E-Bike: Wie steht ihr dazu?

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    • E-Bike: Wie steht ihr dazu?

      Die vehemente Diskussion ums Fahrradfahren und der Umweltverträglichkeit von Autos hat nachhaltend in mir gearbeitet. Mich hat lange gewurmt, dass die einfache Fahrtstrecke zur Arbeit (20km) einfach zu lang für ein normales Fahrrad ist, da ich auf jeden Fall völlig verschwitzt ankommen würde. Zu meiner alten Arbeitsstelle im Nachbarort bin ich regelmäßig mit dem Rad gefahren. Ich war folglich deutlich fitter und gewichtsreduzierter als jetzt.
      Am WE habe ich mir ein frisches KTM Macina (25km/h) gegönnt und möchte einfach ein paar Anfänger-Eindrücke schildern:
      Billig sind sie sicherlich nicht, die E-Bikes. Und trampeln muss man glücklicherweise trotzdem. Aber es macht einfach Spaß, weil ich jetzt auch längere Strecken flott zurücklegen kann, was mir tatsächlich etliche Autokilometer sparen wird. Besonders gefällt mir, dass man den "mechanischen Rückenwind" in verschiedenen Stufen regeln kann. "Eco" hat eine ordentliche Reichweite (über 160km bei angenehmer Außentemperatur). "Tour" bringt dann schon ordentlich Erleichterung, bei "Sport" und "Turbo" kann man sehr entspannt und wirklich flott radeln ohne größere Anstrengung. Natürlich ist es mein Ziel, möglichst viel eigene Energie zu verbrennen. Man kann ja auch auf die Unterstützung komplett verzichten. Aber, und das ist mir für meine Person wichtig, ich möchte unter Garantie pünktlich und unverschwitzt bei meiner Arbeitsstelle ankommen. Und das ist jetzt gewährleistet.
      Ich möchte mich ausdrücklich bei @Baumkind, @schwarzzelter und den anderen Diskutanten für ihre Argumente und Anregungen bedanken!
      Frage: Wie steht ihr zum E-Bike? Wo seht ihr Nutzen, wo Bedenken - oder erscheint es euch gar als Schnickschnack?

      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
    • Ich habe zwar noch auf Keinem gesessen, aber ich stehe dazu ehr positiv. Ich habe selbst schon gegrübelt, ob ich mir mal Eins für den Arbeitsweg hole, obwohl ich weder alt, oder krank bin und 4x die Woche Sport treibe.
      "Die Fotografie ist der Todfeind der Malerei, sie ist die Zuflucht aller gescheiterten Maler, der unbegabten und Faulen."
      – Charles Baudelaire –
    • Hallo,
      ich bin nicht wirklich der Radfahrer, seid ich mit 16 meinen ersten Moppedführerschein gemacht habe.
      E-Motorrad hab ich ja schon einmal erwähnt im Faden "wie kommt der bushcrafter in den Busch" oder so.
      Also grundsätzlich habe ich keine ablehnende Haltung zu der E-Mobilität an sich.
      Die Reichweiten der Akkus werden sich steigern, die Preise werden niedriger und die Anzahl der elektrischen Verkehrsteilnehmer wird zunehmen,
      aber ich hoffe nur, das diverse Aspekte der Sicherheit, einmal für die Fahrer , aber auch für andere Verkehrsteilnehmer wie z.B. Fußgänger, "normale" Radler, mehr Berücksichtigung finden.
      Erstens wäre da die Bremse, die laut mehreren Tests bei vielen E-Rädern unterdimensioniert ist. Zweitens eine klare Regelung , wo die Dinger zu fahren haben, also Straße oder Radweg?? und so weiter....
      Ganz am Rande dann noch die Umweltbilanz, ich sag nur Herstellung und Entsorgung der Akkus.
      Also es ist sehr facettenreich und ich kann für mich abschließend sagen: E-Mobilität ja gerne-----, aber unter gewissen Vorraussetzungen, die mMn noch erst erfüllt werden müssen.
      Jetzt ist mir noch zu teuer und zu früh umzusteigen.
      Gruß"Seemann"
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!
    • Finde ich gut, gerade auch für den von dir beschriebenen Einsatz.

      'im Alter' sehe ich dagegen je nachdem was gemeint ist sehr kritisch. Wenn man zu dösig geworden ist, um Rad zu fahren sollte man nicht noch schneller Rad fahren.

      Als 'Rückenwind' besonders für den Arbeitsweg dagegen genial, ich kenne das Problem mit dem Gegenwind und der Unberechenbarkeit der Ankunftszeit +- 15-20 Minuten je nach Windlage.
    • azmo schrieb:

      ...'im Alter' sehe ich dagegen je nachdem was gemeint ist sehr kritisch. Wenn man zu dösig geworden ist, um Rad zu fahren sollte man nicht noch schneller Rad fahren...
      Hier muss man unterscheiden, was es für ein Rad ist. Wenn ich das richtig sehe, unterstützt das von Friese bis 25km/h mit dem Elektromotor. Es ist also anders zu bewerten als ein S-Pedelec.

      Seemann schrieb:

      ...aber ich hoffe nur, das diverse Aspekte der Sicherheit, einmal für die Fahrer , aber auch für andere Verkehrsteilnehmer wie z.B. Fußgänger, "normale" Radler, mehr Berücksichtigung finden...
      Ein Vorteil ist schon einmal, dass man mit so einem e-bike weniger Hemmungen haben sollte, kurz anzuhalten. Ich habe als Fußgänger eindeutig mehr gefährliche Situationen mit normalen Radfahrern, als mit Autos.
      "Die Fotografie ist der Todfeind der Malerei, sie ist die Zuflucht aller gescheiterten Maler, der unbegabten und Faulen."
      – Charles Baudelaire –
    • In meinem Velomobil genieße ich seit Neuestem auch einen Pedelec-Motor (bis 25 km/h Unterstützung). Normalerweise ist das Anfahren ja Stresspunkt Nummer eins, vor allem im Stop&Go-Verkehr. Entfällt in der Kiste, weil ich mit dem Daumen auf 6 km/h beschleunigen kann, und ruckzuck bin ich wieder auf Cruising-Geschwindigkeit :D . Zwischendurch, wenn's mal wieder über einen Hügel geht, mal ein bißchen Rückenwind einschalten, und weiter geht's.

      Ich bin der Überzeugung, dass die "Pedelec-Revolution" das Rad als Transportmittel aufwertet. Durch den Motor kann man seine Reichweite vergrößern, so dass auch längere Strecken problemlos mit dem Rad zurückgelegt werden können. Pedelecs sind in meinen Augen keine "Rentnerkutschen".


      Das Baumkind
      Draußen sein sein ist.
      Nicht lamentieren, sondern fakturieren.


      BC-Frauen-Treff 2019: Weitersagen! :Squirrel:
    • ich habe mich bewusst gegen ein Pedelec entschieden, fand es einfach zu teuer. Und wer weiß wie lange das hält, bzw ein teures Rad weckt begehrlichkeiten.
      "Haha irgentwie bin ich der "will haben, jetzt!" Strategie lange genug gefolgt, die ja im Grunde genommen äußerst konträr zum Bushcraft Grundgedanken ist. Deshalb versuche ich erstmal alles mit vorhandenen Mitteln zulösen, da freut sich der Geldbeutel."
      -Pat Rainerson
    • In den Niederlanden wird diskutiert wo die dinger Fahren sollten, (dass kann aber noch lange dauern, wir diskutieren viel gerne und vorallem lange) aber gesehen die geschwindigkeit die die manchmal drauf haben wird das wohl nich mehr zwichen die Fahräder sein.
      Und nicht nur die Opas und Omas Fahren die E-bikes, hier fahren viele Jugendliche damit zur Schule (was für weicheier dass heutzutage sind :D )
    • Ich bin von EBikes völlig begeisstert, Macht irre Spass damit zu fahren. Da kann man richtig mit sausen, sehr genial. Ich denke , so ein Fahrrad hat nichts mit dem Alter zu tun. Es macht in jedem Alter einfach nur Spass. Mein nächstes eigenes wird definitiv ein EBike, habe seit längerer Zeit 2 Räder die ich benutzen kann. Ich fahre sogar absichtlich Umwege, die ich sonst nicht fahren würde, weil ich Zeit spare und nicht so erschöpft bin und somit nicht die Lust verliere.Kann nur jedem empfehlen, das mal auszuprobieren, ein mords Gaudi.
      Ich habe noch kein eigenes, da ich glaube, das in der Technik noch einiges möglich ist und ich lieber noch abwarte, was da noch so geht. Gerade auch im Preis.

      Ich sehe das mit diesen Bikes wie früher mit Automatikgetrieben bei Autos. Au nein... bloss was für Alte... und jetzt ??? Wie echt genial ist ein Automatikgetriebe !
      Wird mit den EBikes auch so werden, jede Wette.

      Das Leben ist ein Spiegel: wenn du hineinlächelst, lächelt es zurück
      George B. Shaw
    • Jo, für die Opas wie @schwyzi und @Friese genau richtig :evil:

      Vor zwei Jahren hab ich ganz viel Sport betrieben und bin immer per pedes zur Arbeit.
      Aber: Ich hab geko...t wenn ich auf meinem Sportrad -bei Gegenwind- in Radeldress von, immer der selben, ollen Oma überholt wurde. :cursing:
      Gratuliere zum Fahrrad und wünsche dir allzeit gute Fahrt! :thumbup:
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio
    • Geile Sache, Friese!

      Ich hab noch nie ein E-Bike ausprobiert, aber vom Prinzip her finde ich die Teile einfach nur genial. Ich hab vor, im Alter Fahrrad zu fahren, bis es wirklich nicht mehr geht, und durch E-Bikes kann man sich schon in jungen Jahren den Aktionsradius deutlich erweitern und im Alter erst recht. Ich hoffe nur, dass die Dinger bald billiger werden.
    • Moin, :)
      Ich habe zwar noch kein eigenes E-Bike, aber schon ein paar mal eines im Urlaub ausgeliehen.
      Und ich bin davon wirklich begeistert. Wie @Friese es ja auch schon erwähnt hat, kann man die Unterstützung in mehreren Stufen einstellen, je nach dem ob gerade eine längere Steigung kommt etwas mehr, oder eben auch nur soweit, das man auf längerer Strecke einfach entspannter an kommt.
      Besonders bei meinen Urlauben in den Bergen, hat es richtig Spass gemacht, damit ohne große Schwierigkeiten mal zu irgend einer Alm rauf zu fahren, oder eben auch mal längere Strecken zu fahren, die ich dort sonst nicht geschafft hätte.
      Ich denke mal über kurz oder lang werde ich mir auch ein E-Bike zulegen. ;)
      :campfire: :reh:
    • Ich muss ja gestehen, dass ich Fahrrad fahren immer doof fand. Kann das heute auch nicht mehr nachvollziehen. Seit ein paar Wochen fahr ich mit dem Rad zur Arbeit und es ist großartig. Da ich die Möglichkeit habe bei der Arbeit eben unter die Dusche zu springen, habe ich mich gegen ein E-bike entschieden. Ich fahre meine 18 km pro Strecke und es macht unglaublich Spaß. E-bikes sind toll. Eine anständige Alternative zum Auto.

      Gruß Christopher
    • Das Fahrrad ist eine sinnvolle Ergänzung der Maschine Mensch. Es wiegt wesentlich weniger als er, erhöht aber extrem die Reichweite. Dabei verbraucht es, relativ zum Nutzen, wenig Energie.
      Der Elektromotor erhöht die Reichweite nochmal um ein Vielfaches. Schneller, weiter oder mit weniger Mühe. Da der Elektromotor beim Fahrrad wenig zusätzliches Gewicht bewegen muss, ist mMn eine sehr gute Effizienz gegeben.
      Unser privates Transportrad hat einen Motor. Ohne hätten wir die letzte Schwangerschaft in der Bauphase unseres Hauses kaum geschafft.
      Na, na, na, na! Sie geraten ja ganz und gar ins Fäusteballen! Da wird mir angst und bange. Aber beruhigen sie sich! Ich kenne sie und es ist mir nicht eingefallen, sie nur im geringsten beleidigen oder kränken zu wollen.
      Osman Pascha zu Kara Ben Nemsi in Im Reich des silbernen Löwen II