Wie schützt ihr euch vor Zecken?

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    • Torrfisk schrieb:

      Da bisher nicht bekannt ist, worauf Zecken reagieren, kann auch kein Wirkstoff dagegen gefunden werden.
      Eigentlich schon. Das Hallersche Organ ist sogar ziemlich gut untersucht.

      Kef schrieb:

      Das Impfmittel wurde in USA wieder vom Markt genommen aber nicht wegen Unwirksamkeit oder zu vielen Risiken.
      Das US-Militär impft weiter.
      Die US-Borellien sind ein anderer Stamm. Und tatsächlich ist es extrem schwierig einen Impfstoff dagegen zu entwickeln - selbst nach ausgestandener Krankheit wird man nicht immun.
      Der Impfstoff wurde natürlich vom Markt genommen, weil sein Schutz zu gering war. Woher hast Du denn die Räuberpistole, dass das die Antibiotikalobby war?

      bugikraxn schrieb:

      Da mir die Nebenwirkungen dieser Impfung als höheres Risiko erscheinen um gesundheitliche Schäden davon zu tragen werde ich die Auffrischungsimpfung auch weiterhin bleiben lassen.
      Welche Nebenwirkungen meinst Du? Bzw. auf welche Daten zu gesundheitlichen Schäden durch die FSME Impfung beziehst Du dich?
      Eine weitaus größere Gefahr als FSME sind übrigens andere Viren aus dem TBEV-Komplex, die langsam aber sicher hier ankommen.

      Der eigentliche Grund, warum manche Zecken(Voodoo)Mittel funktionieren ist, dass es nicht überall gleich viele und die gleichen Zecken gibt.
      Es gibt zudem sehr unterschiedliche Arten.
      Auwaldzecken nehmen den Menschen beispielsweise kaum an, dafür aber den Hund. Ebenso anders herum.
      Viele Menschen sehen "Wiese" und denken: "Boah, ich hab keine Zecke, der Amethyst/Schwarzkümmel/Knoblauch wirkt aber super!"
      Tatsächlich gibt es in manchen Wiesen kaum Zecken, in anderen hunderttausende (das ist keine Übertreibung)

      Wer meint, Schwarzkümmelöl oder Kokosfett würde ihn ausreichend schützen, oder er wäre durch Knoblauch immun, den lade ich gerne auf eine 50 Meter Tour durch eine Dickung in unserem Revier ein. 50 oder mehr Zecken an der Hose sind derzeit keine Seltenheit. Während Kokosöl minimal wirkt ist eine Wirkung von Schwarzkümmelöl und Knoblauch wissenschaftlich untersucht worden und gilt als nicht vorhanden. Vor allem Schwarzkümmelöl ist ein super Beispiel einer "Fake-News-Ente", die sich im Interwebz selbstständig gemacht hat. Es war ein Schülerversuch, der untersucht hat, ob sich Zecken auf Schwarzkümmelölkleidung fallen lassen. Gab "Jugend Forscht" und ne Wurstsemmel als Preis. Wurde wissenschaftlich untersucht und konnte nicht bestätigt werden.
      Von oraler Nutzung war nie die Rede gewesen. Da wirkt Schwarzkümmelöl nur auf die Leber.

      Die Gefahr durch Zecken ist objektiv betrachtet so hoch, dass in Zeckengebieten selbst stärker giftige/schädliche Mittel gegen sie indiziert sind.
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      leicht sarkastisch im Unterton, dabei völlig spaßbefreit
      Ich liebe Fachfragen, Smalltalk nur f2f ;)
    • @joe schrieb:

      Das Hallersche Organ ist sogar ziemlich gut untersucht.
      Das bezweifle ich nicht. Aber wenn die Forschung z. B. genau weiß, worauf die Nase des ollen Torrfisk reagiert, dann weiß sie noch lange nicht, auf welchen Duft er völlig abfährt.
      Und ähnlich ist das bei der Zecke. Warum wird der eine Mensch zum Wirt und der andere gar nicht wahrgenommen, wenn sich beide gleichzeitig und über die selbe Zeitdauer im Zeckenrevier aufhalten?
      Man sollte wenigstens solange Optimist sein, bis die Amis von jeder Tiergattung ein Paar nach Cape Canaveral treiben.
    • Ich denke es ist auch der Zufall, der eine Rolle spielt.

      Wir waren vor 3 Jahren in einem Mischwald Pilzesammeln. Später August. 3 Erwachsene, männlich, 48, 47, 36 und ein Kind, 10. Wir streiften ca. 2 Stunden abseits der Wege.
      Am nächsten Morgen stellten sich das Kind und ich nackich vor Mama und sie markierte mit einem Filzstift die Zecken, damit das dann beim Arzt anschließend schneller gehen sollte. Ich hatte 19, das Kind 16. Die anderen beiden Mitstreiter jeweils 0.
      Wir haben lange darüber gerätselt. Ob es am unterschiedlichen Geruch liegen könnte, oder an gewisser Nahrung. Meine laienhaft logische Schlussfolgerung war: das Kind war überwiegend bis ausschließlich an meiner Seite, also wird der Ort eine Rolle gespielt haben. Und wenn ich und der Kleine nun einmal gerade an DEM Farn vorbeistreifen, auf dem sich gerade 60 kleine Zecken in Position gebracht haben... Ja, das ist dieser Zufall, den ich mein(t)e.
      Ähnlich der Verteilung oder Todesrate bei Menschen die von Kokosnüssen erschlagen werden, von einem Krokodil angefallen werden oder einen Wespenstich kassieren. Der Ort ist mMn entscheidend.

      Daher auch nach wie vor meine Taktik: abends, bzw. einige Stunden später alles absuchen. Das würde ich auch machen, wenn ich mich ausnahmsweise mit einem Antizeckenmittel eingeschmiert hätte.


      Ach, und bevor jetzt hier noch Geheimrezepte zur Entfernung einer festgebissenen Zecke kommen, von wegen gegen den Uhrzeigersinn, ein Tropfen Feuerzeugbenzin drauf, oder mit Spüli beträufeln... Der Arzt macht es wie folgt: mit einer normalen Pinzette greifen und einfach rausziehen.

      Viele Grüße,

      Stefan
      'Sorry Dave, i'm afraid i can't do this.'
    • @Joe: das Mittel ist durchaus wirksam. Bekannter wohnt in USA und er kennt die Impfung gegen den Stamm dort. Vom Markt genommen aus finanziellen Gründen, nicht wegen Unwirksamkeit. Mein Arzt meint es ist einfach verpennt worden in Europa Zeit und Geld in die Entwicklung zu investieren.
      Antibiotika sind einfach breiter anwendbar, das meinte ich damit.
      Globalisierung und Klimaerwärmung gibt bald reichlich finanzielle Anreize Impfstoffe zu entwickeln. Die Kraft von ABs sind ja auch schon verloren gegangen.
    • Für mich sind Zecken immer kein Thema gewesen. Ich bin als Kind quasi ständig in Wald un Wiese unterwegs gewesen und auch danach so oft wie möglich.
      Bis letztes Jahr hatte ich nur 3 (festgebissene) Zecken in meinem Leben. Dann letztes Jahr 5 (da war ich allerdings auch noch mehr draußen unterwegs) und dieses Jahr allein in den letzten 2 Wochen 6 oder sieben, davon 3 letztes Wochenende.

      Ich kann nur Vermutungen anstellen, woran das liegen mag. Habe ich mich verändert oder lag es an der Gegend und den Orten an denen ich mich aufgehalten habe?

      Meine Abwehrmethode ist auch: Augen auf, wenn ich was krabbeln fühle mal nachschauen (da lässt sich schon vieles Entdecken) und hinterher weiterhin wachsam bleiben (manchmal sitzen die ja auch noch in abgelegter Kleidung). Das mache ich aber auch nicht wirklich bewusst und aktiv, das habe ich so verinnerlicht, dass es einfach Teil meines Alltags ist.

      Die letzten Zecken habe ich einfach mit den Fingernägeln als Pinzette rausgezogen. Einmal waren die frisch geschnitten, da musste dann das Messer als Pinzette herhalten.

      Meiner Erfahrung nach beißen auch bloß die kleine Zecken. Ich habe auf jeden Fall noch keine >2mm-Zecke an einem Menschen gesehen. (unser Kater hat die allerdings häufiger mit nach Hause gebracht)
      Leben im Freien...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Waldkind ()

    • Waldkind schrieb:

      Ich habe auf jeden Fall noch keine >2cm-Zecke an einem Menschen gesehen.
      >2cm-Zecke ?

      ;)

      Aber "Ja", die Nymphen sind scheinbar aktiver als die Adulten. Vor 2 Wochen wirklich querwaldein durch die Lande gezogen. Nicht eine einzige Zecke gehabt. Kurze Zeit später waren wir in einem anderen Gelände unterwegs und man brauchte sich nicht mal bücken, um sich mindestens eine eingefangen zu haben. Es ist regional teils äußerst interessant, wie sich das mit den Zecken verhält. Manche Gebiete sind einfach "beliebter" als andere. Die erste adulte Auwaldzecke hatte ich mir vor gut 2 Jahren eingefangen. Sie saß aber in aller Seelenruhe auf meiner Kameratasche, statt den Weg des Angriffs zu wählen.
    • oT:

      Joe schrieb:

      Viele Menschen sehen "Wiese" und denken: "Boah, ich hab keine Zecke, der Amethyst/Schwarzkümmel/Knoblauch wirkt aber super!"
      Amethist aber nur zusammen mit Rhodonit, Amethist allein wirkt nicht.
      Viel besser "wirken" aber Bernsteinketten oder Bernsteinwasser.
      Bernsteinlikör (richtig gehört, Likör) habe ich jetzt noch nicht "bestätigt" bekommen.

      Was soll ich sagen, ich handle nebenher ein bischen mit Edelsteinen aller Art... glauben tue ich nicht dran... aber wer bin ich das ich anderen den Glauben nehme ;)
      Mehr als drauf hinweisen, dass das Unsinn ist kann ich nicht.

      Also wer braucht Bernstein- oder Amethistketten? Habe ein paar kg rumliegen Bernstein von 8,- (Babyketten zum drauf rumbeissen beim Zahnen) bis 360.- (Abendgardarobe), Amethist 10,- bis 40,- alles zuzüglich Versand und Steuer (24% da Finnland).

      Keine Rückgabe aufgrund mangelnder Wirkung ;)

      nur der Vollständigkeit halber....
      oT Ende:

      Kennt einer ein Mittel um Zecken grossflächig zu bekämpfen? Mal abgesehen von Abfackeln des betroffenen Bereichs? Chemie hilft nicht, Nützlinge gibt es nicht....

      Gruss

      Nachtrag: Rubin, Smaragt, Saphier hätte ich auch noch.... ok, ok genug Guerilla-Marketing für heute, bin ja kein eingetragener Forenpartner
    • Kef schrieb:

      Bekannter wohnt in USA und er kennt die Impfung gegen den Stamm dort.
      Naja, ist nicht sooo die Quelle ;)
      War etwas anders: Da kolportiert wurde, dass die Impfung schädlich wäre, wurde sie nicht genutzt und wird darum nicht mehr produziert.
      Gegen die Stämme in Deutschland gibt es noch keinen wirksamen Kandidaten.

      supi schrieb:

      aber wer bin ich das ich anderen den Glauben nehme
      Aufgeklärter Rationalist.

      supi schrieb:

      Chemie hilft nicht, Nützlinge gibt es nich
      Sicher. Zecken haben zahlreiche Parasiten und sind wichtige Nahrung für Vögel.
      Ansonsten helfen synthetische Pyrethroide für durchseuchte Kleidung. Draußen haben Zecken ihre Berechtigung und sollten nicht bekämpft werden.
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    • Joe schrieb:

      Welche Nebenwirkungen meinst Du? Bzw. auf welche Daten zu gesundheitlichen Schäden durch die FSME Impfung beziehst Du dich?

      Alleine auf die Beipackzettel der Hersteller @Joe, welche sich leicht im I-Net finden lassen. Auszugsweise ist da unter anderem z.B. aufgelistet: Auslösen oder Verstärkung einer bestehenden Autoimmunerkrankung (z.B. Multiple Sklerose), anaphylaktische Reaktion, Demyelinisierungsstörungen (akute disseminierte Encephalomyelitis, Guillain-Barré Syndrom, Myelitis, Transverse Myelitis), Encephalitis, Krampfanfälle, aseptische Meningitis, Meningismus, Tinnitus, Urtikaria, Hautausschlag (erythematös, macula-papulär), Gangunsicherheit, Schüttelfrost, grippeähnliche Symptome, allgemeine Schwäche, Ödeme, uvm.

      Sind allesamt mit der Häufigkeit 'Selten' aber irgendwie dennoch unwitzig dass da auch Meningitis drann steht. Dagegen will man sich ja durch die Impfung schützen ... Schwere Impfschäden kommen vor und leider finden sich ähnliche Nebenwirkungen auch bei anderen Impfstoffen und event. sind die auch auf Adjuvantien zurückzuführen welche man den Impfstoffen beimengt? Da sind z.B. auch Aluverbindungen drin ;) Autsch, hab ich jetzt etwa Jehova gesagt?
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      Wer stahd kraid khimd ah waid!

      Beitrag von Dachs ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
    • bugikraxn schrieb:

      Alleine auf die Beipackzettel der Hersteller @Joe, welche sich leicht im I-Net finden lassen. Auszugsweise ist da unter anderem z.B. aufgelistet: Auslösen oder Verstärkung einer bestehenden Autoimmunerkrankung (z.B. Multiple Sklerose), anaphylaktische Reaktion, Demyelinisierungsstörungen (akute disseminierte Encephalomyelitis, Guillain-Barré Syndrom, Myelitis, Transverse Myelitis), Encephalitis, Krampfanfälle, aseptische Meningitis, Meningismus, Tinnitus, Urtikaria, Hautausschlag (erythematös, macula-papulär), Gangunsicherheit, Schüttelfrost, grippeähnliche Symptome, allgemeine Schwäche, Ödeme, uvm.
      Das hast Du bei jedem wirksamen Medikament. Du solltest mal den Beipackzettel von Zigaretten, Bier oder Raviolidosen lesen ;)
      Die Frage ist immer: ist das Risiko durch das Medikament/die Impfung höher als das Risiko durch die Krankheit. Und da kann eben NICHT die durchschnittliche Inzidenz genutzt werden, weil Waldkraxler zu erheblich mehr Zeckenkontakt kommen als Stadtbewohner. Und erheblich ist ein Unterschied von 1 Zeckenbiss je 10 Jahre in der Stadt zu 1 durchschnittlich Zeckenbiss je Woche und mehr.


      P.S. Antibiotika sind nicht unwirksam geworden. Das Problem ist wie beim Impfstoff, dass damit kein Geld verdient werden kann, weshalb keine neuen AB entwickelt werden.
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    • Mich haut's zam =O
      Einige von euch hatten tatsächlich noch nie eine Zecke? @Wanderratte, @corinn, @Naturboy64?
      Ich glaube euch das - aber es ist für mich so unvorstellbar, wie wenn jemand sagt, er hätte noch nie Stuhlgang gehabt ...

      Seit ich ein kleines Kind bin habe ich jedes Jahr Zecken. Ebenso alle unsere Kinder. Und fast alle, mit denen ich draußen bin.
      Rekord war vor ein paar Jahren, als eine Freundin mit uns unterwegs war - sie hatte nach dem Nachmittag über 20 Zecken am Körper.

      FSME-Impfung ist für mich auch selbstverständlich, ebenso für alle Familienmitglieder; von klein auf. Die paar Nebenwirkungen ... da ist m. E. ein Vollsuff oder die Ausgasungen der allgegenwärtigen China-Plastikteile schlimmer.

      Borelliose ist hier nicht unverbreitet. Wir haben einen Fall in der Familie, bei weiteren sind zumindest Antikörper nachgewiesen, aber es treten keine Symptome auf.

      Zum Thema "Wie schützt ihr euch?": eigentlich gar nicht ... außer durch lange Hosen, hohe Schuhe und hochgezogene Socken, wenn ich im Dickicht unterwegs bin.
      Es kommt halt darauf an, wo man im Wald unterwegs ist ... beim Spaziergang auf dem Waldweg bekommt man nicht so viele ab, wie wenn man gebückt durch meterhohes Gras schleicht und sich dann durch Hecken und Sträucher wühlt.
      post tenebras lux
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    • Orome schrieb:

      Weiss jemand was zur FSME Impfung bei Kleinkindern und / oder Schutz derer bzw. eventueller Folgen?
      Wo sind da die Unterschiede zu Erwachsenen?
      Wir wurden als Kleinkinder geimpft und haben alle unsere Kleinkinder impfen lassen.
      Es ist eine aktive Impfung - d. h., es werden inaktive Viren geimpft, der Körper bildet selbst die Antikörper (bei passiver Impfung bekommt man direkt die Antiköper gespritzt).
      Es sind drei Termine notwendig, für die „Grundimmunisierung“. Alle paar Jahre (im Internet steht 3 - 5 ... k. A.) lässt man die Impfung dann auffrischen.
      Das Verfahren ist m. W. bei Erwachsenen nicht anders.

      Ha - ich hab grad mal ins Impfbuch gekuckt ... hier mach ich große Sprüche und mein eigener Impfschutz ist seit Jahren abgelaufen ?( Letzte Impfung war 2011 ... gleich einen Termin ausgemacht.
      post tenebras lux
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    • Emil_Strauss schrieb:

      In den USA muss , anders wie bei uns, nicht erstmal die Unbedenklichkeit der Medikamente nachgewiesen werden.

      Das ist schlicht falsch:

      (Freitag-Nachmittag-Klugscheißermodus an ;) :whistling: ) :

      Der Nachweis der Sicherheit eines Arzneimittels ist in den USA zwingende Voraussetzung für die Vermarktung eines neuen Arzneimittels. Das ist gesetzlich in den USA vorgeschrieben (21 CFR §314.50 (4) (vi) (a)).

      Die US Behörde bewertet den Nachweis der Arzneimittelsicherheit dabei sogar häufig strenger als es hier der Fall ist (Beispiel: aerzteblatt.de/nachrichten/288…sung-in-den-USA-reagieren)


      Der Limitierende Punkt ist, dass die Sicherheitsdaten für ein neues Produkt auf einer begrenzte Anzahl von Patienten beruht. Wenn bei Erhebung der Daten 3000 Patienten beteiligt waren kann man über den Daumen (= über das 3 Sigma Intervall der Gauß Verteilung) grob abschätzen, dass man gerade noch so Nebenwirkungen findet die jeden tausensten Patienten betreffen. Wenn eine Nebenwirkung bei jedem 10.000 ten auftritt werde ich rein statistisch gesehen die Nebenwirkung bei Behandlung von 3000 Patienten nicht finden.

      Wenn im Nachhinein bekannt wird, dass es schwerwiegende Nebenwirkungen bei jedem 10000ten Patienten gibt kann das dazu führen, dass die Behörden ihre Nutzen-Risiko-bewertung überarbeiten und den weiteren Vertrieb des Arzneimittels untersagen.