Containert ihr?

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    • Moin.

      Containern kann ja vieles sein. Sperrmüll wiederverwerten, Tafel, Brot vom Vortag in Bäckereien usw.

      Bei uns gibt es die Bauteilebörse. Alles was mit Bauen und Renovieren zu tun hat, aber gebraucht ist, kann man dort kaufen.
      Die Sachen werden von einigen Leuten eingesammelt, Spenden, anschließend aufbereitet und dann eben verkauft.
      Ist ein Verein, Trägt sich selbst. Tolle Sache.
    • Man muss halt differenzieren was containern ist!
      Für mich hat Sperrmüll durchsuchen nichts mit containern zu tun.
      Auch bei Ikea mal ne Folie abstauben nicht,die krieg ich auf freundliche Nachfrage auch so.
      Container an Supermärkten plündern wäre für MICH containern!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rockdog ()

    • Containern, ob man nun muss oder möchte, bedingt aber zwingend Weggeworfenes. Also macht die gescholtene Wegwerfmentalität irgendwie doch wieder Sinn.

      Hat eben wie alles zwei oder mehr Seiten.

      Ich muss (glücklicherweise) und möchte nicht containern.

      Was ich aber mache, ich stelle Dinge, welche wir übrig haben und die irgendwie noch zu gebrauchen sind, an den Strassenrand. Versehen mit einem Schild "einfach mitnehmen wer will" geht alles schnell weg.
    • @Rockdog Bitte nicht verärgert sein - ich versuch nur, das für mich auf die Reihe zu kriegen...
      Also Sperrmüll mitnehmen ist ok und nicht Asi - was aus Foodcontainern mitnehmen ist Asi...
      Rein rechtlich begeht der, der was vom Sperrmüll wegnimmt, einen Diebstahl, denn der Vorbesitzer hat sein Eigentumsrecht an dem Müll aufgegeben, wenn er ihn an die Straße stellt und der Müll gehört dann dem Müllentsorger. (Klingt bescheuert, ist aber so)
      Das Fragen beim Sperrmüllvorbesitzer hat rein rechtlich gar keine Relevanz, obwohl ich das auch, wenn möglich, mache...
      Es scheint mir so, als sei das kein rechtlicher Unterschied zur Wegnahme weggeworfener Lebensmittel beim Supermarkt (vorausgesetzt, die Container sind frei zugänglich!!)
      Und es erscheint mir so, als sei das nur deshalb "Asi", weil es gesellschaftlich nicht so ok ist wie z.B. etwas vom Sperrmüll holen - vielleicht weil "abgelaufenes Essen" oder etwas welkes Gemüse so "Ih bäh!" sind?
      In meinem Bekanntenkreis wird manchmal regelrecht stolz gerade von Leuten, die es finanziell absolut nicht nötig haben, erwähnt, dass sie etwas vom Sperrmüll "gerettet" haben, ein "schönes Biedermeirsofa2 ode Ähnliches.
      Ich stell mir dann immer vor, was die sagen würden, wenn ich sie zum Essen einlüde und ebenso stolz erzählte, dass ich das Menu aus dem Container "gerettet" hätte :D
      Ich denke, diese Unterscheidung, was Containern nun sei, ist eher anerzogen als faktisch nachvollziehbar...
      Nur mal so meine Gedanken
      LG schwyzi
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.
    • @schwyzi
      Mich verärgert so schnell nichts,ist doch nur ein Mitteilen unserer Ansichten :) .
      Ich habe übrigens nicht behauptet das Lebensmittel containern asi ist.Zumindest nicht grundsätzlich und Sperrmüll durchsuchen finde ich ok wenn man fragt ob man was mitnehmen kann,meistens war es früher aber so das man den Sperrmüllhaufen dreimal richten musste weil die halbgescheiten Trödler den Kram in alle Himmelsrichtungen verteilt haben.
    • Hallo
      ich Container gerne ( mit der Erlaubnis des Händlers ) in einem Schrottcontainer wo Blechabschnitte die von der Maßanfertigung kommen, liegen.
      Es ist eine Firma die Lochwände für Geschäfte und Messen herstellen.
      Da kommen Teilweise 1mx1m VA-Blech mit Schutzfolie raus.
      Lochbleche ohne Ende.
      Ok ich stecke denen in Ihrer Grillkasse immer einen 10ner.
      Aber es lohnt sich.
      Schade das der Handel 50km von mir weg ist.
      Gruß
      Andy
      Gruß
      Andy
      :hut:

      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;) :thumbup:
    • @schwyzi

      Aber egal in welchem Zustand sich die Lebensmittel auch befinden, sie lagen in einem Container, der innerlich sicherlich nicht hochglanzpoliert und sauber ist. Sicher, man kann sie waschen, eventuell sind sie sogar noch verpackt, aber ausgesetzt sind sie nicht nur dem üblichen Dreck, der sich in solchen Containern ausreichend findet. Einen Abstrich wollte ich von der Wandung eines solchen Containers jedenfalls nicht machen. Mal von Ratten, Kot und sonstigen Krankheitserregern ganz zu schweigen.

      Wenn man die Wahl hat, keine Wahl zu haben und u.U. sogar schon eine gewisse Immunität gegenüber gewissen "Einflüssen" entwickelt hat, mag Containern eine Möglichkeit in der Not sein. Vielleicht macht man sich auch nur ein ganz falsches Bild davon, zumindest was die Qualität der Lebensmittel anbelangt. Aber man sollte die Container an sich und die unsichtbaren Gefahren, die darin lauern können, besser nicht außer Acht lassen. Gut verpackte Ware (Tetrapacks, Joghurtbecher, o.d.) würde ich vermutlich noch in Betracht ziehen. Von allem anderen würde ich mich aber distanzieren. Da gehe ich lieber stoppeln und grase meinen gerade entstehenden Erntekalender ab. ;)

      Rockdog schrieb:

      Zumindest nicht grundsätzlich und Sperrmüll durchsuchen finde ich ok wenn man fragt ob man was mitnehmen kann,meistens war es früher aber so das man den Sperrmüllhaufen dreimal richten musste weil die halbgescheiten Trödler den Kram in alle Himmelsrichtungen verteilt haben.
      Jo! :thumbup:

      Bei uns darf man den Sperrmüll aus diesem Grund erst morgens ab 6 Uhr vor die Türe stellen. Klasse, wenn man Frühschicht hat... Aber auch klasse, wenn die Nachbarschaft sieht, dass da gerade Sperrmüll steht und man selber noch ein paar Dinge entsorgen möchte. Da werden aus maximal 3m³ schnell mal 5m³ und der Driet bleibt liegen. Da wünscht man sich den Lieferwagen mit fremdem Kennzeichen, der alles nur noch abtransportiert.

      Wer würde denn was in Betracht ziehen und mitnehmen? Andererseits, was wäre für euch absolutes Tabu?
      ...Offline
    • Für mich als recht Schambefreiten pragmatiker.... Recykling, nutzen was andere/Niemand nicht mehr will, ist ein Überlebensskill. im Grunde ähnlich wie die ganzen Ekelüberwindungschallenges. Wenn du tatsächlich mal drauf angewiesen sein solltest, und ich spreche da aus Erfahrung, das geht recht schnell., könntet ihr euch Nahrung, Wasser etc organisieren? Wüsstet ihr wo und wann die besten Spots für Pfandflaschen sind? Oder hättet ihr die Eier einfach mal an das Müllregal bei McBrech zu gehen und euch ein paar Halbverspeiste Burger zu Geiern? ;)

      ich erinnere mich immer gerne bei diesen Themen an eine Geschichte aus meiner frühen Jugend in einem Wohnblock in Hamburg. Irgendein Kinderzimmer/Dachboden wurde ausgemistet und fast die ganze Müllsammelstelle (So ein Waschbetonhäusschen mit Mülltonnen drinnen) war angefüllt mit voll Funktionsfähigen Spielzeug, von Matschbox, über Starwars Figuren (Von 1980 ca ) bis Lenkdrachen und Jurrasicpark origanl Merchandise. Wir Kinders natürich gleich in den Containern verschwunden und den guten Kram heran gerafft, gerade weil wir in dme Block relativ einkommenschwach waren. Dummerweise hat das jemand gesehen und direkt mal unseren Eltern bescheid gegeben...Aussagen wie ,,Warum wühlt ihr da rum? Schmeiss das weg das lag im Müll, sollen die Leute denken das wir Arm sind?" gefolgt von dem Obligatorischen Holzkochlöffel in Gesicht/Podex waren noch das geringste. Und wir sprechen hier von Spielzeug in menge und qualli von mehreren Hundertmark damals. Genauso bescheuert wie annahmen das bei Aldi inna grabbeltheke nur Türken und Penner rum wühlen. Ich habe vor langer Zeit aufgehört mich für irgendetwas zu schämen ;) 99% der Menschen gehen einen eh am Hinterteil vorbei ;)
    • 08/15 schrieb:

      @schwyzi

      Aber egal in welchem Zustand sich die Lebensmittel auch befinden, sie lagen in einem Container, der innerlich sicherlich nicht hochglanzpoliert und sauber ist. Sicher, man kann sie waschen, eventuell sind sie sogar noch verpackt, aber ausgesetzt sind sie nicht nur dem üblichen Dreck, der sich in solchen Containern ausreichend findet. Einen Abstrich wollte ich von der Wandung eines solchen Containers jedenfalls nicht machen. Mal von Ratten, Kot und sonstigen Krankheitserregern ganz zu schweigen.
      Ich habe einige Dokus zu dem Thema gesehen, in denen Lebensmittel, die von containernden Studenten-WGs aus dem Supermarkt-Container gezogen worden waren, von Lebensmittelchemikern untersucht worden sind, und die waren alle bedenkenlos verzehrbar. Voraussetzung natürlich, dass sie luftdicht eingepackt waren.

      Und asozial? Nee, sorry. Containern wird von vielen betrieben, die es nicht nötig haben, es ist eigentlich eher eine Protestbewegung gegen Lebensmittelverschwendung. Die Supermärkte orientieren sich beim Wegwerfen der Lebensmittel am Mindesthaltbarkeitsdatum, das von den Herstellern oft komplett willkürlich festgelegt wird. Lebensmittel, deren MHD abgelaufen ist, sind teilweise noch Wochen oder Monate haltbar. Reis, Nudeln, Tee manchmal sogar noch Jahre.

      Asozial ist für mich, dass in unserer Gesellschaft nach Einschätzung der WHO 50% der Lebensmittel weggeworfen werden.

    • Produkte, deren MHD bereits abgelaufen ist, dürften unter gewissen Umständen sogar weiter verkauft werden. Ich gehe aber mal davon aus, dass sich die Läden vor Schadensersatzansprüchen von Seiten der Kunden schützen wollen und so eben entsorgen, was (in)offiziell abgelaufen ist.

      Es kommt ab und an auch bei uns im Kühlschrank vor, dass einzelne Produkte 'ne Woche auf zwei "drüber" sind. Überwiegend durchaus noch genießbar bzw. kein Unterschied feststellbar. Andererseits haben wir - insbesondere bei Käse - schon feststellen müssen, dass dieser bereits einige Tage vor Ablauf des MHD verschimmelt war. Da spielen viele Faktoren (Schutzatmosphäre, Lagerung, Kühlung, Transport, ...) eine Rolle, die Einfluss auf das MHD haben können. Sicherheiten und Garantien gibt es wohl keine, daher sind die Zeiträume vermutlich eher kurz kalkuliert.

      Letztendlich schützt sich der Hersteller nur, wobei man ihm eventuell weiteres unterstellen könnte. Aber da nehmen sie sich alle nicht viel, egal welche Branche mal beleuchtet.
      ...Offline
    • es ist doch eh alles doppelt und dreifach verpackt, wenn man sich nicht sicher ist einfach liegen lassen.

      Ich habe meine halbe Wohnungseinrichtung aus dem "müll" alles massivmöbel die neu Sau teuer sind, teilweise Einzelstücke.

      Containern, klar wieso nicht. Alles besser als diese billig und Geiz ist geil Idiotie.
      Diese Nachricht ist 100% biologisch abbaubar. :thumbsup:
    • 08/15 schrieb:

      Es kommt ab und an auch bei uns im Kühlschrank vor, dass einzelne Produkte 'ne Woche auf zwei "drüber" sind. Überwiegend durchaus noch genießbar bzw. kein Unterschied feststellbar. Andererseits haben wir - insbesondere bei Käse - schon feststellen müssen, dass dieser bereits einige Tage vor Ablauf des MHD verschimmelt war. Da spielen viele Faktoren (Schutzatmosphäre, Lagerung, Kühlung, Transport, ...) eine Rolle, die Einfluss auf das MHD haben können. Sicherheiten und Garantien gibt es wohl keine, daher sind die Zeiträume vermutlich eher kurz kalkuliert.
      Ich teste eigentlich alles, bevor ich es esse oder wegwerfe. Bei mir versteckt sich öfter mal Mozarella im Kühlschrank, ich habe den auch schon drei Wochen nach Ablauf des MHD gegessen, war völlig in Ordnung, nur dass die Konsistenz etwas fester war. Geschnittenes Brot ist dagegen oft schon vor Ablauf verschimmelt. Joghurt ist auch meistens länger haltbar.

      Am krassesten fand ich den Umgang mit dem MHD im Zusammenhang mit Christstollen. Das war glaube ich in einer Sendung mit Christian Rach zu dem Thema. Eine Lebensmittelchemikerin hat erzählt, dass Christstollen sich eigentlich problemlos mindestens sechs Monate halten. Weil die Hersteller aber davon ausgehen, dass die Kunden es seltsam finden, wenn sie Mitte Dezember einen Christstollen kaufen, der bis zum Mai haltbar ist, kommt einfach als MHD Ende Januar auf die Packung und gut is. Christstollen soll mit Weihnachten assoziiert werden und nicht mit Frühjahrsgefühlen.
    • Denns hat bei uns alles unter Verschluss ;( (das find ich asi); die Bäcker lassen die übrig gebliebenen Backwaren meines Wissens zur Tafel bringen...Du hast's gut, @Stefan...
      Und bei uns wird Sperrmüll nur auf Anfrage abgeholt, also reiner Zufall, mal auf welchen zu stoßen. Zum Glück gibt's den Verschenkmarkt! ^^
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.
    • Bei uns bringt der Bäcker seine alten Backwaren zu einem Bauern.

      Ja, bei uns ist Sperrmüll auch nur nach Anmeldungen, oder man bringt es gleich selbst weg zum Wertstoffhof.

      Hatte erst jetzt einiges an Schränke für 1€ in ebay. Leider ging NUR ein Kleiderschrank weg.
      Nun muß ich die ganzen anderen Schränke selbst wegschaffen. Scheint ja ansonsten Niemand zu wollen.
    • Moin!

      Die Sinnhaftigkeit, bzw der Hintergedanken des Containerns in Frage zu stellen ist für mich zu kurz gedacht.
      Es leben 7,5 Mrd Menschen auf der Erde. Wir in Deutschland erlauben uns so zu leben als gäbe es kein morgen mehr. Amazon hier, neue Möbel da, Einwegflaschen... Essen wird in Supermärkten geradezu verschrottet. Da noch über finanziellen Verlust der Entsorgungsbetriebe, oder Diebstahl zu diskutieren ist eine Farce.

      Die Welt kann ich nur bedingt ändern. Bei mir wird jedenfalls nur in den Müll geworfen, was wirklich kaputt ist. Und ehrlicherweise muss ich auch zugeben, wäre es nicht verboten würde ich auch versuchen aus dem Container zu leben.

      Grüße der Ralf
    • Ralf_147 schrieb:

      Die Welt kann ich nur bedingt ändern. Bei mir wird jedenfalls nur in den Müll geworfen, was wirklich kaputt ist. Und ehrlicherweise muss ich auch zugeben, wäre es nicht verboten würde ich auch versuchen aus dem Container zu leben.
      Es gibt Verbote, die ich guten Gewissens und mit reiner Freude über/umgehe. Sachen in Mülltonnen, Containern, auf der Strasse.... rein Faktisch, gehört es dem Eigentümer, und es wäre durchaus Diebstahl wenn die Dinge die man entnimmt noch Monetarisiert werden. Refood zB, wo das zu energie, Futter, Kompast gemacht wird zB. Im Falle des Bundesdeutschen Müll/Sperrmülls allerdings, muss man sagen dass das Zeug größtenteils einfach Stumpf eingebuddelt oder verbrannt wird. Demnach habe ich ebenso wenig Hemmung etwas aus dem verunreinigungs Zyklus zu nehmen und mit dem so gesparrten Geld den Katzenschutzverein bei ums Eck zu Unterstützen oder mir mal was zu gönnen.

      Philosophisch betrachtet, was macht Müll denn zu Müll? Für das Individuum nur der mangelnde Nutzen oder die fehlende emotionale Bindung. In der Natur wird geklaut, umgewandelt, Zweckentfremdet und adaptiert. Wieso also nicht dabei auch?
    • outdoorfriend schrieb:



      Asozial - kommt darauf an, wie man den Begriff liest - liest man ihn im Sinne von außerhalb der gesellschaftlichen Norm stehend - dann ja - liest man in im Sinne von unsozial,
      Wer gibt denn die gesellschaftliche Norm vor ? Der eine trägt bunte Haare ist das die Norm? Der andere nächtigt irgendwo wild, ist das die Norm ?
      Ich denke jeder sollte sich entfalten dürfen wie er mag solange es im Gesetzlichen Bereich ist und weder Mensch noch Eigentum beschädigt wird.
      Schlimm genug das überhaupt jemand in einem Land wie Deutschland Containern muss damit er etwa so zu essen hat.
      Und wenn ich sehe und lese das man mit Absicht in Deutschland eine Überproduktion an Lebensmitteln hat könnte ich würgen. So entstehen weg werf Gesellschaftern.
      Manche sagen, ich sei bekloppt ich find mich verhaltensoriginell.