Containert ihr?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wir hatten mal mit zwei Leuten (Ehrenamt Vater Kind Aktion) versucht eine Aktion taste the waste zu starten.
      Wir hatten bei einigen Ortsansässigen Firmen gefragt, ob diese bereit sind uns abgelaufene Lebensmittel bzw. Lebensmittel die in den Container wandern zu überlassen.
      Wir wollten mit den Vätern und Kindern herausfinden, wieviel noch essbare, vielleicht nur nicht mehr so hübsch anzusehende, der Norm entsprechende Lebensmittel weggeworfen werden. Daraus sollten Ideen entwickelt werden diesen Irrsinn zu mildern.

      Leider bekamen wir nur absagen. Die Händler befürchteten Regress, falls jemand erkrankt. ?(

      Ein Händler spendet uns seitdem neues Obst.
      Das nehmen wir gerne an, da wir so unsere Preise für Ein Wochenende extrem günstig halten können.

      Leider haben wir damit den Sinnkomplett verfehlt.

      Ich finde also Containern generell in Ordnung.
      Schöne Grüße Rosi


      "Es wohnt Genuss im dunklen Waldesgrüne,
      Entzücken weilt auf unbetretener Düne,
      Gesellschaft ist, wo alles menschenleer,
      Musik im Wellenschschlag am ewigen Meer,
      Die Menschen lieb ich, die Natur noch mehr.
      Lord Byron"
    • schwyzi schrieb:

      Denns hat bei uns alles unter Verschluss
      Bis sich Denns bei uns im Stadtteil 'etabliert' hatte, war es ein langer Weg. Ich kenne deren Expansionsleiter, mit dem habe ich mal 3 Jahre in der gleichen Firma gearbeitet, die machen ne Menge kaputt und werden eigentlich nirgendwo mit offenen Armen empfangen. So auch bei uns. Ein kleiner Laden im Stadtteil (die grüne Tomate) konnte deswegen dicht machen. Sie boten der Betreiberin an, bei denen im Laden die Filialleitung zu machen, sie lehnte ab. Es gab einige 'Aktionen' gegen den Laden. Würden die hinten die Mülltonnen unter Verschluss bringen, könnte es sein, dass normative Kräfte diesbezüglich erneut walten würden.
      Bei Rewe ist das ähnlich, die haben zwar Gitter dort, aber nachden die mehrfach aufrandaliert wurden lassen sie sie offen. Das Brot hier kommt auch nicht von einer Kette, sondern von einem der letzten handwerklichen Bäcker im Stadtteil. Die Blödchen sind nicht so auufgeschäumte Mutanten, sondern etwas kleiner, dafür sind die so gebacken wie man das seit hunderten Jahren macht, die Belegschaft scheint vernünftig bezahlt zu werden, die haben Azubis und backen vor Ort, und ab 16:00 kann man sich die Reste abholen. Du nimmst Dir was und hängst die restliche Tüte ins Treppenhaus, die ist am nächhsten Morgen leer.

      Die Ketten hier und Discounter verdienen aber teilweise mit dem Rest auch Geld, das ist ein Rohstoff, der zB an Schweine verfüttert wird, die man dann 3 Monate später eingeschweißt im Kühlregal kaufen kann - Kreislauf.

      Zum Thema Asi, gerade bei Denns gehen "normale" Leute Conatinern, denen sieht man das nicht an, wie man jetzt so platt denken könnte. Und hinten an den Containern, dort trifft man sehr oft die Mitarbeiter bei der Zigarettenpause. Die, mit denen ich mich bisher unterhielt, hassen ihren Arbeitgeber. Der zahlt nämlich beschissen und heizt ordentlich Personal durch, die Gesichter dort wechseln sehr oft. Das ist dem kritischen Biowarenkäufer aber anscheinend egal. So what. Ach ja, am Sonntag brennt da immer Licht im Laden, obwohl da keiner arbeitet. Abber das ist bestimmt Ökostrom, den die verschwenden. Man merkt, dass ich von denen noch nicht so überzeugt bin. Solange ich mal ne Tüte Nüsse, Pastinaken, oder Obst dort abgreife soll es mir egal sein.


      Sperrmüll ist bei uns auch nur auf Anmeldung, aber die Bündeln das schon, also man sieht dann viele, viele Haufen. Aber so wie früher ist das wirklich nicht mehr. Die Qualität hat da stark nachgelassen und die Masse leider auch. Viele stellen aber auch einfach "Dinge zum mitnehmen" an die Straße. Habe ich beim letzten Umzug auch gemacht. Warum soll ich nen Paar Lautsprecher oder ne Kaffekannne einfach mutwillig zerkloppen und wegschmeißen. Wenn man das vorne auf den Stromkasten stellüt ist das auch am nächsten Tag weg. So etwas sieht man in meinem Viertel oft. Geschirr, Bücher, Elektronikartikel, Küchengeräte, usw..

      Aber das liegt wohl ein Stück weit auch an der Einstellung der Leute, die ist von Ort zu Ort eben unterschiedlich, bzw. nicht überall gleich. Ich mag meinen Kietz! :thumbup:
      'Keine Angst, das ist nur Internet...'
    • Denn's hat den Ruf, die Angestellten grottenschlecht zu bezahlen, das sieht man denen auch deutlich an, dass sie ihrem Arbeitgeber gegenüber eine komplette "Leck mich" Einstellung haben. Da wird dann an der Kasse der Rhabarber auch schon mal quer auf die Waage gelegt, was zur Folge hat, dass man statt anderthalb Kilo nur 300g bezahlt. Spießig und ehrlich wie ich bin hab ich den Kassierer auch darauf aufmerksam gemacht, er hat nur abgewunken. Aber die Mülltonne steht irgendwo im Hinterhof, den Zugang hab ich noch nicht entdeckt.
    • Hallöle,

      na da oute ich mich mal. Ich bin schon sehr oft containern gewesen. In vielen Städten gibt es Geschäfte aber auch supermärkte die Ihre unverkäuflichen Produkte in sogenannten refood tonnen bereit stellen und extra ihre Tore offen lassen. Ich war im foodsharing bereich aktiv, es gab auch deals mit supermärkten, dasss nicht mehr verkäufliches abgeholt werden konnten. Ebenso auf dem heimischen Markt. Die Lebensmittel wurden dann größtenteils in einem Stadtteilkaffee umsonst verteilt, aber auch öffentliche Kochabenden mit kostenlosen Mahlzeiten hat es gegeben.
      Je mehr lebensmittel nicht in der tonne landen desto besser. Selbstverständlich hat man nirgends einzubrechen oder tore zu knacken - so hat man schlichtweg nicht zu containern.

      Liebe Grüße
      Marius
      Mit all seinen Tiefen seinen Höhen roll ich das Leben ab vor deinem Blick,
      wenn du das größe Spiel der Welt gesehen,
      so kehrst du reicher in dich selbst zurück.-Schiller
    • Containern kann auch Schönes hervorbringen:

      Alles heute auf dem Heimweg rausgeholt - und da waren noch Unmengen mehr an Obst!
      Das hier sind 2 Birnen, ein Apfel, insgesamt 4 Bananen und 'ne menge Clementinen - alles war noch "originalverpackt", nur das in den Verpackungen zermatschte Obstteile dabei waren, also fröhlich alles abgespült, das ist das "noch brauchbare" Resultat.
      Wäre wohl das 5-fache rauszuholen gewesen - genug für andere übrig. ;)
      Sind doch echt schöne Farben,oder?
      LG schwyzi
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.

      Beitrag von Dachs ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
    • Freistunden sind toll! So konnte ich heute vormittag an meinem Container vorbei, als der gerade bestückt worden war ^^
      Da lagen -extra auf Palette gepackt- 18 kg Kartoffeln in 1,5 kg Säcken. Und etliches mehr, in rauen Mengen!

      Für's WE versorgt. Und noch genug dort für n halbes Dutzend Familien..
      Schönes WE euch auch!
      schwyzi
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.
    • Container selber - eigentlich nein, aber abgreifen auf dem Weg zur Tonne.

      Heute eine Kanne zuviel gekochten Kaffee und eine gut gefüllte Obstschale die Ende der Woche immer entsorgt wird gespendet bekommen.
      Mein Nachttisch wurde aus dem Inhalt einer Gratisrestholzkiste die ich beim Shopping im Baumarkt entdeckte gezimmert .

      Bei meinem 3DM-Job im Kindergarten hab ich mir vom übriggebliebenes Mittagesssen immer was in neTupperdose organisiert, bevor ich den Rest in den Müll schmeissen musste. Ja- streng genommen geklaut.... meine Sozialhilfe plus alles was ich am Wochenende auf dem Flohmarkt erwirtschaften konnte ging damals für Bewerbungen drauf-ich hatte Hunger.
      Sachen für den Flohmarkt bekam ich regelmässig von Bekannten und Nachbarn.
      Von der Leitung, angesprochen auf das Thema, kam die Antwort das die Eltern ja dafür gezahlt hätten und einer Spende an Bedürftige bei Fehlkalkulation nicht zustimmen.

      Nun mal die andere Seite des Mülls:

      Als Filialleitung bei ´nem Tierfachgeschäft habe ich es wie folgt gehalten:
      Pfandpaletten wurden angekettet, Einweg konnte sich Nachts gerne jemand zu Verheizen holen, weniger Entsorgungskosten für uns. :campfire:
      Abgelaufenes Futter, Kratzbaumteile, leicht defekte Artikel wurden einerseits von den Vertretern abgeschrieben oder getauscht, mit der bitte der Entsorgung. Diese gab ich dann gegen Spendenquittung an ein Tierheim. Klar auch Amtsbeschiss letztendlich... :Squirrel:
      Wirklicher Müll in nen offenen Container, wenn sich jemand bedient- prima mehr Platz im Behähler für mich und die Azubis brauchen nicht so oft reinsteigen zum Verdichten. :D Bei mit Lebensmittelmotten befallenem Futter hab ich ein Warnschild drangemacht, verschwand dann auch nur in frostigen Nächten. Offenes Futter an dem Mäuse waren etc. wurden mit Spüli unbrauchbar gemacht vor der Entsorgung. :Skull:
      Ansonsten gehen bei mir aussortierte Dinge an eine nicht so gut gestellte Freundin und wenn nicht soooo perfekt an die Diakonie(den Nachlass meiner Ma hab ich schon in den Strassen der Stadt wiedergesehen-ein schönes Gefühl). Mit echten Lumpen befülle ich die kommerziellen Kleidersammler.
      Über Kleinanzeigen wurde ich schon die merkwürdigsten Dinge los.
      Pröbchen und Gutscheine die einem ständig zufliegen, werden für eine Woche im Treppenhaus aufbewahrt, meist schaffen sie die Woche nicht.
      So nu aber Zeit fürs Bett. :sleeping:
    • Als ich vor einigen Wochen auch mal wieder einen Blick riskieren wollte, fiel mir auf, dass es nicht wenige Leute gibt, die auf den Inhalt von Containern, Tonnen & Co. angewiesener sind, als ich selbst. Leider, und dies gab mir ausreichend zu denken, waren es überwiegend unsere eigenen Landsleute, die nach Obst, Gemüse, Konserven, aber auch anderen Dingen wie Schnüren, Metall oder ausrangierten Möbeln Ausschau hielten. Es war traurig, so was mal hautnah miterleben zu dürfen. Mit nicht wenigen ist man ins Gespräch gekommen und erfuhr die Hintergründe für derlei Aktionen. Seitdem habe ich das Thema "Containern" für mich ad acta gelegt. Allerdings halte ich in unseren Villen-Vierteln immer wieder mal die Augen offen, wenn die High Society (der wohlbekannte Dorfadel) Sperrmüll angemeldet hat. Was diese Leute zum Teil wegschmeißen, spottet mitunter jeder Beschreibung. Ich muss bei Zeiten mal die Kamera mitnehmen, um das entsprechend dokumentieren zu können. Da sieht man den Unterschied der einzelnen Sozialschichten.
      ...Offline
    • 08/15 schrieb:

      Allerdings halte ich in unseren Villen-Vierteln immer wieder mal die Augen offen, wenn die High Society (der wohlbekannte Dorfadel) Sperrmüll angemeldet hat. Was diese Leute zum Teil wegschmeißen, spottet mitunter jeder Beschreibung. Ich muss bei Zeiten mal die Kamera mitnehmen, um das entsprechend dokumentieren zu können. Da sieht man den Unterschied der einzelnen Sozialschichten.
      Ich wohne nicht in einem Villen-Viertel, schüttel aber dennoch den Kopf,wenn ich sehe wie oft bei den Nachbarn Sperrmüll angemeldet wird. Eine vor 1 Jahr gespendete neue Couch wird weggeschmissen, weil die Ausländerbehörde wieder Geld nachschiebt. Als Freunde von mir ausgezogen sind und klar war das der Landkreis die Miete der Nachmieter zahlt, boten sie an das der Backofen (2 Jahre alt) übernommen werden könnte. Resonanz des Amtes: Zu alt muss weg!
      Da packste dich an den Kopp :cursing: :thumbdown: Die alte Kühltruhe sollte aber unbedingt drin bleiben :shock: .

      Kontainern tu ( :D ) ich nicht, sondern nutze die MHD Abteile der Supermärkte oder Sonderpostenmärkte. Sparen kann man gerade bei den Letzteren , wenn man Vergleichsmöglichkeiten hat.

      Gruß MM
    • Ja, so sehe ich es auch immer wieder @Muemmelmann.
      Sehe oft bei uns in der Straße, was zum Sperrmüll kommt, vor dem Block mit den Sozialwohnungen.
      Sofas, die zumindest optisch noch SUPER aussehen.
      Frau suchte an ihrem alten Arbeitsplatz immer wieder Sofas. Teilweise sahen die im Sozialkaufhaus nicht mehr so toll aus.

      Containern tun wir nicht, wüsste nicht einmal, wo die sind.
      Aber Flohmärkte und Sozialkaufhaus/Läden vom Wertstoffhof werden schon besucht.
      Ebenso die MHD Regale eines Supermarktes (Die anderen Supermärkte haben bei uns nicht solche Regale).
    • Ich habe lange nicht containert. Aber nicht aus Gewissensgründen, weil ich anderen etwas “wegcontainern“ würde. Ich habe einfach keine Zeit oder eben Gelegenheit. Es gab Zeiten in meinem Leben, in denen ich froh war, dass andere Dinge wegschmissen, die mir noch nützten und im Nachhinein betrachtet bin ich dafür dankbar.

      Damals, in einem früheren Leben, war das Containern nicht einfach Losgehen. Das war wie Jagd. Man wusste wo es wann was gibt, wo wann wer arbeitet, den man über Ecken kannte, was wo weggeschmissen wurde, welche Bäckerei an welchem Wochentag, wo neue Kleidercontainer standen - also mühsam erarbeitetes und angehäuftes Wissen. Und dafür fehlt mir aktuell einfach die Zeit.

      Ich freue mich aber über den “Mind“ meiner geliebten Nordstadt, dass noch brauchbares oft zur Mitnahme vor die Haustür oder auf eine Fensterbank zur Mitnahme gelegt wird. Und mache das selbst auch: Geschirr, Besteck, Bücher, kleine Möbel. Das finde ich gut. Genau so wie Flohmärkte oder Sozialkaufhäuser.

      Liebe Grüße
      'Keine Angst, das ist nur Internet...'
    • Wir retten Lebensmittel ganz legal, wir haben einen Bioladen gefunden wo wir dreimal in der Woche uns nach Feierabend am potentiellen Abfall bedienen können, ist wahnsinnig was da so zusammen kommt, gut für mich und meine Freunde. Meist gibt es jede Menge Brot und Schrippen, aber auch viel Gemüse Getränke usw.
      "Haha irgentwie bin ich der "will haben, jetzt!" Strategie lange genug gefolgt, die ja im Grunde genommen äußerst konträr zum Bushcraft Grundgedanken ist. Deshalb versuche ich erstmal alles mit vorhandenen Mitteln zulösen, da freut sich der Geldbeutel."
      -Pat Rainerson