Beispiel einer Packliste für längere Wintertouren

    • Sofern ich das hier und anderswo mitbekommen habe gibts hier noch andere die längere Wintertouren planen oder machen. Mindestens @Eiswanderer , @Baumkraxler, @Doom , @Rockdog, @Chris478, @bugikraxn, @Emil_Strauss & @Hagbard , aber ich habe bestimmt noch einige übersehen! Jungs (& Mädels), ich würde mich freuen eure Packliste zu sehen. Haut mal was raus! ;) Am liebsten natürlich mit etwas Erläuterung.
      "The more I learn about people, the more I like my dog." - Mark Twain

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    • karlson schrieb:

      Ich hab die auch nur geschrieben weil @Hagbard gemeckert hat.
      aaaaaaaalso - jetzt gehts los :rolleyes:

      Ich habe keine Packliste für "diese" oder "jene" Tour. Aber ich habe ein Outdoor-Checkliste mit meiner gesamten Ausrüstung, die ich für Reisen, Touren oder Aufenthalte unter freiem Himmel von -30°C bis +40°C benötige. Diese Liste ist sehr detailiert und (für mich) komplett, jedoch möchte ich sie hier nicht ins Netz stellen. Für jede Tour suche ich mir von dieser Liste das optimale Equipment zusammen, je nach Jahreszeit, Region, Wetter, Lust & Laune. @Rockdog macht den Schrank auf, wirft alles aufs Bett was er mitnehmen möchte - und ruft "Schatz! Kannste das mal bitte alles in meinen Rucksack packen?" Ich setz mich hübsch an den Tisch, mit Cohiba und einem Glas Chianti, und hake meine Checkliste für die anstehende Tour ab 8o .

      Da für einen querulanten Perfektionisten wie mich die Definition "längere Wintertour" immer noch zu ungenau ist, lass ich mich einfach mal zu nachfolgenden, grob formulierten Aussagen hinreissen:

      • Ski fahren kann ich nicht, aber Schneeschuhe habe ich zwei Paar, plus zwei paar Gamaschen. Mit dem zusätzlichen Gewicht eines grossen Rucksacks würde ich -wegen der längeren Auflagefläche- meine TUBBS Elevations mitnehmen. Dazu die langen GoreTex-Gamaschen von Outdoor Designs. Kann ich übrigens beides sehr empfehlen. (Rookie-Info: Schneeschuhlaufen ohne Gamaschen ist schei$e!)
      • Rucksack: ich wähle meinen grössten und schwersten Rucksack. Das klingt erstmal nicht besonders toll, aber der "Arcteryx Arrakis 65" liegt wie ein Magnet an meinem Rücken, ist wasserdicht, wahnsinnig stabil und drückt zwangsläufig Tränen aus den Augen jedes gear-geilen Wintertrekkers. Bitte keine Fragen zum Preis, ist auch egal, ihr könnte die Dinger sowieso seit ein paar Jahren nicht mehr kaufen.
      • Sehr gerne verwende ich auch eine riesige Module-Hüfttasche von MacPac aus dieser tollen Aztec-Baumwolle. Die trage ich dann vorne am Bauch, über der Schnalle vom Rucksack. Da ist alles drin, was ich "on-the-go" brauche, oder wie das bei den Hipstern heutzutage so heisst (Müsliriegel, Kamera, Taschentücher, etc.)
      • Gehstöcke von Leki mit Tiefschneetellern - nehme ich aber wirklich nur bei sehr viel Schnee, oder wenn er hart bergauf/bergab geht mit.
      • Matten: Ich habe noch eine der ersten Downmats, damals noch mit externem Pumpsack. Leider ist das Gewicht von dem guten Stück einfach nicht mehr zeitgemäss, deshalb bin ich zur NeoAir von Therm-a-rest gewechselt. Aus Sicherheitsgründen ist immer noch eine Evazote-Matte (4mm, 5mm oder 14mm) oder die UL Alpine Mat von Mammut dabei, denn darauf ist Verlass. Einer meiner grössten Alpträume ist es, sich bei tiefen Temperaturen nicht hinlegen zu können, weil die ultradünne Luftmatte aus irgendwelchen Gründen keine Luft hält und auch weder Flicken noch Tape halten. Gruselig!!! Ganz gruselig...........
      • Schlafen: Ich wähle meinen Hardcore-Daunensack mit aufblasbarem Kissen in einer 100% Event-Biwaktüte von Exped. Ja, das gute Stück wiegt fast 700g - aber genau wie beim Rucksack ist auch hier das Gewicht zweitrangig. Dieser Biwaksack sorgt für ein extrem angenehmes Klima (auch wenn draussen nasser Schnee draufregnet), lässt sich komplett verschliessen (plus Moskitonetz-Einsatz) und ist sehr grosszügig geschnitten. Man kann Daunenjacken und andere Klamotten einfach mit hineinnehmen, das wärmt dann zusätzlich. Fazit: das Ding ist nicht UL, muss aber mit :!:
      • Shelter: Eigentlich komme ich aus dem Trekking-Bereich und kann hier auf Zelte von MSR, TNF und Hilleberg zugreifen. Aber weil das hier ein BC-Forum ist und ich schon den Biwaksack erwähnt habe, wird es natürlich ein Tarp. Ein Hilleberg Tarp 10 wenn Wind und Niederschlag zu erwarten sind, weil schön gross. Oder ein MSR eWing, bei sternenklaren und sturmfreien Nächten. Für meine Tarp-Setup´s verwende ich grundsätzlich Paracord oder Hammerschnur aus dem Bergsport, im Winter mit Schneeheringen, ebenfalls von Hilleberg. Als Bodenplane verwende ich diverse Zelt-Groundsheets. (Rookie-Info: Schneeheringe werden i.d.R. horizontal im Schnee eingebuddelt.)
      • Ich koche gerne mit einem Trangia Triangle und einem Snow Peak Titanteller (als Basis auf dem Schnee)! Das System passt perfekt - dazu nutze ich Töpfe von MSR (Quick Solo Pot), Edelrid oder Snow Peak. Ja, Spiritus bis -20°C, auch zum Schnee schmelzen. Die ganzen Details, Tips und Tricks sind wohl einen eigenen Thread wert, deshalb möchte ich nur soviel sagen: Spirituskocher machen keinen Krach, stinken nicht, können nicht kaputtgehen. Sie sind jedoch langsam, deshalb reicht im Winter auch nur ein Brenner für eine Person aus. Da ich mein Timing jedoch einem langsamen Brenner angepasst habe, stört mich das nicht mehr. Meinen Brenner nehme ich auch als Zelt-Heizung zum Klamotten wechseln oder "untenrum mal kurz feucht durchwischen", etc. Auch bei tiefen Minusgraden schafft man kurzzeitig locker +10°C im Zelt, wenn man im Innenzelt alle Moskitonetze und Lüfter komplett schliessen kann. (Rookie-Info: Immer für jeden Topf einen Deckel verwenden! Und ein sehr guter Windschutz ist bei Spirituskochern Pflicht). Nur für Berge oder Expeditionen würde ich einen Benzinkocher verwenden.
      • Einen lebenden :racoon: als Notfallverpflegung. Halt! Stop! Nur Spass :saint: :evil:
      • Ach so - bei einer "längeren" Wintertour würde ich auch auf meinen Paris Expedition Sled zurückgreifen, da ich maximal 14kg auf meinem Rücken mit mir herumtrage. Dann kommt auch eine zweiteilige Schaufel von Black Diamond mit. Ein Ortlieb-Rackpack passt perfekt auf den Schlitten, ist wasserdicht und kann gut festgeschnürt werden.
      • Klomatten..... äääähh Klamotten: Wolle oder ganz dünne Running-Shirts direkt am Körper, eventuell langärmig und doppelt. Darüber kommt Fleece, mit Stehkragen, eventuell dreifach! Hier gilt "VIEL HILFT VIEL". Arcteryx Alpha Jacket oder Haglöfs Orca Softshell aussen drauf - wenn ich mich bewege. Im Camp nutze ich eine Daunenweste von TNF oder eine Annapurna Jacket von Mountain Equipment. Damit seh ich aus wie ein Michelinmännchen, aber die Isolation ist der Hammer. Meine wärmsten Ausrüstungsstücke sind ein paar Marmot-Fäustlinge. Wenn bei -30°C die Finger zu den wärmsten Körperteilen gehören, hat man sein Geld richtig investiert.
      • Hinzu kommen meine Kits (ich habe eine extra Kit-Checkliste, um eventuelle Verbrauchsmaterialien wieder aufzufüllen) mit Kleinkram wie Lampen, Klopapier, Cremes, Kompass, Erste Hilfe, Notfallequipment, etc. Jedes Kit liegt fertig und komplett daheim in Schubladen und die Idee dabei ist: was ich nicht brauche, nehme ich vor einer Tour raus. Das mache ich etwa seit 2 oder 3 Jahren so und bin von dem Konzept voll überzeugt.
      Hab ich was vergessen? Horrido - bald ist Winter!
      Kann mir mal bitte jemand das Wasser reichen?

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    • Doom schrieb:

      aaaaaaaalso - jetzt gehts los :rolleyes:
      Ich habe keine Packliste für "diese" oder "jene" Tour. Aber ich habe ein Outdoor-Checkliste mit meiner gesamten Ausrüstung, die ich für Reisen, Touren oder Aufenthalte unter freiem Himmel von -30°C bis +40°C benötige.


      Da für einen querulanten Perfektionisten wie mich die Definition "längere Wintertour" immer noch zu ungenau ist, lass ich mich einfach mal zu nachfolgenden, grob formuliertem Aussagen hinreissen:
      Stimmt schon, ohne konkreten Kontext ist eine Liste nicht sehr aussagekräftig, ich werde es bei mir brav nachtragen. Es geht ja hier grob um Beispielpacklisten von geplanten und bereits absolvierten Touren. Bei den Listen die da hofentlich noch kommen vielleicht also grob Gelände, Klima, Dauer, etc. umreißen.
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    • Hier mal meine Liste für z.B. 10-12 Tourtage Hardangervidda oder Ähnliches ohne allzu steiles Gelände

      Transport/Fortbewegung

      Paris Pulka mit MYOG Gestänge und Fjällpulken Zuggurt
      Alfa Skarvet mit Woolpower Einlegesohle
      Asnes Vikafjell mit
      Montana Steigfellen
      MSR Tourenstöcke
      Leki Ersatzstock

      Die Pulka hat ein niedriges Verdeck, darunter kommt das komplette Essen, Ersatzstock, Brennstoff, Zelt und einige Kleinigkeiten die nicht dauernd gebraucht werden, alles in beschrifteten Silnylon Beuteln. Obendrauf geschnallt ist ein großer Ortlieb Sack (ca. 2/3 der Pulkalänge) mit allem was zum Schlafen benötigt wird + die meiste Ersatzkleidung. Davor schnalle ich einen Crux AK37 in dem sich alles für den Notfall und für Pausen befindet. So bleibt die Paris einigermaßen Flach und baut nicht zu hoch. Auf das ganze Paket spanne ich das Rentierfell und die Schaufel.


      Schlafen/Lager

      1x Hilleberg Nammatj 2 + Ersatzstange für Solotouren, sonst Zelt von Tourenkumpel
      8x Hilleberg Schneeheringe + 8x Easton lange Nägel
      1x Multimat lite
      1x TaR Neoair
      1x Rentierfell Konturbeschnitten
      1x Mountain Hardwear Lamina -30
      1x Western Mountaineering Versalite
      1x VBL Feathered Friends
      1x Woolpower 800 Socken
      1x Woolpower 400 Long John
      1x Devold Expedition Longsleeve
      1x TaR Kissen-Packsack

      Je nach Trocknungsmöglichkeit schlafe ich mit oder ohne VBL, je nach Temperatur und Erschöpfung in einem der beiden oder in beiden Schlafsäcken. Wenn die Tour zu mehreren durchgeführt wird kommt das Nammatj als Notzelt ohne Innenzelt mit.

      Bekleidung

      2x Supernatural Boxer
      2x Bergans Merino Boxer
      1x Aclima Doublewool Longsleeve Zip
      1x Devold Expedition Longsleeve
      1x Woolpower 400 Long John
      1x Woolpower 400 Weste
      2x Woolpower 800 Socken
      2x Woolpower 600 Socken
      2x Linersocken Merino
      1x Exped VBL Socken
      1x Klättermusen Vimur Hose
      1x Hosenträger Norröna
      1x Fjällräven Tur Jacke
      1x Klättermusen Allgrön Regenjacke
      1x Mountain Hardwear Regenhose
      1x Woolpower Balaclava
      1x Power stretch Balaclava
      2x Wollmütze
      1x Klättermusen Greppet Handschuhe
      1x Power stretch Handschuhe BD
      1x Merino Liner Handschuhe Finger
      1x Ziegenleder Fingerhandschuhe ungefüttert
      1x Woolpower Fäustlinge dick
      1x Nature Base Walkfäustlinge
      Sir Joseph 8000m Parka
      Odlo Primaloft Hose
      Exped Synbooties mit zusätzlicher EVA Einlegesohle
      2x Merinobuff

      Bei schönem Wetter laufe ich ohne Jacke, das Aclima Oberteil trage ich eigentlich über die gesamte Tour.
      Mit den Synbooties von Exped bin ich eigentlich nicht so ganz glücklich, vergesse aber immer mich rechtzeitig nach besserem umzuschauen und benutze sie auch schon viele Jahre.

      Winterkram/Werkzeug/Notfall

      1x Voilé Teleskopschaufel
      1x Windsack
      1x Sonnenbrille cat.3 (POC)
      1x Bollé Skibrille Selbsttönend
      1x Schweizermesser
      1x einfaches Leatherman
      1x Spot Messenger
      2x Taschenwärmer Peacock
      1x Malerbesen leicht

      Küche

      1x Optimus Polaris mit Reparaturset, Windschutz, Brennstoffflaschen und Leisebrenner
      1x Kocherbrett Paulowniaholz mit Polaris-Aufnahme
      1x Sturmfeuerzeug
      2x Sturmstreichhölzer
      2x Bic Feuerzeug
      1x Primus 3l Topf mit Lamellen
      1x Evernew Pastapot (Kaffee)
      1x Thermotasse Snow Peak
      1x Essnapf Plastik
      1x Löffel+Gabel Snow Peak
      Gewürze
      1x 0,5 l Nalgene Weithals
      1x Thermos light&compact 0.75
      1x Zojirushi Thermos 0.75
      1x Schneebesen mini
      1x Mikrofasertuch

      Morgens vor dem Start fülle ich eine Thermos mit Tee, die andere mit heißem Wasser.

      Erste Hilfe/Pflege

      1x Verbandrolle
      2x Pflasterrolle
      8x Ibu 800
      1x Sam Splint
      8x Augentropfen
      2x Sonnencreme+Lippenschutz klein
      1x MSR Packtowel groß
      1x Zahnbürste
      30x Denttabs
      6x Ohropax
      1x Zahnseide
      4x WC-Papier
      4x WC-Papier feucht Reisepackung
      1x Linola Fett klein
      1x Seifenstück

      Diverses

      1x Iphone
      1x Powerbank 20.000
      1x Kabel
      1x Ohrhörer
      1x Kopflampe Armytek
      6x Eneloops
      1x Garmin 64
      1x Pentax K3, Speicherkarten, Akku
      2x Signalpfeife (an beiden Jacken)
      1x Eschenbach Alpin Kompass
      8x Kabelbinder groß
      2x Schraube+Mutter
      1x Gaffa Tape klein
      1x Reepschnur 10m
      1x Sekundenkleber
      1x Nalgene Flachmann mit geistreichem Inhalt

      Essen

      Tütenfutter Real Turmat, Bla Band, Lyo Food
      Porridge
      Milchpulver
      Eipulver
      Zucker
      Mehl
      Backpulver
      Instant Nudeln
      Selbstgemachte Gewürz-, Saucen-, und Pastenmischungen
      Knäcke
      Käse
      Brot für die ersten Tage
      Salami
      Teebeutel
      Kaffee
      Speck

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Chris478 () aus folgendem Grund: Handschuhe ergänzt

    • 100g Rasierzeug als Frau? 8|
      Nagut, so ein Busch will auch auf Tour gestutzt werden, nech. :D

      Mal im Ernst, das klingt ja nicht nur nach einem Einwegrasierer um evtl eine Platzwunde am Kopf frei zurasieren, oder?
      Was denkst du warum sie sowas dabei hat @karlson ? Weils auf langen, autarken Touren hygienischer ist "unten ohne" zu laufen?


      LG
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tipple ()

    • Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung. Probiers mal aus, vielleicht halten die Schlüpper dann länger. :D

      Kontext der Packliste war eine Tour von 1200km/10 Wochen, vielleicht liegt es daran. Aber sie hat auch mehr als doppelt so viel Hygiene Sachen wie erste Hilfe mit. Deswegen, immer wieder spannend fremde Packliste zu lesen und zu sehen was andere für Prioritäten haben...
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von karlson ()

    • So, hier schonmal ein paar Grundgedanken zum Bekleidungs- und Lagerkonzept.
      Die komplette Packliste reiche ich nach, da die Excel-Tabelle noch nicht fertig ist. Die Teile mit dem Smiley gehören für mich in die "Hall-of-Top-Gear"...

      Lager:
      Zelt MH EV3 - Groß und schwer, aber bulletproof. Größter Nachteil: Keine Apsis.
      MYOG Schneeheringe
      Haggymat 5mm (fac.)
      Ridgerest oder Haggyfat (20mm, EV50, ergonomisch fantastisch zugeschnitten)
      TAR Z-Lite
      TAR NeoAir Xtherm (das Alter...)
      MYOG VBL (nur für Notfälle...)
      MH Banshee Daunenschlasa :love:
      MH Lamina -15 außenrum (Taupunkt)
      Liner
      Black Diamond Schneeschaufel


      Kleidung: kursive Teile bei Bedarf (Wind, starke Kälte), daher meist Aufbewahrung im Rucksack

      Erste Lage
      Dilling Unterhose Mittel (am bequemsten und mit weichen Bündchen)
      Falke Liner-Socke
      Seiden-Handschuhliner
      Dilling Lange U-Büx
      Dilling Merinoshirt

      Zweite Lage
      Brynje Arctic Hooded :love:
      Brynje Lange U-Büx
      VBL-Socke MYOG
      Woolpower Socke 400 oder 600 :love:
      PAC Merino-Schlauchschal
      Berghaus Fleece-Handschuhe
      Montane Prism :love:
      Woolpower U-Büx lang
      Woolpower Longsleeve

      Dritte Lage
      Haglöfs Rugged Mountain Pant :love:
      MYOG Nylon-Gürtel
      Bergans Microlight Jacke (als leichtes Windshirt) :love:
      Warmpeace Sneaker Stretchfleece Jacke :love:
      Woolpower Socke 600
      Marmot PreCip Hardshell (bei echtem Mistwetter)
      JW Goretex-Überhose
      Woolpower Balaclava
      Wollmütze von Oma :love:
      MH Handschuhe (Name vergessen, mit Lederinnenflächen, reichen solo bis etwa -15°C) :love:
      Stretchfleece-Balaclava
      Lowe Alpine Classic Mountain Cap (das alte Teil... Aber einfach genial und tausendfach kopiert) :love:
      Schneebrille

      Verstärkungsschicht/Stationär
      Rab Neutrino Endurance Daunenjacke: noch die alte mit Klettbefestigung für die Kapuze :love:
      SynBooties
      Fotposer
      Barrier III Pant
      Woolpower Weste 400 oder TNF Thermoball-Weste, das ist aber eher wetterabhängig (und es läuft wohl auf die Wolle hinaus)

      Motorisierung
      Salomon Tundra Schuhe :love:
      Tubbs Flex Alp XL Schneeschuhe :love:
      Stöcke mit Schneetellern
      Wisport Woodcraft für Tagesbedarf und Notausrüstung (LACD Biwaksack, ErsteHilfe-Pack,...), auch als Zuggeschirr
      Faltpulka MYOG, Zugleinen
      Kocher Primus Multifuel (ja - der alte), Benzin

      Das ist das, was ich jetzt so spontan im Kopf habe, aber noch ohne Anspruch auf Vollständigkeit - einige Sachen werden vielleicht auch noch geändert. Ein paar Bereiche könnten noch aufgerüstet werden, etwa bei den Handschuhen: Ich überlege, dort auf ein 4-Schichten-System mit MYOG-Fäustlingen aus EtaProof á la nature-base aufzurüsten (Seidenliner, Wollfingerhandschuhe ohne Finger (...), Wollfäustlinge, EtaProof-Fäustlinge) - je nach Wettervorhersage...
      Ich fahre bewusst wolllastig und mit wenig Fleece, wobei mich Stretchfleece schon ziemlich umhaut. Generell nehme ich die Schichten möglichst eng, damit der Feuchtetransport nicht unterbrochen wird (abschnüren darf natürlich nix!). Erst Hardshell oder Windshirt dürfen etwas luftiger sein. Für Temps bis -12°C reicht mir bei entspr. Aktivität mein Arctic Hoodie, bei Wind in Kombi mit der Microlight. Bei Kälter kann ich reichlich ergänzen - bei wenig Wind kommt die Sneaker drüber, bei mehr Wind Woolpower Longsleeve plus Windshirt,... für die Prism muss es dann aber schon gewaltig ziehen...

      Zum Schuhsystem: Ich habe mich für diese Kombi entschieden, da sie wunderbar harmoniert. Die Tundras sind dermaßen leicht, dass es eine Freude ist, mit ihnen zu laufen. "Leider" sind sie für Temperaturen oberhalb -5°C zu warm. Die Tubbs sind extra groß, da ich schon ohne Rucksack deutlich die 100kg-Marke sprenge... Sie haben eine Steighilfe und sind auch für alpinere Gebiete geeignet, daher für mich am universellsten. Die Schnürung sieht zwar zunächst nicht vertrauenserweckend aus, funzt aber top.

      Ich werde hier beizeiten weiter ergänzen...
      Ruhe bewahren.
    • Haben auch schon einige Wintertouren hinter uns. Sowohl zu Fuß, mit Pulka und Ski und auch mit dem Hundeschlitten. Da man von dem Zeug, was wir mitgenommen haben eh vieles nicht mehr kaufen kann, spare ich mir im Moment das heraussuchen der Packlisten.

      Wir waren bis auf die Hundeschlittentouren immer zu zweit unterwegs.

      Auf einzelnen Punkte will ich jedoch gerne eingehen.

      1. Kocher

      Wir haben immer unseren Trangia dabei, der funktionier auch bei Temperaturen jenseits von -20. Bei Kälte rust er jedoch mehr. Und den Tropfen Wasser, der das verhindern soll, sparen wir uns im Winter.

      Als 2. Kocher haben wir bei längeren Wintertouren, also ab 1 Woche einen Benzinkocher dabei,den Primus Himalaya Multifuel. Sicher nicht der optimale Benzinkocher, aber einen neuen kaufen wollen wir auch nicht, solange der noch funktioniert. Wichtig: Erstatzdichtungen nicht vergessen. Gerade bei dem Modell verabschieden sich die anscheinend gerne.

      2. Schlafen

      Als Hauptschlafsack im Winter verwenden wir einen ME Glacier. Nach jahrelanger Benutzung haben wir die Daune mal waschen lassen und dabei ist etwas zusätzliche Daune hinzugefügt worden. Hätte nicht gedacht, dass das so viel ausmacht. Deutlich wärmer. Da ich den Glacier 800 habe und der eh schon größer ist, als der 750er meiner Frau, kann ich meinen Überschlafsack nicht mehr ganz schließen, dann wir es nämlich kälter statt wärmer, da die Daune dann zusammengedrückt wird. Ohne den Overfill ging das noch. Bei dem 750er funktioniert das auch noch. Würde daher meinen nicht nochmals überfüllen.

      Als Überschlafsack dient ein Ajungilak Micro. Ist geräumiger dünner Kunstfasersack, der in beheitzen Hütten auch solo benutzt wird.

      Im Schlafsack selbst benutzten wir einen VBL, ebenfalls von ME. Der war zwar nicht der leichteste von unseren Testmodellen, hat aber Gegensatz zu den anderen nicht gestunken. Das schwitzen darin hält sich in Grenzen, zumal wir darin ein Seideninlett verwenden. Super Schlafkomfort, bringt einiges an Wärme, die Daune bleibt trocken und selbst das Inlett ist relativ trocken. Morgens einmal durch die Luft geschläudert und dann weggepackt. Hat sich bewährt.

      Da meinen Frau etwas leichter friert, hat diese noch einen TNF Propel ohne RV als Innenschlafsack, wenn Temperturen jenseits der-25 Grad erwartet werden, mit dabei.

      Insgesamt ein erprobtes und vielseitiges System. Aber nicht UL.