Selbstversuch ohne Kühlschrank

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    • Selbstversuch ohne Kühlschrank

      Seit genau 2 monaten nutze ich nun keinen Kühlschrank mehr.
      Zusammen mit meiner Frau wollten wir ausprobieren wie es wohl ist, so ohne gekühlte Lebensmittel.

      Unser Kaufverhalten hat sich sehr verändert. Es kommen kaum noch schnell verderbliche LM ins haus wie fisch oder Fleisch, falls doch wird es gleich verwertet.

      Gemüse und Obst hält sich ja auch so einige Tage.

      Wir sind so verblüfft darüber das wir es nun weiter ohne probieren werden.

      Was haltet ihr davon, wäre das auch ein versuch für euch?
      Irgendwie bin ich so aufgewachsen das alles gekühlt aus einem Kasten kommt, aber warum eigentlich es ging ja tausende von Jahren auch ohne. :)
      stefan-dreer.com | Bushcraft, Natur, Reisen & Kochen |

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    • Da ich sehr viel Fleisch und Fischprodukte habe und verzerre könnte ich nicht ohne.
      Bei uns ist ein Großkühlschrank und eine Truhe im Betrieb.
      Ein Kühlschrank steht bei mir auch noch in der Hütte der von ca April bis Oktober genutzt wird.
      Ohne könnte ich nicht.
      Gruß
      Andy
      :hut:
      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;)
      Und Jage nicht was du nicht töten kannst! :hut:
    • Wie wohnt Ihr denn? Früher gab es ja oft eine kühle Speisekammer (Nordseite des Hauses, dicke Wände, Zwangslüftung). Oder einen leicht zugänglichen Keller. Aber seit dem Zusammenrücken der Menschen in Städte wurde ja künstlich gekühlt (Eisschränke).
      Wir machen, ohne Auto, nur einen Einkauf pro Woche. Weil die schwarzzelterin vom Wochenmarkt reichlich und auch angestoßenes Gemüse mitbringt, haben wir sogar zwei Kühlschränke. Der fürs Gemüse steht sogar in einem leicht zugänglichen Keller mit Zwangslüftung, braucht sich also weniger anzustrengen als der oben in der Küche (Südausrichtung, :thumbdown: suuuper!).
      Eisfach haben wir beim letzten (notwendigen) Neukauf weggelassen, da zusätzlich noch eine Gefriertruhe im Keller steht (eingefrorene Ernteüberschüsse, Vorgekochtes, Wildbret vom Schwiegervater seinen Jagdfreunden, wenig Fertiggerichte für "Notfälle").

      Ohne Kühlschrank könnte ich mir unser Leben nicht vorstellen.

      Meine Hochachtung!
      Jeder hat das Recht zu schweigen! Auch, wenn er nichts gefragt wurde!
      Schwede: "Wie man in ein Forum hinein ruft, so schallt es hinaus!"
    • Wir haben einen Kühlschrank in der Küche sowie Einen im Keller, neber einem Gefrierschrank.
      Wir haben (fast) keine Fertigprodukte.
      Wenn gekocht wird, dann meistens in größeren Mengen, so daß man noch mehr Tage daran essen kann - muß aber gekühlt gelagert werden.
      Auch wg unseren SonnentiereAbo beim Metzger ist der Gefrierschrank nötig.
      Da bekommen wir dann immer wieder portionierte 10kg Fleischpakete, die werden dann eingefroren und bei Bedarf immer wieder mal eine Portion rausgeholt.
    • wir wohnen in einer 3 zimmer whg in münchen, wir haben eine kleine Speis. Mit fleisch u. Fisch gibts keine probleme weil wir eben nicht viel davon essen. Zu 80 Prozent Gemüse würde ich behaupten.

      Einen Keller zum Lagern haben wir nicht.
      Ich finde es einen interessanten Versuch mal ohne klar zu kommen. Strom ist ja auch so selbstverständlich geworden :)

      Wir sind mal gespannt wie das bei wärmeren Temperaturen funktioniert.
      stefan-dreer.com | Bushcraft, Natur, Reisen & Kochen |

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    • Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Inkl. der Nachteile.
      Zur Haltbarmachung von Fleisch und Gemüse verkocht man einen Teil der Vitamine beim Einwecken. Einfrieren wäre da wesentlich gesünder. Für mich als Jäger und Schlachter (privat) wäre der Verzicht auf technische (Tief-)Kühlmöglichkeiten einfach deppert. Zeitaufwändig und lebensmittelschadend.
      In der Provence (Kleinstbauernhof, 12Volt, kein fließendes Wasser und die Quelle rann in einem äußerst dünnen Strahl) ging mir es nach einer Zeit ziemlich auf den S..., niemals mal ein kühles Getränk zu genießen. Schon klar, das ist ein Luxusproblem. Aber wenn es um Mitternacht noch 30Grad ist, schmeckt ein Bier gekühlt umso besser.
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
      Auch in einer schlechten Welt lässt's sich gut leben.
    • Interessante Fragestellung. Als Jäger bleibt mir auch nix anderes übrig: Wir haben 1,5 Kühlschränke, eine Kühltruhe und einen Eisschrank, sowie den Wildkühlschrank bei Bedarf, in Betrieb... Ich könnte also definitiv nicht ohne. Aber in der Stadt? Das könnte funktionieren... Oder sich erstmal langsam herantasten und den umweltschädlichen Kühlschrank zwar verbannen, aber dennoch nicht auf Kühlung verzichten?

      Zunächst kamen mir div. Ideen in den Sinn, die aber bei Dir in München wohl schwerlich zu realisieren wären (Eiskeller,...). Aber mit Verdunstungskühlung könntest Du arbeiten, v.a. wenn Du einen Balkon hast. Die kleinste Variante ist dann die Blumentopfmethode, zwei unterschiedlich große Tonblumentöpfe, der Zwischenraum mit Sand ausgefüllt. Der Sand wir immer feucht gehalten und durch die Verdunstung kühlt das System ein wenig. Passender Deckel wäre anzuraten... ;) Aber runde Deckel hat man ja div. im Haushalt, einer wird schon passen.
      Im Falle eines Balkons könntest Du Dir eine Mini-Version dieses Kühlschrankes bauen:



      Das Original dieses Kühlraumes mit Wasserverrieselung steht in Namibia auf einer Farm und ist nach wie vor in Betrieb. Die Schlitze gehen nicht durch, die sind nur der runden Form geschuldet... Die runde Form ist sinnvoll, damit sich das Wasser gleichmäßig verteilen kann. Oben ist noch ein Dunstabzug verbaut, unten ist ein umlaufender Graben installiert, bei dem das übrig gebliebende Wasser gesammelt und wieder nach oben gepumpt wird. Schattiger Stellplatz spart Wasser... ;)

      Sowas in klein wäre doch mal ein spannendes Experiment! ^^ Da wäre auch durchaus stromloser Betrieb möglich, zudem könnte man Regenwasser nutzen.
    • Karwendelpark schrieb:

      Gibt es evtl. einen genaueren Plan wie man sowas baut?
      Der oben abgebildete ist quasi die einfachste Ausbaustufe - und vermutlich auch einer der ältesten dieser Bauart in Afrika... Ich finde ihn eigentlich relativ selbsterklärend, die Oberfläche sollte halt so groß wie möglich sein und dann stets feucht gehalten werden. Das Dach ist einfach nur ne Kuppel, ohne Ständerwerk/Dachstuhl. Auf der Rückseite (im Dauerschatten) ist ne Holztür, die kann man ja heutzutage schön dämmen.

      Hier mal eine Beschreibung für einen ähnlichen Kühlraum, ebenfalls aus Afrika, eckig und "neumodischer"...:
      schauungen.de/forum2/index.php?id=11163
      Hinweis: Ich hab mit der Seite sonst weiter nix zu tun, hab nur eben den Plan dort gefunden.
    • Mir fallen in dem Zusammenhang erstmal die Wüstenbewohner ein, also nicht jeder hat heutzutage einen Kühlschrank und lebt immer noch 8o Vielleicht kann @Desertstorm etwas dazu sagen mit seinen Erfahrungen dazu, wie die Menschen das so ohne Kühlschrank machen. Würd mich interessieren.

      Ich hab mich gefragt, was muss denn alles überhaupt gekühlt werden. Eier, Butter, Käse, Wurst? Wer hat alles seine Eier im Kühlschrank? :whistling: Komischerweise kaufen wir einiges ungekühlt und legen es in den Kühlschrank.

      Ich denke, wenn man seine Essgewohnheiten ändert und kein fleischlastiger Esser ist, kann das durchaus funktionieren. Es gibt wiederum Wurstsorten die nicht gekühlt werden müssen.
      Ich persönlich mag überhaupt keine gekühlten Getränke, die machen auch für mich nicht viel Sinn, gerade wenn es draußen heiß ist, aber alles Geschmacksache und Gewohnheiten.

      Es gibt ja einige Techniken der Haltbarmachung und ist ja nicht so, das Adam und Eva mit einem Kühlschrank auf die Welt kamen.
      Die Eskimos haben es gut und kein Problem :D
      :schwein:
    • Warum wurden Kühlschränke erfunden?
      Um Lebesmittel haltbarer zu machen.

      Wir hier an der Weser haben sehr viele Felsenkeller ( in Felsen geschlagene Stollen )diese Keller dienten zur Lagerung von Bier und Landwirtschaftlichen Produkten.
      An der Weser entlang gibt es auch etliche Eiskeller die früher zur Lagerung von Eisblöcken dienten.
      Diese Eisblöcken wurden im Winter aus der Weser geschnitten und hielten in den Eiskellern sehr lange( teilweise bis zu nächsten Winter ) an.
      Genutzt wurden diese Blöcke in so genannten Eisschränke die zur Kühlung von Lebensmitteln genutzt wurden.
      Also haben die früher sich schon Gedanken zur Haltbarkeit von Lebesmittel gemacht.
      Daher finde ich eine Kühlung zu nutzen nicht als Luxus von heute.
      Gruß
      Andy
      :hut:
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von trapperandy ()

    • Neben den oben genannten Gründen darf nicht vergessen werden, dass diverse Medikamente zwingend kühl gelagert werden müssen. Hier sehe ich zum Kühlschrank keine Alternative.

      Ausserdem gehe ich davon aus, dass mit einer -durch die Kühlung bedingte- längeren Haltbarkeit weniger vergammelt und weggeschmissen werden muss.
    • Wir haben bisher nichts weggeschmissen, man kauft wie gesagt anders ein. Eier müssen nicht gekühlt werden, die halten problemlos eine Woche.

      Käse schmeckt ungekühlt besser, aber hält sich dann eben nicht so lange :)

      Hier ist es einfach möglich da wir viele Einkaufsmöglichkeiten haben. Medikamente haben wir keine zu hause, müssen also nicht gekühlt werden.

      Meine Oma hat z.B. noch einen Erdkeller der das ganze Jahr konstant etwa 8 grad hat. Finde ich auch eine tolle Möglichkeit.
      stefan-dreer.com | Bushcraft, Natur, Reisen & Kochen |

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    • Karwendelpark schrieb:

      Meine Oma hat z.B. noch einen Erdkeller der das ganze Jahr konstant etwa 8 grad hat. Finde ich auch eine tolle Möglichkeit.
      Vor allem wenn ich überlege, dass unser Kühlschrank +9° hat und bei
      uns nichts schlecht wird.
      Im Herbst, Winter, Früjahr lagern wir sehr viel draußen.

      Gruss
      Konrad
      Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege!
    • Karwendelpark schrieb:

      Was haltet ihr davon, wäre das auch ein versuch für euch?
      Ganz ehrlich: Nein.
      Bei einer 4-köpfigen Familie wäre mir das zu zeitaufwendig und zu teuer; s. auch @Stefan-OL: Nicht auf Angebote reagieren können z.B.
      Für mich alleine ginge das zwar, da ich per Fahrrad an diversen Einkaufsmöglichkeiten vorbeikomme jeden Tag, aber es bliebe zeitaufwendig - Zeit, die ich anderweitig (z.B. mit meinen Kindern) lieber verbringe.
      Ich glaube, der Strom, den ich durch Abschalten des Kühlschranks sparen würde, macht meinen ökologischen Fußabdruck nicht wirklich kleiner.
      Heißt ja nicht, dass es für wen anderen nicht ein guter Versuch wäre, für mich nicht.
      LG schwyzi
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.
      Member of the Hateful fifteen
    • Wir haben hier und da auch mal ein wenig experimentiert und geschaut wo Einsparpotential ist. Gemüse in Kisten mit Erdboden, den Balkon, angepasstes Einkaufsverhalten, etc.. Aber das war zum einen zu zeitaufwendig und umständlich, zum anderen vermochten sich die neuen Abläufe einfach nicht in unserem Tagesablauf manifestieren.
      Ich alleine für mich habe schon so manchen Selbstversuch durch. Ein paar Beispiele:
      ein Jahr ohne Fernseher, zwei Jahre ohne Fleisch, ein halbes Jahr komplett ohne Strom, 4 Monate eine Jeanshose nicht gewaschen (und sie getragen), 8 Tage nicht schlafen, 2 Wochen meine damalige Freundin nicht anrufen, 3 Wochen nicht in die Uni gehen, 7 Tage mein Hochbett nicht verlassen oder aber 4 Monate nicht duschen. Und sicherlich noch etliche weitere "Versuche".

      Das geht heutzutage leider nicht mehr. Wir haben ein 15 Monate altes Kind und einen 12-jährigen, der würde mich wahrscheinlich töten, wenn ich ihm erzählte, dass es kein Kratzeis mehr aus dem Kühlfach gibt. Und meine Frau würde wohl auch eher ablehnend auf so etwas reagieren (ich stelle mir gerade ihren Blick vor, wenn ich mit sowas ankäme). Ich habe leider nicht die Freiheit, so etwas einmal auszuprobieren, aber mich würde interessieren, wie es bei Dir läuft. Versuch macht kluch.

      Halt, stop, eine Sache wird hier ohne Kühlschrank gekühlt: der Kasten Bier, der kommt immer auf den Balkon! 8o

      VG,

      Stefan
      'Sorry Dave, i'm afraid i can't do this.'