Lobby fürs Hobby oder der schmale Grad bis zur kritischen Masse

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    • Das kommt immer etwas darauf an, wo ich hingehe. Bei meinem Wald, vor der Tür, sieht man ganz selten jemanden. In diesem Winter wurde ich erst vom Förster gefragt, was ich eigentlich hier mache ^^ Das man hier mit ein paar belegten Broten durch den Wald wandert, sieht man hier tatsächlich seltener.
      Leute die irgendwelche Lager im Wald bauen überhaupt nicht.
      Auf der anderen Seite sind die typischen schönen und bekannten Orte hier schon stark frequentiert (also von normalen Wanderern). Da wird man dann auch regelmäßig angesprochen, was ich aber ehr sympathisch empfinde.
      Außerdem sieht man von bekannten Mädels, die man vorher mit Outdoor in keinster weise in Verbindung gebracht hat, plötzlich Koptervideos vom Schneeschuhwandern in den Bergen.
      Tja, ich kann mich da auch an so manchen abwertenden Kommentar in Foren erinnern, gegen Leute die mit dem Draußen sein nichts anfangen können.
      Jetzt, wo das alles nicht mehr so uncool ist, passt es auch manchen wieder nicht.
      "Die Fotografie ist der Todfeind der Malerei, sie ist die Zuflucht aller gescheiterten Maler, der unbegabten und Faulen."
      – Charles Baudelaire –
    • Höher, schneller, weiter - was interessiert's? Wen interessiert es schon, wer der/die Coolste ist unter uns Bushcrafter/inne/n? Ich freue mich, wenn ich mit Leuten auf (m)einem Waldstück basteln kann, wenn ich Interessierten Einblicke in die Jagd geben kann, wenn ich bei Jugendlichen Selbstvertrauen durch die Entdeckung der eigenen Fähigkeiten wecken kann, wenn man alleine oder mit mehreren eine schöne Zeit in der Natur verbringen kann.
      Eine Lobby braucht es m.M. nach nicht. Aber eines ist sicher: Ich habe durchs Interesse fürs Bushcraften sehr, sehr beeindruckende Menschen kennenlernen dürfen, die ich "Freund" nennen darf.
      Und Freunde sind wertvoll!
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
    • Friese schrieb:

      Höher, schneller, weiter - was interessiert's? Wen interessiert es schon, wer der/die Coolste ist unter uns Bushcrafter/inne/n? Ich freue mich, wenn ich mit Leuten auf (m)einem Waldstück basteln kann, wenn ich Interessierten Einblicke in die Jagd geben kann, wenn ich bei Jugendlichen Selbstvertrauen durch die Entdeckung der eigenen Fähigkeiten wecken kann, wenn man alleine oder mit mehreren eine schöne Zeit in der Natur verbringen kann.
      Eine Lobby braucht es m.M. nach nicht. Aber eines ist sicher: Ich habe durchs Interesse fürs Bushcraften sehr, sehr beeindruckende Menschen kennenlernen dürfen, die ich "Freund" nennen darf.
      Und Freunde sind wertvoll!
      Da gebe ich Dir Recht, außer in einem Punkt !
      Das Thema Freunde!
      Auch bei BCler wo man meint das es Freund sind, kann man aufs Maul fallen.
      Bei mir sind es seit kurzen erstmal wieder Bekanntschaften, ob es Freunde werden wird die Zeit zeigen.
      Und da bin ich jetzt sehr eigen.
      :hut:
      Gruß
      Andy :hut:
      Brennholz Verleih :campfire:

      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;) :thumbup:
    • Wenn bushcraft den Zenit überschritten hat -
      Wie wär's mit trashcraft?
      DAS wird garantiert kein Trend!
      Ist gekennzeichnet durch Vermeidung von Konsum, wenn, dann gebraucht kaufen, besser noch aus dem Müll, recyclen, was immer der gelbe Sack/Sperrmüll/Container hergibt, mit unzureichender Ausrüstung klarkommen müssen, improvisieren... :D
      Klingt das nicht verlockend? ;)
      Zumindest schmeißen trashcrafter keinen Müll in den Wald - das sind ja wertvolle Sekundärrohstoffe! :rolleyes:

      Sorry für die Unernsthaftigkeit, aber die Klage, es gingen zu viele Leute in den Wald, obwohl man selbst dauernd da rumläuft, empfinde ich als etwas anmaßend. Was ist mit "gleiches Recht für alle"?
      Ich warte schon auf den Film zum Thema:
      "Bushcraft - wem gehört der Wald?"

      LG schwyzi
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.
    • schwyzi schrieb:

      Wenn bushcraft den Zenit überschritten hat -
      Wie wär's mit trashcraft?
      DAS wird garantiert kein Trend!
      Ist gekennzeichnet durch Vermeidung von Konsum, wenn, dann gebraucht kaufen, besser noch aus dem Müll, recyclen, was immer der gelbe Sack/Sperrmüll/Container hergibt, mit unzureichender Ausrüstung klarkommen müssen, improvisieren... :D
      Klingt das nicht verlockend? ;)
      Zumindest schmeißen trashcrafter keinen Müll in den Wald - das sind ja wertvolle Sekundärrohstoffe! :rolleyes:

      Sorry für die Unernsthaftigkeit, aber die Klage, es gingen zu viele Leute in den Wald, obwohl man selbst dauernd da rumläuft, empfinde ich als etwas anmaßend. Was ist mit "gleiches Recht für alle"?
      Ich warte schon auf den Film zum Thema:
      "Bushcraft - wem gehört der Wald?"

      LG schwyzi

      Schwyzi du unterschätzt den Kapitalismus und die Fähigkeit der BWLer aus allem Geld zu machen :D

      Sollte Trashcraft auch nur irgendwann etwas salonfähiger werden, wird es bald schon die erste Trashcraftingkollektionen geben, mit Basisset "Müll", der obligatorischen Trashcraftkleidung und Werkzeug mit Griff aus edlem Tropenholz, für nur 119,99. :D

      Wenn man Kienspan und Birkenrinde kaufen kann, dann kann man sich sicher sein, alles andere auch :D
      Niemand
    • Bushdoctor schrieb:

      Trashcraft ist doch schon lange Mode, nennt sich Upcycling. Und man kann upgecyclete Dinge schon lange käuflich erwerben
      Menno! X(
      Jetzt ist mein schönes Alleinstellungsmerkmal auch im Eimer... ;(
      Aber du hast völlig recht, das ist ja angesagt! Sogar ich hab meiner Tochter eine Tasche aus recycelten Feuerwehrschläuchen gekauft, gefühlt für den Preis eines gebrauchten Feuerwehrautos :rotwerd:
      Aber ihr Blick, als ich zaghaft vorschlug, ich könnte doch selber...nähen...
      Schön kann ich wirklich nicht. X/
      Also, Leute, vergesst es, trashcraft hat bestimmt auch bald den Zenit überschritten.
      Da muss was neues her...
      Hosenloses Wandern? :huh:
      @Olli, was meinst du? So als trendsetter :rolleyes:
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.
    • So'n Swinkram giftt dat bi us im Norden nich! =O

      Emil_Strauss schrieb:

      Man bist Du hinterher!
      ...hatte ich tatsächlich auch schon drüber gelesen...ich sach nur: Alugeschirr! :rotwerd:

      Ich hab mal ernsthaft über die Thematik nachgedacht ( um mal die Kurve hier zu kriegen)
      Ich denke, dass die Wurzeln von " bushcraft" nicht bei den Trappern, Longhuntern und so zu suchen sind.
      Das waren Leute, die ihren Beruf ausgeübt haben und sicherlich Neuerungen, die ihr hartes Berufsleben erleichterten, mich unaufgeschlossen waren.
      Bushcraft ist ja manchmal eher der Weg zurück, weg von den Bequemlichkeiten, Tarp statt UL-Zelt, obwohl das gleichviel wiegt, Wolldecke statt kuscheligen Schlafsack, obwohl schwerer,Schwedischer Gestellrucksack statt Hitecrucki mit optimalem Tragesystem, Romantik statt maximal Machbares. ( Nur Beispiele!!)
      Daher glaube ich, dass bushcraft, wie es viele hier trotz aller unterschiedlichen Facetten kennen, eher am Ende des 19. Jahrhunderts begann, mit Leuten wie Horace Kephart und George Washington Sears.
      In den USA gab es da eine starke Industrialisierung und einhergehend damit eine zunehmende Entfremdung von der "Natur". Dem entgegen begann eine Art "zurück zur Natur/ zurück zu den Basis" Einstellung sich bei manchen zu manifestieren.
      Sears ( aka Nessmuk) schreibt sehr schön in seinem Buch "woodcraft and Camping" über diejenigen, die wie die Dauercamper heutzutage ihren ganzen Hausstand nach " draußen" verlegen, und er setzt den Gegenpol mit Beschränkung auf das Notwendigste.
      Er war auch gearfreak ^^ , hat sich ein custom-Beil schmieden lassen, um sowas wie Multi-Use damit zu bewerkstelligen. .aber Gear war Mittel zum Zweck, und der war nicht Lebensunterhalt erwerben, sondern in der Freizeit in und von der Natur leben.
      ( Das Buch ist echt spannend zu lesen, gibt's als freie PDF, leider nur in english. Hab ich hier im Buchladen schonmal verlinkt)
      Meines Erachtens trieb damals schon die Menschen, die ihre Zeit freiwillig draußen verbrachten, dasselbe an wie heute, ob nun Wanderung, Jagdausflug, Angeltour oder eben "Camping", was damals einfach "Lagerleben" bedeutete.
      Das sind nur so meine Erklärungsversuche, warummöglicherweise bushcraft "boomt" ( falls es denn so ist),.
      Je komplexer und damit auch schwerer durchschaubar die Lebensverhälnisse sind ( Stichwort:Globalisierung) , je mehr die eigene Arbeit entfremdet ist, weil man kein "Produkt" am Ende sieht (Stichwort:Industrialisierung 19. Jhd.), desto mehr wächst anscheinend der Wunsch nach dem Einfachen, dem "Wahren".
      So erklärt sich für mich die Faszination eines Felix Immlers , der mit dem Victorinox ein ganzes Lager baut. Das ist das "Einfache", das ist bushcraft. Da steht am Ende etwas, das man geschaffen hat.
      Natürlich ginge das effektiver, schneller und bequemer mit Kettensäge und Co.
      Aber das es so eben auch geht, einfach.. 8o
      Natürlich gibt's im Zeitalter von Instagram, YouTube und Co. dabei Selbstdarsteller, die die Natur für ihr Ego instrumentalisieren.
      Das wird mich aber nicht abhalten, draußen Spaś zu haben. Manchmal schnitze ich mir sogar einen Löffel, nur mit dem Victorinox. Nicht, weil ich's kann, nicht weil ich den brauche - einfach nur, weil es gerade Spaß macht ;)
      In diesem Sinne
      schwyzi
      .
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      Tough enough to wear pink.
    • Draussen-Hobbys hatten freilich schon immer Saison. In den 70igern und 80igern waren das wohl die vielen Wanderveranstaltungen die es z.B. hier in A beinahe in jedem Ort gab und wo auch die Geselligkeit bei einem Bier und Grillwürstel eine Rolle spielten (hab ich mir zumindest erzählen lassen). Dazu gabs noch die div. 'Wanderabzeichensammler' die jeden Urlaub einen anderen Fernwanderweg abspulten und alle paar Jahre einen neuen Filzhut brauchten weil der alte mit Medaillen vollgesteckt war. Seits billigere Flüge in ferne Destinationen gibt holt das heute kaum mehr jemanden hinterm Ofen hervor. Als in den 90igern dann die 'neumodischen' Sportarten wie z.B. Free Climbing, Mountainbiken, Variantenskifahren, Gleitschirmfliegen, Wildwasserfahren, etc. derart boomten waren auf einmal überall die Konflikte eklatant. Die Naturschützer plädierten für Abriss aller Hütten und Zerstörung der Wege sowie der Skilifte und Seilbahnen um die Überflutung der Alpen einzudämmen. Die Mountainbiker wollten keine Reiter und Wanderer auf ihren Trails, da sie nur ein Hindernis darstellten und den Speed beim Downhill beeinträchtigten. Die Wanderer und Bergsteiger wollten wiederum diesen 'Rowdies' von Mountainbikern das Befahren der Wandersteige aus Sicherheitsgründen gleich verbieten (solche Spaßbremsen auch!) und die Grundbesitzer wollten keinen von denen sehen, schon gar nicht wenn einer versucht da irgendwo ein Lagerfeuer zu machen. Selbst die Jäger waren in seltener Verbundenheit mit den Naturschützern wenn es galt den Kletterern die Zugänge zu den Felswänden zu verwehren weil justament an eben diesen Felsen überall die sensibelste Flora und Fauna zu finden war. So was verärgert nicht nur den geneigten Felsenfreak sondern auch die Campingplatzbesitzer, Hoteliers und Gastwirte weil bei soviel Negativpublicity kommen keine zahlenden Gäste und dass ist bekanntlich äußerst schlecht fürs Geschäft. Da wären wir schon mal an einem der Kernpunkte angelangt ... Keiner wollte sich damals wie heute beschränken lassen und vor allem musste auch der Rubel rollen und wildes campen war ein einem Tourismusland bestenfalls verpönt.

      Bei meinen Draussen-Aktivitäten (ich nenn das mal bewusst nicht bushcraften) achte ich darauf dass der Naturgenuss nicht zu kurz kommt. Meine Zielgebiete sind weniger populär in der Hoffnung dass dort nicht der ganz große Trubel herrscht - auf dem Großglockner hab ich sicherlich nix verloren und heutzutage stehen da an einem einzigen Wintertag oft mehr Gipfelbezwinger oben als in den 30iger Jahren des letzten Jahrhunderts in einem ganzen Jahr! Anzeichen von Bushcraft-Aktivitäten finde ich in den Voralpen oder hier in den Wäldern des Hügellandes sehr selten, abgesehen von ein paar vereinzelten und meist schon längst verlassenen Feuerstellen. Trotzdem bin ich auch da nicht alleine denn Wanderern und Spaziergehern begegnet man so gut wie überall, manchmal kommt man ins Gespräch - mich hat aber noch nie jemand direkt gefragt ob das was ich da mache Bushcraft sei? Ich bilde mir aber erst gar nicht ein dass ich den Wald nur für meine Zwecke und ganz für mich alleine beanspruchen könnte und alle anderen sich fern zu halten haben. Die anderen haben nämlich genau so viel bzw. so wenig Berechtigung den Wald für Ihre Erholung und Freizeitaktivitäten zu nutzen - soviel Toleranz muss sein, punktum! Selbstverständlich finde ich es auch störend wenn ich z.B. Straßenlärm oder Forstmaschinen wahrnehme und ganz besonders ärgern mich Flugzeuge oder Moto Crosser - die 2 letzteren hört man leider kilometerweit und ausweichen ist zwecklos. Ich könnte mich zwar drüber lauthals aufregen aber ändern wird das in der jeweiligen Situation genau gar nichts und deshalb bemühe ich mich halt die Sache entspannt zu sehen und zu releaxen ;) Ich wohne in einer Stadt und in den umliegenden Wäldern sieht das etwas anders aus. Dort habe ich schon oft div. provisorische Shelter und wilde Feuerstellen entdeckt. Stört mich inzufern da an diesen Spots meist auch Müll hinterlassen wurde. Als Kinder haben wir zwar selbst ein paar prov. Hütten gebaut und hatten unseren Spaß daran. Mittlerweile finde ich dies etwas albern so was für mich zu errichten und die div. Bushcraft Camps im Vollausbau sind zwar interessant anzuschauen aber wirken zugegeben befremdend auf mich. Hier halte ich es eher mit leave-no-trace ;)

      Das die Bushcrafter aus einer Nische schön langsam heraustreten und das Thema eine breiteren Masse anspricht ist für mich daran zu erkennen dass wir für die Outdoorindustrie offensichtlich als Konsumenten interessant geworden sind. Unser Hobby braucht nicht wirklich eine Lobby aber die vielen Hersteller, Händler und Onlineshops die Gear aller Art and die Frau/den Mann bringen wollen offensichtlich schon!!! Dass hier im Forum versucht wird mit möglichst wenig externer Werbepräsenz auszukommen ist löblich und voll auf meiner Linie. Trotzdem tauchen im ein oder anderen Faden ich nenns mal 'Produktempfehlungen' auf. Kann mich noch sehr gut daran erinnern als ich irgendwo einen 'taktischen Paketöffner' gesehen hab und ich musste hellauf lachen ;-). Freunde, wer brauch so ein Gimmick wirklich? Der Trend 'ich vermarkte mich zusammen mit ein paar Produkten' zeichnet sich auf Youtube schon länger ab und hat sich in den letzten 1-2 Jahren deutlich verstärkt. Ich schalte bei div. Videos die nach 'Produktplatzierung für meine ausgesuchte Zielgruppe nach marketingoptimierten Gesichtspunkten' riechen vielfach einfach ab. Ich finde dass sich zahlreiche Kanäle ganz bewusst auf diese Schiene verlegt haben, aus welchen Gründen auch immer. Hab in der Zwischenzeit auch schon vielen Channels das Abo gekündigt wo großteils nur mehr Produkte (bei dem Wort sträuben sich bei mir die Nackenhaare) gezeigt und sonst kein weiterer Content abgeliefert wird. Oftmals sind diese Werbebeiträge auch eingebettet in eine hübsche Story zum Thema und ich meide daher auch einige prominente YouTuber aus der Bushcraft Szene wie z.B. Dave Canterbury oder Joe Robinett, etc. Zum Glück gibts aber nach wie vor einige ausgezeichnete kleinere Kanäle die super Content abliefern - die fristen oft ein Dasein als Underdogs mit wenigen Abonnenten und ich finds trotzdem lobenswert dass die ihren Linien treu bleiben und teilweise aufwändig gemachte Videos mit interessantem und lehrreichen Inhalt hochladen.

      Tja, früher hatten wir aus Spaß den Ton beim Fernseher stumm geschaltet wenn die üblichen Dauerwerbesendungen auf den div. Shoppingkanälen liefen und haben einfach selbst etwas dazu gelabert, a la Standup Commedy - ist in der Gruppe ein heiden Spaß und dann ist der Inhalt auf einmal leichter zu ertragen. Denke dass sich die Stummschaltung bei vielen Produktplatzierungsclips auf YT auch lohnen würde und mit diesem Hintergrund bekäme die Sache wiederum einen Sinn - vielleicht wurden diese Videos ja ausschließlich zu diesem Zweck hochgeladen, wer weiß? Event. probierst Du das ja mal aus bei den von Dir verlinkten Videos @Tipple ;) Ob ich nun mit meinen eigenen YT-Videos oder Forenbeiträgen im Trend liege/ gar ein Trendsetter bin/ oder einfach völlig 'Out' ist eher zweitrangig, solange ich Spaß an der Sache habe und mit Freude da dran gehe! Dass sich in div. Foren einige Leute als Redelsführer und Meinungsmacher etablieren bzw. darstellen ist eine ganz natürliche Sache und sicherlich mit soziologischen Gesetzmäßigkeiten erklärbar. Ich zähle hier in diesem Forum ganz besonders auf unsere verlässlichen Admins damit sich dies weiterhin auch ohne Ausreißer innerhalb eines sozial verträglichen Rahmens abspielt, keine Frage.
      --------------------------------------------
      Fragt mich nicht welches Gear ich benutze sondern was man damit machen kann ;-)
    • musher schrieb:

      Was ist Bushcraft?
      Was ist Survival?

      Da fällt mir immer wieder der Satz unseres Zwölfjährigen Neffens aus/in Südafrika ein:

      In Europa nennt man es Survival und bei uns Camping
      Vollkommen Latte, was was ist... Jeder definiert das anders für sich und seine persönliche Vorlieben. Total egal, welcher Youtube-Prinz es vorgibt.

      Und Südafrika sollte kein Maßstab für solcherlei Dinge sein. Da werden Eidechsenwürstchen auch über brennenden Gummireifen gegrillt. Und das ist kein Heldenmut, sondern fehlende Bildung.

      Beitrag von Dachs ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
    • Sharky schrieb:

      Und Südafrika sollte kein Maßstab für solcherlei Dinge sein. Da werden Eidechsenwürstchen auch über brennenden Gummireifen gegrillt. Und das ist kein Heldenmut, sondern fehlende Bildung.
      Also so etwas sah ich noch nie.
      Soll nicht heißen, daß es dies nicht gibt - aber definitiv nicht an der Tagesordnung ist.


      @Kraai Du magst sehr wohl Recht haben, daß es schnuppe ist, wie man das "Kind" nennt. Nur meine ich, daß diese neuen Begriffe und die persönlichen Medien wie Facebook, YouTube oder auch dieses Forum es manchen von uns vorkommen lassen, daß nun mehr Leute raus gehen.
      Ich glaube, die Pleite gingen schon immer raus, machten allerdings daraus nicht so große Geschichten.
      Man sollte ja auch für sich und nicht für Andere raus gehen.
    • Kraai schrieb:

      das IST einfach mal schon definiert
      Und wo? Würde halt gern wissen, wie man mich nennt, wenn ich mich

      - zu Hause auf meinen Angeltag vorbereite, indem ich Vorfächer binde, Ruten und Rollen kontrolliere, etc..
      - dann vom Parkplatz aus zu meinem 2km entfernten Angelspot über einen schwer begehbaren Pfad zu trekken,
      - bei dem ich unterwegs in voller Montur (Stuhl, Ruten, Rucksack, etc..) auf einem nassen Stein ausrutsche und fast ins eiskalte Wasser falle. Genau auf Höhe der Klasse 4 Stromschnellen...
      - mich wieder aufrappel, nur um am Angelspot zu merken, dass ich meinen Rutenhalter im Auto vergessen hab und ich mir aus ner rumliegenden Astgabel einen provisiorischen Rutenhalter schnitze?

      Wie oft hör ich "Alter, was machst du da?"
      Dann hätt ich darauf zumindest ne Antwort parat :thumbsup:

      Das Thema ist glaub ich ein bischen komplexer. Und wie man hier die unterschiedlichen Meinungen zu dem Thema liest, so wird's auch bei der Lobby-Bildung ablaufen. WAS will man eigentlich vertreten? Ich esse keine Engerlinge, oder grabe Löcher für Stealth-Shelter im Wald.. Da will ich also schonmal nicht vertreten werden.

      Warum will/muss man eigentlich eine Lobby bilden? Geht doch bisher auch gut ohne.
      I came into this world kicking and screaming, while being covered in someone else's blood.
      Why shouldn't I leave the world the same way?
    • Emil_Strauss schrieb:

      Man bist Du hinterher!
      Was sich in diesem Zusammenhang nicht einer gewissen Doppeldeutigkeit erwehren kann... :whistling: 8o

      Zum Thema:

      Ich habe den Eindruck, dass es den meisten darum geht, wieder "geerdet" zu werden. Da ist der werdende oder meinetwegen auch dreifache Familienvater, der so ne Art vorgezogene Midlifecrisis mit mildem Verlauf erleidet und feststellt, dass er die Dinge, die er als Jugendlicher im Dorfwald gemacht hat, irgendwie auf eine schwer zu beschreibende Art vermisst und der Bürojob nur kurzfristige Befriedigung bringt (ist wie mit PC-Spielen: Erinnert sich hier noch irgendwer an nen voll coolen Moment bei Medal of Honour? Dann wohl doch eher an ein schönes Erlebnis "draußen"...).

      Er hat zwar nicht die Zeit, in den Wald zu gehen und diese Erlebnisse wieder aufleben zu lassen, aber er hat mittlerweile das Geld, sich zumindest solches Gear zu kaufen, mit dem er damalstm die Fehler, die diese frühen Erlebnisse ja gerade so spannend und prägend gemacht haben, in der Form nicht zu wiederholen gezwungen wäre (da spielt dann der Preis auch eine untergeordnete Rolle, die Anzahl irgendwie auch, Hauptsache, man wird mit Stil an das "Draußensein" erinnert). Er kommt zwar immer noch nicht wirklich in den Wald, aber hat plötzlich ne kompetente Internetbilligmeinung dazu erworben und schneidet mit seinem Bushcraft-Knife ab und an Pakete vom Ali auf. Bildlich muss man sich das noch ein wenig dystopischer vorstellen... Ich sag nur: Schnitzmesserbausatz für den urbanen Neandertaler...: heldbergs.com/produkte/das-kin…-diy-bauset-von-heldbergs

      Modeerscheinung: Outdoor-Hipster-Shice, Lumbersextoys, Manubushcraftum, geht vorüber. Wird aber irgendwie auch Zeit, langsam.

      Hat mich gerade irgendwer verstanden? 8o

      Beitrag von Dachs ()

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