Fundstellen von Flint und ähnlichen zu bearbeitenden Steinen.

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    • Generell ist die Ostseeküste eine recht gute Quelle. Auch eine Möglichkeit: In Erfahrung bringen, wo die Landwirte vor Ort mit ihren Sammelsteinen abbleiben. Dies macht aber natürlich nur dort Sinn, wo die entsprechenden geologischen Gegebenheiten, äh, gegeben sind. Soll heißen: Auf Marschland oder im Moor findet man solche eher nicht, vielmehr sind eiszeitlich geprägte Lehm- und Sandböden vielversprechender (insbesondere rund um die Sander). Lössböden wiederum auch eher nicht (sog. Bördestandorte).
    • Ich schrieb ja auch "eher nicht" - denn Lössböden sind ja Sedimentböden, durch Wind verlagerte Schluff- und Tonanteile, die sich dann in Mulden, Windschatten von Mittelgebirgen o.ä. anhäuften. Da Flint schlecht weht, muss er also schon vorher dort gelegen haben, was dann natürlich eine glückliche Fügung ist. Aber im Grundsatz wird man in organischen Böden, Alluvialböden und eben Sedimentböden seltener und dann meist in "Inseln" Flintvorkommen finden, im Vergleich zu glazialen Böden, bei denen die Gletscher reichlich Flintstein in der Masse verteilt haben. Gilt für weite Teile der norddeutschen Tiefebene.
    • Und ganz in der Nähe in der Walonie gibt es sogar eine Gegend die nennt sich "Mergelland" mit der ebenso benannten "Mergellandroute".
      Dort liegen dicke Flintknollen allenthalben mitten auf dem Feld!
      Die Route beginnt bei Vaals, direkt am Stadtrand von Aachen. @Walter kennt sich da sicher besser aus als ich, in sofern würde ich ihn bei Interesse fragen, wo es sich am meisten lohnt.
      (nicht nur wegen Flint, sondern z.B. auch zum Wandern)
      Gruß"Seemann"
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!
    • Ich hab sehr guten Flint in der Heide gefunden.
      An der Weser auf Kiesstränden findet man auch sehr oft guten Flint.
      Mit Flint der ordentlich mit Salzwasser gewässert wurde, hab ich nicht so gute Erfahrungen gemacht.
      Ich finde den Brüchiger.
      Gruß
      Andy :hut:
      Brennholz Verleih :campfire:

      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;) :thumbup:
    • Konradsky schrieb:

      Höhlen von Massdricht
      sorry mein Freund aber das ist
      Maastricht

      de.wikipedia.org/wiki/Maastricht

      aber ja das ist eine Flint Region wie Sie im Buche steht.... :thumbup:

      Seemann schrieb:

      Und ganz in der Nähe in der Walonie gibt es sogar eine Gegend die nennt sich "Mergelland" mit der ebenso benannten "Mergellandroute".
      Dort liegen dicke Flintknollen allenthalben mitten auf dem Feld!
      Die Route beginnt bei Vaals, direkt am Stadtrand von Aachen. @Walter kennt sich da sicher besser aus als ich, in sofern würde ich ihn bei Interesse fragen, wo es sich am meisten lohnt.
      (nicht nur wegen Flint, sondern z.B. auch zum Wandern)
      Gruß"Seemann"

      für die Flintsuche so wie zum Wandern lohnt sich die Region Valkenburg am meisten...

      de.wikipedia.org/wiki/Valkenburg_aan_de_Geul
      Alles Liebe aus Aachen, Walter ;)
      Meine Fotoalben

      Wer radelt da draußen, bei Regen und Wind? Es ist der Walter, er radelt geschwind :D
    • Hier im nördlichen Niedersachsen (oberhalb Bremen) bis an die Nordseeküste liegen gigantische Mengen Flint. Überall. Am einfachsten zu sammeln ist der in der Heide. Da ist es obendrein landschaftlich noch schön, und es gibt viele andere dinge zu sehen und zu ernten.
      Besonders tollen Flint gibt es auf Helgoland in gewaltigen Brocken, auch viele, schöne Hühnergötter.
      In England ist die region um Dover und Canterbury voller Flint. So viel, dass einige der türme von Canterbury Abbey daraus gebaut sind:)
      Im Fernsehen läuft eine Doku über Wölfe in Deutschland.
      Moderator:"Es wird gesagt, der Wolf hätte schon wieder ein Reh gerissen."
      Älterer Mann:"Was soll er denn sonst machen? Spargel ernten?"
    • Als ich seinerzeit noch in Kiel gelebt habe, war dort an den Stränden und Küsten auch einiges zu finden. Richtung Laboe die Küste entlang finden sich durchaus auch größere Exemplare. Auch Bernstein (Vorsicht! Könnte auch Phosphor sein) lässt sich dort finden. Ist aber schon ein paar Jährchen her.
      I came into this world kicking and screaming, while being covered in someone else's blood.
      Why shouldn't I leave the world the same way?
    • Flint habe ich schon an sehr unterschiedlichen Orten gefunden. Zwar variierte die Korngröße, und auch die Dichte ist nicht so hoch wie am Beispiel Rügen, aber sie sind mitunter auffindbar. Stellt sich die Frage, ob man lediglich mal etwas Funkenschlagen, oder doch lieber Flintknapping zwecks Werkzeugherstellung betreiben möchte.

      Erfahrungsgemäß ist es jedoch nicht ratsam, das vorbereitete Zundernest im Schoße des Schneidersitzes aufzubewahren, solange man versucht, sich mit dem eigentlichen Funkenschlagen zu beschäftigen. Dazu noch einer laues Lüftchen... Fazit: kleine Brandblase und ein zusätzliches Loch (Air-Conditioning) in der kurzen Hose. Na ja, man(n) hat draus gelernt. Allerdings stellte sich mir insgeheim die Frage, wie unsere Vorfahren vor Jahrtausenden auf die Idee kamen, Feuer per Funkenschlag zu entfachen. Ich kann mir aber vorstellen, dass durch die Bearbeitung von Werkzeugen (Faustkeil o.d.) ein glücklicher "Unfall" passierte.



      PS: Mit solchen "Trümmern" widmet man sich aber weder dem Funkenschlagen, noch dem Flintknapping. Auf der Terrasse machen sie sich aber nicht verkehrt. Flint ist aber ein interessantes, vielseitiges Thema.
    • 08/15 schrieb:

      Flint habe ich schon an sehr unterschiedlichen Orten gefunden. Zwar variierte die Korngröße, und auch die Dichte ist nicht so hoch wie am Beispiel Rügen, aber sie sind mitunter auffindbar. Stellt sich die Frage, ob man lediglich mal etwas Funkenschlagen, oder doch lieber Flintknapping zwecks Werkzeugherstellung betreiben möchte.

      Erfahrungsgemäß ist es jedoch nicht ratsam, das vorbereitete Zundernest im Schoße des Schneidersitzes aufzubewahren, solange man versucht, sich mit dem eigentlichen Funkenschlagen zu beschäftigen. Dazu noch einer laues Lüftchen... Fazit: kleine Brandblase und ein zusätzliches Loch (Air-Conditioning) in der kurzen Hose. Na ja, man(n) hat draus gelernt. Allerdings stellte sich mir insgeheim die Frage, wie unsere Vorfahren vor Jahrtausenden auf die Idee kamen, Feuer per Funkenschlag zu entfachen. Ich kann mir aber vorstellen, dass durch die Bearbeitung von Werkzeugen (Faustkeil o.d.) ein glücklicher "Unfall" passierte.



      PS: Mit solchen "Trümmern" widmet man sich aber weder dem Funkenschlagen, noch dem Flintknapping. Auf der Terrasse machen sie sich aber nicht verkehrt. Flint ist aber ein interessantes, vielseitiges Thema.
      Solche Trümmer sind genau richtig zum Flintknapping, aus solchen Teilen kann man richtige schöne Abschläge abschlagen, die man dann zu homogenen Klingen und Pfeilspitzen bearbeiten kann.
      Guckst du hier:
    • 08/15 Rudis Brocken sind ideal zum Flinktnapping weil sie scharfe Kanten haben mit Winkeln zwischen 70-100°. Das sind Winkel wo man auf Anhieb gute Abschläge und Kerngeräte herstellen kann.
      Die vom Wasser und Gletschergeschiebe gerundeten Brocken sind viel schwerer zu bearbeiten, denn man muss erst einmal eine erste Kante hinbekommen und das ist leider Glück. Erst ab dann kann man systematisch arbeiten. Es fällt auch sehr viel Abfall bei den Kieseln an weil der Cortex abgeschlagen werden muss.
      Man darf auch nicht vergessen, dass der sehr viel häufigere Quarzit und selbst Basalt von den Menschen in der Steinzeit genutzt wurde und nützliche Werkzeug abgibt.
      Vom Survivalgedanken her liegt es auch näher das zu nutzen was in der Umgebung vorkommt.
      Bis in die Jungsteinzeit haben die Leute vor allem die groben Schlagwerkzeuge aus dem lokalen Gestein gefertigt, während die superscharfen und feinen Klingen oft aus weitverhandeltem feinkörnigen Feuerstein hergestellt wurde.
      (Lousbergfeuerstein aus Aachen, Obsidian von den Kykladen etc. )
      Niemand