Microadventures - Sammelfaden für das kleine Abenteuer

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    • War in letzter Zeit ausgesprochen faul bin aber den schlechten Wetterbedingungen zum trotz dieses WE wieder mal raus mit Winterzelt und Pulka. Hab den Aufwand etwas unterschätzt und musste meinen kleinen Tunnel deshalb im Finstern aufgestellen. Preisfrage: Kann jemand an Hand der Schneestrukturen unterhalb beurteilen aus welcher Richtung der Wind kommt? Ist nämlich wichtig für für die Ausrichtung eines Tunnelzeltes ;)





      Irgendwie war es ein Härtetest den Aufbau in der Dunkelheit zu starten, hatte jeweils 2 Stangen pro Kanal was schon sehr knapp ist. Das Gestänge war zudem 1x abgeteilt bereits bis ca. zur Hälfte in den Kanälen eingeschoben und das Zelt wurde so im Zeltsack transportiert. Die Stangensegmente sind aber irgendwie auseinander gegangen in den Kanälen und es war hart im Wind das Problem wieder zu fixen ... Irgendwie stand das Zelt aber dann doch nach einer gefühlten Ewigkeit, die Windschutzmauer aus Schnee wurde geschaufelt und drinnen wars dann glücklicherweise koselig ;)





      Durch die Nacht hatte ich es Dank der 900g Daunenfüllung in meinem SchlaSa wohlig warm, fand aber dennoch kaum Schlaf weil der Wind am Zelt rüttelte und zusammen mit dem Schneetreiben einen Höllenlärm veranstaltete. Bin dann auch erst so gegen 08:00 aufgewacht und das Wetter war vorerst fair. Der böige Wind hatte Pause, die Sonne blinzelte durch und es hatte moderate ca. -4°C.





      Das Zelt stand genau so da wie ich es am Abend zuvor aufgestellt hatte, der starke Wind konnte ihm dank doppeltem Gestänge nix anhaben, es hing auch nichts durch und die kurzen Schneeheringe hielten ebenfalls bombig. An meiner Windschutzmauer hatte es klasse Auskolkungen ;)





      Die Wetterberuhigung hielt nur kurz an und es setzte wiederum leichter Schneefall ein, zwischenzeitlich abgelöst von Schneeregen und der Wind frischte abermals auf. Das sind genau die Bedingungen die man sich nicht wünscht auf Wintertour - alles wird nass, klamm und dank Windchill fühlt man sich schlechter als bei -20°C.





      Mein Daunenschlafsack war oben etwas feucht, denke da ist meine Ausatemluft kondensiert und auch im Fußbereich fühlte sich das Außengewebe feucht an - hier hab ich offensichtlich zu oft die Zeltwand berührt. Beides hat die Wärmeleistung nicht beeinträchtigt. Hier sind die kleinen Helferlein von Vorteil - ein leichter Kehrbesen für den Schnee und ein Microfasertuch um allfällig ins Innenzelt vorgedrungene Feuchtigkeit wegzuwischen ;)



      Ich hab mich auch nicht lange aufgehalten, zusammengepackt und bin zurück gewandert. War aber trotz der eher wiedrigen Rahmenbedingungen ein interessantes Microadventure und von Zeit zu Zeit sollte man ja seine Skills bei genau solchen Gegebenheiten checken!

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      Frischluftdeppert
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    • Du hast es gut. Hier ist nur Sauwetter. Da ich dennoch Lust auf ein kleines Abenteuer hatte, habe ich mich von der Couch aufgerafft, bin 3m gegangen, habe ein Feuer errichtet und als dann ein schönes Glutbett da war, habe ich mir eine Cabanossi drüber gebruzzelt.



      Na gut, das ist jetzt die Tour von hinten aufgezäumt. Das war nur noch den Rest vom Zweierpack zu Hause verzehlt. Los ging es damit, dass mich jemand aus dem Nachbarforum letztes Jahr mal angeschrieben hatte, dass ich ja aus der Nähe sei und man mal was machen könnte. Wir hatten uns dann gleich mal kurz getroffen und wollten irgendwann mal ein Wochenende los, aber irgendwie kamen wir terminlich bisher nicht überein. Dieses Wochenende hatte ich mal nichts vor und gefragt wie es ausschaut. Ab Samstag Abend 18:00 Uhr würde gehen. Okay, so wurde es dann auch. Er hatte mit Komoot eine Tour Nähe Gießen über den Dünsberg geplant. Vom Fuße des Dünsberg sind wir auf direktem Weg nach oben, dort ein Bier in der Kneipe genossen und dann weiter zur Schutzhütte, die lt. Komoot da sein sollte, bei OSM und in den Outdooractivekarten nicht verzeichnet war. Bilder gibts keine. Es war erstens Dunkel und zweitens neblig mit Dauernieselregen. Um so größer war die Freude dass die Hütte da war. Dort gab es dann erst mal ein paar Belohnungen für die Anstrengung.


      Auf dem Bild fehlen ein paar weitere Biere und ein paar Kümmerlinge.

      Dieses Bild bot sich dann am nächsten Morgen....



      aus dieser durchaus luxuriösen Hütte.



      Mit leicht dickem Kopf und wenig Elan wurde dann etwas abgekürzt. Es waren dann dennoch 10km zurück zum Auto und insgesamt eine schöne Tour. Hier noch ein paar Eindrücke vom Rückweg.







    • @Hesse
      Bald muss @tino79 nicht mal mehr anreisen um durch "deinen Wald" zu tingeln. Er wohnt dann bei dir ums Eck.
      Ich hab ihm an Sylvester schon ans Herz gelegt, das er sich nach seinem Umzug mal mit dir in Verbindung setzen sollte, zwecks gemeinsamer Action im Wald. ^^

      LG
      Die Gesellschaft braucht eine Ansicht, das Volk braucht eine Religion, gäbe es Gott nicht, müsste man ihn erfinden.<Voltaire>
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    • Da viel mir doch gerade ein das ich ja noch gar keine Bilder von unserer diesjährigen Jahresabschluss Tour gepostet habe. :huh:

      Der Acker(ein Höhenzug im Harz) im Nebel.


      Wir sind ja unter anderem auf dem "Nassen Weg" gelaufen, wobei das hier nur eine ganz normale Forststraße ist. ^^




      Voller Einsatz für das perfekte Bild.




      Häuptling rostiger Pfeil steht orientierungslos im Nebel und überlegt ob er mit Rauchzeichen nach dem Weg fragen soll.


      Unser erster Lagerplatz, hier habe ich auch den Voodoo Kakao ausgeschenkt der dem Häuptling die Sinne vernebelte. :D



      Nach viel Rauch in der Hütte brannte irgendwann auch das nasse Feuerholz. :thumbup:


      @Emil_Strauss und ich haben in der Hütte gepennt. Die ganze Nacht lang tropfte es in unregelmäßigen Abständen auf seinen Bivi. Das war eindeutig Folter, Emil. :D









      Väterchen Frost hat alles fest in seinem Griff!





      Die letzte Nacht haben wir wegen akutem "Wetter" spontan auf dem Camping Platz von Monique und Willem in Altenau verbracht und nicht wie geplant im Wald.
      Die beiden waren auch mal im Forum angemeldet. Sie haben den alten Bahnhof in Altenau zu einem Campingplatz umgebaut. Haben wir jetzt schon 2-3 mal besucht.
      Sind gut vorangekommen, nur der Boden ist dort fies. Der ganze alte Gleisschotter steckt noch unter der Wiese. :rolleyes:

      War wie immer cool mit euch.
      Zum nächsten Jahreswechsel wird wieder die große Trommel geschlagen werden und der Clan erneut zusammen treffen, hau!

      LG
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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Tipple ()

      Beitrag von schwyzi ()

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      Beitrag von Tipple ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: Gelöscht da obsolet! ().
    • Mitte Januar waren @Freaky_Rabbit und ich auch mal wieder im Schnee unterwegs. Es sollte eine Tour im Schnee mit BC-Ski und der Pulka werden. Da momentan die Lawinengefahr sehr hoch ist, haben wir uns für eine Tour im Tal mit möglichst wenig Steigung entschieden. Für uns war es die erste Tour mit den neuen BC- Ski. Die Route lag im Neckertal im Kanton St. Gallen.

      Schon bei unserer Ankunft am Samstag Morgen lag ordentlich viel Schnee. Die ersten Meter verliefen auf einem gespurten Wanderweg, auf dem wir recht gut voran kamen. Kurz darauf zweigte unser Weg nach links ab. (Dachten wir...) Zu unserer Freude, konnten wir einige Meter den Hang hinunter fahren. Bis wir am ende des Weges standen. Wir hatten die falsche Abzweigung genommen! Also umdrehen den Berg wieder hinauf. Von nun an stapften wir durch tiefen Schnee. Es war sehr anstrengen, die Pulka durch den hohen Schnee zu ziehen. Wir wechselten uns daher mit der Führung immer wieder ab.

      Unser Ziel war eine Grillstelle die ca. 5 km vom Parkplatz entfernt liegt. Nach ein paar Stunden, in denen wir uns durch den tiefen und schweren Schnee gekämpft hatten, kapitulierten wir. Also mussten wir einen geeigneten Lagerplatz für die Nacht suchen. Die Umgebung war nicht wirklich Flach. Da kam uns eine kleine Plattform vor einer verlassenen Hütte genau richtig.
      Mit den Ski trampelten wir den Schnee etwas zusammen und bauten das Zelt auf.

      Kure Zeit nach dem das Zelt stand, bekamen wir Besuch von einem Schneeschuhläufe der ebenfalls bei dem Grillplatz übernachten wollte. Er war ganz erstaunt, dass wir so weit entfernt vom eigentlichen Ziel aufgaben und ging weiter Richtung Grillplatz.
      Nach einer kleinen Stärkung wollten wir noch etwas Erfahrung mit den Ski sammeln und machten uns mit leichtem Gepäck in Richtung Grillplatz auf. Durch die Spur des Schneeschuhläufers kamen wir deutlich besser voran. Jedoch zweigte seine Spur nach etwa 500m ab, hinunter zum Fluss. Da wir uns gerne mit dem Mann unterhalten wollten, folgten wir seiner Spur und trafen Ihn kurze Zeit später.
      Da er nun selbst spuren musste, war es auch Ihm zu anstrengend geworden :D . Nach einem kurzen Plausch stapften Stephan und ich zurück zum Lagerplatz.

      Da es den ganzen Tag über Schneite verzogen wir uns in das Zelt und bereiteten das Abendessen zu. Nach einem leckeren Glas Wein und heissem Tee bekamen wir noch spontanen besuch von unserem Haus und Hof Lieferanten Max und seinem Hund Conan. Einige Zeit später und dem ein oder anderen Schluck aus dem Flachmann, traten die beiden den Heimweg an. Auch wir zogen uns ins Zelt zurück.

      Am nächsten Morgen wurden wir von ordentlich Neuschnee überrascht. Das Schneechaos erschwerte auch die Heimreise deutlich.. Ich zähle die Tage, bis ich endlich ein Allradfahrzeug habe :thumbup: .

      Entschuldigt bitte die schlechte Bildqualität.


      Das Zelt kurz nach dem Aufbau.


      kurz bevor wir in die Schlafsäcke krochen.




      Das erwachen im zugeschneiten Tunnelzelt :D .



      Auf dem kurzen Trip hatten wir eine Menge Spass und konnten wieder einmal neue Dinge lernen. Z.B. sollte man mit Ski immer Enteisungsspray im Rucksack haben :P :D .

      Beste Grüsse
      Marvin
    • OT:

      @kahel:
      Ich bin ja auch nicht der Skilanglaufprofi. Wenn man aus unserer Region kommt, kann man das auch kaum sein. Zumindest bin ich seit 12 Jahren im Winter auf Brettern unterwegs, in den wenigen richtigen Wintern bei uns in der Region, aber auch gerne mal in "schneesicheren Regionen". Es gibt manchmal Temperatur- und Schneebedingungen, die sind einfach vollkommen zum Kotzen. Wer mit dem Wachsen von Langlaufbrettern ohne Schuppen Erfahrung hat, kann ein Lied davon singen. Die "Schuppen-Ski-Fahrer" haben es da häufig einfacher. Vorderen und hinteren Teil der Ski ein wenig mit einem Universalwachs behandeln und auf die "Schuppenzone" ein wenig Zeug, damit sich dort nichts ansammelt, verklummt oder vereist. Manchmal reicht das aber auch nicht. Dann sammelt sich an der "Schuppenzone" die Schneerotze oder die gesamte Zone ist komplett vereist. In Regionen mit relativ wenig Höhenmetern oder sanften Anstiegen ist das nervig aber irgendwie machbar. Wenn man mehr Höhenmeter machen muss und heftige Anstiege hat (alpiner Raum) wird man wahnsinnig! Letzmalig vor ein paar Jahren auf dem Rennsteig in Thüringen erlebt. Selber kommt man nur im Grätenschritt berghoch und im Bereich Oberhof (Wintersport-Leistungszentrum mit einem Großteil der deutschen olympischen Prominenz im Langlauf und Biathlon) ziehen die Mädels und Jungs mit dem Adler auf dem Trikot im klassischen Stil oder skatend die steilsten Anstiege mit perfekt vorbereitetem Material hoch. Das frustet als Hobby-Bretter-Rumrutscher. Wohlwissend dass die besagten Mädels und Jungs ihrer Passion (fast) hauptberuflich nachgehen.
      "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835
    • @Rockdog über das Wetter könnten wir uns wirklich nicht beschweren. Würde ja auch nichts bringen :D

      Drücke dir die Daumen! Möge Kälte und die weiße Pracht mir dir sein :thumbsup:

      @kahel derEnteiser ist natürlich zum vorglühen des Benzinkochers gedacht. Für was auch sonst? ?(
      Spaß bei Seite. Wenn man im tiefen Schnee die Ski auszieht um eine Pause zu machen, dringt immer etwas Schnee in die Bindung ein. Dadurch kann sie „verstopfen“ und der Stift der Schuhe dringt nicht richtig in die Bindung ein. Bei Stephan war die Bindung ziemlich schnell vereist. Das heißt, dass er im hüfttiefen Schnee nicht mit dem Schuh in die Bindung kommt. Das der Ski etwa 20-30cm unter der Schneedecke liegt, ist nicht besonders förderlich in dieser Situation :whistling: .
      Sah aber lustig aus :thumbsup:
    • Super Abenteuer @Marvin14 & Crew, bei Euch hat es ja richtig Schnee! Spuren im lockeren/tiefen Neuschnee ist immer mega anstrengend und noch dazu bergauf mit schwerer Pulka sind die 5km fordernd - ist halt kein Vergleich zu gespurten Loipen oder hinterher hatschen einer bereits vorhandenen Aufstiegsspur, etc.

      Da bin ich echt gespannt welche Abenteuer bei Euch so kommen in naher Zukunft ;)
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      Frischluftdeppert
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