Keltische Feste

  • Hallo,
    zunächst mal: Ich weiss nicht ob das hier reinpasst, also notfalls verschieben, liebe Moderatoren, @Hagbard, @Stefan und @Friese.
    Das soll jetzt auch kein Aufruf sein euren Glauben zu wechseln oder so, ich möchte euch hier nur eine kleine Übersicht geben, wann unsere Vorfahren feierten. Wer Interesse daran hat, weshalb wann welches Fest gefeiert wurde, kann sich weiter informieren, oder muss warten bis ich mit meinen Nachforschungen fertig bin. (Im Netz steht dazu viel, leider auch Zeug wo nicht unbedingt stimmt ;) ) Natürlich wäre es toll wenn auch andere ihr Wissen einbringen.

    No ned hudla.....

    3 Mal editiert, zuletzt von Albbaer () aus folgendem Grund: Grafik bez "Ostara" geändert

  • Unsere Vorfahren? Hier im Nordosten gabs nie Kelten, hier gibts nur Kälte. 8o

    Skal hilse fra fjellet – det evige land,
    hvor moskus og jerven har bolig.
    Min lengsel dit inn er blitt som en brann.
    Kun der får jeg fred og blir rolig...


    Jon Ø. Hov

  • Kleine Ergänzung: Ostara ist eine Erfindung aus dem 19.Jhdt. Historisch ist nichts belegt. "Ostern" ist daher auch keine Ableitung von "Ostara". Sondern vom griechischen "Eos". "Julfest" ist auch solch eine neuheidnische Erfindung.

  • @Friese da kann ich nur bedingt zustimmen . Du hast Recht, die Verwendung des Namens,,Ostara " kam zeitlich später. Eigentlich hieß dieses Fest auch Sigrblot und wurde in der Annahme dass die Frühlingsgöttin Ostara Einzug hält umbenannt/ gedeutet.
    Die Rituale ( Feuer, Hase etc ) deuten auf eine naturvölkische Vergangenheit hin .


    Soweit meine Kenntnisse:)


    Gruß Möhre


    PS: @karlson ich denke doch, dass es Kelten gab, da die Kelten ein Mischvolk waren und viele Kulturen und Zweige enthielten und sich über weite Strecken verbreitet haben.
    Ob es jetzt eure Vorfahren waren, kann ich nicht beurteilen, aber es gab sie auch bei euch . :dolldrueck:

  • Die Germanen hatten keine Frühlingsgöttin "Ostara". Der Märchenaufschreiber Grimm hat den Namen und die Institution einer germanischen Frühlingsgöttin im 19.Jhdt. erfunden.

  • @Friese und @Moehre , Danke mal euch beiden für den Input. An diesem Beispiel sehen wir das Problem bei dem Thema: Vieles ist im Laufe der Jahrhunderte in Vergessenehit geraten, und wenn man sich damit beschäftigt, kann man dann in solche Fallen tappen.
    Und @karlson , ja ich vergas, es gab nicht nur in Süddeutschland Menschen ;)
    Genau genommen ist die Bezeichnung "Die Kelten" schon nicht ganz so richtig....es gab wohl das was wir heute als keltische Stämme bezeichnen, aber selbst werden sie wohl nicht der Meinung gewesen sein "EIN keltisches Volk" zu sein, oder so.

  • @Friese das weiß ich :) deswegen schrieb ich auch ,, in Annahme " weil sie es eben annahmen:) :love:



    Aber ja, Vieles wurde umgedeutet , vieles vergessen oder schlicht weg erfunden . Leider ist es immer schwieriger sich seinen Weg zu bahnen.



    Gruß Möhre

    Shorts are for wimps, real men wear Kilts!!! :thumbup:

  • Zu "Ostara" oder Sigrblot: Wenn ich mir den Zeitpunkt anschaue erscheint es mir logisch, dass es dort ein Fest gab. (Tag und Nachtgleiche)
    Wir dürfen Märchen auch nicht nur als Belustigung für Kinder sehen, oft wurde mit ihnen Kultur und Wissen vermittelt. In Kulturen ohne Schrift waren Lieder und Geschichten eine Möglichkeit Wissen weiterzugeben.

  • Bei Jakob Grimm muss man bedenken, dass er ein ziemlicher Hardcore-Romantiker war mit dem Wunsch, eine Grundlage für eine "germanische" (neuheidnische) Religion zu schaffen bzw. zu stärken. Ich unterstelle ihm eine bewusste Intention. Insofern halte ich, gerade auch in Betracht der Faktenlage, seine Spekulation über eine "Ostara" für irreführend.

  • Ja das stimmt , Märchen dienten früher dazu, dem nicht gebildeten Volk welches nicht lesen oder schreiben konnte, Wissen zu vermitteln und zu bewahren. Leider ist heute nur noch modernes gut genug und Altes Brauchtum leider in Vergessenheit geraten oder nur für kommerzielle Zwecke genutzt. Aber egal, das soll hier nicht das Thema sein und genug OT meinerseits .


    Man weiß nie was war und was erdacht wurde, man kann wie in jeder Relegion oder Weltanschauung sein Für und Wider finden :)


    Im Endeffekt ist der Glauben nur durch einen selbst begrenzt . Man muss sich öffnen können um neue Erfahrungen zu machen.

  • Sodele, hab jetzt mal ein fettes "?" hinter Ostara gesetzt.


    Die weitestgehend fruchtbare Diskussion find ich gut!


    Und wie gesagt: Es geht hier nicht darum irgend wen von irgend einem Glauben zu überzeugen. Vielmehr darum Wissen über die alten Zeiten zu haben/bekommen.

  • Es geht hier nicht darum irgend wen von irgend einem Glauben zu überzeugen.

    Ich weiß nur eines, als alter Kämpfer und Soldat, komme ich nicht in den Himmel und singe Hosiana....
    nein, ich komme nach Walhalla („Wohnung der Gefallenen“), werde neben Odin sitzen, Met trinken und der holden Weiblichkeit frönen... :D

  • OT:
    Ich brauche keine vorgegeben Termine für Feste! Wenn man sich nach langer Zeit mit guten Freunden trifft, dann wird gefeiert! Das kenne ich auch schon von meinen Vorfahren (Eltern und Großeltern). Grins

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835

  • @smeagolvomloh , das ist eh so.


    Aber da ich ja einsichtig bin und sehe, dass hier weitstgehend kein Interesse an dieser Sache besteht kann der Thread von mir aus auch gelöscht werden. Ich will ja niemandem hier mit so Zeug auf die Eier gehen. Ich jedenfalls werde hier nix mehr dazu beitragen.

  • Also ich finde das durchaus lesenswert. Ich selbst räuchere gern während der Rauhnächte. Dabei kann man das vergangene Jahr nocheinmal Revue passieren lassen. Auch finde ich das ursprüngliche Samhain schöner, als den Helloweenquatsch aus Amiland.
    Viel zuviele Menschen feiern christliche Feste, sind aber nur noch in der Kirche, weil es so üblich ist.
    Ich bin es nicht, weil ich kein Christ bin.
    Somit ist das Thema durchaus interessant. Überzeugte Christen, Moslems und Juden müssen ja nicht mitdiskutieren.

  • Ich jedenfalls werde hier nix mehr dazu beitragen.

    Och @Albbaer
    ich finde das auch interessant, was Du geschrieben hast - ich habe noch nie wirklich darüber nachgedacht, welche keltischen Feste es gab.
    Lass den Smeagol doch seine Art, sich Feiertage auszusuchen. Das hat doch nix mit Dir zu tun, oder?


    Das Baumkind

  • Somit ist das Thema durchaus interessant. Überzeugte Christen, Moslems und Juden müssen ja nicht mitdiskutieren.

    Warum sollten sie nicht mitdiskutieren? Es geht doch um keltische Feste. Nicht um Glaubensüberzeugungen. Außerdem ist es doch legitim, den Ursprung der (vermeintlich keltischen) Feste zu hinterfragen.

  • Als Nordseegermane möchte ich gerne noch Biikebrennen am 21. Februar ergänzen, wenn ich darf - wobei die Quellenlage dazu ja auch tlw. umstritten ist. ^^


    Edit: Lasst doch die Religion soweit möglich raus, denn "Wahrheitsfindung" ist da echt mal richtig schwierig... Ich bin aber sehr offen für alle geschichtlichen Hintergründe, da sie tlw. auch noch auf unser heutiges Leben Einfluss haben. Egal, ob nu Kelte oder Friese oder Kaschube... 8o