Kälteschutzbekleidung aus Kunstfaser, Langzeiterfahrungen und Kaufberatung...

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    • Kälteschutzbekleidung aus Kunstfaser, Langzeiterfahrungen und Kaufberatung...

      Da ja zur Zeit dieses Thema heftigst in den Foren diskutiert wird, außer bei uns, möchte ich an der Stelle mal einen kleinen Faden eröffnen, um mal zu zeigen, daß dieses Thema "nicht ganz so neu ist..." ;)

      Grundlagen:

      Im Prinzip verwenden die meisten Hersteller sehr ähnliche Fasern. Es handelt sich meistens und dreidimensional gekreuselte Hohlfasern mit wasserfesten Beschichtungen. Nur wie die Faser ansich aufgebaut ist, spralförmig, große und kleine Fasern gekreuselt, zu einem Fleece/Matte zusammengesetzt oder lose verarbeit usw. recyceltes Material mit dazu genommen wurde, sowie die Art der "Imprägnierung" und auch die Haltbarkeit ist dabei unterschiedlich und entscheidend.

      Einteilung der Hersteller in Klassen:

      Es sollen mit verschiedenem Material und Füllstärken, unterschiedliche Einsatzbereiche und Temperaturen abgedeckt werden. Man teilt dann häufig in diese Klassen ein:

      1. 40/60/80g/m2 Isolierung für stationäre Tätigkeiten und bedingt in Bewegung tragbar.
      2. 100/120g/m2 die Allroundklasse, meisten für stationäre Tätigkeiten auf Tour, Sichern am Berg usw.
      3. 140/160/200+g/m2 für stationäre Tätigkeiten bei starken Minusgraden bis zu extremen Frost in den polaren Regionen
      Temperatureinteilungen und Einsatzbereiche:


      Die unter Punkt eins aufgeführen Varianten sind meistens auch in Bewegung tragbar und generell für Temperaturen für den Bereich um die 0 Grad ausgelegt oder eben für nasskaltes Wetter. Hier gibt es sehr einfach gehaltene Bauweisen um dann ein optimales Wärme/Gewichtsverhältnis und Packmaß zu haben, oder eben spezielle Hybribauweisen mit unterschiedlichen Materialien an den Körperzonen, damit absolute Wetterfestigkeit mit einem sehr breiten Eisatzspektrum/Bewegunsrahmen abgedeckt wird!

      Beispiele hierfür:





      Hier haben wir einen "Hybriden" mit 40g/m2 der in Pausen, sowie auch gut in Bewegung als Zwischenlage oder letzte Schicht getragen werden kann. Die Hersteller empfehlen bei nasser Kälte sowas unter der Wetterschutzschicht zu tragen aber bei trockener Kälte als letzte Schicht! Stefan zeigte neulig auch mal so eine Jacke hier, mit den besten verfügbaren Materialien zur Zeit.

      Ihr seht hier schön was ich mit den unterschiedlichen Zonen meine...Am Rumpf ist ein Stretchfleece eingearbeitet, was dann weitergeführt wird bis zum Unterarm(wabenförmig).

      Hierbei soll der Wasserdampf in Bewegung komplett durchgedrückt werden, was bei einer durchgängig verarbeiteten Stofflage nie der Fall ist, es sei denn man verwendet wirklich gute Stoffkombis! Kommen wir noch zu... ;)


      Nächste Klasse, wäre dann mal als Beispiel 60 g Primaloft am Rumpf. Meistens haben die dann nur noch 40g in Kapuze und Ärmeln um Gewicht zu sparen:





      Alles sehr simpel und einfach gehalten und nur das nötigste dran, wiegt 350 g! Einfache Bündchen, ne top Kapuze, wo auch hohe Kragen, Schlauchschals und Kapuzen drunter passen. Ist komplett durchgängig so aufgebaut. Man hat aber auf eine Eigenentwicklung bei den Stoffen gesetzt!

      Hierbei soll der Wasserdampf bestmöglich nach außen gedrückt werden durch den verwendeteten Futterstoff und die äußere Lage soll Wind und wasserfest sein. Die Hersteller haben dazu etliche Jahre gebraucht bis sie die richtigen Stoffkombis raus hatten. Es geht einfach nicht, wenn man eine Jacke komplett aus dem gleichen Stoff fertigt(Pertex Microlight mal als Beispiel).

      Heute haben die meisten Firmen außen Pertex Endurance und innen Quantum(im besten Fall), wenn sie denn keine Eigenentwicklung haben und zukaufen müssen. Nur wenige Firmen haben da ihre eigenen Süppchen gekocht bzw. sich das getraut. Kommen wir gleich zu:





      Wieder ein Hybrid in 80g Stärke... mit den besten verfügbaren Materialien. Außen bestes Gore Windstopper, Seitenflächen außen Gore Softshell, Innenseiten am Rumpf und Armen wieder ein Waffelfleece was den Dampf optimal nach außen drückt. Bünchen extrem robust ausgeführt, Schnitt 1A! Gibt es nun nicht mehr zu kaufen, wurde durch andere Modelle ersetzt um den Preis nochmal anheben zu können... 8o Schaut mal auf der Mountain Equipment Hauptseite. Sprengt hier nur den Rahmen noch weiter ins Detail zu gehen aber da entwickeln Leute die nen Plan haben!

      Ein weiterer Klassiker in 60g Stärke:





      Links die Version ohne Kapuze, rechts mit und da zeige ich die Powerstretch Seitenteile mit Hardface Beschichtung gegen den Wind und für super Dampfdurchgang!

      Es gibt bei dieser Jacke eine Besonderheit. Hier wurde absolute Denkarbeit geleistet. Die Hohlfaser ist so aufgebaut, daß sie aus langen und kurzen Fasern besteht und so Zwischenräume entstehen wo der Schweiß dann durch kann. Stoffe unterschiedlich dick. Das Ganze ist dem Aufbau der eigenen Haut nachempfunden. Für mich eine der besten und leichtesten Hohlfasern und Jacken am Markt. Wer nun schnell google bemüht oder alles mundgerecht serviert haben möchte, kann ich nur erstmal warnen/beruhigen!

      Man hat ab letztem Jahr Einsparungen vorgenommen die Gummizüge und Stopper betreffen...Man bringt lieber noch grellere Farben heraus... 8o Auf den Bildern seht ihr daß nun ab 2018 ein Gummiband eingenäht ist, daß Vorjahresmodell noch einen Gummizug mit nur einem Stopper hat(rechts). Ich zeige euch noch was bei den teuren LEAF Modellen da besser gemacht wurde, zumindest früher. (vielleicht in einem 2. Teil) ;)


      Noch eine 80g Jacke hinterher, beste Materialien und durchgängig der gleiche Stoff:





      Preiswert und gut, in Europa produziert. Reicht für den deutschen Winter der letzten Jahre. Haut mich an wer sowas will mit Forenrabatt!

      100/120 g Klasse, die Allronder:

      Bei diesem Hersteller auch gleich im Namen mit AR bezeichnet. Sehr vorbildlich oder eben für den Durchschnittsamerikaner, der nicht viel nachdenken und suchen möchte...:hüstel:



      Links die Kapuzenversion und rechts ohne...Durchgängig die Stoffkonstruktion, weil die Füllung eh zu warm ist! Es wird nach Pitzips gefragt bzw. diese eingefordert für einen Anwendungsbereich wo das nicht nötig ist...So heute gelesen! Man lässt so eine Jacke einfach auf, wenn es zu warm ist...Die wird nicht in Bewegung unter Last getragen, sondern meistens nur stationär oder bei mäßiger Bewegung wenn richtig kalt ist. ;) Man kann indirekt lüften wer das möchte und zieht sie dazu unter die letzte Lage(Bild rechts, hier mit vernünftiger Windjacke). Dadurch habt ihr es auf Tour sofort warm und die letzte Schicht liegt nicht klamm auf den schon feuchten Lagen...





      Ist die Jacke von oben mit nur 80g Füllung...meistens immer offen getragen und erst morgens ab -15 geschlossen. Bei einem Smock wird nur oben der Reißer geöffnet und unten der Gummizug, das wirkt wie ein Kamin...Die Bauweise hat einen Vorteil. Es kann erstmal nix von vorne einfrieren und zweitens auch nix kaputt gehen wo nix dran ist! Hier lobenswert der neue Begadi Smock zu erwähnen. Habt ihr euch gut abgeschaut bei den alten Klassikern! 8o :D :thumbsup:

      Was meine ich mit "einfrieren"? Ab unter -20 Grad sucht sich die Körperfeuchtigkeit den schnellsten Weg. Eben oben aus dem Kragen oder durch den Reißer. Trägt man dann sowas in Bewegung über mehrere Stunden friert euch entweder der Reißer ein bis hin zu total vereister Jacke von innen.



      Haggi hat hier ne sehr warme Daunenjacke an und man sieht schon in der ersten Stunde was ich meine im Brust und Kragenbereich. Aus dem Grund haben auch Eskimos ganz einfach gehaltene Anoraks. Würde ich auch gerne nehmen, wenn die Eisbärenhose und der Anorak aus Rentierfell nicht immer so haaren würde und das Eisfach vom Kühlschrank nicht so klein wäre... :D

      Noch ein Positivbeispiel an der Stelle, die Haglöfs Barrier...Bezahlbar, einige technische Details nun hier oben bei der Arcteryx abgeschaut. Wenn euch die vom Grundschnitt passt, dann habt hier hier mal eine preiswerte Empfehlung. Durchgehend positive Bewertungen in den Foren.

      Ab 120 g bis 200+g/m2

      Die Jacken werden meistens stationär bei sehr tiefen Temeraturen eingesetzt. Im Bergsport Bereich nennt man diese Belay Jackets oder Belay Parka...Typische Vertreter im militärischen Bereich die dicken Carinthia Jacken, die britschen Sleeka oder die österreichische Panlo.



      Zivil ist die höchste Evolutionsstufe die alte Montane Spitfire One(hier nicht das neue Modell nehmen) oder eben die sehr teuren Arcteryx Kappa und ähnliche Modelle oder wer es noch spezieller mag um sich von dem Pöbel abzugrenzen 8o die neue LEAF WX Linie. 8)

      Hier nochmal mein absoluter Liebling mit 200g Primaloft und 600g Komplettgewicht. Außen Pertex 6 innen Microlight, weil sie sehr robust sein soll und durch Ausrüstung nicht durchscheuern:







      Hosen habe ich hier nicht erwähnt um die Leute nicht zu überfordern. Das wurde hier schon einmal, glaube in Konrads Faden und in meinem Hosenfaden behandelt...

      Was ich nun nochmal ansprechen möchte. Wenn man schon von anderen abschaut, die einen Haufen Entwicklungskosten in ihre Produktionslinien stecken, über echte Erfahrungswerte in den unterschiedlichsten Regionen dieser Erde verfügen, weil sie das von "ihren Athleten" über Jahre durchtesten lassen..., dann sollte man auch dazu stehen wo man was abgekupfert hat oder zuminsest mal die Stoffkombination/Wahl und auch die Grammzahl der verwendeten Füllung nennen! Das sollte zumindest beim Hersteller auf der Seite nachlesbar und nachvollziehbar sein. ;) Von den Experten und Produktvorstellern will ich das heutzutage ja auch garnicht verlangen... ;)

      Im nächsten Teil zeige ich dann vielleicht mal die Urversionen solcher Primaloft Smocks/Anoraks, wer da was zuerst entwickelt oder weiterentwickelt hat und wie sich die besten und leichtesten Jacken zur Zeit unter widrigsten Bedingungen so schlagen oder geschlagen haben...Kann aber bis nächsten Winter dauern...Ich hatte gestern schon die Badehose in der Hand! 8o 8o 8o Falls mir noch was einfällt editiere ich nochmal wie immer...Kann mich manchmal nicht richtig konzentrieren aus Albernheit, Wut oder Zeitmangel. 8o 8o 8o

      Euer Eisi! ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von Eiswanderer ()

    • Na ja, der Steinzeitmensch würde auch solche Touren wie die,
      die z.-B. Eisi macht, gar nicht machen, sondern in der Höhle
      auf den Frühling warten.

      Ich stehe auch auf Naturmaterialien, obwohl die heute nichts mehr
      mit Natur zu tun haben. Manch ein Synthetikprodukt ist weitaus
      umweltfreundlicher.

      Aber darum ging es in diesem Thread ja nicht.

      Gruss
      Konrad
      Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege!
    • Eiswanderer schrieb:

      Einteilung der Hersteller in Klassen:

      Es sollen mit verschiedenem Material und Füllstärken, unterschiedliche Einsatzbereiche und Temperaturen abgedeckt werden. Man teilt dann häufig in diese Klassen ein:


      40/60/80g/m2 Isolierung für stationäre Tätigkeiten und bedingt in Bewegung tragbar.

      100/120g/m2 die Allroundklasse, meisten für stationäre Tätigkeiten auf Tour, Sichern am Berg usw.

      140/160/200+g/m2 für stationäre Tätigkeiten bei starken Minusgraden bis zu extremen Frost in den polaren Regionen
      Das entspricht so in etwa meiner weniger professionellen Einschätzung. Sobald ich in Bewegung bin sind mir irgendwie sämtliche (Isolations-) Jacken zu warm. Also zumindest bis zu -17,ungerade Grad. ;) Wobei mir schon auch bewusst ist, dass da jeder ein anderes Kälteempfinden hat. Und ich da nicht unbedingt das beste Beispiel bin (Es sollte mir niemand glauben wenn ich sage: Des isch warm genug ;) , weil das halt ned für jeden zutrifft. )
      No ned hudla.....
    • couchcamper schrieb:

      ich hab so'n Fell aus den 60ern, da bricht nix
      Hab so Felle aus nordischem Renntier auch zum drauf sitzen oder liegen. Brechen tun die zwar nicht, nur fallen denen gerne die Haare aus ... Punkto Isolationsvermögen können die es mit jeder modernen Kunstfaser oder Iso aufnehmen ;)
      --------------------------------------------
      Wer stahd kraid khimd ah waid!
    • Was ich noch wichtig finde: Alle Theorie fliegt mit dem Wind davon, wenn die Kleidung nicht passt. Die Daunenjacke, die ich oben trage, ist zwar brontal warm - aber eben auch nicht exakt meine Größe, konkret sind die Ärmel viel zu kurz. Da heißt es dann ständig improvisieren, daher ist sie auch wieder weg. Bei meiner Armlänge ein wiederkehrendes Problem... Daher greife ich dann oft auf XXL zurück - dort sind die Arme zwar auch nur 1-2cm länger, aber eben der gesamte Schnitt breiter. Somit hat man effektiv mehr Armlänge. Heißt dann aber auch: Das Teil schlackert etwas mehr an einem herum... Was wiederum wärmedämmtechnisch sehr kontraproduktiv ist, gerade bei Wind funzt das dann wie eine Luftpumpe.



      Hier sieht man, was ich meine: Da die Jacke hier als Pausenjacke dient, habe ich nur mein Longsleeve drunter an. Entsprechend ist das "Geflattere"... Da die Prism aber wirklich ne tolle Jacke ist und mir sonst auch gut passt, bleibt sie - wird aber wohl mal die Änderungsschneiderei durchlaufen müssen.



      Einige hochwertige Jacken, wie beispielsweise die alte Spitfire One, haben übrigens hierfür extra Tunnelzüge, um die Jacke ggfs. enger anliegend einstellen zu können. Sehr sinnvolle Sache.

      #bushcraftervonweltträgtfigurbetont
    • Erst einmal wieder :danke: @Eiswanderer für das Top-Revwieuuhhh!!!!
      Zur Frage der Umwelt und sonstigen Verträglichkeit: Diese Materialien sind z.T. recykelte Kunststoffe, und /oder unter größtmöglicher Umweltverträglichkeit (zertifiziert) hergestellt etc. aber natürlich zum Beispiel unverrottbar falls man sie im Wald vergißt :thumbup:
      Andererseits gibt´s auch Menschen die vertragen ( auf der Haut) so Zeug nicht. Bei mir ist´s eher andersrum , ich hab nen Problem mit vielen Tierhaaren.
      Meiner Meinung nach hat aber die moderne heutige Kleidung für draußen ( nicht nur Bushcraft, sondern auch bei sportlicher Betätigung ) ihre absolute Berechtigung. Wenn jemand sich lieber wie Ötzi kleiden will um rauszugehen, bleibt ihm das ja unbenommen.
      Nach Eisi´s Produktschulungen weiß ich immer, was ich mir im Bedarfsfall kaufen würde. Da macht ihm kein Verkäufer in nem Laden was vor!!!! :thumbsup:
      Gruß"Seemann"
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!
    • Seit einiger Zeit komme ich immer mehr wieder zu den alten Baumwoll- und Leinensachen zurück. Es mag auch am Alter liegen, daß ich mehr schwitze, aber irgendwie fühle ich mich in diesem "Softshell" und "High Performance" Klamotten gar nicht mehr wohl. So hatte ich vor Jahrzehnten einen Panzerkombi für draussen (auch zum Motorrad fahren in warmen Ländern) und eine M65 Feldjacke. Einen Panzerkombi konnte ich letzten Sommer bei Ebay schiessen und eine 100% Baumwolle M65 habe ich mir auch wieder gekauft.
      Als Übergangsjacke habe ich eine alte BW-Feldjacke, die komischer Weise um den Bauch immer mehr eingeht und bald ersetzt werden sollte.
      Auch mein Leinenhemd möchte ich nicht missen.

      Ach ja, den guten alten Bundeswehr Parka habe ich auch noch und der ist super um in der kühleren Jahreszeit am Feuer zu sitzen. Ich glaube nicht, dass ich extra erwähnen muss, dass er kein einzigstes Brandloch hat.
    • Danke Eisi.
      In allen Sportarten ( auch bei Radsportbekleidung ) wird mittlerweile ausschließlich Synthetik verwendet.
      Eine Jeanshose schadet der Umwelt auch. Für eine Jeans werden knapp 200 Liter Wasser benötigt bei der Herstellung.
      Es gibt auch Hersteller die auf Naturfasern setzen.
      Aber was möchte man?
      Geringes Gewicht und kleines Packmaß?
      Oder möchte ich schwer durch die Gegend laufen?
      Das bleibt eher jedem überlassen.
      Danke nochmal für den Bericht und aufschlussreichen Beschreibungen. @Eiswanderer
      Manche sagen, ich sei bekloppt ich find mich verhaltensoriginell.
    • Waltzing Matilda schrieb:

      Micha1207 schrieb:

      In allen Sportarten ( auch bei Radsportbekleidung ) wird mittlerweile ausschließlich Synthetik verwendet.
      Eine Jeanshose schadet der Umwelt auch. Für eine Jeans werden knapp 200 Liter Wasser benötigt bei der Herstellung.
      Es gibt auch Hersteller die auf Naturfasern setzen.
      Aber was möchte man?
      Geringes Gewicht und kleines Packmaß?
      Oder möchte ich schwer durch die Gegend laufen?
      Das bleibt eher jedem überlassen.
      Mein Beitrag war sicherlich ziemlich off topic.....Ich möchte auch nicht so verstanden werden, daß ich alles Moderne ablehne. Meine Rennradtrikots (mitunter sehr alt, aber noch intakt) sind natürlich auch nicht aus Baumwolle. Allerdings fahre ich 3 klassische Räder mit Stahlrahmen. Carbon ist in diesem Bereich nicht meine Welt. ;)
      Ich lese mittlerweile nur sehr viel von Schadstoffen in diesen Alleskönner-Textilien und mache mir so meine Gedanken.

      Belassen wir es dabei. Es war lediglich mein Gedankengang.
      Ich möchte @Eiswanderer `s Infos und Erfahrungen nicht in ein schlechtes Licht rücken, wo es nicht hingehört.
      Sollte nicht als Angriff oder Besserwisserkram gelten.
      Manche sagen, ich sei bekloppt ich find mich verhaltensoriginell.
    • Hi,

      Ersma Danke für die Aufstellung, lieber Eiszeitbeserker. Da fiel es mir auch wieder ein, dass ich ja noch nen 2. Teil zu der 40er Klassen, also der Javelin Insulator, machen sollte/wollte. Habe ich wohl verschwitzt, denn so richtig kalt wirds wohl nicht mehr, und ins Fjell schaffe ichs auch nicht mehr, mein linker Schneeschuh hat noch nen Platten. Ne, ernsthaft, kommt das eben später. Aber ich hatte sie eben auch zum joggen an, nur über einem T-Hemd, und das beschriebene Prinzip ist ja auch in anderen Temperaturbereichen das gleiche, unterstützt durch Arschitektur, Schnitt und Material, einen Kreislauf zu schaffen. Kreislauf!!!


      ******************


      Waltzing Matilda schrieb:

      Belassen wir es dabei. Es war lediglich mein Gedankengang.
      Ich möchte @Eiswanderer `s Infos und Erfahrungen nicht in ein schlechtes Licht rücken, wo es nicht hingehört.

      Och, is doch nich schlimm, sondern ein ganz normaler Einwand, den Du hier erwähnst. Erweitert das Thema vielleicht etwas zu sehr an dieser Stelle, aber man könnte ja vielleicjt nen passenden Faden dazu aufmachen?
      Ich hatte irgendwo neulich eine ähnliche Diskussion zu Naturmaterialien und modernen Hightechstoffen. Das ist schon interessant, sofern das nicht zur grundlegenden Diskussionsschlacht “Realobushcraft vs Bushcraftverweigerer“ ausartet. Und Du hast das ja hier mMn vernünftig formuliert.
      Ja, die hatten damals auch gute Felle und Stoffe, die sie benutzt haben, aber wenn man bedenkt, dass die Säuglingssterblichkeit beim Steinzeitmemschen bei 30 Prozent lag, und die ein Durchschnittsalter von Mitte 30 hatten... eine Lungenentzündung oder ein Zahnabszess den sicheren Tod bedeutete... ja, also das war nicht nur Romantik pur. Wie das mit Nachhaltigkeit und Ökofootprint aussieht, könnte man ja auch in nem Extrafaden diskutieren. Wie auch immer, ich habe mich sehr über den Faden gefreut, endlich mal fundierte Infos, ohne Dinge unwiderruflich festzulegen. Danke, Eisi, ich liebe Dir!!! <3
      'Sorry Dave, i'm afraid i can't do this.'
    • Hagbard schrieb:

      wird aber wohl mal die Änderungsschneiderei durchlaufen müssen
      Haggi, die Mütze scheint auch zu klein..... und was ist denn das für eine gelbe Flüssigkeit in der Nalgene-Flasche? 8o
      Ist mal wieder eine Menge Offtopic hier, wird Eisi nicht gefallen... deshalb zurück zum Thema!
      Ich habe zwei Redpoint-Jacken von TNF, die ältere von beiden ist mindestens 13 Jahre alt und immer noch in Gebrauch - schönes Teil :!:
      Dann noch die oben erwähnte Arcteryx Atom-Jacket der ersten Generation (4 Jahre alt mindestens, oder 5???). Immer noch toll in jeder Hinsicht, aber ich müsste sie mal waschen, wurde mir kürzlich mitgeteilt :/
      Ausserdem sind noch eine Haglöfs Barrier II-Weste und eine nagelneue Barrier III-Jacke ohne Kapuze in Gebrauch. Schickes Teil soweit, leider etwas bauchig geschnitten...... da muss ich wohl mehr essen, um als Model zu agieren :kuh: aber trotzdem ein schönes Stück Isolation, irgendwo als Mittelschicht.
      so long, and thanks for all the fish
    • Kommt halt auch immer so drauf an was man so macht.....
      Wenn ich gemütlich in nem primitiv-Camp rumlungere kann ich mir 5 Kilo Wolle leisten. Wenn ich, warum auch immer, Strecke machen will, ist so Kunstfaserzeug schon ganz angenehm. Wobei bei mir auch beim Strecke machen immer noch ein Wollpulli am Start ist. (Was natürlich total dumm ist, und ich deswegen ja auch schon drölf mal gestorben bin ;) . Andererseits bin ich dann auch wieder so untrue, dass als Backup bei Primitiv-Aktionen dann doch vielleicht ein Sleeka dabei ist)
      No ned hudla.....