Einmal Outdoorjacke ohne Chemie bitte - Ein Artikel der SZ zum Thema PTFE

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    • Einmal Outdoorjacke ohne Chemie bitte - Ein Artikel der SZ zum Thema PTFE

      Guten morgen,

      beim schmökern im ODS bin ich über einen Post zum Thema PTFE( Polytetrafluorethylen) gestoßen, den ich gern mit euch teilen möchte.
      Diese Stoffe sind nicht biologisch abbaubar und lagern sind in Natur und Körper ab. Babys nehmen diese schon über die Muttermilch auf!

      Das Problem ist nicht neu, aber was tut sich auf dem Gebiet, was gibt es für Alternativen?
      Wie gehen Firmen mit dem Problem um?
      Ein paar Antworten liefert die SZ.

      Der Zeitungsartikel um den es geht ist am 03.12.17 in der Süddeutschen Zeitung erschienen und ich fand ihn ganz interessant:
      sueddeutsche.de/leben/oeko-rat…ne-chemie-bitte-1.3727048

      Wie steht ihr dazu?
      Achtet ihr auf soetwas, ist euch das egal, oder habt ihr gar noch nie von der Problematik mit PFC´s gehört!?

      Ich für meinen Teil muss leider gestehen, das ich PTFE Bekeidung trage und bislang auch noch nicht viel daran geändert habe.
      Ich besitze eine Jacke von Paramo die ohne das Zeug auskommt. Evtl noch die billige Raincut von Decathlon die hier rumfliegt. Die taugt aber mit oder ohne nix. :)

      Es gibt mittlerweile Firmen die ohne diese Stoffe poduzieren, doch ist die Wasserdichtigkeit wirklich gleich, frage ich mich?
      Laut "schlauen"Menschen schon.

      Ich bin gespannt wie ihr zu der Problematik steht, sind wir doch alle gerne daußen und so ziemlich jeder hat eine Regenjacke im Pack.


      Liebe Grüße,

      Tipple



      PS: Der nachfogende Artikel "Daunen sind der neue Pelz" ist auch interessant, aber der Responsible Down Standard (RDS) ist wieder ein anderes Thema... :P


      Die Gesellschaft braucht eine Ansicht, das Volk braucht eine Religion, gäbe es Gott nicht, müßte man ihn erfinden.
      <Voltaire>

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Tipple ()

    • ich glaube "ganz" ohne Chemie ist so gut wie unmöglich, wenn die Jacke dicht sein soll.
      Dicht sind in der Regel nur Kunststoffjacken. Die Kunststoffe werden nun mal"noch" aus Rohöl gemacht.
      Einzelne superschädlich Stoffe ... gut die kann man vermeiden aber eben nicht Alle.... :(
      Alles Liebe aus Aachen, Walter ;)
      Meine Fotoalben

      Wer radelt da draußen, bei Regen und Wind? Es ist der Walter, er radelt geschwind :D
    • Kunststoff zu verwenden ist das Eine. PTFE das andere.
      Ohne PTFE, also Teflon bei Regenbekleidung auszukommen ist schon sehr schwierig.
      Die ersten Versuche laufen ja.
      Wenn es dazu etwas bezahlbarens gibt, bin ich sicherlich dabei. Aber selbst die
      Klamotten von Paramo sind nur ein erster Schritt, aber wohl noch nicht "the yellow of the egg"

      Gruss
      Konrad
      Ach das wiegt nix!
    • Ich habe ja nur einen Windproof Smock von Paramo.
      Der hält zwar, mit Nikwax imprägniert, auch ne Weile dicht, aber es ist und bleibt eine Windjacke.

      Hat hier jemand eine "richtige" Regenjacke von Paramo und kann etwas zur dauerhaften Dichtigkeit sagen? Das wäre cool. :*

      Ich tu mich schwer damit das dieses "Directional Clothing System" echt so gut funktioniert wie man erzählt. Mal gucken, vielleicht meldet sich ja wer mit Infos aus erster Hand.
      So long, hier mal ein Link mit Infos dazu: paramo-clothing.com/de-de/performancetechnology/


      LG


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      <Voltaire>
    • Das Thema poppt regelmäßig auch hier in Österreich auf, ich kann mich erinnern dass vor wenigen Jahren mal eine Recherche der offiz. ArbeitnehmerInnenvertretung bzw. des Konsumentenschutzes für Schlagzeilen sorgte die posaunte dass speziell das Personal im Outdoor- u. Sportvertrieb hohen Belastungen von div. Chemikalien ausgesetzt ist, welche gesundheitlich zumindest als bedenklich gelten. Speziell Substanzen welche in den wasserabweisenden u. -dichten Beschichtungen von Gear im allgemeinen enthalten sind standen da unter Beschuss, egal ob Silikon, Nanopartikel, etc. In den Sportgeschäften kann z.B. auch der Cocktail aus zahlreichen unterschiedlichen als potentiell gefährdend Substanzen zum Problem werden, selbst wenn noch kein Grenzwert für eine einzelne Risikochemikalie überschritten ist.

      Dass von PTFE (GoreTex) Gesundheitsrisiken ausgehen sollten ist mir neu. Es wird ja z.B. in Kochgeschirr und teilweise sogar für Körperimplantate verwendet. Neu ist mir auch das PFC (Flourocarbon) Einzelbestandteil von PTFE ist. Das Problem speziell mit Flourocarbon ist mir schon länger bekannt. Hab mir (leider) mal Angelschnüre aus dem Material besorgt, da dies einen Lichtbrechungsfaktor wie Wasser hat und deshalb unter Wasser so gut wie nicht zu sehen ist. Dass speziell dieses Material ein massives Umweltproblem aufwirft habe ich erst später rausgefunden und ich kauf mir mittlerweile keine Schnüre mehr aus PFC.

      Alternativen zu moderner wasserdichter Sportbekleidung aus Synthetikmaterialien sind rar. Mir fallen da spontan z.B. die Waxcotton Jacken von Barbour ein. Hatte mal so eine und das Gewicht sprengt den Rahmen was man üblicherweise auf eine mehrtägige Tour mitnehmen möchte. Wenn sie gut imprägniert ist so dass sie auch mal einen Platzregen standhält leidet die Atmungsaktivität, etc. Für einen kurzen Ausflug aber alles kein Problem ...
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      Wer stahd kraid khimd ah waid!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von bugikraxn ()

    • Ich habe den Artikel jetzt mal gelesen und bin da wahrlich kein Fachmann,

      aber da läuft doch irgendwas falsch.

      Da wird ein Stoff verboten, der C8 ist und die Hersteller gehen dann auf einen Stoff, der C 6 ist. Und dieser Stoff kann nicht mehr gefiltert werden.

      Hat das Verbot die Situation gar verschlimmert.


      Ich finde, es wird zuviel Verantwortung auf den Verbraucher abgeschoben. Hersteller und Regierung müssen vielmehr handeln.

      Von wegen, "der Verbraucher will das".

      Ohne ein Studium in Bio, Chemie und H u. E steigt da doch keiner mehr durch.
    • Ich bin mir der Problematik von Gore und Co bewusst.
      Meine Gorejacken und Windstopper haben alle mehr als zehn Jahre auf dem Buckel und sind noch in Verwendung.
      Sollten sich diese Bekleidungsstücke irgendwann mal auflösen, kann man sie auch an die Hersteller senden. Viele Produzenten bieten das an.
      Dann gehe ich einfach mal davon aus, dass dort dann fachgerecht entsorgt wird.
      In Anbetracht der Haltbarkeit meiner Produkte mache ich mir aber kein schlechtes Gewissen.
    • Hab ne EtaProof Jacke von Klattermusen und bin mit dem Stoff sehr zufrieden. Sehr gutes Klima drin. Der Stoof müsste doch besser sein so weit ich weiß. Leider drückt sich nach 7 Jahren auch der kleinste Schauer durch. Am Anfang war es echt top. Hab sie zwar mit einem entsprechenen Waschmittel gewaschen aber das hat nie den orginal Zustand hergestellt.

      @Konradsky Hast Du nicht den Odin von Tilak? Der steht auch noch immer auf „meiner haben wolle“- Liste. Der ist doch auch einer wasserdichten Baumwolle.

      Ne reine Chemiejacke kommt mir nicht mehr ins Haus.
      "Of all the paths you take in life, make sure a few of them are dirt."
      John Muir
    • RolingDingo schrieb:

      Friese, welches Naturmaterial empfiehlt sich denn für Starkregen ohne das es durchdrückt.
      Also wirklich Starkregen, auch mal langanhaltend.
      Bis jetzt trage ich da Kunstfaser würde mich aber gerne anders orientieren
      Vor Jahrzehnten gab es mal den Klepper-Regenmantel aus Gummi. Mein Erbstück vom Opa war ursprünglich arschteuer, aber absolut wasserdicht und man hat überhaupt nicht geschwitzt. Leider war er mir erheblich zu klein. Sollte ich aber mal einen gut erhaltenen in passender Grösse bekommen, könnte ich schwach werden. Das mit gut erhalten ist halt schwierig.