Ist Bier Totgebraut?

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    • @schwyzi ich verstehe nicht wieso du hier wo gehässig schreibst und wie du zu deinen Aussagen kommst. Die von dir besuchten Kleinbrauereien gehören sicherlich zu den sogenannten Craft Brauereien, das Bier ist Craft Bier ob die das da wissen oder nicht. Das ist eine Bezeichnung für eine Brauerei die Biere Handwerklich und mit besonderem Qualitätsanspruch herstellt.
      Preis hat nur teilweise mit Qualität der Zutaten zu tun. Ein großer Teil geht in die Gewinnspanne (Investoren der Großbrauereien) und Marketing/Vertrieb, welches die kleinen Franken sicher nicht großartig betreiben weil alle im Dorf das Bier kennen und gerne trinken. Da kann ein Bier dann auch günstiger UND gut sein.

      Deine Sprüche über die Aromabeschreibung eines Lebensmittels zeugen ehrlich gesagt auch einfach nur von Unkenntnis. Geschmack wird eben so beschrieben. Wenn du nix beschrieben haben willst, gut für dich. Es gibt aber auch Menschen die gerne über ihre Genussmittel sprechen und dazu braucht man ein gewisses Fachvokabular.
    • azmo schrieb:

      Die von dir besuchten Kleinbrauereien gehören sicherlich zu den sogenannten Craft Brauereien, das Bier ist Craft Bier ob die das da wissen oder nicht. Das ist eine Bezeichnung für eine Brauerei die Biere Handwerklich und mit besonderem Qualitätsanspruch herstellt.
      Da mir möglicherweise ja ein gewisses Fachvokabular fehlt, hab ich schnell - um diesem Mangel abzuhelfen - im Duden nachgeschaut unter "Craftbrauerei":

      "Leider haben wir zu Ihrer Suche nach 'craftbrauerei' keine Treffer gefunden.
      Oder meinten Sie: Brauerei?"

      Das veranschaulicht eventuell, was mich stört an der Geschmacksdiskussion - Craft Beer ist hier seit einigen Jahren erst ein Begriff, und zwar aus der Werbung.
      Und es zeugt schon von ein bisschen Hype um ein Getränk, wenn z.B. auch und gerade die großen (Industrie-)Brauereien jetzt alle plötzlich ein India Pale Ale im Angebot haben, ganz zu schweigen von einer Menge anderer, angeblich alter Biersorten, tw. mit spannenden Namen.
      Ich habe beileibe nichts gegen Genuss ^^ , eher im Gegenteil.
      Nur die Craftbiere (s.o. die im Supermarkt bei uns z.B. einen eigenen Kühlschrank mit Glastür haben) jetzt als die einzige geschmackliche, weil "echte" Alternative darzustellen, erscheint mir etwas vermessen eingedenk der Tatsache, dass genau das schon seit mehr als hundert Jahren in vielen Teilen Deutschlands unverändert gemacht wurde und wird.
      Vielleicht bin ich auch deshalb "gehässig", weil es mich an den Hype um Wein in den 70ern erinnert, als alle vormaligen Eisweintrinker in kurzer Zeit nur noch trockenen Rotwein gelten ließen...oder vielleicht erinnert mich das auch zu sehr an einen Werbespruch von Frankonia Jagd, den ich vorhin beim Anklicken eines Links zufällig sah: " Frankonia Die Jagd nach nach dem Echten". ;)
      Aber wie schon betont, nur meine Ansicht - und wie ebenfalls schon gesagt: Nix für ungut!
      LG schwyzi
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.
      Member of the Hateful fifteen
    • Friese schrieb:

      Lederstrumpf schrieb:

      ... sowie die Antibiotika mit denen sie vollgepumpt werden.
      Dafür hätte ich gerne einen aktuellen und seriösen Beleg. Gerne per PN, da OT.
      Sorry für OT, aber hier sind mal ein paar Belege:

      2014 wurden 214 Tonnen Antibiotika an deutsche Nutztiere verabreicht. 2015 wurde zuletzt vom BUND nachgewiesen, dass Geflügel,aus dem Discounter z.T. mit multiresistente Bakterien verseucht sind. Diese verursachen 10.000 bis 15.000 Todesfälle pro Jahr allein in Deutschland. Forschungsergebnisse aus der Schweiz deuten darauf hin, dass jedes 12. Rind beispielsweise mit multiresistenten Bakterien verseucht sein könnten. Reichen diese Belege?

      Jetzt, wo ich das lese, wird mir richtig schlecht. Ich glaube, ich sollte über Menge und Qualität meines Fleischkonsums nachdenken...
    • bathgate schrieb:

      Sorry für OT, aber hier sind mal ein paar Belege:

      2014 wurden 214 Tonnen Antibiotika an deutsche Nutztiere verabreicht. 2015 wurde zuletzt vom BUND nachgewiesen, dass Geflügel,aus dem Discounter z.T. mit multiresistente Bakterien verseucht sind. Diese verursachen 10.000 bis 15.000 Todesfälle pro Jahr allein in Deutschland. Forschungsergebnisse aus der Schweiz deuten darauf hin, dass jedes 12. Rind beispielsweise mit multiresistenten Bakterien verseucht sein könnten. Reichen diese Belege?

      Jetzt, wo ich das lese, wird mir richtig schlecht. Ich glaube, ich sollte über Menge und Qualität meines Fleischkonsums nachdenken...
      Sorry ebenfalls, aber manchmal hilft es, sorgfältiger zu googeln: Es waren nicht 214 Tonnen, sondern sogar 1.238 Tonnen. Die Frage ist: Was sagt das aus? Übrigens eine Reduktion um 468 Tonnen in 3 Jahren... Zudem geht es um Tierärzte. Die behandeln nicht nur Nutztiere... Veraltet sind die Zahlen auch, auf die Schnelle hab ich jetzt nur 2015 gefunden:
      bauernverband.de/nutz-und-haus…alten-weniger-antibiotika
      Und nochmal von lobbyfreier Seite:
      pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=64611

      Und Dein Link zum Robert Koch Institut verweist ja v.a. auf Krankenhauskeime. Es gibt meines Wissens mindestens 3 krankenhausstämmige (gegenüber einem tierhaltungsstämmigen) MRSA sowie div. weitere resistente Keime. Wird weiter unten ja auch kurz angerissen. Aber nun 10.-15.000 Todesfälle pro Jahr auf die Tierhaltungs-MRSA zu schieben ist, zumindest - kreativ.

      Hier noch etwas zum Thema Mengenangaben bei der Antibiotika-Diskussion von Herrn Keckl:
      keckl.de/texte/Sinnhaftigkeit%…echnung%20in%20Tonnen.pdf

      Und generell mal zur Einordnung AB-Problematik Human- und Veterinärmedizin (sehr lesenswert):
      wir-sind-tierarzt.de/2015/01/g…u-antibiotikaresistenzen/
    • Hagbard schrieb:


      Und Dein Link zum Robert Koch Institut verweist ja v.a. auf Krankenhauskeime. Es gibt meines Wissens mindestens 3 krankenhausstämmige (gegenüber einem tierhaltungsstämmigen) MRSA sowie div. weitere resistente Keime. Wird weiter unten ja auch kurz angerissen. Aber nun 10.-15.000 Todesfälle pro Jahr auf die Tierhaltungs-MRSA zu schieben ist, zumindest - kreativ.
      Dann habe ich mich möglicherweise missverständlich ausgedrückt. Ich habe weder geschrieben noch sagen wollen, dass alle MRSA-Toten in Deutschland durch Fleischkonsum verursacht werden. Dein sollte auch jedem denkenden Mitbürger klar sein. Vielmehr wollte ich sagen, dass der hohe Einsatz von Antibiotika im Stall zu multiresistenten Bakterien an Stellen geführt hat, über die ich vorher nicht unbedingt nachgedacht habe. Und die Zahl der Toten sollte verdeutlichen, welche Gefahr die Bakterien für uns darstellen.

      Bezüglich der Menge habe ich zu schnell gelesen, Danke für den Hinweis.
    • bathgate schrieb:

      dass der hohe Einsatz von Antibiotika im Stall zu multiresistenten Bakterien an Stellen geführt hat,
      Gehe mit Dir bis auf diesen Absatz konform: Richtiger wäre

      "das der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung teilweise zu multiresistenten Keimen geführt hat".

      Übrigens heißt MRSA nicht multi-, sondern methicillinresistente staphylococcus aureus - Multi hört sich aber so sehr viel schön gefährlicher an... Anyway, zum Spaßen taugt es so oder so nicht.

      Der Einsatz in der Tierhaltung macht ja durchaus Sinn, wenn Tiere klinisch krank sind. Zwei Probleme haben aber in meinen Augen die Entstehung von Resistenzen begünstigt:
      - Falscher Einsatz, also schlechte Dosierung, mangelnde Hygiene, zu frühes Therapieende, zu geringe Dosierung - also schlicht Fehlmanagement.
      - Standardmäßiger Einsatz als Einstallprophylaxe, ggfs. sogar über's Futter
      Beides sollte heute nur noch in Ausnahmefällen vorkommen, aber seit MRSA zu uns rübergeschwappt ist und da ein Großteil der in Deutschland gemästeten Schweine dänischen oder niederländischen Migrationshintergrund hat, wird uns das Thema weiterhin intensiv beschäftigen.

      Nun sollten wir aber wieder zurück zum Bier kommen, Tierhaltung ggfs. in einem eigenen Thread... :saint:
    • Der Duden ist mittlerweile kein Nachschlagewerk für Begriffserklärungen mehr, schon gar nicht für neuere Begriffe. Wikipedia ist meistens besser.
      Ich verstehe den Begriff so:
      Craft Beer ist als Idee ein Gegenentwurf zu Industriebier. Welches nicht schlecht sein muss, aber eben kann bzw eben einheitlich (langweilig?) ist. Also mit hochwertigen Zutaten kreativ in kleiner Menge hergestelltes Bier. Nicht großartig Konserviert, also eher regiobal bzw für Ausschank in der Brauerei gedacht. Gab es schon vorher, zumindest im Süden. Hier im Norden ist Pilswüste da ist die neue Mode ein Segen für Biergenießer.


      Ok, den Rest Deiner Aussagen verstehe ich. Auch wenn ich klar anmerken muss dass ein Wiedererstarken bestimmter, fast verlorener Hobbies (Pfadfinden/Bushcraft) oder eben Genussmittel (Handwerksbier/Craft Bier) nun einmal immer die Geldgeier und Mitläufer auf den Plan ruft. Kennt man im Outdoorbereich, kennt man auch in der Brauer-/Bierszene.
      In den Kühlschränken lagern übrigens teilweise echte Schätze. Es lohnt sich da mal zu probieren, allerdings bitte nicht von Becks etc. das ist Industriebier in Verkleidung (und ja, ich habe es probiert und für schlecht befunden).
      Ansonsten sehe ich das auch so, dass da jede Menge Mist unterwegs ist und mit dem Namen Schindluder getrieben wird. Kennen wir aber alle auch bei unserem gemeinsamen Hobby ;)