[Gesucht] - Jos Brech aka OakleafNL

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    • @bathgate als ich mit @Albada unten war, war am Anfang eine recht große Euphorie. Der Roadtrip wäre auch gut. Aber desto näher man am Zielort kam wurde es etwas mulmig in der Magengrube.
      Beim los maschieren war wieder diese gute Euphorie. Nach ein paar Kilometer überwiegte das mulmige Gefühl.
      Als wir die Heimreise antraten kam dann noch ein anderes Gefühl hoch. Hätte man mehr machen können?
      Hätte man mehr Zeit investieren müssen.
      Hat das was ich getan habe überhaupt etwas gebracht usw.
      Am liebsten hätte ich erst aufgehört wenn man wüsste was los ist.
      Aber auch die Angst ging mit etwas zu finden.
      Es war für mich ein Wechselbad der Gefühle, die ich teilweise erst nicht einordnen konnte.
      Macht das beste daraus.
      @bathgate und @Dios Mios kommt heile wieder zurück.
      Manche sagen, ich sei bekloppt ich find mich verhaltensoriginell.
    • Hmm,

      Micha1207 schrieb:

      @bathgate als ich mit @Albada unten war, war am Anfang eine recht große Euphorie. Der Roadtrip wäre auch gut. Aber desto näher man am Zielort kam wurde es etwas mulmig in der Magengrube.
      Beim los maschieren war wieder diese gute Euphorie. Nach ein paar Kilometer überwiegte das mulmige Gefühl.
      Als wir die Heimreise antraten kam dann noch ein anderes Gefühl hoch. Hätte man mehr machen können?
      Hätte man mehr Zeit investieren müssen.
      Hat das was ich getan habe überhaupt etwas gebracht usw.
      Am liebsten hätte ich erst aufgehört wenn man wüsste was los ist.
      Aber auch die Angst ging mit etwas zu finden.
      Es war für mich ein Wechselbad der Gefühle, die ich teilweise erst nicht einordnen konnte.
      Macht das beste daraus.
      @bathgate und @Dios Mios kommt heile wieder zurück.
      ...der Roadtrip....yeah, coming-of-age, growing up - Thema.
      Das trifft es gut, ich find es super, dass Ihr da hin reist.

      Lieber Gruß,
      Silas
      Semper fidelis

      dgmea.de

      mueckenatlas.de
    • Und nun eine etwas längere Version...

      Wir haben insgesamt gute 30 km in den Vogesen durchwandert und durchsucht. Ziel war nicht nur, möglicherweise Jos zu finden. Darüber hinaus ging es auch darum, Anzeichen und Wahrscheinlichkeiten zu finden, inwiefern Jos da durchgekommen sein bzw. dort verschwunden sein könnte.

      Das von uns durchkämmte Gebiet besteht nicht nur aus Wanderwegen, sondern aus "Wanderautobahnen". Am ersten Tag waren die Wege sogar überwiegend Wirtschaftswege. Dort gehen täglich zig Wanderer entlang. Daher ist es mehr als unwahrscheinlich, dass Jos dort zumindest auf den Wegen die Kräfte verloren hat. Die Gegend ist abseits der Wanderwege so schwierig (Steigungen und Dichte des Waldes), dass es nicht nur unwahrscheinlich, sondern großteils nahezu unmöglich ist, zumindest jetzt da durchzukommen. Daher ist es auch für einen "Querfeldeinwanderer" wie Jos insbesondere bei fast 1 Meter Schnee nur für einen Lebensmüden wahrscheinlich, dass man querfeldein geht. Allerdings wäre ein Wanderer nur 10 Meter neben dem Weg häufig kaum zu entdecken. Aber es sind Dörfer die ganze Zeit nahe genug, dass Jemand, der sich gut auskennt und als sehr erfahrener Outdoorer merkt, dass es zu kalt wird, sich Hilfe suchen wird.

      Aus diesem Grunde kann das potenzielle Suchgebiet von ca. 140km Wanderstrecke auf unter 30km Weg eingegrenzt werden, die am kommenden Wochenende soweit möglich mit einem Leichenspürhund abgegangen werden sollen. Erik meinte am Sonntag, dass inzwischen die engen Freunde und Familie soweit sind, dass jegliche Nachrichten gute Nachrichten sind und Alles besser ist, als im Ungewissen zu bleiben. @Dios Mios und ich wünschen ihnen alles erdenklich Gute.

      Es war echt einfach klasse, diese Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft zu erleben. Wir haben ein Team abgelöst, das aus den Niederlanden und Prag zur Suche angereist war. @Dios Mios und ich haben uns erst bei dieser Tour kennen- und zumindest ich ihn schätzen gelernt. Obwohl unsere Suche nicht erfolgreich war, sehe ich die Suche als Erfolg. Denn zumindest konnten wir das Suchgebiet weiter eingrenzen und wir diese Erfahrungen machen.

      Und mit dem Wetter hatten wir auch großes Glück. Am ersten Abend hatten wir kaum aufgebaut, als der Regen anfing und entferntes Gewittergrollen kam. Das Gewitter ging jedoch an uns vorbei. Und am Sonntag haben wir, anders als zunächst geplant, schon die Rückreise angetreten und deswegen nicht das heftige Unwetter im Wald durchwettern müssen, das heute durch die Presse ging.
    • Hi,

      Vielen Dank den engagierten Suchern, und allen, die sich in irgendeiner Form einbringen, helfen, beteiligen!


      Lederstrumpf schrieb:

      Kann man euch auch auf anderem Weg unterstützen, z.B durch eine Spende?

      Laut Erik will man noch ein wenig warten, ich weiß nicht, wie er das zeitlich meint, kann mir aber vorstellen, dass er damit die Suchaktion mit den Hunden meint.
      Danach will man auch über die Möglichkeit nachdenken, einen "Crowdfundigtopf" einzurichten, mit dessen Hilfe man finanziellen Aufwand im Zuge der ganzen Hilfsaktionen decken möchte (Flyerdruck, Suchanzeigen, etc.). Wenn das eingerichtet wird/wurde, werden wir natürlich hier darüber informieren.

      Lieben Dank und Grüße,

      Stefan
      'Keine Angst, das ist nur Internet...'
    • Ich werde im Laufe der Woche in Saverne sein. Dort ist so ziemlich die einzige Stelle weit und breit, wo man Kanal und Fluß Richtung Norden überqueren kann. Dort führt auch die von Jos anvisierte Route durch. Er könnte die Gegend trotz Schnee innerhalb von drei Tagen erreicht haben.

      Wir waren ja Mitte Februar in den Vogesen: im Wald lag natürlich weniger Schnee, und es hätte durchaus Sinn gemacht, ohne Schneeschuhe abseits der Wege zu gehen.

      Wegen meines Aufenthaltes in Saverne weiß Eric bereits Bescheid.

      Auch eine schlechte Nachricht ist immer noch besser als keine...
      Draußen sein sein ist.
      Nicht lamentieren, sondern fakturieren.


      BC-Frauen-Treff 2019: Weitersagen! :Squirrel:
    • Hallo allerseits.
      Ich bin wieder in Deutschland und konnte die entsprechenden Karten mal durchstöbern.
      Den Abenteueraktionismus in Ehren.
      Was ich anmerken würde sind die Grundlagen des Survivals und des Rettungswesens, die bei dem "Abenteuer mit Sinn" fehlen.

      DURCHATMEN, NACHDENKEN, PLANEN.

      Also nochmal. (Ja, ist ein Diskussionsfaden und ich finde blindwütigen Aktionismus völlig kontraproduktiv, auch für den aktuellen Fall).

      Jos wird gesucht und die Wege in der unmittelbaren Umgebung sindabgesucht. Täglich sind in allen (!) Regionen, durch die er gekommen sein könnte tausende Menschen unterwegs. Auch in den nicht einfach so erreichbaren Gegenden stöbern die Tage Nachsuchehunde nach dem verendeten Rehbock.

      Die Leichenspürhunde haben nicht die geringste Chance etwas zu finden, sofern es sich nicht um einen reinen Zufallsfund handelt.

      Sofern nicht ein kleiner Abschnitt Meter für Meter abgesucht wird, besteht keine Chance etwas zu finden. Die 30 Kilometer am Weg entlang wandern bringen nichts außer Treibstoffverbrauch und das Gefühl sinnvoll gewandert zu sein.
      Dennoch respektiere ich das natürlich. Es bringt aber nichts und ist kontraproduktiv.

      Nach der Zeit ist entweder (im Falle eines "in Hängemattenfunds") das vorbeiwandern auf 100 Meter ausreichend, um jemanden olfaktorisch zu finden, oder aber (im Falle eines "Außerhängemattenfunds) Fuchs, Dachs und Schwarzwild haben sich darum gekümmert.

      Wenn ein Bekannter betroffen ist, geht die gesamte Ratio irgendwo hin, aber nicht dahin, wo es Sinn macht. Sorry, was hier abläuft ist purer Aktionismus.

      bathgate schrieb:

      Das von uns durchkämmte Gebiet besteht nicht nur aus Wanderwegen, sondern aus "Wanderautobahnen". Am ersten Tag waren die Wege sogar überwiegend Wirtschaftswege. Dort gehen täglich zig Wanderer entlang. Daher ist es mehr als unwahrscheinlich, dass Jos dort zumindest auf den Wegen die Kräfte verloren hat.
      Genau das hatte ich geschrieben. Ich war auch schon in der Region unterwegs und so wirklich abgelegen ist das nicht.

      Nach der Ausrüstungsliste war Jos nicht um geringsten für das Wetter und die Schneelage ausgerüstet.

      Also bitte mal nüchtern betrachtet:

      Er ist nicht durch die Vogesen gekommen. Er hatte keine Winterausrüstung dabei.
      Wenn er sich in der ersten Nacht den Arsch angefroren hätte (er wird wohl so erfahren gewesen sein, dass er eine Nacht biwakiert ohne zu erfrieren), wäre er von jedem Ort aus in einer Stunde im nächsten Dorf gewesen.

      Wenn er in Spanien vermutet wird, dann hat er sich entschieden, dort hin zu gehen. Eine Suche ist damit nicht notwendig, verbietet sich sogar.

      Dass es seine Entscheidung ist, wird noch nicht mal angedacht, sondern Listen mit verlassenen Dörfern gepostet. Wenn er nach Spanien gegangen ist, obwohl er andere Ziele kommuniziert hat bedeutet, dass er sich absetzen wollte.

      Was soll man sich das vorstellen? Man kommt an ein Abbruchhaus, Jos sitzt gerade darin und kocht Ravioli und angesprochen entgegnet er "ach, 15. März? Hab ich ganz vergessen... wie die Zeit vergeht."

      Es gibt also wohl ernst zu nehmende Hinweise, dass er nicht durch die Vogesen gegangen ist, sondern abgetaucht ist.
      Dann lasst dem Menschen seine Auszeit, die er gerade wohl für sich braucht.

      Ich weiß, ist eine scheiss Situation vor allem für die Angehörigen, aber da gibt es möglicherweise private Gründe, die keinen etwas angehen.

      Jos Suche FBSeite schrieb:

      Es gibt Anzeichen dafür, dass Jos nach Spanien gegangen ist und einen oder mehrere der folgenden Naturparks besucht hat: Gipfel von Europa, Sierra, aigues tortes und / oder Sierra de montsant. Es gibt auch Anzeichen dafür, dass sie ein Besonderes Interesse an den verlorenen Dörfern in der Nähe dieser Naturparks haben kann.

      Er wäre nicht der erste, der seinen Urlaub überzogen hätte und sich einen neuen Lebensmittelpunkt gesucht hätte.


      Um auf @Opa Leo Frage zu antworten?
      Ja, unnötiges Risiko, unnötiger Ressourcenverbrauch und im Zweifel unnötiger Druck auf Jos, der jetzt sicher nicht mehr einfach so zurück kehren kann.

      Suche einstellen und warten.
      ____________
      leicht sarkastisch im Unterton, dabei völlig spaßbefreit
      Ich liebe Fachfragen, Smalltalk nur f2f ;)
    • Joe ich gebe dir in fast allen Punkten vollkommen recht.

      Er ist sehr erfahren und hat die entsprechende Winterausrüstung
      und weiß damit umzugehen. Er wird nicht einfach so erfrieren.
      Dazu ist er zu erfahren.

      Das einzige was ich mir vorstellen kann und ich kenne ihn ein wenig,
      ist, dass er
      a) einen Herzinfarkt bzw. Schlaganfall oder ähnliches erlitten hat
      b) sich eine Auszeit genommen hat, was ich mir bei ihm nicht vorstellen kann,
      c) weil er diese ja gerade in den Vogesen für ein Jahr nimmt.

      Gruss
      Konrad
      Ach das wiegt nix!
    • Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand eine Auszeit nimmt, dessen Mutter schwer krank ist.
      Aber selbst wenn er das gerade tut und in Spanien in einem alten Haus bei Ravioli sitzt, wird er es sich gefallen lassen müssen, dass Leute nach ihm suchen. Die bisherigen Suchen mögen vielleicht strategisch unklug und planlos und uneffektiv verlaufen sein, aber es waren Leute unterwegs, die wie er ticken und evtl. ein Gespür für örtliche Gegebenheiten haben, sich in ihn hinein versetzen können und so vielleicht auf Hinweise stoßen. Auch erregen Wanderer, die einer der Ihren suchen Aufmerksamkeit, sodass es sich rumspricht, dass jemand gesucht wird. Wenn sich auch nur eine Marktverkäuferin daran erinnert, dass so ein Typ in Outdoorklamotten mit auswärtigem Akzent bei ihr Lebensmittel gekauft hat, ist das schonmal ein Gewinn. Wurde die Vermisstenmeldung eigentlich in französischen Jagdforen publiziert?
      Die Freiheit ist mein Leben und bleibt es allezeit.
      (Hoffmann von Fallersleben)
    • Jos hat sich in den Vogesen keine Auszeit genommen, sondern war dabei dort einen Job als Hüttenwirt aufzubauen. Er hat mit der Hütte große Pläne, insbesondere was die Gestaltung des Grundstücks anging. Jos hat in diesem Job eine Berufung gefunden, zumindest machte das auf mich den Eindruck.
      Jemand, der für seine Pläne brennt, hat keinen Grund, eine angekündigte Auszeit von drei Wochen über Gebühr zu verlängern und damit diejenigen, mit denen er zusammenarbeitet und die ihn unterstützen, vor den Kopf zu stoßen.

      Natürlich kann alles auch anders sein, vielleicht hat es Streit gegeben, an des sich im Nachhinein niemand Recht erinnern kann...

      Ich bin heute aus den Vogesen gekommen. Ich hatte schon länger eine Radtour geplant, die sich mit der von Jos anvisierte Route in der schönen Stadt Saverne kreuzt. Mir kam ein Tag Pause sehr zu Pass. Gestern habe ich mir 20 Flyer auf Französisch ausgedruckt. 19 Flyer habe ich an prominenten Punkten im Wald rund um die Burgruine Haut-Barr aufgehängt. Den 20. Flyer habe ich heute Vormittag nach Rücksprache mit Erik im Krankenhaus von Saverne abgegeben. Jos ist dort namentlich nicht bekannt.

      Mehr konnte ich nicht tun.
      Draußen sein sein ist.
      Nicht lamentieren, sondern fakturieren.


      BC-Frauen-Treff 2019: Weitersagen! :Squirrel:
    • Kurzzusammenfassung der letzten News:
      Jos Mutter ist mittlerweile leider verstorben und wurde letzte Woche im Familienkreis beigesetzt. Jos' Schwester hat momentan verständlicherweise nicht den Sinn dafür auf facebook persönlich zu kommunizieren, bedankt sich jedoch herzlich bei allen, die mithelfen Jos zu finden.
      Old crow bleibt vorerst geschlossen.
      "Wenn du etwas tust, was du noch nie getan hast, dann ist das doch schon ein Abenteuer."
      Johan Skullman

      Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht.