt : Gesunder Menschenverstand . :)

      Nur, woran sollen sich ( junge Menschen ) Orientieren?
      Wenn es im Elternhaus schon nicht gelehrt/ Vorgelebt wird?

      Früher gab's mal ein Schulfach : Sozialkunde.
      Da wurde nicht nur über Rechte sondern auch über Pflichten gelehrt.
      Staatsbürgerkunde gab's auch mal.

      Respekt muss man Vorleben.
      Wie soll man das sonst vermitteln?

      Was heute die Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr an übelsten Sachen aushalten müssen. Respektlosigkeit.
    • Zum Stichpunkt "Fakten":
      Wenn man mal "muss" und keine Blätter/Moos verwenden möchte: Toilettenpapier benutzen, keine Taschentücher. "Tempos" verrotten wohl viel langsamer.
      (Und eingraben wäre super; selbst in relativ müllfreien Gebieten sieht man überall Taschentücher :D Stell ich mir bei Sturm lustig vor ...)

      Unter "gesunder Menschenverstand" faßt glaube ich jeder etwas anderes, und was genau, ist stark abhängig von der Vorbildung meiner Erfahrung nach (das sieht bei einem Mathematiker, Schreiner, Schlosser usw. teilweise ganz unterschiedlich aus und wird oft von dem auf den Einsatz des gesunden Menschenverstands Angesprochenen mit (berechtigtem) zumindest mentalen Kopfschütteln quittiert). Das hilft also nicht weiter. Ein Regelwerk wäre nicht schlecht, und ich finde gut, daß auf bestimmte Regeln teilweise mit Tafeln hingewiesen wird. Aber sinnvoll glaube ich nur, wenn zu jeder Regel eine Erklärung gegeben wird. Regeln, deren Sinn mir nicht ganz klar ist, befolge ich nämlich tendenziell nicht :P

      Halbofftopic: Trotzdem mit mäßigem Erfolg. Ich war gestern in der Teverener Heide unterwegs, und dort stehen überall Hinweise, daß Hunde anzuleinen sind, sonst Bußgeld. Ich habe keinen getroffen, der seinen Hund an der Leine hatte. Einer (Hund) ist auf mich zugerannt und hat gleich nach meiner Hand geschnappt und spielerisch hineingebissen (ein Golden Retriever, absolutes Knuddelkerchen, deshalb war ich wegen meiner Hand auch guter Hoffnung, bei einem anderen Hund hätte ich Angst bekommen), etwas kleines mit spitzen Ohren kam auf mich zugerast und hat mich böse angebellt und angeknurrt (mehrere Minuten, bis der Besitzer nachkam), ein dritter hat nur unfreundlich gebellt und ist vorbeigelaufen, ein vierter usw. ... Und ich bin jetzt nicht so der Hundefreund, vor allem mag ich keine, die knurren oder sich mit nicht eindeutig freundlicher Miene schnell auf mich zubewegen.
      Und zum Thema Hund/Pferdekot: Pferdekot hat mich noch nie gestört. Liegt meistens mitten auf dem Weg, stinkt nicht so und läßt sich, wenn man trotz guter Sichtbarkeit mal reintritt, gut vom Schuh entfernen. Hunde machen gerne da, wo ich mein Gemüse ernten möchte, und nicht immer sehe ich es rechtzeitig :( Bei Pferden beides kein Problem.

      Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von Miau ()

    • @Miau nur weil Schilder aufgestellt wurden, daß Hunde an der Leine zu führen sind ist dies nicht zwingend rechtlich so.
      An der Zufahrt zu meinem Grund steht auch so ein Schild.
      Mir steht das Schild gut - mein Hund läuft trotzdem ohne Leine.
      Ordnungsamt und Förster bestätigten mir auch, daß ich den Hund ohne Leine laufen lassen darf.

      Allerdings Deine Begegnungen waren on Seiten der Hundehalter falsch.

      Wenn ich sehe, daß andere Leute entgegenkommen/oder von mir eingeholt werden leine ich meinen Hund an.
      Ich kann nicht davon ausgehen, daß jeder meinen Hund mag. Da bin ich ganz bei dir.
    • Bushdoctor schrieb:

      Vielleicht ist es doch Sinnvoll, ein Regelwerk für Narurliebhaber, Outdoorbegeisterte und alle die es werden wollen zu verfassen.
      Ja, die Idee ist gut, aber gebt dem "Kind" bitte einen anderen Namen. Regelwerk? Wir haben hier keine gesetzesgebende Funktion. ;) :) Vorschlagwerk z. B. würde mir besser gefallen. ^^ Aber Euch fällt bestimmt noch ein besserer Name ein.

      Bremer schrieb:


      Früher gab's mal ein Schulfach : Sozialkunde.
      An Gymnasien in Rheinland-Pfalz wird Sozialkunde noch unterrichtet. :)
    • OT
      An jeder weiterführenden Schule gibt es Sozialkunde, schaut mal in die Curricularen Vorgaben. Nur der Name variiert. Und dass die Leute sich früher im Wald besser benommen hätten, bezweifle ich. Im Gegenteil, da wurden massig Wälder abgeholzt und, wenn überhaupt, durch Monokulturen ersetzt.

      BTT
      Müssen Regeln, die bereits durch die Gesetzgeber (Bund/Land) festgelegt wurden, noch einmal Erwähnung finden? Wenn ja, warum? Oder geht es um ethisches Verhalten darüber hinaus?
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.