Was beobachtet ihr an eurem Vogelfütterplatz?

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    • Was beobachtet ihr an eurem Vogelfütterplatz?

      Hallo,

      seit etwa 5 Jahren hänge ich außerhalb meines Küchenfensters im Winter ein Vogelfutterhäuschen auf, welches ich mit dem Standard-Körnermischfutter befülle.

      Ich wohne mitten in der Stadt, genauer gesagt in der Mitte eines Ovals, in dem etwa 3 Millionen Menschen städtisch leben.

      Am Vogelhäuschen selbst fressen Kohlmeisen, Blaumeisen, Rotkehlchen sowie Buchfinken. Herunter geworfene und in der Dachrinne gelandete Körner sammeln noch Amseln und Krähen auf.

      Im vergangenen Jahr hat eine Krähe festgestellt, dass es sinnvoll ist, mit Kraft im Flug gegen das an einem Faden aufgehängte Vogelhaus zu fliegen, welches dann gegen mein Küchenfenster knallt. Dadurch werden eine Menge Körner ausgeschüttet.

      Bis in den vergangenen Winter hatte ich auch regelmäßig ein Dompfaff-Paar zu Besuch. Jetzt ist es bereits März, und die Beiden sind bisher noch nicht aufgetaucht. Im ersten Jahr waren noch eine Anzahl Kleiber am Fressen und Hacken, in den Folgejahren aber nicht mehr. Auch die Zahl der Vögel wird geringer.

      Beobachtet ihr auch einen Abnahme der Arten und Individuen an eurer Futterstelle? Das würde auch mit der Info von letztem Jahr übereinstimmen, dass die Anzahl der Brutvögel in Deutschland innerhalb der vergangenen 30 Jahre um die Hälfte abgenommen hat.
      "We like companionship, see, but we can’t stand to be around people for very long. So we go get ourselves lost, come back for a while, then get the hell out again."

      Krakauer, Jon. Into the Wild (Picador Classic Book 78) (S.96). Pan Macmillan.
    • Nicht unbedingt am Vogelfutterplatz sondern allgemein, es gibt heutzutage bei uns DEUTLICH weniger:

      - Spatzen (waren früher fast eine Plage) sieht man kaum mehr
      - Rotkehlchen
      - Dompfaffen
      - Grünfink oder Grünlinge

      Bin nur ein absoluter Laie auf diesem Gebiet, hab gerade meine Holde fragen müssen.

      Grüße

      Hans
      „Ich werde Ihre Meinung bis an mein Lebensende bekämpfen, aber ich werde mich mit allen Kräften dafür einsetzen, dass Sie sie haben und aussprechen dürfen.“

      Voltaire
    • Ich beobachte da insgesamt v.a. große Unterschiede zwischen den Jahren. Wir haben aus seuchenhygienischen Gründen kein Futterhaus, aber oftmals Meisenknödel & Co. - in erster Linie für die Kinder, weniger aus Notwendigkeit des Zufütterns. Aber auch ohne Futterangebot ist genug los im Garten. In einzelnen Jahren sind massig Wacholderdrosseln da und hauen sich den Wanst mit Fallobst voll, mal sieht man sie gar nicht... Tannenmeisen sporadisch. Kleiber sehe ich nie im Dorf, aber oft im Wald, ebenso Weidenmeisen. Tannenmeisen dafür wieder häufiger im Dorf. Grünfinken treten auch in Wellen auf, mal wirbeln sie zu zehnt durch den Garten, dann sieht man sie wieder ewig nicht. Standorttreu dagegen sind Türken- und Ringeltaube, Blau- und Kohlmeise, Sperlinge, Zaunkönige, etc. Außerhalb des Dorfes haben sich dafür stabil Rebhühner etabliert, die bis auf 5m an die Häuser herankommen, aber nie im Garten zu finden sind. Krähen und Elstern sind hier aber auch eher ab- als zunehmend, ebenso Eichhörnchen. Denn die Beutegreifersituation hat immensen Einfluss.
      Ruhe bewahren.
    • Dieses Jahr war das erste komplett ohne Fasane am Futterhäuschen. Dafür haben wir gleich drei Dompfaffpaare, Kleiber, Blau- und Kohlmeisen, Amseln, Wacholderdrosseln, Grün- und Buchfinken en masse und so viele Spatzen wie selten zuvor. Und natürlich auch wieder unser geliebtes Eichhörnchen, welches sich seinen Teil holt. Manchmal sind auch Tauben am Platz. Leider auch die doofen Dohlen, die immer in unserem Schornstein nisten wollen.
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
    • Trotzdem wir nicht ekzessiv füttern, haben wir des Öfteren Besuch im Garten: Eichelhäher, Gimpel, Kohlmeisen, Rotkehlchen, neuerdings auch regelmäßig einen Grünspecht. Wir wohnen zwar mitten in der Stadt, rundherum gibt es aber viel alten Baumbestand und eine begrünte Halde.
      "Wenn du etwas tust, was du noch nie getan hast, dann ist das doch schon ein Abenteuer."
      Johan Skullman

      Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht.
    • Wanderratte schrieb:

      Trotzdem wir nicht ekzessiv füttern, haben wir des Öfteren Besuch im Garten: Eichelhäher, Gimpel, Kohlmeisen, Rotkehlchen, neuerdings auch regelmäßig einen Grünspecht.
      Hat sich etwas geändert, innerhalb der vergangenen 5-10 Jahre (abgesehen vom Grünspecht)?
      "We like companionship, see, but we can’t stand to be around people for very long. So we go get ourselves lost, come back for a while, then get the hell out again."

      Krakauer, Jon. Into the Wild (Picador Classic Book 78) (S.96). Pan Macmillan.
    • mir ist vor ca 5 Jahren aufgefallen, das im Garten viele Amseln und Drossen aktiv waren. Kleinere Vögel eher seltener, mal Meisen aber dann auch nur auf dem Durchflug. Habe dann angefangen lehmverfugte Natursteinmauern und Insektenhotels zu errichten. Darauf sind in den warmen Monaten reichlich Insekten bei mir unterwgs. Weniger Wespen als früher. Das ermöglichte wiederum mehr Vögeln Futter zu finden. Durch frühere und längere Fütterung ( nicht erst bei Minusgraden) mit Vogelfutter im Winter ( das highlight bei mir Sonnenblumenkerne und Nussbruch )sind auch einige Arten mehr zu mir gekommen.
      Spatzen, Meisen, Grünfinken, Gimpel , Rotkehlchen , Grünspecht und noch einige andere ( kenne ich nicht persönlich :) ) , Amseln und Drosseln sind jetzt da. Kann garnicht von zurückgehenden Arten erzählen.
      Bin zufrieden

      Das Leben ist ein Spiegel: wenn du hineinlächelst, lächelt es zurück
      George B. Shaw
    • Ich hab es ja schon mal erwähnt. Wir füttern ganzjährig an mehreren Standorten im Garten. Hier ist immer Action und immer wieder andere Besucher. Die Gimpel (Dompfaff) kommen immer nur für ca. zwei Stunden am Tag in einer großen Gruppe. Die Tannenmeisen sind ausschließlich an einer kleinen Futterstelle, die wenig Trubel hat.
      In den letzten fünf Jahren hat sich unsere Futtermenge immer vergrößert. Ich hatte mal ausgerechnet, wie sich das innerhalb der ersten drei Jahre entwickelt hat. Mittlerweile sind wir bei mindestens 300€ im Jahr. Obst und Wasser natürlich auch immer dabei.
      Da hier nicht gespritzt (und selten gemäht) wird, ein Kuhstall in der Nähe ist und immer ausreichend Insekten da sind, haben wir keinen Rückgang zu verzeichnen. Grün- und Bergfinken z.B. kommen im Schwarm vorbei und verschwinden wieder im Buchenwald.
      Insgesamt würde ich sagen, dass sich „unsere“ Population (seit unserem Einzug vor fünf Jahren) vervierfacht hat.
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio
    • Wir haben viele Amseln,Drosseln und Spatzen vor Ort am Häuschen und ab und zu fliegen Meisen 1-2 Paare umher. Zunehmend werden diese aber von einer Vielzahl Krähen,Tauben und Elstern vertrieben.
      Aber es ist auffällig dass es weniger Vögel werden.
      Wir pflanzen dieses Jahr noch 7 Bäume um Nist und Futterplätze auf dem Hof zu schaffen.
      Gruß Möhre
      Shorts are for wimps, real men wear Kilts!!! :thumbup:
    • Naturerlebnis schrieb:

      Wanderratte schrieb:

      Trotzdem wir nicht ekzessiv füttern, haben wir des Öfteren Besuch im Garten: Eichelhäher, Gimpel, Kohlmeisen, Rotkehlchen, neuerdings auch regelmäßig einen Grünspecht.
      Hat sich etwas geändert, innerhalb der vergangenen 5-10 Jahre (abgesehen vom Grünspecht)?
      Nun ja, man hat hier eher das Gefühl, dass die Populationen wachsen. Das hat aber sicherlich die Ursache im alten Baumbestand der Umgebung sowie der Tatsache, dass der Pott zusehends grüner wird. In unserer Nähe gibt es auch einen Revierpark mit Teichen. Daher werden hier auch häufig Reiher und andere Wasservögel gesichtet, sogar ein Eisvogel hat dort schon genistet. Abends hört man hier oft Waldkäuze. Falken und Bussarde sind ja schon länger keine Seltenheit mehr hier im Revier. Füchse haben wir neulich auch mehrere an verschiedenen Stellen in der Siedlung gesehen, Eichhörnchen sind Dauergäste, usw. Bloß Kaninchen scheinen nicht mehr zahlreich zu sein, kein Wunder bei der Fuchsbesiedlung.
      Einen Grünspecht haben wir schon öfter beobachtet, nur dass er jetzt unseren Garten entdeckt hat, ist neu.
      An die Nähe zur Eisenbahn, Autobahn, Industriegebieten, Hauptverkehrsstraßen, Menschen haben sich die Tiere anscheinend mittlerweile gewöhnt.
      Tauben, Elstern, Krähen etc. sind bei uns natürlich auch massig vertreten.
      "Wenn du etwas tust, was du noch nie getan hast, dann ist das doch schon ein Abenteuer."
      Johan Skullman

      Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht.
    • Habe keinen Futterplatz, aber einen Baum vorm Küchenfenster downtown Kölle und dort beobachten Töchterchen und ich gerne , wer sich dort so rumtreibt.
      Normal sind es Krähen,Tauben, Meisen , und einige Eichhörnchen.
      Seltener zu Gast sind Buntspecht, Kleiber, Rotkehlchen und Elstern.
      Aber heute morgen waren es 2 Rotkopfwürger!!!
      Wir waren sehr erstaunt und mußten es auch erst mal nachschauen, was es war, aber es war ziemlich eindeutig dieser Vogel hier:
      leider hab ich kein besseres Bild von den Tieren.
      Laut Vogelbuch gehört der hier eher nicht mehr hin, aber die 2 waren da!
      Gruß"Seemann"
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!
    • Seemann schrieb:

      Aber heute morgen waren es 2 Rotkopfwürger!!!
      Beobachtest du eine Zunahme von Vogelleichen in deinem Umfeld?
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      Krakauer, Jon. Into the Wild (Picador Classic Book 78) (S.96). Pan Macmillan.
    • Bin auch kein Vogelkundler, aber bei der Größe , die ich glaube zu sehen, bin ich auch eher beim Specht ( sogar Buntspecht) als beim Rotkopfwürger. Ja ich weiss, der hat aber einen roten Schopf, junge Buntspechte haben den aber meines Wissens noch. Für mich ist der Kopf - Halz Bereich deutlich stabiler/kräftiger als beim Rotkopfwürger. Auch den Schnabel würde ich als mehr Specht ansehen. :)
      Vielleicht gelingt dir ja noch mal ein schönes Foto.
      Grüße

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