pflanzliche Trinkwasserlieferanten

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    • pflanzliche Trinkwasserlieferanten

      Hallo Zusammen,

      es kann vorkommen, dass man sich in Gebiete befindet wo weder Gewässer noch anderen offenen Wasserquellen zu finden sind. Witterungsbedingt sind eventuell sonstige Senken und Teiche bereits ausgetrocknet und die Suche nach trinkbarem Wasser wird langsam problematisch.
      Löcher graben und Grundwasser sammeln bietet eine Alternative, aber die Arbeit hierfür erfordert Energie und verursacht wiederum Schwitzen was der eigentliche Wasserbedarf erhöht.

      Eine Frage in die Runde:
      Welche Pflanzen (in unseren Längen und Breiten) dienen als verlässlichen und einfachen Quellen für trinkbare Flüssigkeiten, am Besten ohne Nachbehandlung?
      Ich habe bisher zum Beispiel die Wurzeln und Stängel von Rohrkolben mit Steinen vermahlen und den Saft gesammelt. Der Saft enthält nicht nur Wasser, sondern auch Stärke.
      Erfahrungen mit Baumwurzeln möchte ich demnächst auch sammeln.
      Vielleicht habt Ihr ein paar Ideen und eigene Erfahrungen gemacht. :thumbup:

      Cheers Mike
      If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit. 8o

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von MacGyver () aus folgendem Grund: Grammatikfehler

    • Außer Birkenwasser/Saft fällt mir spontan nix ein.

      Interessantes Thema. :thumbup:

      Edit: Ist zwar nix heimisches, aber bei Zuchtbananen in meinem Wintergarten, schneide ich bei beginnenden braunen Blättern diese immer ab.
      Aus den Schnittstellen tropft nur so das Wasser/Pflanzensaft. Ich hab den Saft mal in einem Glas aufgefangen und probiert: <X :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:
      Nicht umsonst steht in den Survivalbüchern, dass man die Stümpfe von Bananen vorher 2 mal volllaufenlassen soll und es dann erst trinkbar ist...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Muemmelmann ()

    • Alle möglichen Früchte...zur Erntezeit... Äpfel...Birnen...Steinobst usw.. liefern Flüssigkeit...
      Zwar kein "Wasser"..Aber Fruchtsaft..

      Birkenwasser geht am Besten im Frühjahr (wenns geregnet hat)...oder auch mal im Sommer nach einem starken Regen wenn der Baum viel Wasser führt...
      Aber grad im Frühjahr...an manchen Standorten ist das kein Tropfen...sondern da läuft es regelrecht raus.

      Moos speichert auch oft Wasser.. Je nach Standort kann man das ausdrücken / pressen und da kommt ganz schön was raus. Ist auch ziemlich sauber, weil es durch das Moos gefiltert wird...

      Rein "Wasser" ist schwierig in unseren Breiten...
      "Flüssigkeit" geht schon besser...
      =** Molon Labe **=
    • Rockdog schrieb:

      Ganz klassisch gibt es natürlich auch Baumhöhlen,große Astlöcher und Verwuchs wo sich Regenwasser ansammelt und recht lange frisch aussieht.
      Also... mit etwas Ironie möchte ich da gerne gegenhalten bei dieser Aussage... :D

      ...frisch aussieht.... :D
      Haste mal probiert aus Astlöchern und Baumhöhlen...? :D Direkt nachm Regen.... hmmmkay... Aber das Zeug steht da meist länger...
      Da wo Wasser länger auf Holz steht ist meist das Holz vermoddert, teilweise faulig und schimmelig...
      Oft schwimmt allerlei Zeug drin....oft auch Insekten...bzw. das was von ihnen übrig ist...

      Schmeckt wie aus ner Gruft...
      Erst so: <X
      Dann so: 8|
      Dann so: X/
      Dann so: :/
      Dann so: :shock:
      Dann wieder so: <X

      Ich hab in solchen "Wasseransammlungen" auch schon Vögel baden und ihren Arsch waschen sehen..... :D

      Never ever würd ich das saufen... :D
      =** Molon Labe **=
    • @shamanironheart
      Was ich probiert habe,habe ich ja weiter oben geschrieben.
      Wasser das gut aussieht muss nicht zwangsläufig gut schmecken, haste Recht!
      Ehe ich verdurste (klar, passiert im Normalfall nicht in Deutschland ;) )
      filtere ich mir das Astlochwasser zur Not durch mein T-Shirt oder koche dieses ab obwohl @MacGyver das im Idealfall ja nicht machen möchte :) .
    • Genaugenommen kann man aus fast jedem grünen Pflanzengewebe Flüssigkeit gewinnen, dabei muss es nicht immer reines Wasser wie aus einer Kokosnuss sein.
      Es reicht auch die Feuchtigkeit und das Zellwasser aus, welches man durch kochen (mit aufgesetztem Kochttopf) extrahieren kann.

      Je fleischiger und saftiger das Stück ist, desto mehr Flüssigkeit geben sie ab.
      z.B. Die Stängel vom Japanknöterich, Hauswurz, Brennessel, Engelswurz, halt alles was nass und fleischig ist.
      Niemand
    • Desertstorm schrieb:

      Genaugenommen kann man aus fast jedem grünen Pflanzengewebe Flüssigkeit gewinnen, dabei muss es nicht immer reines Wasser wie aus einer Kokosnuss sein.
      Es reicht auch die Feuchtigkeit und das Zellwasser aus, welches man durch kochen (mit aufgesetztem Kochttopf) extrahieren kann.

      Je fleischiger und saftiger das Stück ist, desto mehr Flüssigkeit geben sie ab.
      z.B. Die Stängel vom Japanknöterich, Hauswurz, Brennessel, Engelswurz, halt alles was nass und fleischig ist.
      Genau auf das wollte ich hinaus, und zwar Pflanzen die möglichst viel Wasser (Flüssigkeit) enthalten und leicht zu verarbeiten sind.
      Mir ging es im erste Linie um Pflanzensäfte, die man ohne weitere Behandlung direkt trinken kann, ohne zu destillieren oder abzukochen.
      Weitere Pflanzen, die besonders saftig sind:
      Fetthennen, Breit- und Spitzwegerich.
      Es darf nicht passieren, dass man zum Beispiel Durchfall oder Übelkeit bekommt, sonst bringt das alles nichts. Generell gilt (Ausnahme Löwenzahn) alles was milchige Säfte enthält, sollte man lieber lassen.
      Demnächst mache ich einen Workshop mit mehreren Teilnehmern und da werden diverse Methoden zur Wassergewinnung in der Praxis umgesetzt. Die Ergebnisse unser Versuche werde ich dann hier im Forum zusammenfassen und teilen.

      Es stehen auch in Zusammenhang mit diesem Faden, Selbstversuche mit diversen Pflanzensäften an.

      Keine Sorge, bei Blauen Eisenhut, Herbstzeitlose, Eibe, Gefleckten Schierling, usw. lass ich aber die Finger davon. :Skull:



      Cheers Mike
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    • bei warmem Wetter mit Sonnenschein gibt es ja auch noch die Möglichkeit, mit einem grossen Plastiksack die Verdunstungsfeuchte von saftigen Zweigen und Büschen (mit möglichst vielen grünen Blättern dran) zu sammeln. Wenn die Sonne gut draufscheint und man die Prozedur mehrfach wiederholt, sollte dabei locker eine Tasse Wasser rauskommen.

      Rockdog schrieb:

      in eine Schlangenhaut pullern
      Beim Thema Bear Grylls kriege ich Halsschlagadern wie Coladosen! :cursing:
      In einer Folge seiner "Survivalshow" ist der Typ an einem toten Zebra vorbeigekommen, welches bei hohen Temperaturen schon länger in der Sonne lag und stank. Davon hat er dann rohes Fleisch gegessen! X/ Wie durchgeknallt muss man sein?

      Mist, jetzt reg ich mich schon wieder auf................ sorry :/

      Anything that appears to be an error in spelling or grammar is actually the author’s clever use of the vernacular, and as such is not an error, but rather a carefully placed literary device demonstrating prodigious artistic prowess

    • Hat nur indirekt mit Pflanzen zu tun: Tau sammeln. Oft ist es ja so, dass es zwar nicht regnet, man dennoch Morgentau hat. den kann man mit z.b. Shemag/Bandana/t-Shirt sammeln. riesen Mengen kriegt man ned zusammen, das ist klar, aber mal besser als gar nix.

      Hat jemand schonmal das mit : Plastiktüten über belaubte Äste stülpen probiert? Funktioniert das in unseren Breiten?
      No ned hudla.....
    • Doom schrieb:


      In einer Folge seiner "Survivalshow" ist der Typ an einem toten Zebra vorbeigekommen, welches bei hohen Temperaturen schon länger in der Sonne lag und stank. Davon hat er dann rohes Fleisch gegessen! X/ Wie durchgeknallt muss man sein?

      Mist, jetzt reg ich mich schon wieder auf................ sorry :/
      Schei**e Mann... Das ist Bear Grylls...! Der darf das und der kann das...!

      Was glaubst Du was Chuck Norris gemacht hätte...?
      Der hätte sich aus dem Zebra eine M60 gebaut und frisches Fleisch organisiert.
      Aber sowas kann halt nicht jeder.
      =** Molon Labe **=
    • Albbaer schrieb:

      Hat nur indirekt mit Pflanzen zu tun: Tau sammeln. Oft ist es ja so, dass es zwar nicht regnet, man dennoch Morgentau hat. den kann man mit z.b. Shemag/Bandana/t-Shirt sammeln. riesen Mengen kriegt man ned zusammen, das ist klar, aber mal besser als gar nix.

      Hat jemand schonmal das mit : Plastiktüten über belaubte Äste stülpen probiert? Funktioniert das in unseren Breiten?
      Ja, probiert, erstens die Äste kräftig abgeschüttelt damit Insekten verschwinden, dann danach geschaut ob eventuell Vogelkot auf den Blättern zu finden war.
      Die Tüten müssen lange genug hängen und die Sonne sollte scheinen damit die Pflanzen transpirieren. Die Öffnung der Tüte muss ganz dicht um den Ast gebunden werden, damit der Wasserdampf auch drinnen bleibt. Ab und zu sollte man den betüteten Ast schütteln, damit das Kondenswasser sich in die Tütenecke sammeln kann. Nach 2-3 Stunden habe ich vielleicht ein kleiner Goschvoll Wasser zusammen bekommen. Also richtig ergiebig ist das nicht, dafür ist der Aufwand nicht hoch, vorausgesetzt man hat eine oder mehrere Plastiktüten, die auch dicht halten.
      Die Pflanze scheint es nichts auszumachen. Ich konnte keine Laubschäden nach der Aktion feststellen.
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