Catch, Clean, Cook...

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    • Catch, Clean, Cook...

      Fangen UND verwerten, so will es das Gesetz.

      Was waren eure besten Fänge?
      Habt ihr sie zubereitet? (oder warum nicht...)

      Hier ist Platz für Tipps und Tricks, schöne Fotos, Rezepte und Austausch über Sinn und Unsinn.

      Ich fang mal an:

      Ich nehme mit, was Maß hat und genießbar ist.
      Aber halt! da geht's auch schon los, stimmt ja gar nicht:
      Bleien (Brassen) zum Beispiel sind geräuchert absolut lecker. Nehme ich aber nicht mit, weil die mir zu viele Gräten haben und ich sie irgendwie auch so verachte. :D
      So geht es mir mit einigen Fischen in unseren Gewässern.
      Darum fische ich sehr selektiv, was mir oft den ein oder anderen Schneidertag einbringt.
      Ihr seht, worauf ich hinaus will... da kann man endlos quasseln.

      Naja:

      Hecht - gebacken...

      Gefangen bei Windstille mit Karpfenbesteck auf eine tote Rotfeder an großer Pose und loser Leine.









      Tipp: beim Hecht lass ich die Schuppen dran. Da muss meine Gefährtin zwar auf die leckere Haut verzichten aber so wird das Fleisch nicht so trocken. (ordentlich von innen würzen!)







      Absolut lecker.
      Anschnallen.
    • Das sieht ja lecker aus @Kante Muh!!
      Womit hast du den Esox denn da eingerieben?
      Ich fische auch selektiv auf Hecht und Barsch oder Forelle, Saibling und Co.
      Wer in die Pfanne passt, kommt auch mit. Also kein C&R, das kann ich nicht leiden.
      Meistens Müllerin-Art oder einfach als Filet in der Pfanne oder auf offenem Feuer. Hier meistens nur mit grobem Salz und Pfeffer.
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio
    • hey @Kante Muh!:
      Viele Gräten schrecken mich nicht ab. Bei vielen Cypriniden sind es ja zumindest die großen Gräten doch gut zu entfernen. "gegen" die kleinen Gräten hab ich folgende Rezepte:

      1.) Heiß räuchern. Dann ist das Fleisch so zart, dass man die Gräten leicht entfernen kann. Das Fleisch zerfällt dabei und kann im Verhältnis 1 zu 1 mit creme fraiche zu einer leckeren Räucherfischcreme verrührt werden die sich z.B. prima als Brotaufstrich eignet.

      2.) Filets, die nur noch feine Zwischenmuskel-Gräten enthalten zwei mal durch den Fleischwolf drehen. Etwas Paniermehl dazu und mit frischen Kräutern würzen. Den Kick gibt dem gelegentlich eher muffigen Cypriniden Fleisch ein ordentlicher Schuss Limettensaft. Aus der Masse dann kleine Fischfrikadellen in der Pfanne braten.

      3.) Du kannst auch Brassen oder Plötzen wie Brathering zubereiten. Durch das einlegen in Essig lösen sich die feinen Gräten auf.

      Nei allen Rezepte hat man halt nicht das klassische Filet auf dem Teller. Kann ja aber auch mal eine schöne Abwechslung sein.
    • Ich habe mal an einem geschlossenen Gewässer einen Stör von 3,5kg geangelt, den mal irgendjemand dort ausgesetzt haben muss. Wie sonst sollte er dort hineingekommen sein? Er biss auf ein Stück Gouda, kein Scherz!
      Ich habe ihn dann gesalzen und geräuchert. Er schmeckte widerlich.
      Den letzten Karpfen von 60cm haben wir ebenfalls komplett gegessen. Teilweise heiß geräuchert (recht lecker) und als ungarische Fischsuppe.
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
      Auch in einer schlechten Welt lässt's sich gut leben.
    • @Wurzelgnom:
      die Tunke macht meine liebe Gefährtin. Irgendwas mit Honig, Öl, Knoblauch und Gewürzen. Wenn die Schuppen dran bleiben, isses ja eigentlich Quatsch, den Fisch außen damit zu bestreichen, aber nachdem er reichlich von innen damit eingerieben wurde, war noch so viel über und da hab ich kurzerhand auch außen den Rest drübergegeben.

      @Grisumat:
      in Essig einlegen ist eine sehr gute Variante, die ich selbst noch nicht probiert habe aber demnächst unbedingt mal machen werde.

      @Friese:
      den Stör muss jemand dort ausgesetzt haben. Da hast du sicher nicht schlecht geguckt. Ich angle auch ab und an mit Käse. Harzer. Hält nur schlecht am Haken.
      Anschnallen.
    • Jein!

      Ich mag CnR auch nicht, zumal es manchmal sein muss, da man bemerkt dass er Untermaß hat, oder der Rogen schon hinten rausquillt. Zumal ich als Anfänger beiwohnte wie ein Kollege Angelzeug und Patent entzogen bekam, weil die Kollegen auf einmal mit dem Zollstock hinter uns standen... sowas merkt man sich und es hat durchaus Sinn.

      Ansonsten kenne ich keine Gnade, nur merke ich dass mit dem Alter auch die Güte kommt. Diesen Kollegen hier konnte ich dieses Jahr mit meinem Großen strecken:



      Während der Junior bereits in Mordgier ausbrach und das Adrenalin einschoss, erweichte ich, sowohl vor der Kulisse des weiten Sees, als auch vor der Schönheit der Kreatur. Ich beruhigte den Nachwuchs, und wir setzten das kollossale Tier wieder ein. Der Sonnenuntergang tat seinen Rest. So wird man eben doch gütig und milde.

      Zumal wir dieses Jahr auch gut lebten, es waren täglich Rotfedern in der Pfanne, also das Angeln an sich ist und bleibt Mittel zum Zweck des Essens.

      8o
      'Sorry Dave, i'm afraid i can't do this.'
    • Petri!

      Als Angler ist man auch für die Gewässerhege verantwortlich. Zur Hege kann auch gelten, sehr große Fische wieder zurück zu setzen, sofern es die Umstände erlauben.
      Dieses Jahr hat unser Gewässerwart eine Bachforelle von deutlich über 90cm (ECHT FETTES MONSTER!!!11) gefangen. Diese hat er - sinnvollerweise - schonend wieder zurückgesetzt. Leider werden für Rekordwertungen lediglich tote Fische akzeptiert, die gemessen und gewogen werden. Auf diesen "Ruhm" hat er glücklicherweise verzichtet.

      Zum einen versuche ich, sehr selektiv zu angeln... Große Köder für große Fische. Zum anderen nutze ich keine Köder auf die Fische während ihrer Schonzeiten beissen könnten (Spinner/Blinker in der Forellenschonzeit)
      Ich habe allerdings auch schon 10cm Barsche auf 10cm Köder gefangen.. Die sind aber so klein und flutschig, dass sie mir auch mal aus der Hand fallen. :(

      Hat ein Fisch eine sinnvolle Größe erreicht und ist nicht in der Laich-/Schonzeit, dann wird dieser auch verwertet.

      Auch verzichte ich, in der kalten Jahzreszeit in über 10m Tiefe zu angeln --> Baro-Trauma / Trommelsucht.

      Sinnvolles CnR: JA.
      Angeln ohne die Absicht, den Fisch auch verwerten zu wollen: NEIN
      I came into this world kicking and screaming, while being covered in someone else's blood.
      Why shouldn't I leave the world the same way?
    • " Bleien (Brassen) zum Beispiel sind geräuchert absolut lecker."

      Geräucherte Brassen sind lecker, da haste recht Kante Muh.

      Ich war letztens mal wieder ein paar std mit meinem Sohn am Wasser.Er wollte unbedingt ein Rotauge fangen und verwerten.
      Leider hat er keines an den Haken bekommen.
      Aber ein netter Angler ein paar Meter weiter hat meinem Sohn dann eins geschenkt. Super also war das Abendessen gerettet.
      Zu hause angekommen wurde das Rotauge auch direkt verarbeitet.



      Es wurde nur etwas mit Krätersalz gewürzt und in Kokosfett gebraten. Feddich war das Abendessen.

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      Das beste an Fisch was wir bisher gemacht haben war gefüllter Zander über dem Feuer. Das müsst ihr mal ausprobieren.

      Einen Zander mit Kräutersalz gut einreiben, den Bauchraum füllen mit Speckwürferln,Zwiebeln und Knoblauch. Dann leg ihr ihn in eine Tüte ind den Kühlschrank und lasst das ganze etwas "ziehen".
      Wir haben den Zander dann in solche Edelstahl Fischhalter gelegt ( solche aus dem Grillbedarf) und ab auf`s Feuer. Für diese halter darf der Zander aber nicht zu groß und dick sein sonst passen die da nicht hinein. So bis ca 55-60cm sollte aber passen.
      Immerschön regelmäßig wenden und knusprig braten.
      MMMhhhh lecker.
      Leider habe ich kein Bild dazu.


      LG:Micha
    • Zander und Salmoniden sind einfach die leckersten Süßwasserfische, aus meiner Sicht. Ich bin gespannt auf den ersten Fisch an der Hochseerute, wenn sich mein Blauwasseryachttraum erfüllen wird.#
      Gerne denke ich an den Tag zurück, als mein Sohn (ich glaube, er war damals neun) und ich wilde Bachforellen im Schwarzwald gefangen haben. Was habe ich mich für meinen Kleinen gefreut, als ein Fisch an seiner Angel hing. Unvergesslich! Einfach gesalzen und in Mehl gewälzt in die Pfanne geschmissen. Lecker!
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
      Auch in einer schlechten Welt lässt's sich gut leben.
    • Das ist ja sowieso noch besser als selbst Petri zu haben. Als mein Sohn im Sommer einen Haufen Plötze auf unserem Bungalowboot angelandet hat, haben wir jeden Fisch gefeiert und alle gegessen.... naja, es gibt besseres und Gräten nerven bei den kleinen sehr... als Frikadelle sind die aber prima.
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio