Der "ich will leiser im Wald sein" Faden

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    • Der "ich will leiser im Wald sein" Faden

      Hi!

      Neulich gings ja in den einen Faden um Bushcraft-/Survivaltrainer. Ich verwässerte das Thema etwas mit dem Anliegen, dass ja viele (mMn) zu laut seien im Wald.

      So möchte ich gerne in diesem Faden zusammentragen und diskutieren, wie man im Wald möglichst leise und unerkannt ist. Klar sollte sein, dass es nicht darum geht, sich möglichst nah ans nächste Reh zu schleichen und es zu Tode zu erschrecken. Aber das Pirschen und Schleichen ist schon eine Sache, die man ja lernen kann. Wie? Auch ist klar, dass die Praxis unverzichtbar ist, aber ich möchte trotzdem mal wissen, was Ihr da so für Erfahrungen habt.

      Mein persönliches Ziel ist es, möglichst ohne Spuren und Lärm, möglichst ungesehen und unentdeckt im Wald zu sein. Sowohl mich dort bewegen, als auch zu lagern. Welche Dinge muss ich beachten, gibt es spezielle Techniken? Haut doch mal raus, bitte.

      Viele Grüße,

      Stepfjan
      'Sorry Dave, i'm afraid i can't do this.'
    • Servus @Stefan

      Ja, gibts Techniken.
      Beim Laufen/Gehen zB: den sog. "Foxwalk" oder schlicht und einfach: Vorderfusslauf (mit den Ballen zuerst, und dann abrollen seitlich). Knie hoch!!
      Im Winter bei Schnee: Zuerst mit der Ferse auftreten und den Fuss komplett leicht seitlich nach vorn abrollen.
      Mit beiden Methoden mindert man Trittgeräusche.

      - langsam!!! laufen, Geschwindigkeit rausnehmen in der Wildnis ist wichtig. Man ist nicht auf der Flucht.
      - Atmung kontrollieren, eine angenehme, gleichmässige Atmung (Bauchatmen) wirkt Wunder
      - keine Plasteklamotten die Knittergeräusche machen (oder reiben beim Laufen)

      Ansonsten: Vogelsprache lernen, welcher Vogel macht wie, wann warum.... welche Warnrufe
      Kein lautes Gebamsel am Rucksack haben

      Das wären erstmal so paar kleine "Basics" die recht gut helfen.
      Ansonsten: üben üben üben
    • Ich habe mich nicht durch den anderen Thread gearbeitet.. aber was verstehst du unter "möglichst ohne Lärm" ?
      Sprichst du von "lautlos" oder "leise"?

      Meinen Erfahrungen nach, ist es unmöglich, sich als Mensch halbwegs schnell und leise im Wald fortzubewegen.

      Leise Bewegungen sind nicht schnell, schnelle Bewegungen sind nicht leise. Geräuschlose Bewegung heisst Stillstand.

      Trittst du bei einem hastigen Schritt auf einen Ast, der dann bricht, hast du unter Umständen einen riesen Lärm verursacht (je nach Tageszeit / Lage).
      Bei Tag ist es weniger wichtig, geräuschlos zu sein, da die Umgebungslautstärke relativ hoch ist (Autos, Flugzeuge, Vögel, Regen, etc..). Klar nimmt man auch ein Ast-Knacken wahr, achtet aber (als Mensch) unter Umständen nicht darauf.
      Nachts ist der Mensch sehr aufmerksam. Da kann jedes kleine Geräusch direkt die Aufmerksam auf sich ziehen.


      Da ich die Ausgangssituation nicht kenne (Just4Fun oder echte Survival-Situation) kann ich nur ein paar Tipps geben:
      - Bereiche mit trockenem Laub & Ästen/Stöckchen meiden - eventuell lieber ein paar Meter Umweg machen
      - Bewege dich, wenn möglich auf moosigem oder feuchtem/nassem Untergrund
      - Bei vielen Umgebungsgeräuschen fällt lautes Bewegen weniger auf (Regen, nahe Strassen, etc..)
      - Sprich nur sehr leise oder gar nicht :) (Evtl Gebärdensprache oder taktische Handzeichen)
      - Laute Utensilien (klapperndes Geschirr, Becher, Karabiner) möglichst eliminieren
      - Raschelnde/reibende Kleidung (Reisverschlüsse sind SEHR laut) weglassen
      I came into this world kicking and screaming, while being covered in someone else's blood.
      Why shouldn't I leave the world the same way?
    • Auch Handy ausschalten - oder zu mindestens auf lautlos Stellen.

      Kommt aber auch immer darauf an, was man vorhat.

      Bin ja Meistens mit meinem Hund unterwegs, und da muß ich nicht einem Reh die Hand geben können. Abgesehen davon bekommen wir auch ohne extrem leise zu sein, doch manche Rehe sehr nahe bei uns zu sehen.

      Auch wollen wir KEINE Wildsäue überraschen, wohl möglich noch mit Frischlingen.

      Trotzdem soll man natürlich NICHT lärmen.
    • Der Foxwalk ist eine super Sache.
      Man sollte ihn natürlich Barfuß machen. So kann man den Untergrund "ertasten" vorm Aufsetzen des ganzen Fußes.
      Kleine Äste lassen sich so ertasten und man kann den Fuß anderweitig absetzen. Dann knackt es nicht ;)

      Beim schleichen sind die Vögel die besten Schiedsrichter.
      heiajo helo wai-on kaju :racoon: Mni Wiconi
      Jedes Leben hat eine Bestimmung.
    • Memento schrieb:

      Sprichst du von "lautlos" oder "leise"?
      Beides.

      Das ganze nur als Technik verstanden. Das soll keine Doktrin sein, dass man sich im Wald so bewegen muss. Eben nur Zusammengetragen, was man so für Erfahrungen hat mit Ausrüstung, Technik, Bewegung, etc..

      Klar stellt sich auch die Frage, wofür das gut sein soll... ^^
      'Sorry Dave, i'm afraid i can't do this.'
    • Ich persönlich erlebe immer wieder, dass Kindergruppen mit ihren Erziehern unangenehm laut sind.

      Man geht ja mit den Kindern in den Wald damit sie den Wald und dessen Bewohner, die Natur kennenlernen.
      Lässt man sie allerdings machen, was sie wollen, gibts nur gekreische und gebrüll.
      Hier sollten die Aufsichtspersonen ihre Arbeit machen und den Kindern beibringen, leise in der Natur zu sein, anstatt miteinander zu tratschen und zu rauchen.
      Während eines Bushcraft Stammtisches, bei dem wirklich via Workshops viel gelehrt wurde, sammelten sich auch Kinder und ein paar Eltern an diesem, von uns gebuchten, Grillplatz.
      Ein Waldpädagoge holte die Gruppe dann ab und sie gingen in den angrenzenden Waldlehrpfad.
      Das gekreische der Kinder war über die ganze Zeit negativ aufgefallen und von Weitem hörbar.
      Sie scheinen sogar angeleitet zu werden, laut zu sein. So machte es auf mich den Eindruck.
      Als die Meute nach 2-3 Stunden verschwunden war, wurde es auch wieder ruhiger im Wald.

      Jetzt kommen sicher einige Väter und Mütter oder Erzieher, Sozialpädagogen und fragen ob ich Kinder hätte oder eine entsprechende Ausbildung.
      Nein habe ich nicht.
      Ich habe Ohren und ich habe Augen, die mir sagen, dass sowas im Wald nix verloren hat und die Kinder so, überhaupt nichts über den Wald lernen, ausser woher das Papier kommt.
    • Bernd Odenwald schrieb:

      Ich persönlich erlebe immer wieder, dass Kindergruppen mit ihren Erziehern unangenehm laut sind.

      Man geht ja mit den Kindern in den Wald damit sie den Wald und dessen Bewohner, die Natur kennenlernen.
      Lässt man sie allerdings machen, was sie wollen, gibts nur gekreische und gebrüll.
      Hier sollten die Aufsichtspersonen ihre Arbeit machen und den Kindern beibringen, leise in der Natur zu sein, anstatt miteinander zu tratschen und zu rauchen.
      Während eines Bushcraft Stammtisches, bei dem wirklich via Workshops viel gelehrt wurde, sammelten sich auch Kinder und ein paar Eltern an diesem, von uns gebuchten, Grillplatz.
      Ein Waldpädagoge holte die Gruppe dann ab und sie gingen in den angrenzenden Waldlehrpfad.
      Das gekreische der Kinder war über die ganze Zeit negativ aufgefallen und von Weitem hörbar.
      Sie scheinen sogar angeleitet zu werden, laut zu sein. So machte es auf mich den Eindruck.
      Als die Meute nach 2-3 Stunden verschwunden war, wurde es auch wieder ruhiger im Wald.

      Jetzt kommen sicher einige Väter und Mütter oder Erzieher, Sozialpädagogen und fragen ob ich Kinder hätte oder eine entsprechende Ausbildung.
      Nein habe ich nicht.
      Ich habe Ohren und ich habe Augen, die mir sagen, dass sowas im Wald nix verloren hat und die Kinder so, überhaupt nichts über den Wald lernen, ausser woher das Papier kommt.

      Ja, alles schön und gut. Ist aber hier jetzt nicht das Thema.
      Pädagogik und Naturerfahrung mit/für Kinder ist ein völlig eigenes Thema und Kapitel für sich.
      Könnt mich genausogut jetzt über die Mountainbiker; Geocacher, Wandertouristen, Bergsteiger etc aufregen, die bei uns in Alpen die Viecher "weglärmen" und überall ihren Dreck rumschmeissen....


      Allgemeiner Rat zum Topic:

      Beobachtet die Tiere draussen, wie die sich verhalten und laufen, und man lernt ne ganze Menge, wie sich geräuscharmes oder komplett "stealth" Verhalten draussen realistisch umsetzen lässt.
      Ich bin in meiner alten Gegend auch schon fast mit ner Hirschkuh zusammengekracht, weder sie hat mich, noch ich sie wahrgenommen.

      @Snorre s Hinweis mit den Vögeln als "Schiedsrichter" (oder auch Eichhörnchen) ist ne Menge wert, und hilft echt weiter.
      Wers einmal geschafft hat, ohne Alarmruf an nem Eichel- oder Tannenhäher vorbeizukommen, hat schon so gut wie die halbe "Miete" weg. Der Rest ist dann nur n Klacks.

      Übrigens:
      Ich würde auf übermächtige Profilsohlen verzichten!
      Die besten Schleichschuhe haben eine flache Sohle ohne gross Profil.
      Wem es nicht zu affig wirkt:
      Schaut mal (Ninja) Tabis an. Die sind zum Schleichen und lautlosem Laufen nahezu perfekt.
    • Persönlich trage ich eher flache Halbschuhe (Trekkingschuhe) mit weichen Sohlen.
      Somit spüre ich den Waldboden richtig und bin deutlich leiser unterwegs als mit dicken Stiefeln mit steifen Sohlen.
      Wenn man unbedingt auf schmalen Wegen laufen muss, ist es günstiger wenn die Klamotten eher enger am Körper sitzen.
      Häufig habe ich feststellen müssen, dass diverse Stoffe sehr laut sind, wenn man damit an Ästen, Fichtennadel oder Brombeerenstacheln streift. Insbesondere Softshelljacken wirken wie Schallkörper und verstärken sogar Streifgeräusche.
      Ich bevorzüge Jacken und Hosen ohne Klettverschlüsse wenn's geht. Nichts ist schlimmeres als das KKKKRRRRKKK-Geräusch vom aufgehende Klettverschlüsse.
      Was noch, wenn ich doch mal abseits der Wege unterwegs bin, laufe ich gerne mit einem Wanderstock voraus. Ich kann Äste damit vor mir wegdrücken und mich auch stützen wenn das Gelände sehr uneben ist. Das schlimmste was passieren kann ist das Stolpern. Das hört man ganz deutlich neben das Knacken von Ästen.

      Generell versuche ich möglichst wenig Lärm zu machen und bleibe Abends eher auf den Waldwegen. Auch meine Nachtlager sind nicht zu weit von irgendeinen Weg.
      Wildtiere sollen in ihren Rückzugsorten ungestört bleiben. Und ich will kein Stress bei den Jägern machen.

      Es hilft manchmal etwas zurück in den Wald zu gehen und länger einfach sitzen, beobachten und zuhören. Da hörst du wie laut so manche Leute sind und wie zum Beispiel Vögel (insbesonder Eichelhäher) darauf reagieren.

      Einen Tipp habe ich vom @Bushdoctor für Schotterwege im Wald gelernt. Wenn man dort auf den begrünten Mittelstreifen in der Wegmitte läuft, macht man nicht so viel Krach als wenn man direkt auf Schotter läuft.

      Cheers Mike
      If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit. 8o
    • Natürlich wäre barfuss am besten. Wer das aber nicht kann, für den sind Barfusschuhe (z.B. Solerunner) eine Alternative. Am coolsten wären natürlich so richtige Moccasins ;)
      Zur Geschwindigkeit: Ein Schritt kann auch mal eine Minute dauern.
      Versuche deine Arme möglichst am Körper zu lassen.
      Vielleicht hilft dir die Vorstellung von konzentrischen Kreisen weiter: Stell dir vor, du wirfst einnen Stein ins Wasser, und beobachtest die Wellen. So verhält es sich mit deinem "Krach" und den Alarmsignalen der Tiere, vor allem der Vögel.
      Wenn es dir ums beobachten geht, kannst du dir auch mal das Thema "Sitzplatz" anschauen. (ist zwar nicht nur dafür gemacht, aber wer wird denn so streng sein)
      No ned hudla.....
    • Es gibt ein nützliches Tool um sich der eigenen Geräusche bewußt zu werden: der Sprachrecorder vom Smartphone . Freunde der Analogtechnik können statt dessen ein Diktiergerät verwenden. Einfach immer mal wieder ein paar Minuten mit laufen lassen und später in ruhe abhören. Ich hab so rausgefunden, daß das entfernen von Brombeerranken aus meinen Hosenbeinen , oder auch der knackende Ast unter meinem Schuh leiser war, als mein "leises"
      Fluchen....
      Lärm entsteht häufig aus Bequemlichkeit: der Geldbeutel an einer Kette,der Schlüsselbund hängt mit Karabiner an einer Gürtelschlaufe, das Taschenmesser an einer Kette usw.
    • Eines der besten Bücher wo die Grundsachen drin sind ist in meinen Augen nach wie vor "Tom Browns Fieldguide to nature observation and tracking". Zum einen sind da sinvolle Basics drin, zum anderen konkrete Aufgaben zum üben. Die Basics zur Sinnes- & Aufmerksamkeitstraining und Fortbewegung sind auf den ersten 100 Seiten, danach gehts nurnoch um Tracking. Imho gehen "lautlos bewegen" und "Awareness" nicht ohne einander. Zumal sehr viel auch mit der Stille im eigenen Geist und der geistig-emotionalen Ein-/Anbindung zu tun hat.

      Wie @Venator schon schrieb, Vogelsprache ist auf jedenfall ein wichtiges Thema in diesem Kontext. Einer der fittesten auf dem Gebiet in D ist Ralph Müller, sowohl als Buch als auch in Seminarform. Ansonsten der Klassiker von Jon Young "What the robin knows". Wenns ne Ecke esoterischer sein darf geht auch Tamarack Song "Becoming nature".
      Skal hilse fra fjellet – det evige land,
      hvor moskus og jerven har bolig.
      Min lengsel dit inn er blitt som en brann.
      Kun der får jeg fred og blir rolig...

      Jon Ø. Hov
    • OT aber muß sein.

      Bernd Odenwald schrieb:

      Nein habe ich nicht.
      Das merkt man. ;)

      Ich habe Ohren und ich habe Augen, die mir sagen, dass sowas im Wald nix verloren hat und die Kinder so, überhaupt nichts über den Wald lernen, ausser woher das Papier kommt.
      Sorry ist für mich ein No-Go diese Aussage.



      Ich bin sehr Enttäuscht von Dir und der Aussage.
      Das ist eine/ keine gute Werbung . :thumbsup:
      So, und von wo kommt das Papier her?
      Na da bin ich mal gespannt. 8o

      Sorry für OT
      Gruß
      Andy
      hateful fiveteen :hut:
      Kommt keine Antwort, kann es sein das ich Dich ignoriere.
      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von trapperandy ()

    • karlson schrieb:

      Zumal sehr viel auch mit der Stille im eigenen Geist und der geistig-emotionalen Ein-/Anbindung zu tun hat.

      Das sehe ich auch so.

      Es ist wie mit dem Gehen. Wir bewegen ja nicht unsere Muskeln und Knochen, nachdem wir sorgfältig ausgerechnet haben, wie das genau gehen soll, damit wir da und da hinkommen. Nein, wir sehen hin, wo wir hinwollen, und unser Körper geht uns hin.

      Wir nehmen eine innere Haltung der Stille und des Wahrnehmens ein, der Rücksichtnahme und der Beweglichkeit und gleiten gleichermaßen seitwärts in den Wald hinein, wie in einen stillen, dunklen Teich. Nicht mit Juchee und einer Arschbombe, wie in's Freibad am Samstagnachmittag.

      Wir brechen nicht durch's Unterholz oder toben über die Wiese (außer, das ist es, was wir im Moment wollen :) ), sondern setzen uns in den Zwischenbereich (Zwischen(be)reiche sind eigentlich immer die interessantesten Orte und Zeiten) zwischen dem Waldrand und der Wiese und werden still, verbinden uns innerlich mit dem Waldboden und dem Bewuchs, den Geräuschen, den Gerüchen, dem Gefühl, das die Flecken aus Sonne und Schatten auf dem Gesicht machen, und was es da vielleicht sonst noch so gibt. Und dann, wenn man Glück hat und es die richtige Zeit und der richtige Ort ist, dann passieren vielleicht Sachen.

      Das heißt nicht, daß Tips wie der mit dem Klettverschluß oder dem Mittelstreifen auf Schotterwegen nicht gut wären, oder überflüssig. Ganz im Gegenteil. Aber der Kern scheint mir eben in der Absicht und der inneren Haltung zu liegen.

      Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich möglich ist, das in einem Seminar oder aus einem Buch zu lernen. Ich denke, das muß man wollen, und dann organisch wachsen lassen. Aus sich selbst heraus, nicht weil man gehört hat, daß man das so machen soll.

      Was man dann vielleicht findet, ist oft nicht für andere gedacht. Anderen sieht so etwas leicht aus wie Stöcker und feuchtes Laub vom letzten Jahr, nicht wie das Feengold, das man selbst manchmal sieht, wenn man Glück hat. Es ist also schwierig, so etwas mit anderen gesprächsweise zu teilen oder gegenseitig zu betrachten. Oder zum Thema eines Seminars oder Buchs zu machen.

      Das sollte einen aber nicht von so etwas abhalten. Direkte Wahrnehmung ist wichtig, und kann unabhängig von der Betrachtung durch andere stehen, hat seinen eigenen Wert.

      :Squirrel:
      Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum / neun lange Nächte.
    • Schön geschrieben @MeisterGrimbart .

      Seminare oder Bücher sind für viele der erste Schritt...eines langen Weges. So manches sollte man sich zur Routine machen (ich weiss Routine ist ein böööses Wort ;) ), denn von zweimal "Foxwalk" und 3mal Still unter der Eiche/Linde/Buche/Holunder.... sitzen wird man nicht weit kommen.

      Stille und Ruhe, sowohl innere als äussere, sind Geschenke, die wir uns selbst machen können.

      Auch den Blick muss man weiten.
      No ned hudla.....
    • trapperandy schrieb:

      OT aber muß sein.

      Bernd Odenwald schrieb:

      Nein habe ich nicht.
      Das merkt man. ;)

      Ich habe Ohren und ich habe Augen, die mir sagen, dass sowas im Wald nix verloren hat und die Kinder so, überhaupt nichts über den Wald lernen, ausser woher das Papier kommt.
      Sorry ist für mich ein No-Go diese Aussage.



      Ich bin sehr Enttäuscht von Dir und der Aussage.Das ist eine/ keine gute Werbung . :thumbsup:
      So, und von wo kommt das Papier her?
      Na da bin ich mal gespannt. 8o

      Sorry für OT
      Sehr gute Aussage.

      Mir ist es wurscht wer von meinen Aussagen enttäuscht ist.
      Es gibt einen Bereich für Gewerbliche Forenpartner, da mache ich Werbung.
      Und es gibt den anderen Forenbereich. Der hat doch nichts miteinander zu tun.
      Wer da einen Zusammenhang sieht, was ich von lärmenden Kinden im Wald halte und wie ich mein Unternehmen bewerbe, denkt völlig verquer.
      Ich sage was ich denke im Forum und Werbe im gewerblichen Bereich.
      Das sind zwei Dinge.
      Oder messe ich Dich anhand Deiner Aussagen hier und vergleiche das mit DEINEM Berufsleben?
      Nein, also.
    • Der Punkt hier scheint mir zu sein, ob man eine staatlich anerkannte Ausbildung in einem Bereich haben muß, um eine Meinung oder Sichtweise dazu zu haben oder äußern zu dürfen.

      Ich meine, nein.

      Ich kann also beispielsweise lärmende Kinder im Wald gut finden oder schlecht, angemessen oder nicht, ohne eine pädagogische Ausbildung nachweisen zu können, denke ich.

      Und andere können selbst entscheiden, ob sie bei jemandem, der eine bestimmte Sichtweise zum Ausdruck bringt, die von der eigenen abweicht, etwas kaufen wollen oder nicht.

      Und dann können wir weiter über das eigentliche Thema diskutieren, ohne unsere Scheine bereithalten oder den Mund halten zu müssen.

      Denke ich.
      Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum / neun lange Nächte.