Einhandmesser, braucht man das wirklich?

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    • Moin,
      wenn ich mal mit einem Einhandmesser unterwegs bin, oder es für einen bestimmten Zweck praktischer ist damit zu arbeiten, dann halt nur eines ohne Verriegelung, somit 42a konform.
      Ist bei mir aber eher selten, sonst benutze ich eigentlich nur Zweihänder Taschenmesser oder Multitools z.B. das Leatherman REV.
      Je nach dem was für ein Taschenmesser, kann man es auch mal mit den Zähnen öffnen wenn nur eine Hand frei ist. :D
      :campfire: :reh:
    • Ich brauche es nicht!
      Aber, an meinem Leatherman und auch am Victorinox ist jeweils eine solche Klinge mit dran.
      Durch die Verschärfung des §42a muss ich in Zukunft eben etwas mehr aufpassen, wo ich das
      entsprechende Multitool einsetze, darauf verzichten werde ich nicht! Ich werde es auch nicht nachträglich
      abändern, entschärfen.
      Wer glaubt gut zu sein, hat aufgehört besser zu werden!
    • Micha1207 schrieb:

      Aber wie so viele Dinge im Leben ist das nicht überlebenswichtig.

      Mag sein. Aber sind wir schon so weit, daß uns bloßes Überleben reicht? Und wenn nicht, daß wir für jeden #*?@! darüber hinaus einen guten Grund glaubhaft machen sollen?

      Wahrscheinlich noch nicht.

      (Scheibe Salami gefällig?)
      Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum / neun lange Nächte.
    • Feststehende Messer sind halt etwas sperrig, und man hat halt nicht immer eine Arbeitshose mit zig Taschen an in der man ein feststehendes Messer gut unterbringen kann.
      Klar, wenn man nicht arbeitet braucht man eigentlich kein Messer, aber die Übergänge sind halt oft fliessend, und "unverhofft kommt oft". Bei der Arbeit muss es halt auch schnell gehen, da hat man was in der Hand das man durchschneiden, ausstemmen, aufbiegen usw will, dann muss man das Ding loslassen, am Messer rumfummeln.... dann benutzt man das Messer für den entsprechenden Zweck und dann fummelt man es wieder zu.
      Warum kein Cuttermesser? Die Teile splittern wie Schrapnel wenn man sie in der Eile mal verkantet oder wenn man eine Führungsnut etwas aufbiegen möchte. Cutter haben eine Daseinsberechtigung, aber für alles kann man sie eben nicht benutzen. Wie man mit den Dingern Flugzeuge entführen kann... das verstehe ich bis heute nicht.

      Ich habe auch nie verstanden was an den Butterflymessern oder ähnlichem Gelump cool sein sollte, das ist Spielzeug für kleine Jungs und Möchtegerngangster...

      Einhandmesser dagegen haben vom praktischen Nutzen her eine Daseinsberechtigung. Sie verbinden eine gewisse Handlichkeit, wegen der geringeren Länge, mit der Sicherheit einer feststellbaren Klinge + der Bedienbarkeit mit einer Hand.

      Heute verbietet man ein Werkzeug, früher hat der Lümmel eins hinter die Löffel bekommen. Naja, so sind halt die Zeiten. Viel Hysterie um nichts.
    • Es geht hir ja eigendlich nicht nur um einhandfolder sondern um Multitools die diese funktion haben. Somit muss ich mich ja grade da deutlich in der auswahl einschrenken odbwohl meine eigentlichen enscheidungs Kriterien ganz andere sind.
      Beispiel: ich möchte eine filigrane Zange und wechselbits bei moderatem gewicht in ordentlicher qualität. Bekomme ich aber leider nicht ohne einhand klingen auch wenn ich gerne drauf verzichten würde.
      Grund ist hier denke ich das mein tool einfach in einem land ohne schwachsins paragraph gebaut wird und es kein sondermodel für deutschland gibt.
      Mit freundlichen Grüßen Jan

      Edit: meine meinug: Ganz oder garnicht. Dürften sie nicht verkauft werden gäbe es sonder modelle.
      Aber nein hier dürfen sie an unwissende ohne hinweis verkauft werden, das sie dann gegen gebür wieder abgenommen werden können. Gute einahme quelle für unser ARMES DEUTSCHLAND!
      Als der Wald zum
      ›nachwachsenden Rohstoff‹
      wurde, verrohte das Verständnis für ihn.

      -Waldschrat-

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daymos ()

    • Bushdoctor schrieb:

      Brauchen tu ich es auch nicht hab ja ein Buck110 und ne Quickdraw Scheide :D .
      Vorhin habe ich nach "quick draw sheath" geschaut und gefunden. Die Idee ist raffiniert. Du hast ein Zweihandmesser, das nicht komplett zusammengeklappt in einer Lederscheide steckt. Ähnlich wie beim Wave schnappt die Klinge beim rausziehen raus.

      Albbaer schrieb:

      ....

      und ich spiel mal den Empörten...dir zuliebe...Isch des erlaubt? :D
      Wenn du die Lederscheide von oben aufmachst, geht das Messer beim Rausholen ganz zu und du hast theoretisch kein Ärger damit.


      Liegt aber rechtlich sicherlich irgendwo in der Grauzone.
      Also Doc, wenn du welche machst..... :thumbsup:

      Cheers Mike
      If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit. 8o
    • Ich habe in meiner aktiven Zeit als Wildwasserpaddler immer ein simples Einhandmesser mit Wellenschliff per Clip an meiner Schwimmweste gehabt. Das hing dann auf Brusthöhe und war so mit beiden Händen gut zu greifen und zu bedienen (beidseitiger Pin), solle es nötig werden, sich von einer Sicherungsleine, der Weste, oder was auch immer zu trennen. Gurtschneider ist hier nämlich keine Alternative... Denkbar wäre natürlich, da sonst nicht benötigt, das Messer per Panzertape zu befestigen und eine Schlaufe zum Schnellöffnen anzubringen.
    • Es ist einfach praktisch in der Anwendung. Ein Beispiel von meinem Arbeitsplatz.
      Ich bin ja Bürohengst und Brauch das eher nicht. Aber in der Kantine meines derzeitigen Arbeitsplatzes stehen mehrere Automaten für z.B. Heißgetränke, Suppen, warme Häppchen.
      Der junge Mann der die Geräte befüllt muss die Umverpackung der Becher, Schüsseln etc.pp. entweder hinstellen und aufreißen oder die Verknotung am oberen Ende lösen.
      ODER man macht es wie er, setzt die Verpackung am Gerät an, hält mit der linken Hand die Packung in der Waage, zieht sein kleines Einbandmesser, öffnet die Verpackung am oberen Ende und schiebt die Objekte in einer Bewegung in das Innere der Automaten.

      Ich habe das schon öfters beobachtet wenn ich abends noch in der Firma war. Ein Arbeitsgang wird um gute 10 bis 20 Sekunden verkürzt und vereinfacht.

      Ich denke so wird es bei vielen Berufen sein die Umverpackungen öffnen müssen, Bänder zerschneiden oder ähnliches. Natürlich kann man auch alles erstmal hinstellen Messer öffnen, schneiden, Messer schliessen, und Material wieder in die Hand.

      Aber die Einbandbedienung hat sich ja nicht ohne Grund in der Arbeitswelt durchgesetzt...man schaue Teppichmesser z.B..
    • MacGyver schrieb:

      Marvin14 schrieb:

      Ich habe immer ein Multitool mit Einhandklinge an meiner Arbeitshose. Zusätzlich noch ein einfaches Victorinox.
      Das Einhandmesser kommt sehr oft zum Einsatz.

      Ich bin Elektriker und schneide oft Kunststoffrohre die auf zug wesentlich einfacher zu schneiden sind mit dem Einhandmesser. Der Vorteil dabei ist, dass ich nicht immer das Rohr loslassen-, die Handschuhe ausziehen muss um dann das Messer öffnen zu können. Auch beim abisolieren der Kabel ist es sehr störend, immer die Handschuhe auszuziehen um die Kerbe im messer zu greifen.
      Eine feststehende Klinge kommt wegen den Kunden bei denen ich Zuhause bin nicht in frage. Da hätte ich meinen Job nicht mehr lange :D .

      Nach der Arbeit führe ich nur Zweihandmesser oder ein fixed.
      Bei Dir ist das eine berechtigte Interesse, also kann ich gut nachvollziehen.Wäre aber in deinem Fall denkbar, ein Hultafors Elektrikermesser in die Beintasche der Arbeitshose einzustecken?
      Gibt's auch im Kombi mit einem Stemmeisenmesser. Beides sehen gerade nicht gefährlich aus, Beide Messer können problemlos mit einer Hand bedient werden und sind Handwerker-Tools.
      Würde mich nur deine Meinung interessieren :thumbup:

      Cheers Mike
      Hi Mike.

      Das Hultafors Elektrikermesser habe ich mir gerade angeschaut. Die Klinge ist mir ehrlich gesagt zu kurz. Und der grösste Vorteil an meinem Multitool ist, dass ich die Klinge schnell zur Hand habe und zahlreiche andere Werkzeuge in einem Tool bei mir trage. Es kommt oft vor, dass ich mit der Zange ein Kabel durchtrenne, Eine kleine Schraube aus einer schwer zugänglichen Ecke fummle oder einfach mit dem Schraubendreher eine Abdeckung löse. Durch das Messer am Gürtel muss ich viel seltener zurück zum Auto. All das macht das Multitool so wertvoll für mich.

      Grüsse Marvin
    • Natürlich braucht man im EDC-Usage keinen Einhänder. Ebenso dürfte kein BC-Szenario dahingehend verpflichten. In einer Rescue- oder Survival-Situation kann sich das ändern - die, die so etwas erlebt haben, hatten aber entweder kein Messer dabei oder andere Sorgen...

      Ich habe für mich und EDC festgestellt, dass ich lieber Einhandöffnung und damit Non-Locking anstelle von Zweihandöffnung und Locking-Mechanism nutze. Daher habe ich seit Jahren verschiedene Non-Locking-Spydies in der rechten Tasche, aktuell das Urban Lightweight, welches die stärkste Feder der Slipjoint-Spydies hat.


      Zu den professionellen "Kartonöffnerinnen" (Supermarkt): ich habe gesehen, dass die zumeist sehr kleine Cutter nutzen, die im Prinzip per Federzug immer geschlossen sind und dann beim Benutzen lediglich vorgeschoben werden. Absolut sicher, praxisgerecht und sogar 42a-konform, wobei man in solch einem Job natürlich auch einen arretierbaren Cutter nutzen darf/dürfte. Tatsache ist aber, dass sich die Profis weit weniger Gedanken machen, als "wir" hier...

      Alle Grüße
      o:dee

      EDIT:

      Marvin14 schrieb:

      Ist dir die Klinge noch nie ausversehen zugeklappt?
      Niemals, nicht einmal beim Pingo (ziehende Schnitte!), wo es theoretisch möglich(er) wäre. Der Choil beim UKPK und beim Urban (siehe oben) lässt ein Zuklappen nicht zu, da der Zeigefinger die Klinge zusätzlich (zur starken Rückenfeder) "blockiert".
      "If you think you are too small to make an impact, try sleeping one night in a room with a few mosquitoes." (Billy McBride)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von o:dee ()

    • supi schrieb:

      Ich habe auch nie verstanden was an den Butterflymessern oder ähnlichem Gelump cool sein sollte, das ist Spielzeug für kleine Jungs und Möchtegerngangster...

      Das ist es eben nicht. Sondern ein einfaches, einhändig zu bedienendes Messer von Küstenfischern in Südost-Asien, die damit unter anderem Fische aus dem Netz schneiden. Zweihhandmesser wären da fehl am Platz, und feststehende auch.

      Zum Möchtegern-Gangstermesser ist es, so meine Vermutung, erst durch die Unterhaltungs- und Nachrichtenmedien geworden. Sieht hat so schön gruselig aus.
      Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum / neun lange Nächte.
    • Für alle übereifrigen Ministerialbeamten die hier mitlesen, fasse ich das zuvor in diesem Thread Gesagte nochmal kurz zusammen:

      Einhandmesser sind unersetzliche Werkzeuge bei allen anfallenden Arbeiten. Es geht in der Praxis nicht ohne! Jeder der etwas anderes behauptet, hat offensichtlich noch nie mit einem Messer als Werkzeug gearbeitet. Es ist unverzichtbarer Teil unserer Kultur und ich gehe so weit zu sagen: "Das Einhandmesser gehört zu Deutschland!"
    • @MeisterGrimbart
      Als ich noch jung und knackisch war kamen die Butterflys in Mode und jedes Kasperle hatte eins... Für die Aussage brauch ich keine Unterhaltungs- oder Nachrichtenmedien, ich hatte das in 3D und in Farbe. Da standen dann die Kidies endkuhl in der dunklen Gasse und haben mit ihren Messerchen gespielt und rumgeprollt. Die Zeit von Ninja-Fighter und wie die alten Schinken alle heissen.... Habe mehr als einmal ein Pflaster gesponsert...
      Ein paar Kumpels hatten welche, mir kamen die nicht in die Schublade, geschweige den in die Tasche, da für meine Zwecke untauglich. Nach einiger Zeit verschwanden die in der Versenkung und später erst kam dann das "revival".

      Die Geschichte von Messertypen hat mich nie interessiert, entweder es taugt was oder es ist Altmetall.