Lavvu, Tschum, Tipis mit Zeltofen Erfahrungen u. Vorschläge gesucht

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    • Baumkraxler schrieb:

      Also ich verstehe hier manche Ansätze, nen Lavvu, Tipi oder so zu optimieren und zu pimpen.
      Aber ich käme echt nicht auf die Idee, nen Lüfter mitzuschleifen oder sowas.

      Wenn ein Ofen drinne steht, wird halt Holz nachgelegt wenn es kalt wird und gelüftet, wenn es zu warm wird etc.

      Ansonsten kann ich mich ja gleich innen Camper setzen und die Webasto Standheizung andrehen

      Sorry, fürs OT, aber irgendwie hab ich wohl was vergessen zu lesen um den Aufwand zu verstehen. Ich hab im Lavvu nie sowas vermisst sondern genossen das es einfach einfach ist
      Du sprichst mir aus der Seele. :thumbup:
      :danke:
      Gruß
      Andy :hut:
      Brennholz Verleih :campfire:

      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;) :thumbup:
    • @Signalschwarz @Konradsky
      Ich hab da neulich ein einem Baumarkt einen Ventilator mit einem Peltier Element gesehen der seinen Strom quasi selbst erzeugt.
      Das Ding stellt man einfach auf den Kaminofen und es sorgt für Luftverwirbelung.
      Müsste man mal testen was der kann und wo es den ggf. auch für günstiger gibt...

      Ansonsten finde ich Konrads Idee mit dem PC-Lüfter super.
      Die Dinger haben relativ viel Luftleistung bei kleinem Verbrauch. Ich betreibe eine kleine Schmiedeesse damit ;)
      (Wenn man einen findet den man mit einer Powerbank betreiben kann, die man z.B. mit dem Boilite-Stove läd (der hätte auch in der aktuellen Generation schon eine eingebaut) macht auch batterieunabhängig...)
      "...ich will´s ein Bisschen schöner machen, reines Überleben turnt mich ab!"
      Cody Lundin, Survival Duo 1. Staffel
    • Ventilator im Tipi? Da halte ich es eher wie trapperandy und baumkraxler. Ich habe vor der letzten Tour meine Hitzeschutzmanschette, deren Durchgang bisher aus einem bloßen in das Kevlar-Gewebe geschnittenen Loch bestand, mit einem Streifen Stoff, den ich noch übrig hatte, verstärkt.

      Das war überfällig und ist bisher am fehlenden Aramid- oder Kevlar-Garn gescheitert. Kürzlich habe ich das günstig ersteigert und jetzt sieht das Ganze so aus.

      So in der Praxis:

      Ich verwende übrigens das Hitzeschutzgewebe von Extremtextil, das zwar nur bis 300° ausgelegt ist, sich meiner Ansicht nach aber bewährt hat, auch wenn es mal ganz heiß wird:

      Das oben besprochene ebay-Gewebe wiegt das Dreifache und wäre mir zu schwer.
      Was ich aber noch gerne vom Hersteller wissen würde: Warum in aller Welt hat das Tschum einen Catenary Cut? Damit macht man sich die Bude doch noch enger als sie ohnehin schon ist.
      Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.
    • @Doman
      " Warum in aller Welt hat das Tschum einen Catenary Cut? Damit macht man sich die Bude doch noch enger als sie ohnehin schon ist."

      Schon mal ein Tschum live gesehen oder aufgebaut? ;)
      Da ist Platz genug. ;)

      Hier mal ein Link.

      pluennenkreuzer.de/001_Landgae…05_Cat-Cut/catcut_01.html
      Gruß
      Andy :hut:
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      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von trapperandy ()

    • Nein, ich kenne das Tschum nur von deinen/euren Abbildungen, aber ich sehe, dass es einen Schnitt mit Kettenlinie hat. Hinsichtlich der Raumausbeute wird da Platz verschenkt, und ich frage mich warum. Ich habe auf diesen Schnitt bewusst verzichtet und versuche sogar, durch die Abspannung immer noch etwas mehr an Innenraum rauszuholen. Die gleiche Funktion hat bei mir die niedrige Seitenwand.
      Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.
    • Doman schrieb:

      Nein, ich kenne das Tschum nur von deinen/euren Abbildungen, aber ich sehe, dass es einen Schnitt mit Kettenlinie hat.
      Dann sollte man nicht voreilig urteilen. ;-)
      Hinsichtlich der Raumausbeute wird da Platz verschenkt, und ich frage mich warum.
      Sorry, aber wie kannst Du das beurteilen ohne es von innen gesehen zu haben? ;-)

      Ich habe auf diesen Schnitt bewusst verzichtet und versuche sogar, durch die Abspannung immer noch etwas mehr an Innenraum rauszuholen. Die gleiche Funktion hat bei mir die niedrige Seitenwand.



      So ist das Tschum schnell aufgebaut, hat keine Angriffspunkte da es tadellos gespannt ist und es werden keine Abspannleinen außer der Heringe benötigt.
      Bei Deinem Foto sieht man halt die Windanfälligen Schwachpunkte die man beim Tschum nicht so hat wegen dem Schnitt und der Spannung .

      Hier gut zu sehen, gut abgespannt ohne Seitlichen Abspannschnüre.
      Schnell und Top aufgebaut.

      Ich hab schon in einem Lavvu gesessen wo der Wind die Seitenwände ganz schön beanspruchte, trotz 100%iger Aufbau.
      War auch nicht so Toll da drin zu sitzen.

      Aber jeder soll damit Zelten, womit er glücklich ist und klar kommt.
      Für mich kam halt nur eins in Frage und das war ein Tschum.
      Gruß
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      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von trapperandy ()

    • Moinsn, mal mein persönliches Credo zum CC (caterary cut):

      Die Tschums haben einen CC, weil ich den einfach GEIL finde! :D

      Spaß beiseite. Es gibt schlicht und ergreifend zwei Arten ein Lavvu zu konstruieren.

      Variante 1 ist mit CC
      Variante 2 ist mit (vielen) Abspannleinen

      Beides hat Vorteile und Nachteile, was für den Einzelnen konkret besser ist muss jeder selbst rausfinden.

      Die Vorteile des CC sind:

      -Bessere Spannung auf den Flächen
      -Weniger Heringe nötig
      -Imo bessere Windresistenz da glattere windschlüpfrige Oberfläche, weniger "Beulen"
      -keine Abspannleinen = kein Stolpern unter 2 AtÜ
      -Und mein Liebling: Ein klar defiertes Kräftesystem im Zelt, ohne punktuellen Lasteintrag mitten in Flächen

      Nachteile des CC:

      -Schwieriger zu entwerfen und zu bauen
      -etwas weniger Volumen im Verhältnis zur Oberfläche

      Aus Spaß an der Freude noch schnelle schlechte Händibildchen von einem 2P custom-Zelt aus 180g Baumwolle mit Seitenwand und CC, da kann man auch wieder stolpern:



      Das ist ein anderes Zelt, das Ding ist gerade in den Mackenzie-Mountains unterwegs, bin gespannt auf das Feedback, hat aus Gewichtsgründen nur "Monsterflaps":



      Und noch meine 50c zur Wärmeverteilung:

      Warm ist oben. Man kann also imo folgende Punkte "abarbeiten":

      -Luftzirkulation kontrollieren. Untenrum soweit abdichten wie nötig, oben ggf Dampf ablassen.
      -Ofen tieferlegen, sprich Beine kürzen
      -Hintern höherlegen, sprich Stuhl oder (flaches) Feldbett

      @Doman Ich finde Dein Zelt sieht gut aus, ist sicher prima für Schnee geeignet. Ist halt etwas anderes.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von FlorianHomeier () aus folgendem Grund: Orrthogravieh...

    • FlorianHomeier schrieb:

      Das ist ein anderes Zelt, das Ding ist gerade in den Mackanzie-Mountains unterwegs, bin gespannt auf das Feedback, hat aus Gewichtsgründen nur "Monsterflaps":
      bin auch gespannt. :)
    • Hm, wieso wirfst du mir Voreiligkeit vor? Dass das Zelt eine Kettenlinie hat, sieht jeder und das wird auch auf der Herstellerseite so angegeben. Und dass da Platz verloren geht, ist nicht mein subjektives Urteil, sondern ein mathematischer Tatbestand. Über diese Entscheidung hätte ich gern etwas vom Hersteller gehört, der hier im Forum ja auch Beiträger ist und möglicherweise anders argumentieren kann als der Käufer eines Produkts, auf dessen Form er wenig Einfluss hatte. Die Windanfälligkeit ist übrigens bei Tipis viel geringer als bei allen anderen Zelttypen - und wieso sollten 24 Heringe nicht besser halten als 8? Es ist auch eine Fiktion, dass die tadellose Abspannung für die Haltbarkeit der Konstruktion entscheidend ist. Alle historischen Tipis oder Lavvus oder Tschums wurden 'schief' aufgestellt, nämlich schräg nach hinten in Richtung Lee geneigt, damit der Raum vorm Feuer oder Ofen an einer Seite größer ist. Und was die Schwachstellen betrifft, ist mir noch nie ein Tipi begegnet, bei dem der Schornstein unterhalb der Firstlinie endet und die Öffnung zugleich so nah am Stoff liegt. Wenn dann der von dir beschworene Wind aufkommt, kannst du im Fall, ein Funke verlässt doch mal das Ofenrohr, dein blaues Wunder erleben.
      Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.
    • @Doman
      Hier der Beitrag ( Nr 183 hier ) warum das Ofenrohr so kurz war. ;)
      Wer lesen kann ist im Vorteil. :thumbup:

      trapperandy schrieb:

      Hallo
      Am Wochenende kam mein 4P Tshum zum ersten mal in Einsatz.
      Der Aufbau geht Alleine schnell und kinderleicht von der Hand.
      Die Verarbeitung vom Tschum ist voll Durchdacht und in einer Spitzenqualität von den verbauten Materialien.
      Ganz Ehrlich, bin ich froh das ich mich im Dezember umentschieden habe.


      Mit dem Poshehonka Größe S eine sehr gute Kombination.
      Auf dem Bild fehlt ein Ofenrohr was ich aus versehen geschrottet habe, das Ersatsrohr ist am Wochenende schon eingetroffen.
      Also von mir eine klare Kaufempfehlung.
      Und der Hersteller hat vor Dir geantwortet. :thumbup:
      Gruß
      Andy :hut:
      Brennholz Verleih :campfire:

      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;) :thumbup:
    • Ich hab mal ne Frage zu der 180 g Baumwolle von Tencate. Ist die obige Abbildung in der Farbe Sand, die bei Tencate die einzig lieferbare ist? Und wieviel wiegt der wirklich, 150 oder 180 g. Bei Tencate gibt es da widersprüchliche Angaben. Das Material interessiert mich sehr und wird wahrscheinlich die Basis meines nächsten Zeltprojektes.
      Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.
    • Der 180g Stoff ist nicht von Tencate. Ich dachte mal es sei so, deswegen steht es auch auf der website (welche gerade neu gebaut wird, deswegen keine vergebliche Liebesmühe für Korrekturen mehr...).

      Esvo lässt sich das Zeug in 1500lfm Chargen bei einer unbekannten Bude weben, vermutlich in Frankreich. Wo, das will mir der Chef nicht verraten.

      Die letzten zwei Rollen waren vom Farbton her etwas dunkler, sehr schön das, aber dafür hatte ich auf den ersten 15 lfm der letzten Rolle etwa 10 Webfehler, und die davor war auch nicht viel besser. Nicht so der Bringer, ich habe da bald keinen Bock mehr drauf, ist ja auch nicht gerade billig der Stoff. Wenn man mal einen Fehler übersieht hat man uU das ganze Zelt versaut.

      Tencate KD22 gibt es nicht mehr, nur noch Reste. Gerüchteweise entwickelt Tencate an einem vergleichbaren Mischgewebe herum, allerdings möchte ich weiterhin gerne nur 100% Baumwolle verarbeiten.

      Die Preise von Stotz sind leider auch für gewerbliche Käufer astronomisch.

      Anderes Thema CC:

      Ich habe ja ein wenig begründet, warum ich meine Zelte mit CC baue. Und den Raumgewinn als Nachteil habe ich auch angeführt.
      Im Falle des 4P habe ich vier Prototypen gebraucht, um die "richtige Dosis" zu finden, sprich eben genau so viel CC dass der Effekt gerade noch da ist, bei möglichst wenig Raumverlust.

      Ich habe auch schon Prototypen ohne CC gebaut, aber das hat mir nicht gefallen. Im Vergleich zu den CC Zelten sahen sie einfach kacke aus.
    • Danke für die Angaben zu Tencate. Ich habe mein Zelt ja aus einem Mischgewebe 50/50 genäht, würde aber das nächste auch gerne aus reiner Baumwolle herstellen. Aber woher nehmen, wenn es leichter sein soll als 200 g/m2? Die Preise für Etaproof sind wie du sagst astronomisch. Ich habe daraus schon viel genäht: Jacke, Hose 200 g/m2 und Hemd in 180 g/m2. Ich bin mittlerweile von dem Material als Bekleidungsstoff nicht mehr völlig überzeugt. Die Imprägnierung ist nach einem Jahr Gebrauch weg und nichts fühlt sich auf der Haut unangenehmer an als nasses bretterhartes Etaproof. Für den Zeltgebrauch wäre es aber o.k., denn es kommt durch den aufgequollenen Stoff nichts durch und es trocknet auch sehr schnell. Aber bei den Preisen verbietet sich meiner Ansicht nach die großflächige Verarbeitung zu Zelten.
      Gegen einen moderaten CC ist sicher nichts einzuwenden. Mir schwebt für ein nächstes Projekt aber eher folgende Form vor, die man im Sommer auch als Schwitzhütte nutzen könnte, Außenwandhöhe 1,60 m, Dachschrägenhöhe 70 cm, der Ofen könnte weiter am Rand platziert werden und der Schornstein würde trotzdem noch sicher geführt.

      Mir ist aber schon klar, dass man damit keinen Stürmen trotzt.
      Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.
    • Auf den meisten Stoffen hat Stotz zudem eine Flourcarbon Imprägnierung drauf...

      Wenn Du irgendwo einen ~200g reinen Baumwollstoff mit mindestens 300mm Wassersäule in mindestens 150cm nutzbarer Breite -besser 160cm- und in bezahlbar findest, womöglich noch in Europa hergestellt: Lass es mich bitte wissen.

      Edith: Ach ja, und wenn er nicht rosa mit kleinen gelben Delphinen wäre, so wäre das traumhaft...

      Irgendwann lasse ich so einen Stoff weben...
    • Haben die letzten frostigen Tage noch mal dazu genutzt draußen im Tschum zu nächtigen. Wir hatten es -10°C heute Morgen.
      Ich habe in den kleinen WiFi Stove zwei Holzbriketts eingebaut um mal zu sehen ob ich so ein besseres Ergebnis erziele. Auch wie angekündigt habe ich einen kleinen Ventilator mitgenommen um die Luft im Zelt etwas zu verwirbeln.



      Bin gespannt was die Temperaturlogger für Temperaturverläufe anzeigen werden. Ich hatte in jedem Fall eine angenehme Nacht. Morgens früh war noch ein wenig Restglut im Ofen.
      Da es sehr windig war musste ich die Schneeschürze des Zeltes etwas beschweren damit es nicht all zu zugig wurde. Überlege on es sinnvoll sein könnte @FlorianHomeier die Schürze an den Ecken mit genieteten Ösen zu versehen um sie am Boden einfach fixieren zu können. Was denkt ihr macht das Sinn?

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Signalschwarz ()

    • @Signalschwarz ich hab solche Ösen auch schon vermißt an meinen Schneelappen vom Helsport-Tipi, da ich aber nicht selber nachträglich welche reinkloppen wollte, wobei vielleicht etwas ausgerissen wäre, hab ich mich bisher dann immer mit diesen Tarpspannern,oder wie die Dinger heißen, von Coglans beholfen. Hab gerade kein Foto, aber sehen ein wenig wie Wäscheklammern aus und man steckt den Stoff zwischen die zwei Hälften der Klammer und zieht dann stramm. Öffnen geht dann durch verschieben in die entgegengesetzte Richtung.
      Gruß"Seemann"
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!
    • Hallo Gemeinde,

      hab ne Frage ans Fachpersonal. Ich hab ein Helsport Pasvik 6-8 und liebäugle mit nem G-Stove. Klappt das, wenn man den Kamin mit 2 Stück 90°-Winkeln durch die seitliche Belüftungsöffnung führt (mit Hitzeschutz). Mir gehts darum, ob der dann noch ausreichend zieht. An ne Stütze ausserhalb des Lavvu hab ich gedacht.
      Mir würde die Variante besser gefallen als den Kamin oben durch die Öffnung zu führen.
      Wenn dich die Wahrheit einholt hilft nur noch eins: Lügen, Lügen, Lügen