Vorteile einer Sheepfoot-Klinge ?

  • Am Wochenende bin ich mit meinem Messer an gewisse Grenzen gestoßen.


    Bei der Zubereitung von Konrad's Feuertopf musste so einiges geschnibbelt und vorher geschält werden. Mit dem Böker Savannah ging zwar das Schnibbeln ganz gut, aber das Schälen war eigentlich eine Katastrophe, da man viel zu viel wegschneidet.


    Konrad gab mir dann freundlicherweise sein altes Löwenmesser, womit die Arbeit bedeutend einfacher und schneller vonstatten ging. Da es Konrad's Modell so nicht mehr zu kaufen gibt, das Messer ansonsten aber sehr gut in der Hand lag, habe ich mir soeben mal die Seite der Löwenmesser angeschaut und ein paar interessante Modelle gefunden.


    Wozu ist aber eine Sheepfoot-Klinge (No.9) besonders geeignet?


    Prinzipiell würde ich mit einer anderen Klingenform liebäugeln, allerdings interessiert es mich schon, welche Vorteile o.g. Klingenform mit sich bringt.

  • Vorteile hast du beim Schleifen und beim Schneiden.
    Die Schneide bei einer Sheepfoot- oder einer Wharncliffeklinge ist gerade und kann einfacher auf einen Bankstein geschärft werden.
    Ähnlich wie einen Cutter hast du auch eine scharfe und stabile Kante direkt vorne an der Spitze. Mit dem runden Form am Ende hast du genug Material um die Klinge auch am Ende gescheit zu greifen.
    Persönlich mag ich gerne Tantoklingen. Die Schneide ist hier ebenfalls gerade und man hat an der Spitze zusätzlich noch einen Stechbeitel.

  • Sheepfoot in Verbindung mit recht dünner Klinge und hochgezogenem Flachschliff = beste Schälmesser ever! :)


    Deshalb brauche ich zum Möhrenfuttern auch immer zwei Messer: mein allererstes Taschenmesser (okay, keine sheepfoot-Klinge, aber ansonsten sehr nah an den klassischen Schälmessern mit Solinger Dünnschliff; wie z.B. https://www.amazon.de/K%C3%BCc…fRID=AHJ1QY501ZW7HXZET5D1)
    zum Schälen...
    ...und eines mit dickerer Klinge, um richtig dicke Möhren der Länge nach halbieren zu können.


    VG
    Bolt

    Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
    Antoine de Saint-Exupéry

  • Zum Beschneiden der Schalen (Hufen) von Ziegen und Schafen ist es die ideale Form. Das ist sowieso eine nicht ganz leichte Aufgabe, die Klingenform verhindert ein unbeabsichtigtes Abrutschen.

  • Der Legende nach, die ich gehört habe, war die Klingenform bei Seebären weit verbreitet.. Damit sie, wenn sie betrunken waren und sich prügelten das Stichrisiko gesenkt war, und auf rauer See beim arbeiten das Stichrisiko zu senken8 zb wenn das Messer runter fiel, damit sie sich nicht in Fuß pieksen :-) )
    Optisch finde ich sie hässlich

    “In the nature, at the end of the day, you should smell like dirt.”