Outdoor Erste Hilfe Basis Kurs

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    • Outdoor Erste Hilfe Basis Kurs

      (bei der Outdoorschule Süd)
      Erst gestern bin ich von besagtem Kurs zurück gekommen und möchte euch hier meine Eindrücke schildern.

      Erst mal das "Drumrum":
      Der Anbieter hat hier einen wirklich feinen Standort gefunden. Ein Brunnen mit Trinkwasserqualität und ein Plumsklo sind vor Ort. Ein Küchenzelt und ein Schulungszelt gibt es ebenfalls, gekocht wird vom Team am Feuer. Übrigens sehr lecker (ausser dass die noch nicht wissen, dass Kürbisse nur zur Deko taugen, mMn. ;) ) Geschlafen wird im eigenen Zelt, bzw Tarp, Hängematte was auch immer. Abwasch wird von den Teilnehmern erledigt. Prinzipiell braucht man kein Besteck oder Geschirr mitbringen, ist alles da.

      Inhalte:
      Im Kurs selbst wird theoretisch und "praktisch" auf allerlei Verletzungen und Scenarien eingegangen, und gleich zu Beginn können auch Wünsche geäussert werden (wir hatten hier: Schlangenbiss, da einige der Teilnehmer bald nach Asien gehen). Brüche, Insektenstiche, Asthma-Anfälle, Prellungen, offene Wunden mit und ohne Dreck, Stürze, Unterkühlung, Hitzschlag, Herz-Lungen-Wiederbelebung...und noch viel mehr war dabei. Aber nicht nur die Behandlung der Wunde an sich, sondern auch Risikobewertung, Untersuchung und Überwachung des Patienten, Transport und Evakuierung werden durchgenommen. Die Koordination ist ebenfalls ein wichtiger Punkt, ebenso wie Improvisation, und Umgang mit diversen Hilfsmitteln.

      Ablauf:
      Theorie und Praxis wechseln sich ab, und oft kommt es überraschend wärend den Theorie-Einheiten zu Unfällen. Das Küchenteam ist sowas von ungeschickt, ohne Kursteilnehmer wären alle längst tot ;) . Die Wunden und Blessuren werden wunderbar geschminkt, sehen oft sehr lecker aus :D . Sehr hilfreich wärend den ganzen Rettungsaktionen ist der RUM-BAP-SAU-DIWAN Spickzettel, an dem man sich orientieren kann. Diese Vorgehensweise erscheint mir schlüssig.

      (Ich hoff das ist OK mit dem Bild)

      Mein Fazit:
      Rundum gelungen. Top Ausbilderinnen, Top Küchenteam, Top Bedingungen, jede Menge wichtige Sachen gelernt. Für mich als Worst-Case-Ersthelfer (bislang musste ich sagen: Ich mach gute Sterbebegleitung ;) ), war das richtig gut, und auch wichtig. Ich bin immer noch voll der Eindrücke, und hab bestimmt einiges vergessen zu erwähnen.

      Wichtig: Nein ich werde nicht bezahlt, stehe auch sonst in keiner Verbindung zur outdoorschule-sued.de , und will eigentlich nur sagen: Überlegt euch ernsthaft mal einen solchen Kurs zu besuchen, bei wem auch immer. Solches Wissen ist wichtiger als Gear.
      No ned hudla.....
    • Ich werde nie die Sanitätsausbildung beim Bund vergessen, die von den Luftlande-Sanitätern abgehalten wurde.
      Einige Kameraden wurden wirklich gut geschminkt. Es wurden geschlossene und offene Brüche, abgetrennte Glieder und Schussverletzungen nachgestellt. Dazu jede Menge Krach, Geschrei und mehrere verletzte Kameraden gleichzeitig.
      Eine ähnlich stressige und realitätsnahe Ausbildung würde ich mir – im richtigen Verhältnis – auch bei zivilen EH-Kursen wünschen.

      Einen Witz habe ich mir bis heute gemerkt:
      Was macht Ihr, wenn Ihr am Horizont eine Pilsförmige Wolke seht? … Einen Kopfstand - damit eure Asche in den Helm fällt.

      Meine letzten EH-Kurse durch das Rote Kreuz liefen eher entspannt ab. Eine wirkliche Stresssituation wurde nicht aufgebaut.
      In meiner aktiven Zeit bei der freiwilligen Feuerwehr übten wir regelmässig den Ernstfall indem wir auf dem Schrottplatz Verkehrsunfälle nachstellten und Kameraden schminkten.

      Ich denke, dass es wichtig ist, einen EH-Kurs in realitätsnahen Rollenspielen zu vermitteln.
      Schön, dass es bei dir @Albbaer so war und du offensichtlich viel Spass hattest.