Vom positiven bzw. konstruktiven Miteinander oder wenn der Waldläufer mit dem Jäger/Naturnützer

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    • Vom positiven bzw. konstruktiven Miteinander oder wenn der Waldläufer mit dem Jäger/Naturnützer

      Schildert gerne eure Begegnungen mit anderen Naturnützern und legt an positiven Beispielen dar, wie ein gedeihliches Miteinander funktionieren kann. Alternativ können auch negative Erfahrungen konstruktiv erörtert werden.


      Ich mache mal den Anfang:

      Wir sind im Herbst unterwegs im Karwendel. Der Wildschützer kommt mit dem Pick-Up angefahren, hält an, grüsst und weist uns auf die Hirsche etliche Gehminuten weiter hinten hin. Offensichtlich ist die Brunft in vollem Gange. Dies verbindet er mit der BITTE, den Hund anzuleinen.

      Fazit:
      Ein kurzes, sehr angenehmes Gespräch, ich leine den Hund an und alles ist gut.


      Zweites Beispiel:

      Vorausschicken möchte ich, dass meine zuverlässige und wegtreue Zuckerschnute so gut wie immer frei läuft.

      a) Fahrradfahrer klingelt rechtzeitig, ich nehme Hundi zu mir, er bedankt sich, alles gut.

      b) Person mit drei Hunden frei laufend kommt mir im Wald entgegen (ihr kennt sicher alle einen Vertreter dieser Spezies). Bisou hat es nicht so gerne, wenn mehrere auf sie zustürmen. Ich nehme sie zu mir und bitte die Person, ihre Hunde ebenfalls zu sich zu nehmen, was ihr nicht gelingen will. Darauf hin entwickelt sich eine Diskussion darüber, ob "mein Hund nicht ganz sauber wäre". In so einer Situation empfielt sich der Hinweis, Hundi hätte die hochansteckende Knüppselrappsis.

      Immerhin geht diese Person nun, wenn sie mich wahrnimmt, einen anderen Weg.

      Drittes Beispiel:

      Die Jägerin in meiner homerange begegnet mir mit ihrer Labradorhündin. Beide nehmen die Hunde zu sich. Sie erklärt mir, dass ihre gerade läufig und daher anderen Hündinnen gegenüber sehr zickig ist. Also gibts keinen Kontakt und wir verabschieden uns nach kurzem Plaudern. Alles gut.

      Viertes Beispiel:
      Ca. Mittagszeit, Jäger kommt gefahren und brüllt sofort los, der Hund müsse an die Leine.

      a) keine Begründung
      b) kein NSG
      c) keine Setztzeit o. ä.
      d) keine generelle Leinenpflicht

      Fazit: Hundi bleibt frei, Jäger und Schnake sind genervt.

      Nun bin ich gespannt auf eure Beiträge und ich fände es schön, sollte wirklich ein konstruktiver Diskurs entstehen.
    • Das ist gut. Ein eigener Faden für das ewige Thema.
      Ich selbst hatte noch nie eine unangenehme Begegnung mit irgendeinem Jäger - könnte aber auch daran liegen, dass ich jedem das Recht auf einen schlechten Tag einräume, nie Feuer mache und wenn ich draußen penne, dort hause, wo nichtmal der Jäger mehr Bock hat rumzurennen.
      Manchmal tun mir die Jäger richtig Leid: kaum dass man außerhalb ihrer Zunft mal ein gutes Wort hört - alles schießwütiges Pack, dass die Lust am Töten mittels Jagdbefugnissen auslebt. Das neue, oft auf Halbwissen gegarte Naturbewusstsein beginnt an der Kasse vom Globetrotter und endet spätestens bei der Debatte unter dem Hochstand, was paradox ist... denn noch bevor ich selbst im Wald bin, habe ich mindestens drei Bauernhöfe passiert, hinter deren Toren ganz andere "Grausamkeiten" von Statten gehen, die aber im Bewusstsein aller offenbar mit anderen Notwendigkeiten verknüpft sind.
      Oder die gute Hälfte aller Angler - das was die betreiben ist aktive Tierquälerei. Fangen, fotografieren und zurück ins Wasser - wenn Fische schreien könnten, sähe am Wasser die Welt der Angler gleich ganz anders aus.
      Vielleicht ist aber auch alles ein großes Missverständnis, ahnt ja keiner, dass es da draußen Befugnisse gibt - so allerdings das Frauchen anruft, packt man doch lieber schnell sein Zeug und sieht zu, dass man pünktlich zum Abendbrot wieder zu Hause ist... Jäger hin oder her.
      Anschnallen.
    • @Schnake

      Bei Deinen Erfahrungen lese ich immer den freilaufenden Hund.
      Kann man den freilaufenden Hund als Auslöser sehen?
      Kein Jäger oder Bürger (Bürger hab ich vorhin mal gelesen ) kann wissen oder erahnen wie Dein Hund drauf ist.
      Es gibt genug Beispiele über Hunde die auf einmal loß spurten weil sie was gewittert haben.
      Es gibt Menschen die haben Angst vor Hunden, egal wie groß.
      Wenn ich alleine unterwegs bin und mir kommt ein freilaufender Hund ( groß ) entgegen hab ich meine Hand auch in der Tasche aus Angst und Respekt.

      Mal überlegt wenn der Hund geführt wurde ob da dann der Jäger Krawall angefangen hätte.
      Zu deinem Fazit:
      Hundi bleibt frei, Jäger und Schnake sind genervt.
      Wer war da der Klügere?
      Keiner.
      Das beste wäre gewesen, Hund an der Leine und den Jäger ohne was zu sagen dumm stehen zu lassen.

      Zu meinen Erfahrungen mit Jägern und Förster:
      Die die am wenigsten zu sagen haben brüllen am lautesten.
      Jungjäger oder Forstgehilfen spielen sich immer mehr auf als die Altjäger oder Forster selbst.
      Aber alle kann man vom hohen Roß runter holen.
      Gruß
      Andy :hut:
      Brennholz Verleih :campfire:

      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;) :thumbup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von trapperandy ()

    • Ich bin ja vieles in einer Person... Jäger, Angler, Hunde-Gassi-Geher, Brennholzmacher, Naturschützer (selbsternannter), ....
      In meiner Brust schlägt aber nur ein Herz in dem sich alles gut vereinen lässt. Wieso auch nicht, will ich doch die Natur genießen und auch etwas dafür tun.

      Wenn ich ich z.B. in der Brut- und Setzzeit in meinem Grün/braunen Look durch den Wald eiere, schnallen viele Menschen ungefragt ihre Hunde an und sind sich ihres Fehlers anscheinend bewusst. In der Regel sage ich auch nix dazu, weil ich nix zu melden habe. Wenn man mich aber fragt, erkläre ich den Grund für das Gesetz. Meinen Hund habe ich schließlich auch angeleint.
      Als ich im letzten Jahr mehrfach Zelter (in verschiedenen Situationen an unterschiedlichen Orten) entdeckte, habe ich verschieden reagiert. Mal bin ich unbemerkt zu einem anderen Ansitz gelaufen, mal habe ich mit meinem Friesenstahl ausgeholfen als ein Pärchen den Trangia nicht anbekam und einmal hab ich mit der Polizei gedroht als drei Halbstarke mit Bierflaschen um sich warfen.
      Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder heraus...

      Als ich vierzehn war, hab ich von einem unserer Dorfjäger einen Satz heiße Ohren geerntet, weil ich nach reichlichem Genuss von saurem Apfel <X frech wurde. Er hat uns von seiner Kanzel gescheucht, weil diese morsch war... wenn ich das Papa erzählt hätte, hätte er seine gute Erziehung vergessen und mir den sauren Apfel ausgetrieben... letzten Winter wurden wir von besagtem Jäger zur Drückjagd eingeladen (ich wohne seit 20 Jahren nicht mehr dort und jetzt 400km weit weg) und er hat mich mit einem breiten Grinsen an die Aktion von vor fast 25 Jahren erinnert. 8)
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio
    • Ok, also:

      Späte erste Dekade der 2.000er. Ich bin mit zwei Kumpels des Bushcraftchapters “Walküre aka Nazihunter“ in den Gefilden den südlichen Leinetals, Lager steht, erst mal Flüssigkeitsdefizit kompensieren. Dem Schlaf schon Nahe steht ein grünlodiger Vollbartträger mitten in unserem Lager. Nach Apell stellen wir uns höflich vor, fachen das Feuer erneut an und legen unsere edlen Gründe dar, Naturliebe und so. Der Mann erklärt uns, dass er erleichtert sei, denn nachts im Wald gäbe es laut seiner Erfahrung nur zwei Arten von Menschen die dort wären, Leute die dort hingehören, oder Verbrecher. Aufgrund gegenseitiger Sympathie holen wir Schnaps heraus und ehe man sich versieht sind mehrere Stunden ins Land gegangen und der Herr verlässt uns torkelnd.

      So kanns gehen. 8o
      'Sorry Dave, i'm afraid i can't do this.'
    • In unserem eigenen Revier bitte ich die netten Leute immer da Ihre hundis anzuleinen wo meiner Ansicht nach die Böcke stehen und wo anders ist es schon recht. Den unangenehmen Leuten sage ich das "davorne" mal wieder ein toter Fuchs lag und das daher ein Anleihen zu empfehlen sei. Das wirkt immer sehr gut.

      Als ich allerdings für die Jägerei bezahlt wurde, wies man mich an jeden mit frei laufenden Hund anzusprechen. Auch wenn ich das nicht wirklich konstruktiv fand müsste es ja gemacht werden.

      Ich denke immer das man immer freundlich und höflich einander begegnen sollte und dann geht es in den meisten Fällen. Es gibt aber halt sowohl unangenehme Jäger wie auch sture Hundebesitzer ...
    • Moinsen zusammen,
      bis dato hatte ich zwei Begegnungen eine mit einem Jäger und eine mit einem Naturparkranger im Harz.

      Den Ranger traf ich auf dem Weg zum Brocken. Wir wollten den Sonnenaufgang genießen auf dem Berg.
      ( war leider alles voller Nebel ).
      Der gute Ranger kam uns gegen 4:00Uhr entgegen und leuchtete mir mit seiner riesen MAGlight ins Gesicht und fauchte uns an wo wir denn so früh hin wollten? Meine erste Reaktion war das ich Ihn direkt mit meiner Stirnlampe ( die hat Power ) ins Gesicht geleuchtet habe. Der einzige der am frühen Morgen Sterne sah war wohl der Ranger.
      Auf dem Rückweg gegen 08:00 Uhr kam er uns wieder entgegen allerdings in einem T5 auf dem Wanderweg.
      Auf dem Beifahrersitz saß Verstärkung in Person eines anderem Ranger. Beide stiegen aus und fragten ob oben denn freie Sicht sei und wieviel Leute da oben geschlafen haben? Antwort: „ Es war nebelig man konnte nichts sehen.“ Auf unsere Frage ob es der Natur gut tut mit einem Auto zu fahren obwohl kein Notfall vorliegt. Durften wir uns anhören das die beiden alles dürfen. :cursing:

      Den angetroffen Jäger habe ich schon zweimal im Deister getroffen. Einmal auf dem Forstweg ( er im Auto ) ausgestiegen Super nett geschnackt. Beim zweiten mal traf ich Ihn zu Fuß mit seinem Hund. Auch die Begegnung war sehr respektvoll und inhaltlich sehr wertvoll für mich.

      Aber Jäger töten ja zum Glück nicht nur wenn ich mir überlege was ein Jäger sonst noch so für Aufgaben hat. Das sieht aber niemand.
      Wallmanns Heil und Petri Heil an die Angler.
      Manche sagen, ich sei bekloppt ich find mich verhaltensoriginell.
    • @trapperandy

      Ich habe ausserordentlich viel Zeit und Energie in die Ausbildung/Erziehung dieses Hundes investiert.

      Ergebnis ist ein sehr zuverlässiges und auf mich bzw. den Dummy fixiertes Tier mit Wegtreue. Falls doch mal Wild in der Nähe ist, lässt sie sich abrufen.

      Sie kehrt selbständig zu mir zurück, sobald sich Mensch, Hund oder Fahrzeug nähert.

      Dass Fremde Respekt vor einem Hund haben verstehe ich. Daher ist sie in den entsprechenden Dituationen immer bei mir - geistige Leine sozusagen.

      Und natürlich ist sie in Situationen, wo es mir sinnvoll erscheint, an der Leine. Innerorts sowieso immer, outdoors eher selten.

      Im Gegensatz zu ihren Vorgängern, welche viel öfters an die Leine mussten, vertraue ich Bisou sehr. Ich denke, dass das jeweilige Gegenüber schon wahr nimmt, dass die Begegnung, welche aus den oben geschilderten Gründen eben gar keine echte Begegnung darstellt, ungefährlich ist.

      Ebenso traue ich dem Jäger eine entsprechende Einschätzung zu. Er hat ja zumindest kurz die Szenerie beobachtet und feszgestellt, dass Bisou gut gehorcht, auf den Wegen bleibt und ich sie, falls sie sich auffällig verhältet (wittert o. ö.) gut abrufbar ist.

      Im Umkehrschluss bedeutet dies für mich aber auch, dass sie so gut wie überall, wo es nicht ausdrücklich verboten ist, frei läuft. Dies ist:

      1. Dann eben nicht verboten
      2. Laut Tierschutz- Hundeverordnung sogar geboten
      3. Nötig, um Hundi körperlich und geistig auszulasten
      4. Ebenfalls unabdingbar im innerartlichen Sozialverhalten.

      Abschliessend möchte ich anmerken, dass ich mich einer konstruktiven Anrede nicht verschliesse. Wenn aber von vorne herein losgepoltert wird, wird das nix. Zwischenzeitlich versuche ich (wenn man mich lässt), die Diskussion durch wortloses Entfernen zu vermeiden.
    • Schnake schrieb:

      Abschliessend möchte ich anmerken, dass ich mich einer konstruktiven Anrede nicht verschliesse. Wenn aber von vorne herein losgepoltert wird, wird das nix. Zwischenzeitlich versuche ich (wenn man mich lässt), die Diskussion durch wortloses Entfernen zu vermeiden.

      Genau so sehe (und tue) ich das auch.

      Bislang ist es, selbst bei ungünstigem Ausgang, mir noch nicht vorgekommen, daß man mich nicht gelassen hätte. Und einen ungünstigen Ausgang habe ich erst einmal in den letzten 20 Jahren erlebt. Das ist eine Ausnahme, in meiner Erfahrung, und aus meinem Blickwinkel.

      Sollte mir das aber jemals passieren, dann hätte ich wohl keine andere Möglichkeit, als einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff auf meine Person, oder eine Person für die ich mich verantwortlich fühle, mit den geringstmöglichen aber wirksamen, mir zur Verfügung stehenden Mitteln abzuwehren.

      Um mich dann aus der Situation zu entfernen und die zuständigen Behörden zu informieren.

      Es ist wichtig, gerade in Situationen wie denen, um die es hier geht, sich nicht unnötig ins Unrecht zu setzen. Dann ist man nämlich auch im Nachhinein nicht erpreßbar und muß sich auch später nichts vorwerfen.

      Aber wie gesagt - normal ist das sowieso nicht. Normal ist, daß alles normal und vernünftig läuft, jedenfalls in meiner Welt.

      Und das ist auch gut so.
      Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum / neun lange Nächte.
    • Schnake schrieb:

      wo es nicht ausdrücklich verboten ist
      dann kann doch auch Niemand was sagen :thumbsup:

      Was mich ärgert ist wenn, Hunde z.B. bei und hier auf dem StOÜbPl ohne Leine herum laufen.
      An ALLEN Zuwegen stehen große Schilder das auf dem gesamten Gelände Leinenpflicht besteht.
      Zum einen ist das gesamte Geländer Natur- und Wildschutzgebiet....
      zum anderen gibt es dort auch, durch den Übungsbetrieb genug Gefahren für den Hund.
      Übungsminen / Granaten haben zwar nicht die Sprengwirkung einer Scharfen... aber es genügt um einen Hund schwer zu verletzen oder sogar zu töten.
      Das Gelände ist auch Ausbildungsgelände für die Geländefahrt mit LKW .... wenn ein 8x8 im Gefechtstempo um die Kurve kommt... da bleibt keine Möglichkeit einem Hund aus zu weichen.
      Die Verbote / Gebote sind ja nicht "nur" da um Hundehalter zu ärgern, sondern auch um Sie und ihre Hunde zu schützen.
      Alles Liebe aus Aachen, Walter ;)
      Meine Fotoalben

      Wer radelt da draußen, bei Regen und Wind? Es ist der Walter, er radelt geschwind :D
    • @Schnake
      Zitatausschnitt:
      Ich habe ausserordentlich viel Zeit und Energie in die Ausbildung/Erziehung dieses Hundes investiert.

      Ergebnis ist ein sehr zuverlässiges und auf mich bzw. den Dummy fixiertes Tier mit Wegtreue. Falls doch mal Wild in der Nähe ist, lässt sie sich abrufen.

      Sie kehrt selbständig zu mir zurück, sobald sich Mensch, Hund oder Fahrzeug nähert.
      Zitat Ende.

      Und das kann kein anderer wissen oder ein Laie sehen das Dein Hund gut ausgebildet ist.

      Jeder kennt die Situation das von weiten gerufen wird " der tut nichts "
      Das Hunde freilauf haben müssen und sollen sehe ich ein.
      Aber ein Hundebesitzer sollte auch bedenken das andere Angst vor Hunden haben könnten.

      Ich hab vor 2 Jahren erlebt wie ein gut ausgebildeter Jagdhund trotz Rufen seines Besitzer ein Reh gestellt hat, der Hund hörte noch mit mal bei einer heftigen Reaktion des Besitzers auf das Reh los zu lassen.

      Ich bin selber Hundebesitzer und nehme oft unseren Hund zum Schutz des Hundes an die Leine.
      Es sollte immer ein Miteinander geben.

      Aber diese Diskussionen mit Hunden und über Hunden werden nie gut ausgehen.
      Hatten wir schon mal im BCD.
      Gruß
      Andy :hut:
      Brennholz Verleih :campfire:

      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;) :thumbup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von trapperandy ()

    • Als ich früher noch meine Huskies hatte, war ich mit diesen aktiv in einem Sportverein.
      Dort hatten wir einen Platz, von dem aus wir gemeinsam ausführen.
      In einer Richtung sollten wir wegen den Jägern nicht fahren und hielten uns auch daran.
      Nur einmal im Jahr gab es ein Rennen, auch in der Richtung (war dann auch mit den Jägern abgesprochen).
      Keine 10Minuten nach dem letzten Gespann war das Wild schon wieder zu sehen.

      Wenn ich bei mir daheim trainierte wurde ich sogar oft von einem Jäger unterstützt.

      Hatte damals nie Probleme.

      Später kam mir mein eigenes Wald- Wiesengrundstück wieder in den Sinn.
      Einmal war die direkte Zufahrt wg einer Veranstaltung gesperrt und ich musste durch den Wald fahren..
      Dort hielt mich der Jäger mit seinem freilaufenden Hund an und mosserte mich an, daß dies keine öffentliche Straße sei. Ich gab ihm entsprechenden Ton zurück, daß es mir Leid tut, aber die direkte Zufahrt zu meinem Grundstück gesperrt sei.
      Darauf entschuldigte er sich und es war alles gut.
      Später begegnete ich ihn noch öfters im Wald, wenn ich mit meinem Hund unterwegs war. War dann immer ein höfliches Grüßen. Nur Ärger weil Hund nicht an der Leine war oder so.

      Mit dem eigentlichen Jagdpächter gab es abundan Reibereien - aber NIE weil mein Hund ohne Leine war, da sagte er noch nie etwas.
      Wie erst Gestern geschildert, straff ich ihn auch Gestern wieder, und er sagte auch, daß es solche und solche Hunde gibt, wegen Meinem befürchtet er nichts.

      War auch mal mit meinem freilaufenden Hund in einem anderen Revier unterwegs, als zwei Jäger mit ihrem angeleinten Hund von einem Nebenweg auf uns zukamen. Mein Hund war läufig und ich leinte sie an.
      Kam auch mit diesen Jägern in eine nette Unterhaltung.
      Sie haben kein Problem, wenn mein Hund frei läuft. Da ist kein Wildtier in Gefahr.

      Nur der Waldgenossenschaftsvorsitzende in dem einen Waldgebiet terrorisiert mich regelmässig, wenn er mich sieht und drohte schon x mal mit Anzeige und später mit Anwalt.
      Auf der anderen Seite hat er null Respekt vor meinem Grund und lässt sich dort nix sagen.
      Er hat auf mich schon richtige Vetgolgungsangriffe verübt. Teilweise rennt er quer durch den Wald, nur um nich blöd anzureden. Selbst wenn ich kurz vor dem Kontakt den Hund alleine (keine meistens an, wenn andere Menschen entgegen kommen).
      Ich gebe ihn dann jedesmal zu verstehen, daß es mich nicht imponiert, wenn er sich aufführt und leine demonstrativ den Hund vor seinen Augen ab.

      Und @Walter bei uns hängte eine Privatperson Schilder auf, daß Hunde an der Leine zu führen sind. Doch alle Behörden erlauben daß frei laufen lassen der Hunde in diesem Gebiet. Neulich kam mir da auch ein Jungjäger entgegen, er grüßte nur. Keine Probleme.

      Angler ist wiederum ein eigenes Thema.
    • Manchmal werde ich gerufen, wenn "Nutz"tiere von freilaufenden Hunden schwer verletzt worden sind. Die Reaktion vieler Hundehalter/innen ist verstörend tierfeindlich: "Darum kümmert sich meine Versicherung!" Es leuchtet mir auch noch etlichen Gesprächen immer noch nicht ein, warum z.B. ein Schaf ein "Ding" ist, ein Hund jedoch geradezu auf Menschenhöhe steht. Zumindest aus der Sicht mancher Hundehalter/innen. Leider erlebt man auch bei freundlichster und sachlicher Ansprache immer wieder, wie einem Arroganz und ganz bewusst egoistisches Verhalten entgegenschlägt.

      Edit Wir haben selbst einen Hund, den wir lieben.
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
    • @Friese

      Meine Frau schimpft mich immer aus, wenn ich die Meinung vertrete, dass man 80 % der Hundebesitzer den Hund wegnehmen sollte. Meine diesbezüglichen Erfahrungen, auch als Ausbilder, würden Bücher füllen.

      Was mich halt wirklich stört, ist der Umstand, dass oft pauschal alle in einen Topf geworfen werden. Und da habe ich nach vielen Jahren der Defensive und des Kuschens für mich beschlossen, mich nicht mehr anmachen zu lassen.

      Übrigens habe ich mich meiner Frau gegenüber korrigiert: es sind eher 90 %. Dies ist auch det wesentliche Grund, weshalb ich meinen Weg zum professionellen Hundetrainer abgebrochen habe. Ich wäre vermutlich mangels Kundschaft verhungert.
    • musher schrieb:


      Angler ist wiederum ein eigenes Thema.
      Ey immer die Angler ^^ . Aber Angler und Hunde zusammen sind auch nicht schlecht. Wenn Leute ihre Hunde 5m neben dem Angler/Angelplatz
      zum Baden ins Wasser lassen :cursing: .
      Ist bis jetzt aber immer friedlich verlaufen. Es wurde der/die Hundbesitzer/in kurz angesprochen mit dem Hund doch bitte ein paar meter weiter zu gehen, damit sich der Hund zb nicht in der Schnur verfängt oder ähnliches.

      Ein anderes mal im Wald in meiner Nähe, war ich mittags mit nem Kumpel unterwegs. Wir haben unsere Hängematten befestigt, hatten einen Kocher auf einem Stein gestellt und eine kleine Mülltüte direkt sichtbar neben unseren Rucksäcken liegen.
      Auf einmal tauchte ein Pärchen mit Hund auf und fragte uns ob wir vor hätten die Nacht dort zu verbringen ? Dies verneinten wir höflich da wir nur mal 2-3std im Wald "Hängen" wollten und uns später wieder auf den Weg machen würden.
      Sie sagten uns das in der Nähe eine Stelle sei wo sich oft Wild aufhällt und wir dieses dort nach möglichkeit nicht stören sollten.
      Anschließend sahen sie sich noch kurz unsere Baumgurte an, nickten zufrieden und wünschten uns noch nen schönen Tag.


      LG: Micha