BCG-Wünsche für den Expeditions-Guide

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • BCG-Wünsche für den Expeditions-Guide

      Okay, ich hab es nach dem Hobo-Kochuch nicht sehr lange ausgehalten :)
      Ende Juni soll der Expeditionsguide ausgeliefert werden.
      Wir arbeiten schon seit einigen Monaten intensiv daran und es nimmt langsam Form an.
      Es wird ein kleinformatiges Buch mit fast 400 Seiten, das so ziemlich alles abdeckt. Inklusive Jagd und Nahrungsbeschaffung.
      Es soll die Lücke zwischen Survival- und Expeditionstechniken schließen und sowohl als Vorbereitungsbuch als auch als Nachschlagewerk unterwegs dienen.
      Es liegt in der Natur der Sache, dass die Themen nicht so detailliert beschrieben werden können wie in den anderen Fachbüchern (dann hätte das Buch 1300 Seiten :) )
      Derzeit sind enthalten von Reisen zu Fuß, Reisemedizin, Technik ( z.B. Zelte, Kocher), Biwak über Reisen mit leichten Geländewagen (Incl. Bergungen etc.), Ausrüstung, Ernährung (incl. Angeln und Jagd) und dergleichen.

      Jetzt an euch die Frage an euch:
      Welche Themen hättet ihr ganz speziell in einem Expeditions- und Individualratgeber, was würde euch stören?
      Die Themen sind mittlerweile soweit ausgearbeitet, dass ich tatsächlich noch Sonderwünsche annehmen kann ;)

      Welche Inhalte sind auf euren Reisen wichtig?

      Mit welchen Schwierigkeiten habt ihr zu kämpfen?

      Welche Rolle spielt für euch zum Beispiel Verteidigung, Trampen, Übernachtungen am Flughafen und so weiter?

      Nach Erscheinen kann ich dem Forum sicher einige Exemplare als Passaround oder an @Friese zum Verlosen zur Verfügung stellen.

      Haut einfach gerne raus. Ich kann dann gerne dazu schreiben, ob es eingeplant ist bzw. aufgenommen wird.

      Klappentext:
      Mallorca, Hurghada, Antalya – der Mitteleuropäer macht gerne Urlaub. Immer mehr Reisende entscheiden sich aber gegen Cluburlaub und ziehen alleine oder in kleinen Gruppen los. Wohin? Bis in die entlegensten und einsamsten Ecken der Erde. Ob in die Wüsten, in den Dschungel oder in den Nordischen Winter – es gibt mehr Reiseziele, als man denkt. Wie können solche Reisen vorbereitet werden, welche Reisearten gibt es? Und welche Gefahren können lauern? Dieser Ratgeber zeigt, wie man seine ganz eigene Reise im Expeditions-Stil planen und durchführen kann. Joe Vogel gibt alle wichtigen Informationen für ein unvergessliches Individualabenteuer.

      LG Joe
      Bilder
      • 6721502600001Z.jpg

        45,74 kB, 279×420, 5 mal angesehen
      ____________
      leicht sarkastisch im Unterton, dabei völlig spaßbefreit
      Ich liebe Fachfragen, Smalltalk nur f2f ;)
    • Hi Joe,
      schönes Thema und wird bestimmt auch ein schönes Buch. Was ich unter dem Aspekt "...-Guide" für wichtig erachte, ist vor allem noch das Thema Gruppen führen und gruppendynamisches Verhalten . Da sollte jeder potentielle „Guide“ drauf vorbereitet sein. Das geht schon bei der einfachen Tageswanderung los und ist bei Expeditionen noch viel wichtiger. Aus meiner Sicht wichtiger als manches Survival Wissen. Mir nutzt das beste Survival Wissen nix, wen ich nicht in der Lage bin, eine Gruppe anzuleiten und auf den einzelnen einzugehen. Spätestens in einer kritischen oder auch nur belastenden Situation wird das wichtiger als anderes.
      Beispiel das Buch vom R. Messner „Wild“ über Frank Wild den zweiten Mann der Shackleton-Expedition.

      Micha
    • Michabb schrieb:

      . Das geht schon bei der einfachen Tageswanderung los und ist bei Expeditionen noch viel wichtiger. Aus meiner Sicht wichtiger als manches Survival Wissen. Mir nutzt das beste Survival Wissen nix, wen ich nicht in der Lage bin, eine Gruppe anzuleiten und auf den einzelnen einzugehe
      Hallo Micha, absolut 'ddacord. Die eigentlichen Survivaltechniken (Feuer Bohren und Co.) werden dem gruppendynamischen Verhältnisen untergeordnet.
      Stichwort Rambo, Triade und Führungskompetenzen. Ich hatte mich mal lange mit Arved Fuchs unterhalten.
      Ist also schon eingeplant ;)

      LG Joe
      ____________
      leicht sarkastisch im Unterton, dabei völlig spaßbefreit
      Ich liebe Fachfragen, Smalltalk nur f2f ;)
    • Hallo

      Ich finde Kommunikation ein wichtiges Thema. Das geht mit nicht ausreichenden Sprachkenntnissen Los und hört bei dem Satellitentelefon auf. Da können kleine Lösungsansätze hilfreich sein.

      Auch der Umgang mit Behörden im Ausland könnte wichtig sein, es ist ja selbst in Deutschland manchmal schwer eine Behörde zu kontaktieren und sein Anliegen denen verständlich zu machen. In einem 3 Welt Land wird es mit Sicherheit nicht einfach sein im Bedarfsfall. Auch da können Lösungsansätze bestimmt nicht Schaden.


      Gruß Stefan
    • Seite 50 bis 71 ;)

      Expeditions-Guide schrieb:

      Kommunikation
      >>>Grundlagen
      >>>Typische Handfunksysteme für Reisen und Expeditionen
      >>>>>>Mobiltelefon
      >>>>>>PMR-446/FRNS u. A.
      >>>>>>CB
      >>>>>>UKW-Funk inklc. See- und Amateurfunk
      >>>>>>Notfunkbaken und Notfalltracker
      >>>>>>Satellitentelefon, Satellitennachrichtengeräte
      >>>Kontaktaufnahme
      >>>>>>Wechselbetrieb:
      >>>>>>Gegenbetrieb:
      >>>Weitere Signalmöglichkeiten unterwegs.
      >>>>>>Boden-Luft-Signale
      >>>>>>Spiegel
      >>>>>>Lampen
      >>>>>>Pfeifen
      >>>>>>Schuss
      >>>>>>Leuchtsterne
      >>>>>>Rauch
      ____________
      leicht sarkastisch im Unterton, dabei völlig spaßbefreit
      Ich liebe Fachfragen, Smalltalk nur f2f ;)
    • Friese schrieb:

      Aus eigener und mehrfacher Erfahrung bei längeren strapaziösen Solotouren ohne mitgenommene Nahrung: "Umgang mit der eigenen Psyche bei Unterzuckerung und Erschöpfung" wäre aus meiner Sicht ein sinnvolles und relevantes Thema.
      @Friese, iss nen Snickers! Immer wenn du hungrig bist, wirst du zur Diva! :evil:
      m.youtube.com/watch?v=Nsm2oPJt5NI

      Ich fänd auch nen kleinen Schuhratgeber wichtig. 1996 hab ich mir vier Wochen -in Schweden- die Füße wund gelaufen, weil mir (Mutti hat gezahlt :D ) der „Fachverkäufer“ zu enge Stiefel verkauft hat. :S
      Wie Irrlicht im Moor, flackert's empor, lösch aus, trink aus, genieße leise auf echte Friesenweise, den Friesen zur Ehr vom Friesengeist mehr.
    • Ein paar Sachen die mir bei meinen Reisen aufgefallen sind:

      - Tourplanung. Hilfe zur Selbsthilfe. Wie starte ich eine Planung in ein völlig unbekanntes und unerschlossenes Gebiet.
      Wie komme ich an Quellen, Karten, Informationen. Welche Informanden vor Ort kann man schon mal für Grundlegende Informationen anschreiben.

      -Untersxhiede in verschiedenen Landschaften und ibre Auswirkungen auf die Expedition.

      -Nutzen und Auswerten von Satellitenbildern für eine Routenplanung

      - Hinkommen und wegkommen. Öffentliche Verkehrsmittel, Trampen, private Transporte

      -Umgang mit Einheimischen: Kulturelle Stolperfallen, Verhandeln, bestechen ,Einheimische als Guide auf der Expedition. Wert und Interperetation von einheimischen Informationen. ( oft ist es so dass einheimische kein Verhältniss zu kilometerangaben und Zeit haben z.b)

      -Nahrungsversorgung. Welches Proviant nehme ich mit, welche Möglichkeiten bestehen mich unterwegs zu versorgen zu können. Jagd, Angeln, Sammeln, Nomadenlager oder weit entfernte Dörfer.

      -Wasserversorgung: Wie nehme ich die nötige Menge Wasser mit und wie finde ich Wasserführende Quellen etc.

      -Kriminelle, Rebellen, Terorristen und andere menschliche Gefahren erkennen, meiden und im schlimmsten Fall, Flucht oderVerteidigung

      -Papierkram. Visa, Permits, Versicherungen, Konsulate und so weiter.

      Das wäre was mir jetzt einfällt, aber es werden mir sicherlich noch einige Punkte mehr einfallen.
      Tolles Projekt übrigens.

      Edit: Gruppendynamik. Wie man anführt, Grüppchenbildung, Meuterei, Angst und Panik bei Mitgliedern. Problemlösungen und Aufgabenverteilung.

      Edit 2: Nett wäre bestimmt auch ein paar Inspirationen für Anfänger. Regionen die sich lohnen mit Schwierigkeit oder Kurzbericht vergangener Touren am Ende des Buches z. B.
      <3

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Desertstorm ()

    • Ich habe keine Anregung zum Inhalt, aber eine Anmerkung zum Titel und Klappentext. Die liegen m.E. nämlich zu weit auseinander bezogen auf die angesprochene Zielgruppe. Bei dem Titel Expeditions-Guide denke ich an Unternehmungen, die in Bezug auf Reisegrund, Reiseziel, Reisedauer u.s.w sehr ambitioniert sind, also wirklich groß angelegte Forschungsreisen. Wenn ich das Buch dann umdrehe und sehe, dass der Klappentext eher den Mallorca-Cluburlauber ganz vorsichtig dazu bringen möchte mal über den Tellerrand zu schauen, komme ich mir etwas verarscht vor.
      In meinem Hinterkopf reift seit einiger Zeit die Planung für eine 1-2-wöchige Solotour in einem Europäischen Mittelgebirge. Fortbewegung zu Fuß, schlafen draußen. Das Wetter kann dort schon ziemlich ungemütlich sein, aber die Zivilisation ist nirgends mehr als ein paar Stunden Marsch entfernt.
      Vermutlich wäre das Buch inhaltlich etwas für mich. Aber nur mit sehr viel Glück versöhnt mich der ansprechende Untertitel, bevor ich es wieder weglege. Mir ist schon klar, dass der Titel tendenziell mit 'nem kühnen Stichwort das Interesse wecken soll. Und der Klappentext dann hoffentlich die breite Leserschaft einsammelt. Doch hier ist der Spagat zu groß. Ich würde noch mal überlegen welche Zielgruppe ich denn nun anspreche und zumindest die Wortwahl etwas anpassen.
      _______________________________________________________________________________________
      Das Nichts ist unbeständig. Lawrence Krauss
    • Wow, das sind jetzt schon mal einige Rückmeldungen!
      Was ich bis jetzt mitgenommen habe: Individualanfahrt, Trampen und öffentliche Busse kommen noch mit rein.
      Das Thema Gruppendynamik ist schon entsprechend bearbeitet. Jagd und Co in einem Verhältnis, dass es universell anwendbar ist.

      Das ist auch jeweils der Casus Knaxus: Möglichst so allgemein zu schreiben, dass es übertragbar ist und präzise genug, dass es anwendbar ist.

      @Eule: Mit entsrechender Eigenleistung (Planung, Vorbereitung und Trainings) kannst Du alleine Touren und Expeditionen durchführen, die bei einer "schweren kommerziellen Expedition" X-Tausende kostet. Und wir sprechen nicht von "Overnightern".
      Der U4 wird übrigens in aller Regel vor Veröffentlichung nochmal angepasst. Er wird für die sogenannte "Vorankündigung" gebraucht und entsteht zu einem Zeitpunkt, an dem noch kein Buchstabe vom eigentlichen Buch geschrieben worden ist.
      ____________
      leicht sarkastisch im Unterton, dabei völlig spaßbefreit
      Ich liebe Fachfragen, Smalltalk nur f2f ;)
    • Hi Joe,

      ich würde mich für das Thema "Frau unterwegs" (z. B. Hygiene / Monatshygiene - hier sollte der Hinweis auf Menstruationstassen nicht fehlen) sowie "Frau alleine unterwegs" interessieren.

      Es wäre schön, wenn sich das Buch auch explizit an Frauen richtet.

      Das Baumkind
      Draußen sein sein ist.
      Nicht lamentieren, sondern fakturieren.


      BC-Frauen-Treff 2019: Weitersagen! :Squirrel:
    • culture shock nach Einreise in Entwicklungsländer. Gerade bei ersten Mal. Für mich war der mentale Stress in Städten immer deutlich höher als bei den folgenden Dschungel-Touren oder Bergwanderungen.
      "We like companionship, see, but we can’t stand to be around people for very long. So we go get ourselves lost, come back for a while, then get the hell out again."

      Krakauer, Jon. Into the Wild (Picador Classic Book 78) (S.96). Pan Macmillan.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Naturerlebnis ()

    • Sicherheit, Verteidigung und Konflikt-Vermeidung, bzw. "Stealth"-Reisen war oft ein Thema bei mir, vor allem früher in Ostasien.

      Wie reist man möglichst unauffällig für Diebe u.ä. Wie passt man sich selbst als optischer Ausrutscher den einheimischen Gepflogenheiten so an, dass man als Lokal-Profi durchgeht/Respekt einflößt u.ä.
      Weit und offen wie der Himmel
    • Hi, mich verunsichert immer wieder das Thema "Packliste". Alleine schon im Urlaub, wenns für nen paar Wochen nach Skandinavien geht. Brauche ich ne Dose Bauschaum im Auto? Soll das PMR mit, brauche ich das? Was ist mit dem erste Hilfe Kasten? Reicht der, der im Auto ist, oder doch lieber das große Besteck? Vorher noch mal zum Arzt und Breitbandantibiotika verschreiben lassen?

      Welche Faustregeln gibt es bei Packlisten? Da gibt es sicherlich unterschiedliche Philosophien, zB alles auf eine Liste schreiben, und davon nur anzählig die Hälfte mitnehmen, weil man gerne dazu neigt es in der Planung zu gut zu meinen. Oder aber auch was bei ner Reise in die o.g. Länder auf jeden Fall nützlich sein sollte.

      Das ist tatsächlich das, was mich am meisten verunsichert. Klar, über die Jahre weiß jeder selbst aus Erfahrung, was man braucht und was man nicht braucht. Und besonders die Ausrüstungsteile für Notfälle sind Erfahrungswerte. Aber es gibt bestimmt statistisch häufige Havarien und Zwischenfälle in den o.g. Gebieten, die dann eben auch passende Ausrüstung bedürfen, mindestens über die Musthaves wäre ich sehr dankbar, denn da verspreche ich mir tatsächlich noch ergänzende Infos und Denkanstöße.

      Liebe Grüße
      'Keine Angst, das ist nur Internet...'