Microadventures - Sammelfaden für das kleine Abenteuer

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    • Ich hatte mir ja für dieses Jahr vorgenommen die Gegenden in meiner neuen Wahlheimat zu erkunden.
      Also sind wir heute, bei diesem tollen Herbsttag, mit le Viech ins Elbsandsteingebiete und haben ein wenig in der Natur herumgestöbert.
      Durch sehr schöne Wälder und das Elbtal hinab kamen wir in das malerische Städtchen Rathen, wo wir uns ein paar Fischbrötchen genehmigten. :)

      "Durch bloßes logisches Denken vermögen wir keinerlei Wissen über die Erfahrungswelt zu erlangen; alles Wissen über die Wirklichkeit geht von der Erfahrung aus und mündet in ihr." Albert Einstein
    • Inspiriert durch @rokibusch´s Clantour :danke: und nem Sacki-video haben wir am Samstag den Höhlen+Schluchtensteig in der Eifel gemacht.
      Dabei hatten wir super Wetter für eine Tour und der angekündigte Regen hat erst zugeschlagen, als wir den abgestellten Bus am Start/Zielpunkt erreichten.
      Ich lasse hier mal einige Bilder sprechen:
      Es ging auch tüchtig bergab / bergauf und Schlucht hieß dann enges Tal, aber die Trasshöhlen sind doch Höhlen und nicht nur Löcher in der Wand.

      Es fand sich auch die Ruine des Klosters im Wald.
      die Trasshöhlen
      Anstieg in Serpentinen ca.250 Höhenmeter an dieser Stelle
      gefasste"Römerquelle". Sehr rostig und blubbernd!!!
      es war eine schöne Tour mit viel Wetterglück, welches uns am Sonntag verließ, als wir noch eine Runde in den belgischen Ardennen drehen wollten.
      Deshalb haben wir dort auf einem Landmarkt nur einige Spezialitäten aus dem Fouron ( Veurstrek ) gekauft und sind in einer alten Mühle Pannekoeken essen gewesen.
      Für draußen war es mit Family einfach zu nass am Sonntag.
      Kriegermal auf dem MarktplatzFahrrad mit Drahtbereifung und Korbsatteltaschen!

      Gruß"Seemann"
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!
    • Microadventure im Kalkgebirge

      Die Bergwanderung welche ich zuletzt mit meiner Tourenpartnerin unternahm hatte zumindest für mich einen eher unrühmlichen Ausgang. War wohl nicht so mein Tag und mir wurde nach einem längeren Aufstieg ausgerechnet im steilen Gelände schwindlig und mir war speiübel. Hab dann auch die lezten ca. 50 Höhenmeter ausgelassen obwohl das Gipfelkreuz schon in Sichtweite und nach der bereits überwundenen Steilpassage unschwierig zu erreichen gewesen wäre. Dank meiner miserablen Verfassung war der Abstieg entsprechend schlimm und ich mußte mich 2x kurz hinlegen um zu verschnaufen. Ein weiterer Wanderer hat uns lobenswerter Weise begleitet und da er sein Auto weiter oben am Berg geparkt hatte auch noch runter bis zu unserem Auto chauffiert, was mir ein paar km Fußmarsch in der Dunkelheit erspart hatte. Zum Glück musste ich tags darauf nicht arbeiten und konnte mich erhohlen, hab aber noch einige Tage zum aufpepeln benötigt. Da für dieses Wochenende der Wetterbericht kurzfristig auf 'tourentauglich' umschwenkte wollte ich es nochmal wissen und bin mitsamt Campingausrüstung abermals in die Berge aufgebrochen.

      Mein Auto wurde in der Nähe eines idyllischen Sees abgestellt und nach kurzer Strecke auf Schotterpisten ging es fortan auf schmalem Steig bergan und ich kam trotz bedecktem Himmel und kühler Witterung mit meinem 18kg Rucki rasch ins schwitzen. Die Tiefblicke zurück zum See waren beeindruckend und mit zunehmender Höhe tauchte ich immer tiefer in die schroffe Bergwelt ein.





      Auf der Hütte gabs erstmal ein kühles Bier und ich hab dann noch ca. 4 Liter Wasser ergänzt, so daß der über 20kg schwere Rucksack satt auf den Knochen lastete. Ich wollte noch unbedingt ein paar Höhenmeter machen und mir einen Zeltplatz in einiger Entfernung zur Hütte suchen. Als Lager hätte sich zwar ein kleiner Bergsee mit angrenzender Wiese angeboten, da diese aber als Viehweide genutzt wird wollte ich die Seewiese meiden - vor allem zwecks Schonung meines Zeltbodens vor Kuhfladen ;) Oberhalb der Hütte ging der Wandersteig dann allmählich wieder in steileres Gelände über und meine Kräfte schwanden zusehendes, ich kam langsam vorran. Dafür wurde ich mit guter Aussicht über die Hochfläche belohnt den die dichte Bewölkung war zwischenzeitlich vollkommen verschwunden und es war wolkenlos.



      Von den 2-3 Spots die ich zu Hause beim Kartenstudium als mögliche Zeltplätze finden konnte entpuppten sich die ersten 2 als richtige Nieten, den dort lag entweder Geröll herum bzw. war das Gelände mit Latschenkiefern bewachsen. Die Hänge waren hier sehr zerklüftet und ich konnte erst in beinahe 1900m Seehöhe einen winzigen Flecken finden der ausreichend eben für mein Zelt war. Ursprünglich wollte ich gar nicht so hoch aufsteigen und mein Lagerplatz lag nun bereits in Sichtweite des Gipfels. Das Kuppelzelt wurde rasch aufgebaut und als es stand dämmerte es auch schon kräftig und ich hab die Abendröte richtig genießen können. Es gab Tee mit Rum und eins der üblichen Fertiggerichte, also unschwierig in der Zubereitung. Da mir fröstelte kroch ich dann auch bald in den warmen Schlafsack. Nächtens mußte ich mal rauß und eine schöne Mondscheibe schaute auf mein kleines Zelt hernieder.







      Die Nacht war frostig und das Rucksackthermometer zeigte nur -4°C an. Am Morgen war in den kleinen Senken und Trichtern rings herum auch leichter Frost zu erkennen. Gut dass ich eine warme Daunenjacke und Merinounterwäsche eingepackt hatte, das war genau die richtige Ausstattung für Verhältnisse wie diese. Ich bin zwar schon kurz nach 07:00 augestanden, hab mir aber sehr Zeit gelassen denn mir steckte der Aufstieg vom Vortag noch sauber in den Knochen. Dank Hochdruckwetter war die Sicht aber ausgezeichnet und ich hab ausgibiegst Kaffee zubreitet und dieses Mal hatte ich die gemahlene Variante mit am Start und nicht das Instantpulver mit einprogrammiertem Aromaverlust.



      Ich hab mir Zeit gelassen und bin erst am späten Vormittag Richtung Gipfel aufgebrochen, was länger gedauert hat als ich zuvor annahm - der Gipfelpodest zieht sich ganz schön, vor allem weil das Gipfelkreuz teils in Sichtweite und zum greifen nahe erscheint. Ich hätte wohl früher aufbrechen sollen denn oben merkte ich dass eine regelrechte Karawane Ri Gipfelkreuz unterwegs war und es füllte sich rasch auf der kleinen Fläche. Hab nochmals genüsslich gespeist. Wie man sieht war das kleine Vic völlig ausreichend und ein 'mehr' an Messer brauchts für eine Bergtour dieser Art überhaupt nicht. Zusammen mit den Wanderern kam auch das Luftlandekommando, diesmal hatte ich aber leider nix übrig für die gefiederten Freunde.





      Fürs filmen waren schon zu viele Leute anwesend beim Gipfelkreuz und ich bin dann ein paar Meter abgestiegen um einen kurzen Clip zwecks Doku der Aussicht aufzuzeichnen. Obwohl der Berg lediglich ca. 2000 Meter hoch ist hat man dennoch gute Aussicht z.B. übers Alpenvorland und vor allem über die Karsthochfläche die es dort Ri Osten-Süden und Westen hat. Der kleine Bergsee unterhalb des Gipfels ist einer der wenigen in dieser trockenen und toten Gebirgsgruppe und glitzerte nett in der Mittagssonne.





      Auf dem Weg zurück zur Hütte kommt man an einem kleinen Bach vorbei. Dieser verschwindet stellenweise und versickert im Gestein um dann später wieder ans Tageslich zu kommen, was aber ganz typisch fürs Kalkgebirge ist. Ich hab mir auf der Hütte 2 Radler genehmigt und die Erfrischung war eine Wohltat an diesem heißen Herbsttag. Der Hüttenwirt hat sich sofort erkundigt wie es mir ergangen ist und war sichtlich beruhigt als ich ihm erklärte dass ich Zelt, warmen Schlafsack, etc. mit dabei hatte und es mir trotz Minustemperauten an nix mangelte. Er hatte mir erzählt dass er vor einigen Wochen ein paar Gäste aufnahm die zuvor versuchten direkt am See zu campieren - allerdings ohne Isomatten! Diese Typen kamen dann mitten in der Nacht zurück auf die Hütte weils ihnen schlußendlich doch zu kalt wurde ...



      Auf der Hütte war gut Betrieb und ich wollte mich aus dem Staub machen bevor die ganze Meute auf dem schmalen Steig bergab unterwegs war. Dank meinem schweren Rucki kam ich nur langsam voran und ich wollte auch keinesfalls meine Knie überlasten. Mich hatte dann auch einer nach dem anderern überholt, was nicht überraschte. Erreichte zwar spät und müde, aber dennoch wohlbehalten den See und mein Auto. Ich hatte ca. 1400 Höhenmeter Abstieg hinter mich gebracht und damit ging ein sehr intensives Microadventure zu Ende ;)



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      Wer stahd kraid khimd ah waid!
    • Hammer

      Wieder mal ein super Bericht und tolle Bilder von mir.

      Da werde ich mir wohl bald wieder einen Film von Dir anschauen. Ich werde mir den jetzt nicht wie immer am TV sondern am Handy anschauen, denn am TV kann zumindest ich keine Abos vornehmen.

      Vielen Dank für das Mitnehmen. :danke: :danke: :danke:

      Mir kribbelt es schon richtig in den Beinen.

      Zum Glück geht es am Donnerstag los.
    • Vergangenes Wochenende war es endlich soweit: Mein erster Overnaiter stand bevor!

      Ursprünglich sollte es Samstag Nachmittag von Diedenbergen aus Richtung Staufen bis zum großen Mannstein gehen. Eine recht überschaubare Wanderstrecke von 12km. Mit geplantem Trekkingschmaus als Abendbrot und anschließender Biwak-Nacht. Ziel und Zweck des Ganzen war es, sowohl meine erste Nacht unter dem Sternenzelt zu erleben, als auch einen schönen Sonnenaufgang am Rande des Taunus über dem Rhein-Main Gebiet zu sehen!

      So ging es letzten Dienstag dann noch schnell zum Globi nach Frankfurt, da mir mein Schlafsack mit 12°C Komforttemperatur doch etwas unausreichend erschien (und ich sowieso mal einen etwas temperaturfesteren Schlafsack haben wollte). Entschieden habe ich mich dann letztendlich für den Frilufts Bak mit KuFa Füllung, annehmbarem Preis und -4°C Komforttemperatur. Da ich kurz zuvor ein Opinel No9 erworben hatte, war auch die Messerabteilung relativ schnell abgehakt. Ja, die Vernunft hat tatsächlich einmal gesiegt :D Einen Biwaksack hatte ich ebenfalls kurz vorher erworben. Nix Dolles, von Mil Tec, aber es wird seinen Zweck schon erfüllen, so eine Art Goretex-Material, relativ robust, keine Plastiktüte. Also bestens ausgestattet sollte es am Samstag dann soweit sein.

      Aufgrund ungeplanter Umstände meines Wanderbuddys entfiel aber das Trekking-Abendessen, da wir erst um 9 Uhr los laufen konnten. Das machte die Wanderung aber wiederum ziemlich spannend! Im Stockdunkeln durch den Wald zu laufen ist schon ne Hausnummer. Manchmal wollte ich gar nicht wissen, welches Getier da links und rechts neben den Wegen durch den Wald gestromert ist. Man konnte recht gut hören ob es etwas Kleines oder Großes war (ok, vielleicht haben mir meine Sinne da auch den ein oder anderen Streich gespielt). Um die Tierwelt nicht allzu sehr zu stören haben wir den Einsatz von Stirnlampen und unser Gelaber auf ein Minimum beschränkt.
      Die Temperaturen waren recht gnädig und so wurde es ein angenehmer Ausflug. Nach 3h Marsch waren wir am Ziel, dem großen Mannstein, mit schöner Aussicht über Frankfurt, Feldberg und Rhein-Main Gebiet. Mein Buddy entschied sich kurzerhand dann für die Hängematte und ich präparierte eine Schlafstelle mittels Naturbesen. Alu-Iso ausgerollt, Biwak drauf, Luft-Iso in den Biwak, Schlafsack dazu, noch ne Kippe geraucht, Hose und Schuhe aus und ab ins Bettchen.

      Was soll ich sagen, die Nacht war klasse! Es war so warm, dass ich den Schlafsack und auch den Biwaksack gar nicht komplett zu hatte. Keine Wolke am Himmel und trotz der Lichtverschmutzung bei uns durch Flughafen und Co. hatte ich ein tolles Sternenpanorama über mir. Ich habe dann noch eine Zeit lang eine Eule? belauscht. Wenn Sie Töne von sich gab und dabei weggeflogen und wieder gekommen ist war richtig toll! Irgendwann waren es dann sogar 2 Geräuschquellen, da hat sich jemand gefunden J Ich bin weggedämmert. Alles etwas beengt in so einem Sack, aber mit 2 Isomatten allemal komfortabel und ich habe richtig gut gepennt. Um 6:45 Uhr bin ich durch das Licht aufgewacht und hatte eine 1A Morgenröte am Horizont. War wirklich klasse! Auf den Felsen gesetzt, Kaffee gekocht und einfach die morgendliche Brise und die Stille genossen. Widererwarten keinen Hunger gehabt, also irgendwann das Lager zusammengepackt und den Heimweg angetreten.


      War definitiv nicht meine letzte Nacht im Freien!

    • Am Wochenende ging es zur Aufklärung neuer Lagerplätze mit Rokibusch und Pulsar in die Eifel.

      Die Tour begann mit traumhaften Wetterbedingungen und man konnte sogar bis in den Abend im T-Shirt laufen ohne zu frieren oder von Mücken zerstochen zu werden.

      Tiere haben wir einige gesehen und gehört,doch für ein Bild hats nur mit der Kröte gereicht.

      Der Jupp hängt schon länger hier und wurde schon 2x restauriert.

      Der sollte essbar sein,aber ich habe es bei gesammelten Maronen (auch Keschde genannt) belassen.

      Mein idyllischer Pausenthron!
      Hier hat sich meine Kamera verabschiedet und ist einen ca.50 Meter Steilhang abgeschmiert X/
      Sie hat es mit leichten Abschürfungen überstanden :) .

      Lagerstimmung



      Lecker Bohnentopf auf Eichenfeuer :love:

      Bushcraft ist auch sich seine Nahrung selbst zu beschaffen ;)

      Trotz anfänglich sternenklarer Nacht zog später noch ein kleines Unwetter mit Blitz und Donner auf und das Frühstück musste unterm Tarp stattfinden.

      Wir kommen wieder,keine Frage :thumbup: