Woran kann man sich im Wald orientieren (Himmelsrichtung) ?

    • @08/15

      Lass das Moos lieber weg - da scheint es ja mehr Einschränkungen als wirkliche Hilfe zu geben - und ich habe endlich ( :) ) mein Projekt für 2017: Schaue dir genau an, wie das nun mit dem Moos ist; wir scheinen wirklich einfach nur Glück gehabt zu haben...
      ...die Stachellattichgeschichte von @MacGyver kannte ich noch garnicht - wird gleich mit ins Projekt einbezogen; Danke, MacGyver.

      Wartet es nur ab - wenn ich mit 80 meinen Rollator durch den Park des Altenheims schiebe (jaja, seeehr romantisierte Vorstellung vom Altenheim, aber laßt mir doch die Hoffnung :) ), werde ich mich garantiert nicht verlaufen... :)

      VG
      Bolt
      Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
      Antoine de Saint-Exupéry
    • Das mit dem Moos an den Bäumen (Nord-West-Richtung) funktioniert nur bei freistehenden Bäumen. Dabei muss der Stamm allerdings auch gerade gewachsen sein. Ist an dem Stamm irgendwo eine Kuhle wird sich dort auch das Moos ansetzen.
      Die Wuchsrichtung der Äste (Äste im Norden stehen "senkrechter" nach oben, Südliche Äste sind ausladender und reichen weiter zum Boden) ist auch nur bei freistehenden Bäumen so. Im Wald stimmt das auf gar keinen Fall.
      Ameisen suchen die Sonne für ihren Hügel. Sind daher meistens an Wald- und Wegesrändern wo viel Sonne hinfällt. So gut es eben geht sind die Hügel nach Süden ausgerichtet (S bis SO).

      Was gut geht ist der Stand der Sonne oder die Jahresringe auf einem Baumstumpf (das Herz des Baumes wächst nach Süden).
      heiajo helo wai-on kaju :racoon: Mni Wiconi
      Jedes Leben hat eine Bestimmung.
    • Moos und Pflanzen sind für mich völlig unsicher.
      Beim Moos habe ich oft festgestellt, dass es auf 10 beieinander stehenden Bäumen in 20 verschiedene Richtungen wächst.
      Und wenn ich mir diese Fotos eines Stachel-Lattichs ansehe, dann bin ich von der Kompassfähigkeit auch nicht überzeugt:
      Stachellattich

      Ansonsten, damit man überhaupt eine gerade Richtung einhält und nicht im Kreis läuft, sollte man immer über 2 Punkte peilen. Die nächste Peilung erfolgt, wenn man Punkt 1 erreicht hat. Dann wird der ehemalige Punkt 2 zu dem neuen Punkt 1, über den man das nächste Zwischenziel anpeilt. So hält man eine gerade Marschrichtung ein.
      Bild folgt.

      Man sollte wenigstens solange Optimist sein, bis die Amis von jeder Tiergattung ein Paar nach Cape Canaveral treiben.
    • Albbaer schrieb:

      Wenn man öfters versucht rein nach Gefühl Norden zu finden, und dies anschliessend per Kompass überprüft, könnte sich doch die Trefferquote über einen längeren Zeitraum verbessern.?!.?
      Wenn wir irgendeinen brachliegenden Sinn dafür hätten, den wir durch Übung schärfen könnten, dann ja. So nein. Die Trefferquote wird konstant bleiben.
      Man sollte wenigstens solange Optimist sein, bis die Amis von jeder Tiergattung ein Paar nach Cape Canaveral treiben.
    • Snorre schrieb:

      Was gut geht ist der Stand der Sonne oder die Jahresringe auf einem Baumstumpf (das Herz des Baumes wächst nach Süden).

      Das kann aber auch durch Reaktionsholz ausgelöst werden.

      Teilweise ist es gar nicht so einfach und die angeblichen Methoden versagen ziemlich, weil die Mikroklimata einen oft stärkeren Einfluss haben. In einem dichten Hochwald, ausserhalb der Vegetationsphase und bei Bewölkung wird es wirklich schwer die Himmelsrichtung sicher zu bestimmen.
      In solch einer Situation ist es besser es zu schaffen, eine Richtung zu halten. Das funktioniert so wie von Torffisk beschrieben. Muss man rasten oder übernachten macht man sich, bevor man alles andere in Angriff nimmt, einen Pfeil aus Hölzern oder Steinen, der die Richtung für den weiteren Weg vorgibt, damit man sich durch paarmaliges Umdrehen nicht wieder verliert.
      Erstes Ziel in einem Wegelosen Wald ist es ohnehin einen Weg oder Wasserlauf zu finden, dem man folgen kann.

      Was beim häufigen Aufenthalt in der Natur passiert, ist dass die Landschaftliche Errinerung und intuitive Orientierung immer besser werden. Dann kommt man auch immer seltener in die Verlegenheit nicht zu wissen wo man ist.


      In anderen Regionen sind Himmelsrichtungen Lebensnotwendig. Dann muss man im Zweifelsfrei auch mal den Sand oder Schneesturm abwarten bis man wieder Blick auf Sonne oder Sterne hat.


      Snorre schrieb:

      Albbaer schrieb:

      Achtung! Folgendes ist nicht unbedingt eine Tatsache sondern eher eine Einladung zum Selbstversuch
      Doch ist eine Tatsache.Indigene Völker orientieren sich so.
      Man hat Versuche mit Aborigines gemacht. Die haben das echt noch drauf.

      Allerdings sind wir zu zivilisiert dafür.
      Nein, ich kann das und viele andere auch.
      Niemand
    • Viele der hier angegebenen Methoden sind wie @Desertstorm richtig sagt (hey, Du machst mir langsam den Platz des rationalen Mahners und Skeptikers streitig <3 ) größtenteils sehr lokal abhängig. Sogar die Mondsichel macht da nicht wirklich mit :)
      scienceblogs.de/astrodicticum-…liegt-er-auf-dem-ruecken/

      Die lokalen Klimata sind viel ausschlaggebender als die Wetterrichtung (die sogar in Deutschland variiert)
      vivalranger.com/home/wissen/my…n-zur-richtungsbestimmung

      Prinzipiell geht es darum in Mitteleuropa vom Berg runter zu laufen oder immer in eine Richtung zu gehen. Dann kommt man schnell wieder zur Zivilisation.
      Ansonsten: Lichtverschmutzung folgen, wie schon gesagt: Autobahngeräuschen - oder dem nächsten Forst- oder Waldweg nach unten laufen. :)

      Interessant wird die Navigation erst in unbekannten Regionen außerhalb Mitteleuropas - und da stimmen alle oben genannten Angaben nicht mehr.
      ____________
      leicht sarkastisch im Unterton, dabei völlig spaßbefreit
      Ich liebe Fachfragen, Smalltalk nur f2f ;)
    • @Joe

      Rein hypothetisch könnte man aber zumindest darauf aufmerksam machen, dass es vor unserer Haustüre natürliche Begebenheiten gibt, die man zwecks Orientierung nutzen könnte.

      Ist die Wahrscheinlichkeit größer, anhand 3er Faktoren (Ameisenhaufen, Moosbewuchs und Astausrichtung) die falsche Richtung einzuschlagen, als die richtige?

      Andererseits könnte man anhand des Wiki-Artikels ja auch lediglich dazu anregen, dass Interessierte, die ohnehin in die heimischen Wälder gehen, mitsamt Kompass einfach mal für sich in Erfahrung bringen, ob man sich an genannten natürlichen Begebenheiten orientieren kann/könnte. Quasi als eine Art DIY-Projekt. Wie gesagt, die von mir erkundschafteten Ameisenhaufen waren tatsächlich zu 90-95% gen Süden ausgerichtet, mit leichter Tendenz nach Süd-Ost. Wobei mir auffiel, dass jene, die südöstlich ausgerichtet waren/sind, meist eher verdeckt waren.

      Ich hatte letztes Jahr in der Eifel einen solchen Punkt gefunden, wo 3 Faktoren passten. (Muss mal schauen, ob ich davon noch irgendwo ein Bild habe.) Es mag ein absoluter Glücksfall gewesen sein, aber in diesem speziellen Falle hätte man sich blindlings darauf verlassen können. Wenn man die Kirchturmglocken in nicht allzu weiter Entfernung auch läuten hörte.

      :whistling: ;)
      ...Offline
    • Hallo @08/15,
      ich finde es gibt einen ganz erheblichen Unterschied, zwischen "Fun Fact: wusstest Du dass die meisten..." und "Wenn Du dich verirrt hast und in Not bist, kannst Du zu 75% darauf trauen dass..."
      Ich weiß, dass viele das als Hobby betreiben, es gibt aber auch viele, die solche Projekte und Reisen machen und ernsthaft darauf vertrauen müssen.
      Navigation ist kein Wahrscheinlickeits- oder Glücksfall sondern muss stimmen.

      Frag mal @Desertstorm, ob es ihm in den Karpaten reicht, dass er im Notfall zu 90-95% und wenn er ganz besonders Glück hat, an einem Punkt alle drei Faktoren passen (wobei die Karpaten schon wieder Kontinental sein dürften, weshalb es sowieso nicht mehr stimmt).

      08/15 schrieb:

      Ist die Wahrscheinlichkeit größer, anhand 3er Faktoren (Ameisenhaufen, Moosbewuchs und Astausrichtung) die falsche Richtung einzuschlagen, als die richtige?
      Ja. Ich würde behaupten etwa 30 zu 1 oder noch schlechter. Meist schaut es so aus, dass der geneigte Waldläufer weiß, wo Westen ist und dann sucht er, bis er ein passendes Moospolster gefunden hat. Diese selektive Wahrnehmung gibt es in diesen anekdotischen Fragen immer.
      Mach es mal so: Geh in die Eifel, dreh dich im Kreis und kontrollier den allernächsten Baum. Mach die Augen zu, lass dich an irgend einen anderen führen, selbes Spiel.

      08/15 schrieb:

      Ich hatte letztes Jahr in der Eifel einen solchen Punkt gefunden, wo 3 Faktoren passten
      Das bedeutet, dass Du wusstest, welche Himmelsrichtung die richtige ist und hast selektiv solange gesucht, bis du drei Faktoren hattest, bis es gestimmt hat. Das ist natürlich etwas zu wenig für eine Ontologie. :D
      Wenn Du einen Wikiartikel machen möchtest, dann kümmere dich um Navigation mit Sonne und Sternen. Alles andere ist lokal begrenzt und hat in aller Regel keinerlei Aussagekraft.

      Stichwort Stachellattich nein, ist auch bei ihm nicht stochastisch korrekt. Vielmehr hat er eine vertikale Tendenz.

      Nochmal Edit - sichere Richtungsbestimmung:

      • Ameisenhügel/-haufen [NEIN]
      • Nord-/Polarstern + Kreuz des Südens/Pointer [JA]
      • Moosbewuchs (?) (!) (?) [NEIN]
      • Wuchs von Blättern, Ästen und Wurzeln [NEIN]
      • Sonnenstand [JA]
      • Wetterseite - Wald (Nord - nass, Süd - trocken) [NEIN]
      • Jahresringe [NEIN]
      • Rainfarn und Stachellattich (Stichwort: Kompasspflanzen) [NEIN]
      Wenn es nur um Deutschland gehen soll (und angrenzende Länder) gibt es einen einfachen Standard:

      1. Bergablaufen

      2. Fluss folgen
      2b. Forstweg nach unten folgen

      3. an der Bundesstraße vom nächsten Autofahrer zum Dorf bringen lassen.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Joe ()

    • maggot schrieb:

      Mit Brennesseln kann man zwar keine Himmelsrichtung bestimmen, jedoch deuten diese auf die Nähe zur Zivilisation hin (stickstoffreicher Boden).
      Herrgottssakkra :) Woher habt ihr immer nur so Zeug.
      An einem Fluss, der 5000 kilometer von der letzten Stadt entfernt fließt, wachsen natürlich auch Brennnesseln in Massen.

      Das mit der Nessel stimmt schon seit langem nicht mehr. Es ist alles stickstoffreich mittlerweile. Nesseln waren früher eher seltene Pflanzen. Mittlerweile (zwar immer noch Stickstoffzeiger) wuchern sie aufgrund des Stickstoffeintrags überall.
      Außerdem gibt es zahlreiche Nesselarten außerhalb Deutschlands, die ganz natürlich verbreitet wachsen.

      Sammelt hier mal die Astronomischen Merkmale und techniken zusammen - das gut zu beschreiben reicht schon mal - und lasst die armen Tiere und Pflanzen da raus - sie halten sich einfach nicht an Himmelsrichtungen! :D
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    • Joe schrieb:

      Herrgottssakkra Woher habt ihr immer nur so Zeug.
      An einem Fluss, der 5000 kilometer von der letzten Stadt entfernt fließt, wachsen natürlich auch Brennnesseln in Massen.
      Also ich hab das letztes Jahr von einem Kollegen von dir so gelernt... Ich schreib dir in ner PN den Name.
      "Physik ist wie Sex. Beide können interessante Ergebnisse hervorbringen,aber das ist nicht der Grund, weshalb wir Spaß daran haben."
      Richard Feynman (1918-1988)
    • Zu dem ganzen Himmelsrichtungsgedöns muss man auch zumindest eine grobe mentaleKarte der Region haben, zumindest einige "Auffanglinien" (Gewässer, Autobahn,Küste, Stromtrasse, Gebirge,...) müssen bekannt sein, sonst hilft einem die Himmelsrichtung auch nicht weiter. Prinzipiell halte ich Prävention immer für eine gute Maßnahme. Hat man sich verirrt macht es immer mehr Sinn zum letzten bekannten Punkt der Route zurückzulaufen (ggf.backtracking oder Erinnerung an markante Stellen) als blind weiter zu laufen. Alternativ stehenbleiben und anhand aller verfügbaren „Daten“ eine Routenänderung vornehmen. Es gibt aber selbst mit einer Karte das wunderbare Konzept von "bending the map". Das Gehirn versucht dabei mit der Annahme an einem besimmten Ort zu sein die Karte an die Umgebung anzupassen und regelrecht zu verbiegen. Aber dazu wollte ich ohnehin mal was Richtiges schreiben. Im Zweifelsfall also immer lieber zurück. Aufmerksamkeit ist der Schlüssel zu allem, im Grunde müssen der Umgebungsscan & das Navigationsmodul permanent unterbewusst mitlaufen um die mentale Karte zu aktualisieren.

      Viele Elemente der natürlichen Navigation sind rein als Indizien zu betrachten - einzeln nicht immer ordentlich zu interpretieren, kummulativ betrachtet ergeben sich jedoch Trends mit denen man arbeiten kann. Zu den jeweiligen Indizien ist aber vor allem wichig überdie natürlichen Ursachen von Abweichungen weiß! Alleine um die Bäume im Griff zu haben muss man mindestens das Mikroklima, die Hangneigung, die natürliche Kronengeometrie und die Auswirkungen eines beschränkten Wuchsraumes im Gesamtbestand, usw. im Griff haben.

      Navigation anhand von Himmelskörpern geht im Wald ja prinzipiell genauso. Gerade mit Uhrzeit/Sonnenstand arbeite ich sehr viel. Dazu kommen markante Geländemerkmale (menschlich, natürlich). Mit der dunklen/kühlen Nordseite gibt es einige Sachen: Eine grobe Tendenz kann man aus dem"Frostschatten" ableiten: kurz gesagt, auf der Nordseite eines Waldes/Gebäudes hält sich der Raureif länger. Ähnliches gilt im Norden & in den Bergen für Altschneefelder, an den Nordhängen taut es langsamer. Damit vergleichbar ist auch die Baumgrenze im Gebirge (im Norden niedriger).

      In einem häufiger genutzten Gebiet kann es Sinn machen sich einzelne markante Elemente einzuprägen (Berggipfel, bestimmte Bäume, …), auch den Routenverlauf in unbekanntem Gelände kann man sich so merken. Besonders gut geht das natürlich wenn einzelne Orte mit (individuellen) Namen oder gar Geschichten versehen werden. Der Routenverlauf kann ja im Kopf auch so gehen: vom Parkplatz zur 800jährigen Eiche, querfeldein zum Birkenmoor, bergab zum Dachsbau, dann zum Waldsee und am Ufer entlang bis zum Lagerplatz bei der Bieberburg. Das sind dann Sachen die einem in der Birne bleiben und sich rekonstruieren lassen. In Schweden beim Forstjob hab ich mir z.B. fast das gesamte Forststraßennetz anhand der Bäume anden Kreuzungen gemerkt.
      Skal hilse fra fjellet – det evige land,
      hvor moskus og jerven har bolig.
      Min lengsel dit inn er blitt som en brann.
      Kun der får jeg fred og blir rolig...

      Jon Ø. Hov
    • Wenn Joe das schon so erwähnt.
      Hier eine kleine Anektdote aus den Karpaten. die Muntii Baiului sind ein Wiesengebirge mit Steppenartigen Hochweiden über der Baumgrenze. Es gibt keine Felsen oder ähnliches.
      Aus dem guten Wetter entwickelte sich Nachts ein gewaltiges Sommergewitter.
      Als die Blitze im Hang über mir einschlugen habe ich beschlossen das Zelt so schnell wie möglich zu verlassen und mich in Sicherheit zu bringen. Nur das allernötigste habe ich in die Taschen gepackt und bin ab gerannt an die Baumgrenze und habe mich unter kleinen Fichten versteckte.
      Nach dem das Gewitter vorüber war wollte ich wieder in mein Zelt. In der Dunkelheit fand ich mein Zelt aber plötzlich nicht mehr.
      Das war freilich auch etwas blöd, von mir, mir nicht irgendeine Markierungshilfe zu machen.
      Jedenfalls stand ich da auf der Hochebene und musste irgendwie die Stunden bis zum Sonnenaufgang überbrücken, also wieder runter an die Baumgrenze und im Primitivstshelter unter einer kleinen Fichte gekauert.

      Am nächsten Morgen konnte ich mit Ach und Krach mein Zelt wieder finden, denn ich habe vollkommen die Richtung verloren. Als ich beim zweiten mal zu den kleinen Fichten abstieg, dachte ich ich wäre noch auf der Nordseite, war aber auf den Südhang abgestiegen. An den Bäumchen konnte man überhaupt nix ablesen. Durch Windkanäle und Mikroklima waren die Fichten an der Baumgrenze auf beiden Hangseiten schief, ich hätte damit aber niemals die Himmelsrichtung bestimmen können.
      Erst als ich einen weiteren Blick auf die Landschaft hatte, und markante Gipfel wiedererkannte, konnte ich mir überhaupt Rechenschaft geben wo ich bin.

      Auch beim Abstieg hieß es dann, dem Geländeprofil folgen, also zuerst runter vom Kamm, dann den ersten Wasserlauf finden und dann dem Wasserlauf bis zum nächsten Weg folgen.
      Funktioniert in den Karpaten, funktioniert dann auch erst recht im gefährlichen deutschen Wald. :D







      Jetzt findet mal da in der Dunkelheit Norden und Süden, wenn die Orientierung einmal weg ist.
      Niemand