Scout (-Kurs/e)

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    • Bob schrieb:

      Warum glaubt man sowas???
      Ich glaub zunächst mal gar nix.
      Ich sehe nur, dass mir einiges von dem Kram was gebracht hat. Und bin auch in der Lage Vergleiche zu ziehen, von dem was ich selbst von Blackfeets (ehem. Kollege und dessen Familie) und Kwkiutl (kennengelernt durch Freunde drüben) gehört habe.

      Und nochmal...es soll hier nicht um Gruppen und Typen gehen. Allein um die Techniken, wer auch immer die wo aufgestöbert hat.
      No ned hudla.....
    • karlson schrieb:

      Bob schrieb:

      Tom Brown...glaub doch nicht jeden kokolores...Scout ist kein von ihm eingeführter Begriff...er vermartet ihn nur gut.
      Genau lesen, ich hab nicht gesagt, dass der den Begriff erfunden hat. In die Wildnispädagogik so wie wir sie heute kennen eingebracht hat er den Begriff sehr wohl. ;) Und mir ist auch Latte ob der seinen Kram abgeschrieben oder ausgedacht hat. Ich messe den Kram daran wie er Menschen positiv bereichert. Und in Zeiten, in denen viele natives ihre Wurzeln und skills verloren haben finde ich es durchaus legitim wenn Leute mit anderen Wurzeln anfangen diese Fähigkeiten zu erhalten. Auch ohne offiziellen Minderheiten Stempel. Cultural appropriation kann mich mal. :D
      Jedes kriegerische Volk hatte spezialisierte Späher, diverse native americans gehören dazu. Einfach mal Zeitzeugenberichte wie von Black elk lesen. In dieser Tradition steht das ganze. In Deutschland ist alles mit Wildnispädagogik immer sehr gewaltfrei weichgespült, in Amiland gibt es regen Austausch bzw. Schnittmengen zwischen der Wildnispädagogik (oh gott wie ich den Begriff hasse) bzw. Primitive skills Gemeinde und dem Bereich Law Enforcement / Militär.

      Aber igendwie hab ich das Gefühl, dass der Thread gerade unnötig entgleist. Denn egal woher der Schmuh nun kommt, er ist eine Bereicherung für viele und ich bin @Albbaer dankbar, dass er uns an seiner Freude und seinen Eindrücken teilhaben lässt.
      Genau lesen...ich rede von eingeführt! Nicht erfunden!

      de.wikipedia.org/wiki/Boy_Scouts_of_America

      Und wenn das mal keine "Wildnisspädago...mist, scheiss IPA...Wildnisspä, ach du weisst was ich meine.

      Alles was ich sagen willist lasst euch ein A nicht für ein O vormachen!

      Beispiel: Das Messer ist das wichtigste Survivalwerkzeug! Wirklich? Warum finden sich dann so verhältnissmässig wenige Fälle in denen Messer so eine herausragende Rolle gespielt haben in der Literatur und Presse? Witziger Weise haben sich aber moderne Kommunikationsmittel ALS DIE Lebensretter herausgestellt. SPOT zum Beispiel. Oder euer stink normales Handy.

      Oder

      Warum tragen "Survivaltrainer" immer Tarnfarben oder Naturfarben? Es werden nämlich eine bedeutende Zahl Menschen Dank Signalfarbener Regenjacken gerettet. Glaubt ihr nicht, fragt doch mal beim DAV zum Beispiel.

      Es geht um Image! Denn damit verdient man dann Geld.

      Das wichtigste um zu überleben sitzt zwischen euren Ohren! Und das muss man füttern! Aber nicht unbedingt mit dem was man euch als Fastfood serviert!
      Mehrtägiger Scoutkurs um Techniken der Ureinwohner zu erlernen? Warum haben die Indianer eigentlich ihre ganze Jugend damit verschwendet sowas zu lernen?

      Auf euer Wohl und seid mir nicht bös...aber wenn ich euch zum nachdenken angeregt hab hatt es vielleicht was gutes!
    • Albbaer schrieb:

      Bob schrieb:

      Warum glaubt man sowas???
      ...Allein um die Techniken, wer auch immer die wo aufgestöbert hat.
      Aber die Frage ob diese Techniken SINN machen ist ja meine Frage...und wenn schon der kulturelle Hintergrund der diesen Techniken als Legitimation dient erfunden ist bleibt ja wenig an Anwendungshistorie und somit an Begründung bestehen!

      So, ich muss jetzt ins Bett. Ich hab morgen viel zu tun.
    • Mal kurz in die Runde.
      Wie kann es sein das jemand sein Wissen erweitern will, dafür einen Kurs belegt ( dafür Geld ausgibt )
      hier kurz seine Erfahrung mitteilt vor den Pranger gestellt wird?
      Warum das jemand macht sollte er/sie für sich entscheiden. Was es einem bringt? Wird man danach auch für sich entscheiden.
      Ich finde es gut wenn Leute Ihr wissen weiter geben. Ob bezahlt oder nicht.
      Mir kommt es gerade so vor als ob @Albbaer sich rechtfertigen muss warum er einen gewissen Kurs belegt hat.
      Dies sind nur meine Eindrücke.
      Manche sagen, ich sei bekloppt ich find mich verhaltensoriginell.

      Wildkatze mit rotem Halsband.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Micha1207 ()

    • Relaxed Leute.

      Mir ist/war von vornherein klar, dass sowas passieren kann. Wir leben in einer Welt, wo man vieles hinterfragen muss und darf und kann. Wie ich (oder andere) mit dem esoterischen Teil solcher Bildungsangebote umgehe ist meine Sache. Und die ist bestimmt nüchterner als manch einer glaubt. Soll jeder werten und urteilen wie er mag, letztendlich sehe und sortiere ich die Dinge für mich selbst, so wie jeder das tun muss.

      Es ist mir Wumpe wer den Sitzplatz erfunden hat, und was er anderen bringt. Ich weiss was er mir bringt.
      Es ist mir egal was andere von einer dankbaren Lebenseinstellung halten, mir selbst bringt das viel.
      Und nein ich gehe nicht den Roten Weg, auch nicht den nordischen oder den der Jedi ;)
      Soviel mal dazu.
      No ned hudla.....

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Albbaer ()

    • Bob schrieb:

      karlson schrieb:

      Es geht primär um die Rolle des Scouts vor der Ankunft der weißen. Der Begriff Scout kommt durch Tom Brown in die Wildnispädagogik. Wer sich da mehr inspizieren lassen will kann einfach mal dessen Buch way of the scout lesen. Dann ist der Kontext klar.
      ...
      Wer einen modernen escape & evasion Kurs sucht...
      Und genau das ist ein Problem. ES GIBT KEINE GESCHICHTE DER SCOUTS VOR ANKUNFT DER WEISSEN! Natürlich gab in diesen Kulturen vermutlich Späher...gab es auch bei den Wikingern. Das waren aber keine Übermenschen, sondern entweder der Karl Arsch des Stammes der die Drecksarbeit machen musste, oder eben "unliebsame" Stammesmitglieder die eh keiner da haben wollte. War bei den Griechen so, den Römern, den Germanen, den Wikingern...usw. usf.Man sandte eine Anzahl Späher aus...der der wiederkam war natürlich der Hecht im Teich. Die X anderen waren eben ex und hopps und kein Verlust...

      Tom Brown...glaub doch nicht jeden kokolores...Scout ist kein von ihm eingeführter Begriff...er vermartet ihn nur gut.
      Woher nimmst Du diese und alle Deine anderen Weisheiten?
      Ich möchte bitte (gerne auch per PN) Quellen, die deine Aussagen belegen und unterstreichen.
      Zum Thema Römische Späher: Da könnte ich Dir jetzt einen laaaaangen Vortrag halten. Aber mal ein paar Fragen zum selber nachdenken:
      Welche Zeit Meinst du: Republik? Soldatenkönige? Kaiserzeit? Ist die Flavius Vegetius (der um 300 v.Chr.) bzw dessen Schrift bekannt (De rei militarii)? Kennst Du Sun Zu/Sun Zi bzw. dessen Schrift von der Kunst des Krieges? Sagt Dir Johan Wallhausen etwas? kennst du eine seiner vier Hauptschriften? Wenigstens die Kriegskunst zu Fuß?

      Differenziert dazu: Ja, Tom Browns Story ist umstritten.
      Und der Späher ist schon sehr früh und dann mit Unterbrechung immer wieder ein wichtiger Bestandteil der Armeen gewesen.
      Denn die Aufklärung war immer wichtig und sehr oft auch Schlachtentscheidend. Von den Römern zunächst noch vernachlässigt, lernen sie schnell die Bedeutung des Spähers kennen und vergessen diese selbst immer wieder, weil ihnen ihr Aberglaube im Weg steht. Sie glauben eher den Orakeln als der Aufklärung. Punische Kriege, 2.Persischer Krieg und letztlich das Debakel um Varus. (Siehe hierzu Flavius Vegetius, de rei militarii [welcher Band bzw. Buch, kann ich jetzt nicht aus dem Kopf sagen, sind aber alle zusammengefasst]); Hans Delbrück: Geschichte der Kriegskunst. Die Neuzeit, Neuauflage 2000 des Nachdrucks von 1964, Bd. 4, S. 627 im Namen- und Sachregister die Einträge zur Infantrie durchgehen und nachlesen.)

      Die Goten hatten den Späherkult ebenfalls in ihren Reihen. Natürlich sind die häufig hopps gegangen, deswegen war es ja auch ein schneller und sehr unsicherer Weg, um an die Spitze der Hierarchie zu kommen.

      Die Schweden nutzten im dreißigjährigen Krieg die modernsten Dinge wie Fernrohr und Kartographieskizzen zur Aufklärung. Die Aufklärer waren durchaus geachtet und wichtig. Die anderen Mächte waren da eher nicht so. (Bastian Eisenbart: Die Feldartillerie von 1550 bis 1650, Saarbrücken 2013)

      Im zweiten Weltkrieg gab es Aufklärungseinheitenm bei den Briten, die seeehr gut waren.

      Nicht verwechseln die Boyscouts von BiPiiiih :) mit den militärischen Scouts.

      So und jetzt warte ich auf die Nachweise und belege von @Bob
      "He´s one of them rangers, dangerous folks they are, wandering the wild"
      "Not all who wander, are lost"
      Plan your dive, dive your plan
      Was ihr den Geist der Zeiten nennt, das ist im Grunde nur der Herren eigner Geist
    • Hi,

      danke für den Beitrag und die Schilderung.
      Von romantisierter Stimmung kann ich erstmal wenig erkennen, allerdings wird indigen in meinen Augen vielfach mit ganz besonders nett/naturnah in Verbindung gebracht - mag teilweise stimmen, aber Indianer und ihre Scouts waren sicher nicht mehr/weniger moralisch als andere...

      Scouting-Techniken wie auch Spurenlesen sind doch Techniken, die teilweise auch Jäger/Kopfgeldjäger (böse, da an Geld interessiert?) nutzen. Sie können moralisch in verschiedenen Kontexten angewendet werden - wie fast alles, warum also der Aufriss über die historische Korrektheit? Der Kurs war sicher nicht als Reenactment-Event konzipiert.

      Indigen verbinde ich vor allem damit zuzuhören- der Natur vor allem aber auch den Menschen. Indigen - nachhaltig? Indigen - nicht die Erkenntnisse aus der Natur ausnutzend?

      Dir, @Albbaer, höre ich gerne zu. Bislang fehlte mir die Zeit für so einen Kurs. Einer ist quasi bei mir vor der Haustür - von Indianern, die immer schon bei Wildeshausen gelebt haben ;)

      Lieber Gruss,
      Silas
      Semper fidelis

      dgmea.de

      mueckenatlas.de

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    • Neu

      Bob schrieb:

      Albbaer schrieb:

      Bob schrieb:

      Warum glaubt man sowas???
      ...Allein um die Techniken, wer auch immer die wo aufgestöbert hat.
      Aber die Frage ob diese Techniken SINN machen ist ja meine Frage...und wenn schon der kulturelle Hintergrund der diesen Techniken als Legitimation dient erfunden ist bleibt ja wenig an Anwendungshistorie und somit an Begründung bestehen!
      So, ich muss jetzt ins Bett. Ich hab morgen viel zu tun.
      @Bob was macht Sinn? Für wenn?
      Dies muß doch Jeder für sich selbst entscheiden!.
      Nur weil Du für Dich in diesen Kurs keinen Sinn siehst heißt es doch noch lange nicht, daß dieser Kurs für Alle sinnlos ist.
      @Albbaer hat nun mehrmals erzählt, daß er diesen Kurs genossen hat und sich für ihn rentiert hat.
      Einige Foristen baten ihn, etwas von dem Kurs zu berichten und dies Tat er mit diesem Thread
      Danke @Albbaer
    • Neu

      @Albbaer Vielen Dank für deinen Bericht. Ich finde es toll wenn solche Kurse besucht werden. Weiter so. Hätte auch gern mal einen Scout-Kurs mitgemacht. Bei dem ich diesen Kurs gemacht hätte wäre ich allerdings mehr Euro´s losgeworden. Jetzt ist bei mir der Deckel zu. Aber in Gedanken .... :rolleyes:

      Schade das es immer welche gibt die solche Erfahrungsberichte zerfleddern.
      heiajo helo wai-on kaju :racoon: Mni Wiconi
      Jedes Leben hat eine Bestimmung.
    • Neu

      Na, sind wir hier in nem Forum um zu diskutieren oder nur um Beifall zu klatschen wenn einer draussen war?
      Ich will @Albbaer die Sache garnicht vermiessen. Ich bin sehr kritisch was esoterische Verklärung, Falschdarstellung und die inflationäre Ausbeutung dieser Dinge angeht. Und dieser Beitrag steht nunmal unter "Naturvölker und Spiritualität"!

      Ein Beispiel: Meine jetzige Frau ist Japanerin. Sie glaubt an eine Mischung aus Shintōismus und Buddhismus. Kommt sie mit unserem Sohnemann Mal hier her gehen wir oft in das Ekō Haus in Düsseldorf. Es ist erstaunlich wie viele Menschen in Deutschland den Buddhismus oder Shintōismus kennenlernen wollen.
      Aber es ist erschreckend wie wenige sich ihr Verständnis selbst erarbeiten und statt dessen irgendwas glauben.
      Sie besuchen VHL Kurse und kaufen Bücher...mit totalen Unsinns Inhalten. Meine Frau schüttelt dann immer den Kopf.

      Und der Beitrag von @Albbaer steht nunmal unter "Naturvölker und Spiritualität".
      Was für mich, naiv wie ich bin, bedeutet das Naturvölker und ihre Spiritualität hier irgendwie eine Rolle spielen.

      Hätte der Beitrag in "Wie schleiche ich durch den deutschen Wald" erschienen hätte es mich vermutlich nichtmal interessiert.
      Jetzt heißt es aber "Ist mir doch egal wo der Stuhl herkommt auf den ich mich setz, Hauptsache ich lerne Technik XY."

      Ist auch OK. Dann kann ich euch sogar helfen. Ich empfehle einen Kurs bei Max Götzfried, glaub ich zumindest er war das.
      Er bildet z.B. Jungjäger und interessierte in der Pirsch aus. Da spart man sich den Indianer Hokuspokus.

      @Albbaer
      Es tut mir Leid, ich möchte dir deinen Spass weder verderben noch ihn dir nehmen. Ich bitte um Verzeihung wenn ich diesen Eindruck erweckt habe.
      Aber es wird, des schnöden Mammons wegen so viel angeboten im Netz das ich da sehr kritisch bin.
      Und ich arbeite in der Wirtschaft. Ich hab das sogar studiert.

      Bei vielen was heute verkauft wird geht es eben nicht um das Naturerlebnis oder die Liebe zu dieser. Es ist ein schlichter, kommerzieller Markt geworden in dem man nicht unbedingt das bekommt was man vielleicht braucht, aber eigentlich immer das bekommt was einem eingeredet was man will.

      Und was man will und was man braucht sind häufig nicht die selben Sachen.

      In diesem Sinne möchte ich nun rein metaphorisch das Kriegsbeil begraben.

      Entschuldigt die Aufregung.

      @Ranger in the woods
      Bekommst ne Nachricht wenn dich das interessiert.
    • Neu

      @Bob Danke für die klaren Worte.
      Ein Forum dient natürlich auch dazu das man diskutiert.
      Aber ich schätze @Albbaer schon so ein das er weiß was Hokuspokus ist oder was für Ihn gut ist.
      Es wird mit Sicherheit ( da stimme ich Dir vollkommen zu ) in ganz vielen Sachen sehr viel Mist angeboten oder einem erzählt das man irgendetwas braucht.
      Nicht desto trotz muss man nicht alles glauben was jemand erzählt.
      Was ich sehr wichtig finde ist das man "Wissen" egal in welcher Form weiter gibt. Man kann für sich seinen Teil raus ziehen den man meint zu brauchen oder wissen zu müssen.
      Manche sagen, ich sei bekloppt ich find mich verhaltensoriginell.

      Wildkatze mit rotem Halsband.
    • Neu

      Micha1207 schrieb:

      Was ich sehr wichtig finde ist das man "Wissen" egal in welcher Form weiter gibt. Man kann für sich seinen Teil raus ziehen den man meint zu brauchen oder wissen zu müssen.
      Und genau so halte ich es. Egal ob es sich um Naturvölker, Mittelalter oder Asien handelt. Überall her kann man was lernen, das erstaunlicherweise auch ohne den "mitgelieferten Glauben" funktioniert. ;)

      Dass man halt sehr darauf achten muss (am besten nen Disclimer einbauen) , dies klar zu stellen, ehe man was erzählt, ist etwas lästig, mehr aber nicht.
      No ned hudla.....