Der moderne Jäger Sammler Teil 2 Das Barfusslaufen

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    • Der moderne Jäger Sammler Teil 2 Das Barfusslaufen

      Ich hab mit der Ruhehocke angefangen, weil es eine spitzen Vorbereitung für das Barfusslaufen darstellt.

      Der Mensch ist nämlich ein geborener Läufer!

      Nach meinen eigenen Erkenntnissen ist es sogar so, daß der Mensch laufen muss..., um gesund zu bleiben.

      Und mit laufen mein ich eigentlich gehen. ;)

      Was dabei zu beachten ist:

      - Am besten barfuss.

      - Wenn das (noch) nicht geht, auf jeden Fall einen Schuh ohne Absatz.

      Es gibt mittlerweile eine große Auswahl an Barfußschuhen...

      Ich hab welche von Vivobarefoot, Fivefingers (Zehenschuhe) und Sandalen von Xero Shoes.

      Link:
      xeroshoes.com/shop/feeltrue-pr…oud-mens-barefoot-sandal/

      Das sind meine absoluten Favoriten! :D

      Als Wildsammler bin ich jeden Tag draußen unterwegs...

      Ich denk mal, daß ich durchschnittlich etwa 3 - 4 km am Tag laufe.

      Ich weiß, das hört sich etwas zu wenig an und ich möchte mich da auch noch steigern, aber mehr geht bei mir im Moment noch nicht...

      Obwohl ich, seit ich die Ruhehocke jetzt regelmäßig mache, viel leichtfüssiger unterwegs bin.

      Durch die Dehnung kommen die Füsse besser auf, weil sie viel lockerer sind...

      Im Moment bin ich mit den Synth Hiker von Vivobarefoot unterwegs. Das sind sehr leichte Wanderschuhe und wiegen gerade mal 390 g pro Schuh!

      Man sollte beim Laufen noch beachten, daß es am besten "läuft" :D , wenn man nichts in den Händen trägt und die Arme frei schwingen können...

      Wenn man das mal ausprobiert, merkt man, daß der rechte Arm nach vorne schwingt, wenn das linke Bein nach vorne geht und dann immer so weiter im Wechsel.

      Dabei hat man den Blick zum Horizont gerichtet und der Kopf ist dabei gerade, die Wirbelsäule nach oben gestreckt.

      Auf diese Art kann man lange und erschöpfungsfrei laufen.

      Oder je nach dem, wie lange das die Füsse mitmachen!

      Die sind das nämlich nicht gewohnt...

      Die Füsse sind die am besten eingepackten Körperteile. Es kann gut sein, daß die Füsse beim ersten Mal ohne Schuhe total überempfindlich sind, aber das gibt sich mit der Zeit.

      Da die Füsse, wie die Hände, in der Lage sind zu tasten, kann man alle möglichen Unterschiede wahrnehmen, wenn man barfuss läuft.

      Wärme, Kälte, feucht, trocken, rau, weich und noch Vieles mehr...

      Durch das Barfusslaufen wird der ganze Körper bewegt und die Verdauung positiv beeinflusst.

      Hat man erstmal damit angefangen, wird man bald merken, daß man sich leiser bewegen kann und seine Umgebung aufmerksamer wahrnimmt.

      Ab jetzt hat man auch die Vorraussetzung für das Schleichen!



      Dabei nimmt man die Fuchshaltung ein und belastet bis es zum eigentlichen Schritt kommt, den hinteren Fuss und verlagert erst das Gewicht auf den vorderen Fuss, wenn man mit ihm den Boden abgetastet hat.

      Das ist am Anfang etwas schwierig, aber mit etwas Übung kann man sich auch im Fuchsgang leise und schnell bewegen.

      Die Arme schwingen beim Fuchsgang nicht mehr, sondern werden nahe an den Körper genommen, um den Umriss des Körpers schmal und unauffällig zu halten.

      Wenn man den Fuchsgang mit der Ruhehocke kombiniert, kann man auch noch leise ausharren, wenn man etwas wahrnimmt oder untersuchen möchte.

      Ich wähle die Ruhehocke jetzt immer, wenn ich eine Pflanze entdeckt hab, die ich untersuchen oder sammeln möchte.

      Hat man sich an diese Art der Barfussbewegung gewöhnt, kann man daraus auch in andere natürliche Bewegungsabläufe übergehen!

      Ich gehe vom Fuchsgang gerne in den Vierfüsslergang über, wenn ich mich durch das Gelände bewege und man kann barfuss auch hervorragend klettern...

      Und wenn man im Vierfüsslergang noch über etwas drüber balanciert, bekommt man auch noch ein super Workout, da dabei wirklich jeder Muskel im Körper trainiert wird.

      Hat von euch auch schon jemand das Barfusslaufen entdeckt und mag hier seine Erfahrungen teilen?


      Bis dann,
      JC

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Jerry Cornelius ()

    • Grundsätzlich stimme ich mit allen deinen Ausführungen überein , aber Barfußlaufen tendiert mehr zum Vorfußlaufen als zum abrollen , da der Mensch erst durch das Schuhwerk zum ,,Abroller" geworden ist. Barfuß und nativ neigt man eher zum ganzen bzw Vorfuß laufen . Aber ich bin auch Vertreter von ,, lieber Barfuß und zur Not abrollen aber wenigstens die Schuhe weglassen. "
      Die Zivilisation bringt eben nicht nur Gutes.

      Gruß Möhre
      Shorts are for wimps, real men wear Kilts!!! :thumbup:
    • Mal eine Frage: wie lange dauert es bis man auch im Winter Barfuß laufen kann ohne übermäßig zu frieren oder gar krank zu werden? Ich könnte mir vorstellen das es viel Übung braucht um das zu schaffen.

      Gruß Stefan
    • An sich wirst du nicht durch Kälte krank sondern durch Viren und Bakterien ;) aber zu deiner Frage wegen Erfrierungen : keine Ahnung , sehr lange , da deine Füße einfach besser durchblutet sein müssen um sich schnell zu wärmen , aber durch Hornhaut auch gut geschützt um nicht zu viel Wärme zu verlieren . Frieren wirst du nicht wenn du auf Dauer deinen Körper an Kälte gewöhnst, der Körper kann mehr kompensieren als dir bewusst ist. :) Aber zum Thema Abhärtung gibt es weit aus bessere Spezialisten als mich.
      Gruß Möhre
      Shorts are for wimps, real men wear Kilts!!! :thumbup:
    • Also zu Hause laufe ich immer barfuß und draußen - immer ohne Socken - sogar mit Birkenstocks beim Schnee schieben.
      Allerdings ist der Winter hier nicht so wie bei unseren vielen Nordlichtern oder Bayern und Schwarzwäldern - aso den Harz, etc nicht zu vergessen.
      Das Problem ist halt eben nicht die Kälte des Winters - sondern die Nässe - man hätte eben ständig nasse Füße.
      Aber es gibt ja heute diese Barfußschuhe - man sagt ja die wären super - ich habe die allerdings noch nicht probiert.
    • bei gutem Wetter, laufe ich ja gerne mit meinen "FiveFingers" Barfußschuhen.
      Von einer Nutzung, bei schlechtem Wetter, hat mein Kardiologe (wegen meiner stark verminderten Herzleistung) abgeraten.
      Ganz ohne Schuhe soll ich wegen meiner Neuropathien nicht laufen.
      Barfußschuhe machen echt Spaß... ist im Wald ein tolles Gefühl nur auf festen Wegen anstrengend.
      Alles Liebe aus Aachen, Walter ;)
      Meine Fotoalben

      Wer radelt da draußen, bei Regen und Wind? Es ist der Walter, er radelt geschwind :D
    • Stefan-OL schrieb:

      Mal eine Frage: wie lange dauert es bis man auch im Winter Barfuß laufen kann ohne übermäßig zu frieren oder gar krank zu werden? Ich könnte mir vorstellen das es viel Übung braucht um das zu schaffen.

      Gruß Stefan
      Hallo,

      ich bin im Januar bei meinem letzten Teil von meinem Wildnispädagogischen Lehrgang ca. 300m Barfuß im Schnee gelaufen. Ich wollte es einfach mal machen und hatte keinen besonderen Grund dafür. Natürlich war es kalt aber das war nicht das Problem. Nur die oberste Schicht des Schnees war etwas härter als die darunter liegende. Dadurch hatte ich so ein bisschen das Gefühl auf kleine Steinchen zu laufen, da es leicht gepiekst hat. Es ging aber dennoch ganz gut. Am Ziel angekommen waren die Füße ganz rot, weil sie stärker als sonst durchblutet wurden. Socken und Schuhe danach wieder angezogen und es war dann ein herrliches Gefühl als die Wärme wieder zurück gekommen ist. Ich kann das nur empfehlen es mal auszuprobieren. :)

      Grüße
      Naturapfel
      Das Wissen liegt im tun!
    • Desertstorm schrieb:

      Wie macht ihr das mit schwerem Gewicht in schlimmem Gelände, wie etwa verblockt und so.

      Haben die Barfussschuhe da noch vernünftig Stützfunktion?
      Die Hiker stützen den Knöchel sehr gut.

      vivobarefoot.de/hiker/

      Es kommt aber eher auf die Füsse an!

      Wie das Fussgewölbe ist und wieviel Gewicht die Füsse wirklich tragen können..., weil bei Barfußschuhe keine Polsterung zwischen Boden und Fuss ist.

      Das merkt man erst, wenn man es ausprobiert.

      Aber die haben bei Vivobarefoot einen super Service!

      Man kann sich die Schuhe schicken lassen und sie kostenlos wieder zurückschicken, wenn sie nicht passen oder so...

      Mach einfach einen Ausrüstungstest.

      Dann weisst du Bescheid! :P

      Bis dann,
      JC
    • Desertstorm schrieb:

      Wie macht ihr das mit schwerem Gewicht in schlimmem Gelände, wie etwa verblockt und so.

      Haben die Barfussschuhe da noch vernünftig Stützfunktion?
      wenn deine Füße an sich gesund sind, übernehmen Sie die Stützfunktion.
      Am Anfang sollte man sich erst langsam an die Barfußschuhe und das Gehen damit gewöhnen.
      Erst nur eine halbe Stunden zu Hause, im Büro oder sonst wo, wo Du die Schuhe wieder tauschen kannst.
      Wenn Du nach einer Zeit merkst, das klappt... langsam Dauer und Intensität der Bewegung mit den Barfußschuhen steigern.
      Hier ein paar gute Trainingsvideos und Erklärungen:


















      Bitte nicht daran stören wie komisch so einige Übungen ausschauen. Zum Training werden die Bewegungen sehr übertrieben.
      Wenn man einmal den Gang drauf hat, sieht den Unterschied nur Der, der weiß worauf Er zu achten hat.
      Alles Liebe aus Aachen, Walter ;)
      Meine Fotoalben

      Wer radelt da draußen, bei Regen und Wind? Es ist der Walter, er radelt geschwind :D
    • Desertstorm schrieb:

      Wie macht ihr das mit schwerem Gewicht in schlimmem Gelände, wie etwa verblockt und so.

      Haben die Barfussschuhe da noch vernünftig Stützfunktion?

      Bei schwerem Rucksack ist die Belastung auf Fuß & Gelenke extrem hoch. Ich bin vor einigen Jahren mal eine Tagesetappe mit Rucksack (29kg) nur in Sandalen gelaufen. Das Resultat waren 5-6 Tage entzündete Knie. Ist die Muskulatur des Fußes nicht in der Lage die Position zu halten kommt es zu einer Fehlstellung in Fußgelenk, Knie, Hüfte und Rücken. Ich glaube um das ohne Probleme zu überstehen braucht man wirklich eine extrem gut ausgeprägte Muskulatur/ Bänder- & Sehnenapparat. Sowie extrem viel Übung.
      Skal hilse fra fjellet – det evige land,
      hvor moskus og jerven har bolig.
      Min lengsel dit inn er blitt som en brann.
      Kun der får jeg fred og blir rolig...

      Jon Ø. Hov
    • Mir ist grad noch das Buch Barefoot Walking von Sanders eingefallen.

      amazon.de/gp/aw/d/0307985911/r…ID=51T2545cSTL&ref=plSrch

      Da sind viele gute Tipps drin und es geht dabei gezielt nur um das barfussgehen.

      Einen Tipp fand ich besonders gut, weil damit auch der Rücken besser wird!

      Er schreibt, daß man den "Core" beim gehen anspannen soll..., das ist der Punkt, der etwa 3 Finger breit unter dem Bauchnabel liegt.

      Dabei trainiert man beim gehen seine Bauchmuskulatur und das stützt dann auch den Rücken.

      Ist glaub ich schon an anderer Stelle erwähnt worden...und ich kann das bestätigen... :)

      Bis dann,
      JC
    • Ich laufe zu Hause ab und zu Barfuß , aber nie lange. Da ich einen doppelten Fersensporn habe brauche ich halt meine Orthopädischen Einlagen um ohne Probleme kaufen zu können. Mein Problem ist halt , das die Einlagen nicht in jeden Schuh reinpassen und in einen Barefoot Schuh schon gar nicht.
      Also mit mir und länger Barfuß laufen wird das wohl nichts mehr.