Gefahren im Wald - Ihr werdet alle sterben

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    • Gefahren im Wald - Ihr werdet alle sterben

      Immer wieder lese ich hier wieviel Angst irgendwelche Städter davor haben im Wald zu übernachten. Angst ist ein wichtiger Insitinkt, Angst setzt Adrenalin frei und lässt uns Höchstleistungen erbringen, wenn es darum geht unser Leben zu retten. Nur dumm, wenn es gar keine Gefahr gibt, man aber trotzdem panisch im Wald sitzt, denn die Schattenseite von Adrenalin ist ein erhöhtes Herzinfaktrisiko. Also lasst uns mal über die tatsächlichen Gefahren im Wald sprechen.

      1. sehr beliebt: Wildschweine
      Wildschweine sind Fluchttiere. Wenn ihr im Wald schlaft tun sie euch NICHTS. Sie haben einen Geruchssinn, der weit besser als der eines Hundes ist, d. h. sie riechen euch schon einen Kilometer bevor ihr sie seht oder hört. Der einzige Grund weshalb ein Wildschwein einen Menschen angreift ist Angst, weil das Schwein euch für eine Bedrohung hält. Ein schlafender Mensch, der beim Aufwachen entspannt bleibt, nicht bedrohlich brüllt, sondern sich mit einem entspannten "guten Morgen, könntet ihr euch bitte aus meinem Lager verziehen" zu Wort meldet, der hat nichts zu befürchten, AUSSER, wenn er Lebensmittel herumliegen lässt, denn Wildschweine sind Feinschmecker und riechen nicht nur dich, sondern auch dein Essen Kilometer weit. Wenn sie eine Chance sehen an dein Essen oder essbaren Müll zu kommen, dann werden sie dich nicht neben sich dulden. Deshalb ist es eine gute Idee alles Essbare oder den ganzen Rucksack inklusive Müll über Nacht 1,80 bis 2 Meter hoch aufzuhängen.

      2. die schlimmste Gefahr überhaupt: Wölfe
      Wölfe könnten euch tatsächlich gefährlich werden, wenn sie sich für euch interessieren würden, tun sie aber üblicherweise nicht, vielleicht weil ihr zu sehr nach Chemie riecht oder weil sie den Menschen als Bedrohung betrachten. Angriffe durch Wölfe sind extrem selten und meist wurden die entsprechenden Tiere vorher von irgendwelchen Idioten "angefüttert", so dass sie die Scheu vor dem Menschen verloren. Wie auch die Wildschweine können euch auch Wölfe Kilometer weit riechen und in der Regel ist es ein riesiges Glück, wenn ihr überhaupt einen Wolf zu sehen bekommt, da sie Menschen meiden. Der Wolf ist ein großer Beutegreifer, wie auch bei Hunden löst eure Flucht bei solchen Tieren den Jagdtrieb aus, daher solltet ihr bei einer Wolfssichtung nicht davon laufen, sondern laut brüllen, aggressiv wirken und euch groß machen, ggf. die Jacke öffnen und wie ein Segel ausbreiten um größer zu wirken. Haltet ggf. eure Hunde an der kurzen Leine, Wölfe hassen Hunde. Sollte ein Wolf in eurem Lager stehen springt auf und brüllt ihn an, aber um ehrlich zu sein ist ein Lottogewinn wesentlich wahrscheinlicher als, dass euch sowas passiert und dann rennt der Wolf mit ziemlicher Sicherheit sofort davon ohne euch ein Haar zu krümmen.

      3. der wandelnde Tod: Braunbär/Grizzly/Schwarzbär
      Ein Bekannter von mir wurde in den USA gefragt ob es in Deutschland Bären gibt und seine Antwort war: "es gab mal einen Braunbären, er hieß Bruno, aber den haben die Deutschen gleich erschossen." Bären sind damit in Deutschland nachhaltig ausgerottet, aber in Italien, wo auch Bruno her kam und vielen anderen europäischen Ländern gibt es noch Braunbären. Auch Braunbären gehören zu den großen Beutegreifern, für Bären gilt dasselbe wie für Wölfe, NICHT WEG RENNEN, ggf. langsam rückwärts entfernen, sich groß machen oder wenn ihr mehrere seid stellt euch nebeneinander um größer zu wirken. Im Gegensatz zum Wolf sollte man Bären nicht aggressiv anbrüllen, denn ähnlich den Wildschweinen greifen Bären Bedrohungen an, man sollte eher beruhigend auf den Bären einreden. Auf Touren in den USA bekommt man immer wieder zu hören, wir müssen im Wald laut sein, damit sich die Bären nicht erschrecken, wobei das mehr der Beruhigung der Touristen dient als der Bärenabwehr, denn ein Bär hat einen ausgesprochen guten Geruchssinn, allerdings hören und sehen Bären schlecht. Es kann also nicht schaden Lärm zu machen. Auch bei Bären gilt, keine Lebensmittel im Lager herumliegen lassen. Das Dumme ist nur Schwarzbären, sowie junge Grizzlys und Braunbären können auch auf Bäume klettern. Experten raten dazu die Kochstelle 100 Meter vom Lager entfernt einzurichten und auch Lebensmittel in dieser Entfernung und bevorzugt in 4 Metern Höhe in Bäumen zu lagern oder alternativ zu vergraben. Man sollte gefangene Fische nicht in Kontakt mit dem Boot kommen lassen und Messer mit denen man Lebensmittel schneidet nicht an der Hose abwischen. Außerdem sollte man Lebensmittel bevorzugt luftdicht verpacken und eventuell auf stark riechende Lebensmittel wie Salami verzichten. Ich hoffe, ich ernte keinen Shitstorm, aber Bärenexperten empfehlen den Müll im Bärengebiet zu verbrennen.

      4. Urzeitliche Monster - Schlangen: In Deutschland gibt es zwar Giftschlangen, aber die sind sehr scheu und sehr selten, außerdem ist deren Gift mehr oder minder harmlos. Die einzige ernste Gefahr wäre ein allergischer Schock, aber den kann man auch von Erdnussbutter bekommen und trotzdem hat niemand Angst vor Erdnussbutter.

      5. Scorpione: Ja, im Ernst, es gibt in Deutschland Scorpione, z.B. den Alpenscorpion. Allergings ist deren Stich nicht gefährlicher als ein Bienenstich.

      6. Hirsche: Hirsche sind während der Brunft ... sagen wir etwas reizbar, außerdem sind Hirsche nicht die hellsten Leuchten im Wald. Wenn ihr in der Abenddämmerung oder im Morgengrauen ein Röhren auf einer Waldlichtung oder am Waldrand hört, dann ist das vermutlich ein brünftiger Hirsch. Normalerweise würde ein Hirsch flüchten, wenn er euch sieht, aber in der Brunft sind die Hirsche ein wenig "berauscht" und könnten aggressiv reagieren, deshalb geht Hirschen in der Brunft aus dem Weg. Allgemein ist es nicht ratsam einem Tier im Weg zu stehen, das ein riesiges spitzes Geweih mit sich herum trägt, also schlagt euer Lager nicht auf einem Wildwechsel auf. Grundsätzlich sind Hirsche aber ziemlich harmlos, in der Regel wird ein Hirsch flüchten, sobald er euch bemerkt. Selbst eine Hirschkuh mit Jungtieren wird euch nicht angreifen.

      7. Füchse: Füchse sind absolut harmlos für den Menschen. Ein Fuchs erlegt keine Beute größer als ein neugeborenes Lamm. Die größte Gefahr bei Füchsen ist die Tollwut, sollte also ein Fuchs zutraulich wirken und mit Schaum am Maul auf euch zu kommen, dann werft am Besten mit Tannenzapfen oder Steinen nach ihm. Schlagt euer Lager nie neben einem Fuchsbau auf, weniger zu eurem Schutz vor dem Fuchs, als viel mehr, weil es auch ein Dachsbau sein könnte. Manchmal leben Füchse sogar in Dachsbauten zur Untermiete. Außerdem solltet ihr die Nachtruhe der Tiere nicht durch eure Anwesenheit am Bau stören.

      8. Dachs: Der Dachs ist harmlos und jagt nur Regenwürmer und Niederwild, also bestenfalls mal einen Igel, den er entrollen und fressen kann. Ihr solltet ihn jedoch nicht in die Enge treiben, denn dann können Dachse sich sehr aggressiv verhalten und ein Dachsbiss führt schnell zu einer Blutvergiftung. Ihr könntet außerdem in einen Dachsbau einbrechen, denn ein Dachsbau kann bis zu 40 Meter Durchmesser und eine Tiefe von 5 Metern haben.

      9. Biber: Das ist für mich eine der größten Gefahren in deutschen Wäldern, denn wo ein Biber sein Unwesen treibt kann bereits ein leichter Wind den Wald in eine tödliche Falle verwandeln. Biber fressen die Stämme unzähliger Bäume an und bringen sie zu Fall. An unserem Badesee gibt es Ecken die sind wegen einstürzender Bäume gesperrt und wir reden hier teils von 40 cm dicken Bäumen, welche der Biber gefällt hat. Doch wir haben auch Biber an unscheinbaren Gräben mitten im Wald und der Biber treibt dort auch oft 50 Meter abseits von jedem Gewässer sein Unwesen und fällt Bäume. Die größte Gefahr sind jedoch nicht die gefällten Bäume, sondern jene die nur gefährlich tief angefressen wurden und dann beim nächsten Wind umstürzen. Wenn ihr also Biberspuren an einem Baum seht, dann meidet das Gebiet weiträumig.

      10. Zecken: Ich hatte letztes Jahr Borreliose, rechtzeitig erkannt ist sie gut behandelbar. Wenn möglich sollte man sich täglich selbst (ggf. mit einem Spiegel) oder gegenseitig auf Zecken absuchen. Findet man eine Zecke sollte man sie herausdrehen, wenn möglich desinifizieren und die Stelle mit einem Kugelschreiber oder Filzstift markieren. Bildet sich in den darauf folgenden Tagen (bis 2 Wochen) eine größere Rötung oder ein roter Ring um die Einstichstelle, bitte sofort einen Arzt aufsuchen. Außerdem wird durch Zecken FSME, also Gehirnhautentzündung übertragen, man sollte daher auf Erkältungssymtome achten, wenn man sich schlecht fühlt, Fieber bekommt, sich müde und erschöpft fühlt, Kopfschmerzen oder Nackenstarre bekommt, wenn man besonders Licht-empfindlich reagiert, wenn einem schwindelig oder übel wird, dann sollte man einen Arzt konsultieren.

      11. Menschen: Da gibt es nichts zu beschönigen, Menschen sind gefährlich, allerdings hätte ich weit mehr Angst in der Stadt durch eine finstere Seitenstraße zu laufen, als einem Förster im Wald zu begegnen. Mal davon abgesehen, dass der Förster einen vielleicht verjagt wird auch einer Frau kaum etwas passieren. Ein Förster oder Jäger ist vor Ort bekannt, er kann sich nicht wie ein Hooligan in der Stadt anonym in Nichts auflösen. Für alle anderen gibt es Pfefferspray.

      Nein im Ernst, ich hatte noch nie so viel Schiss im Freien zu schlafen wie vor 20 Jahren mitten in Berlin Kreuzberg. Dagegen sind deutschlands Wälder unglaublich sicher.
      Welche Gefahren könnte es in deutschen Wäldern sonst noch geben? Wovor habt ihr Angst im Wald?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Isidor ()

    • Isidor schrieb:



      Welche Gefahren könnte es in deutschen Wäldern sonst noch geben? Wovor habt ihr Angst im Wald?

      Angst oder Respekt vor

      " Paranormale Aktivitäten / Phänomene.

      Hört sich für einen vielleicht Lustig an, aber ich bin da doch etwas vorsichtiger. ;(
      :hut:
      Gruß
      Andy :hut:
      Brennholz Verleih :campfire:

      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;) :thumbup:
    • @Isidor

      8o gib's zu - in Deinem ersten Leben warst Du doch eine Tipse mit lächerlichen 250 APM (Anschläge pro Minute), nech?! :mrgreen:
      Viel Text, verdammt noch eins - echt viel Text. Und alles über die Jahre immer wiederkehrend Exzessiv Durchgekaut! :S


      :evil: :saint: aber Du brauchst doch nicht ganz alleine das "Sommerloch" füllen ... lass Dir doch, von Wem auch immer, Helfen! :evil: :saint:


      :hund: - es ist Warm, nech?!
      >> geht nich - gibbet nich <<

      klick
      : jeder Topf braucht seinen Deckel .schau: tatonka on fire

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kahel ()

    • Angst nicht wirklich, da ich selten allein unterwegs bin.. aber was ist mit:

      - schwerwiegender Verletzung ? In eine Grube gefallen und mit dem Schädel aufgeschlagen.

      Bei uns sind die größten Gefahren doch die selbst verschuldeten.

      Die Chance, von nem Bär oder nem Wolfsrudel zerfetzt zu werden ist doch gefühlt geringer als nen 6er im Lotto zu haben?
      Die Chance, sich durch einen unachtsamen Tritt selbst zu verletzen ist doch dagegen deutlich höher.

      Das Paranormalität-Thema hatten wir hier auch schonmal, war recht interessant - und keinesfalls lächerlich oder peinlich.
      I came into this world kicking and screaming, while being covered in someone else's blood.
      Why shouldn't I leave the world the same way?
    • @Isidor, Du scheinst ein besonderer Mensch zu sein.
      Du schläfst und wird plötzlich wach, warum auch immer - und bist sofort voll bei Bewzstsein und hast einen klaren Kopf. *Respekt*

      Auch wenn die meisten Tiere Fluchttiere sind, kommt es trotzdem vor, daß sie einem Menschen sehr nahe kommen.
      Erst Gestern lief ein Reh im Abstand von w/3m an mir vorbei.
      Auch wenn ich keine direkte Angst vor einem Reh habe - trotzdem war ich erstmal erschrocken.
    • Naja, ich glaube das egal welcher Wald es ist oder wo er sich befindet man am meisten vor sich selbst Angst haben sollte.

      - seine Fähigkeiten überschätzen
      - Unwissenheit
      - Respektlos
      - Unvorbereitet
      - Unüberlegtheit
      - Unterschätzen

      Ich glaube das sind die größten Gefahren, wobei ich bei Tieren noch Tollwut hinzufügen würde. Weil dann haben Sie keine Angst.
      Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.

      Benjamin Franklin
    • Nichts ist so gefährlich wie die eigene Dummheit.... oder die der anderen.


      bzg.Bären:
      Mir ist kein europäisches Land bekannt in dem die "Sicherheitsmassnahmen" in Bezug auf Bären unbedingt nötig wären, evtl. regional im Ostblock, aber definitiv nicht in Süd- oder Nordeuropa. Ein Bär der menschlichen Behausungen oder belebteren Gebieten zu nahe kommt hat eine stark verkürzte Lebenserwartung. Das nennt sich Erziehung oder auch Konditionierung durch die Probleme vermieden werden, sodass "Problembären" garnicht erst zu Problembären werden.... das Thema ist aber gut geeignet um Touris die Hosen zu füllen ;)
      Den letzte der zu einem Bärenimbiss wurde war ein Jogger mit Walkman der zwischen Mutter und Jungtier geriet. Richtig gelesen "Walkman" die Dinger mit Kasette und Plastikband d.h. vor 20+x Jahren.
      Die letzten die eine Abreibung von einem Bären erhielten waren 3 Wilderer die einen Bären im Winterschlaf wildern wollten, das war vor 2 Jahren bei mir um die Ecke. Die Krankenpfleger sprachen von Patchwork.


      bzg. Wölfe:
      Wer glaubt das es hilft den Fiffi an die kurze Leine zu nehmen, und die eigene Anwesenheit würde diesen Schützen ist ein armer irrer. Wenn die Grösse passt und die Wehrhaftigkeit angezweifelt werden kann, ist der Tisch gedeckt. Ein Kälberiglu mit 5 Kälbern um die 80kg, direkt an der Wand von Kuhstall, 30m vom Wohnhaus... kein schöner Anblick.
      Siehst du einen Wolf vor dir, dreh dich um und begrüsse seine beiden Cousins hinter dir.
      Ich bevorzuge den Lottogewinn, es waren aber doch Wölfe. Die Jungs haben ihr Revier etwa 20km von hier, im Winter wenn die Seen zugefroren sind kommen sie halt manchmal vorbei.


      Bei dem Affenzirkus den die meissten Touris im Wald veranstalten sehen sie eh nichteinmal ein Eichhörnchen.


      Zum Punkt 4, Schlangen:
      Die Kreuzottern haben ein sehr starkes Gift, allerdings nur in sehr geringen Mengen. Gefährlich für Allergiker, für einen gesunden Erwachsenen in der Regel nicht.
      Sollte die Schlange aber das Glück haben eine Aterie oder Vene zu treffen kann es auch für einen gesunden Erwachsenen etwas aufregender werden. Hier in Finnland sagt man das die meissten Schlangenbisse garnicht als Schlangenbisse erkannt werden, da es so schnell geht und nicht besonders weh tut. Ansonsten haben wir hier sogenannte Kyypakkaus. 2 Tabletten hochdosiertes Hydrokortison die eigentlich jeder zuhause hat. Die isst man im Fall des Falles und macht sich auf den Weg zu Arzt. 1-2 Tage Überwachung.... Kinder sind da mehr gefährdet, vor 8 Jahren hatte ich mal mit einem Fall zu tun wo ein 3-jähriger gebissen wurde, das war damals knapp (Samstag natürlich, Nachmittag noch dazu, Krankenhaus 40km+x...) Die Sanitätsabteilung des Panzerbataillons in Parola hat uns den Arsch gerettet.
      Im Schwarzwald gibt es auch vereinzelt ein paar Vipern, sowie in Südeuropa auch einige Sorten Vipern aber mit denen kommt man auch klar. Ganz so harmlos sind die zwar nicht, aber auch nicht wirklich gefährlich.


      In der Liste fehlen noch die Stechmücken, 100ml Blutverlust/Nacht halte ich für realistisch. (ein kleiner Jokus am Rande). Als Krankheitsvektor nicht zu unterschätzen. Bin gespannt wann wir Malaria, West-Nil-Fieber usw. bekommen...

      Ich habe im Wald nie Angst.... ich habe immer einen kleinen dicken dabei der langsamer rennt als ich ;)
    • supi schrieb:

      In der Liste fehlen noch die Stechmücken, 100ml Blutverlust/Nacht halte ich für realistisch. (ein kleiner Jokus am Rande). Als Krankheitsvektor nicht zu unterschätzen. Bin gespannt wann wir Malaria, West-Nil-Fieber usw. bekommen...
      da gab es alles schon und kann auch jederzeit wieder passieren:

      siehe hier:

      wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Malaria

      1825 und 1826 und auch nach dem Krieg....

      Anopheles und asiatische Tigermücke sind doch auch schon hier heimisch.....

      Zitat Wiki.bildungsserver.de:
      Im Spätherbst des Jahres 1997 befassten sich der Umwelt- und der Gesundheitsausschuß des Cuxhavener Kreistages auf einer gemeinsamen Sitzung mit dem Thema: „Marschenfieber — Bericht über mögliche Malaria-Risiken in den Marschgebieten“ .
      Ein Landarzt aus der Wesermarsch sowie eine Landwirtin hatten sich gegen die weitere „Vernässung“ der Moore und Marschen ausgesprochen und einen Antrag gestellt. Hintergrund und Auslöser dieser Diskussion war der Fang einer Mücke der Gattung Anopheles atroparvus, die auch als Überträgerin der Malaria und somit des Marschenfiebers angesehen wird, im Sommer 1997 im Kuhstall der Landwirtin.
      Durch die fortschreitende Erwärmung Europas wird möglicherweise ein feuchtwarmes Klima geschaffen, das der Verbreitung von Mücken der Gattung Anopheles atroparvus Vorschub leistet.

      Grüße,

      Amarok....der eh unter Mückennetzen pennt und sich mit Deet regelmäßig vergiftet um nicht an Tropenkrankheiten zu verenden 8o :evil: :Squirrel:
      Die wahren Optimisten sind nicht überzeugt, dass alles gut gehen wird,
      aber sie sind überzeugt, dass nicht alles schief gehen kann.
      (F.Schiller)


      und....bitte glaubt unbedingt alles was Ihr über mich hört....die Wahrheit wäre Euch viel zu langweilig
    • Zecken und den Menschen halte ich für die schlimmsten Gefahren in deutschen Wäldern! Sich selbst zu überschätzen, ohne Kenntnisse und passende Ausrüstung unterwegs zu sein stellt ein potenzielles Problem dar. Den Rest kann man als geringfügige Risiken abhaken.
      Selbst, wenn man sich mal verläuft: so lange man Notproviant dabei hat und vernünftig gekleidet ist, muss man in heimischen Wäldern nur lange genug geradeaus laufen, .um auf Zivilisation zu treffen.
      Allerdings ist natürlich der psychische Faktor, wenn man allein unterwegs ist, tatsächlich nicht ganz auszuschließen, Dunkelheit, seltsame Geräusche etc. können da schon Angstzustände auslösen.
      "Wenn du etwas tust, was du noch nie getan hast, dann ist das doch schon ein Abenteuer."
      Johan Skullman

      Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wanderratte ()

    • @kahel Ich bin in DIESEM Leben ne Tippse, bzw. ein Tippserich, ich mache beruflich desktop-publishing

      @musher Ich bin doch kein besonderer Mensch ... na ja, vielleicht doch, besonders müde. Ich neige dazu nachts zu schlafen und dabei laut zu schnarchen. Wach werde ich erst, wenn es im Lager laut klappert, dann bin ich aber tatsächlich sehr schnell sehr wach. Das liegt daran, dass ich hoffe es hat jemand Kaffee gemacht und ich bekomme was ab. - Was stört dich denn bitte an einem Reh im Lager? Selbst ein Wolf im Lager ist nicht automatisch eine tödliche Gefahr. Ein satter Löwe lässt die Gazelle 5 Meter neben sich völlig unbehelligt, die Gazelle sollte den Löwen aber nicht reizen.

      @Memento Sehr gut, Verletzungen hatte ich vergessen. Ich habe mich im Wald mal richtig tief geschnitten, als ich allein unterwegs war, das hat mich schon etwas nervös gemacht. Ich musste mich selbst verbinden, während ich einen leichten Schock hatte. Ich zitterte und über meine Hände lief das Blut, dabei war ich etwas in Sorge, ich könnte durch den Blutverlust ohnmächtig werden. Rückblickend war diese Angst ziemlich übertrieben, ich habe sicherlich weniger als 100ml Blut verloren, aber wenn man in dieser Situation drin steckt und weiß es kann einem niemand helfen ist das ziemlich beängstigend.

      In vielen Ländern außerhalb Europas ist es übrigens keine gute Idee an einem Fluss zu campieren, z.B. bekam die Bushcraft-Youtuberin Stefanie Margeth kürzlich Besuch von einem Alligator (ist zum Glück nichts passiert). Noch gefährlicher sind Nilpferde, habe ich mir sagen lassen. Aber ich wollte hier eigentlich nicht darüber philosophieren wie gefährlich die Welt ist, sondern eher den Anfängern die Angst vor einer Übernachtung in deutschen Wäldern nehmen, hat irgendwie nicht geklappt, nech.
    • Memento schrieb:

      ...
      Das Paranormalität-Thema hatten wir hier auch schonmal, war recht interessant - und keinesfalls lächerlich oder peinlich.
      Man läuft ja bei sowas immer Gefahr in die Aluhut-Ecke gesteckt zu werden.

      In den USA hat der ehemalige Detective David Paulides hunderte Fälle von verschwundenen Personen in Nationalparks zusammengetragen die mit den üblichen Gründen nicht erklärbar sind.

      Er hat dazu ein Buch mit 411 Fällen veröffentlicht und die Zahl 411 ist ein Synonym für dieses Phänomen geworden, das in den Staaten bekannter ist Als hierzulande:

      amazon.de/gp/aw/d/1468012622/r…_arp_mb_bdcrb_top?ie=UTF8

      Mittlerweile soll er schon über 1400 Fälle erforscht haben die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen.

      Diese Fälle beruhen wohlgemerkt nicht auf Erzählungen sondern sind allesamt durch Polizeiberichte protokolliert. Allerdings versuchen die Leitungen der Nationalparks das ganze nicht an die grosse Glocke zu hängen, wohl um die Besucher nicht abzuschrecken.

      Die beschriebenen Fälle laufen in der Regel nach einem ganz ähnlichen Schema ab.
      Personen verschwinden von jetzt auf gleich spurlos, meist in Begeleitung anderer Personen oder einer Gruppe, also eine Wandergruppe ist z.B. im Park unterwegs und plötzlich fehlt eine Person oder eine Familie macht ein Picknick, das Kind spielt direkt daneben auf der Wiese und ist von einem zum anderen Moment wie vom Erdboden verschluckt.

      Umgehende grossangelegte Suchaktionen samt Helikopter und Wärmebildkamera führen zu keinerlei Erfolg. Nach Wochen oder gar Monaten tauchen die Leichen dieser Personen dann urplötzlich auf, vorzugsweise in den Gebieten die zuvor intensiv abgesucht worden sind, zum Teil sogar an Orten wo grosse Suchmannscjaften zuvor ihre Pause gemacht hatten.

      Die Personen selbst befinden sich trotz der langen Abwesenheit äusserlich in einem guten Zustand, sind weder unterernährt noch dehydriert, die Todesursache kann jedoch nicht eindeutig festgestellt werden.

      Zum Teil werden die Personen 10 bis 15 Meilen entfernt aufgefunden was insbesondere bei Kleinkindern sehr verwundert oder an sehr unzugänglichen Stellen wie z.B. auf einem Berg wo man nur mit Kletterausrüstung hingelangt.

      connectiv.events/missing-411-r…parks-der-usa-und-kanada/

      Durch die Tatsache dass diese Fälle nicht von irgendeinem Verschwörungstheoretiker sondern von einem ehemaligen Polizisten akribisch recherchiert werden und über Polizeiberichte nachprüfbar sind, kann man diese nicht so einfach von der Hand weisen.

      Es gab vereinzelt auch Personen die lebend wieder aufgetaucht sind, jedoch fehlt diesen jegliche Erinnerung über die Zeit ihrer Abwesenheit.
      Wenn sich im Paradies eine Menschenseele und eine Hundeseele begegnen, muß sich die Menschenseele vor der Hundeseele verneigen.
      - aus Sibirien -

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Lederstrumpf ()

    • trapperandy schrieb:

      Isidor schrieb:

      Welche Gefahren könnte es in deutschen Wäldern sonst noch geben? Wovor habt ihr Angst im Wald?
      Angst oder Respekt vor

      " Paranormale Aktivitäten / Phänomene.

      Hört sich für einen vielleicht Lustig an, aber ich bin da doch etwas vorsichtiger. ;(
      :hut:
      Denke nicht das sowas im Wald häufiger auftritt, man ist dort nur nicht so abgelenkt und nimmt viel mehr wahr.
    • Neu

      Ich fürchte mich im oder am Wald eher vor dieser Gefahr (Artikel von heute):

      spiegel.de/panorama/justiz/nit…jagdgewehr-a-1223103.html


      aber das Thema hatten wir ja bereits mehrfach...
      "We like companionship, see, but we can’t stand to be around people for very long. So we go get ourselves lost, come back for a while, then get the hell out again."

      Krakauer, Jon. Into the Wild (Picador Classic Book 78) (S.96). Pan Macmillan.