"Papa, lässt du den Waschbären wieder frei? "

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    • "Papa, lässt du den Waschbären wieder frei? "

      Gestern nahm ich meine Tochter mit zum Brötchen holen. Unterwegs schaute ich nach einer Falle, in der sich tatsächlich ein kleiner Waschbär befand. Während das Mädchen im Wagen wartete, erfüllte ich meine Pflicht zum Erhalt des Niederwildes.
      Als ich zum Wagen zurückkehrte, fragte mich meine Tochter:"Papa, hast du den Waschbären wieder freigelassen? Der war so niedlich!"
      Wie erklärt man einer Pubertierenden, dass wir in Sachsen-Anhalt uns alle Mühe geben, die letzten Sumpfschildkröten zu erhalten neben anderen seltenen Tierarten? Wie überzeugt man Heranwachsende davon, dass "niedlich " als Entscheidungsinstanz über Leben und Tod nicht tauglich ist? Wie würde das Empfinden sein, wenn kein niedlicher Waschbär, sondern eine hässliche Kreatur in der Falle gewesen wäre? Schwieriges Thema. Leider nutzen Medien und manche Interessengruppen genau dieses "niedlich " als Manipulationsinstrument.
      Heute Morgen bin ich alleine zum Brötchen holen gefahren. Wieder war ein Waschbär in der Falle. Aber davon habe ich meiner Tochter nichts gesagt.

      Sprecht ihr (Jäger ) mit euren Kindern über den Sinn oder Unsinn von Sterben/Tod, bezogen auf Tiere?
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
      Auch in einer schlechten Welt lässt's sich gut leben.

      Beitrag von Dachs ()

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    • Hallo,

      in Neuseeland habe ich in einem Museum eine Installation gesehen, welche den Kindern die Gefahren aufzeigte, die von den niedlichen Opossums ausgehen und was diese in der Natur anrichten. Zum Schluss waren zwei ausgestopfte Exemplare zu sehen. Das eine Exemplar schön präpariert, mit dem Schild „bad Opossum“ und ein überfahrenes Exemplar mit einem Schild „good Opossum“.
      Interessant war, dass nur die Europäer entsetzt waren.

      Grüße Dogcrafter
      Go tipi-camping.de
      be active, be in nature, just be
    • Ich bin kein Jäger, aber diese Gespräche treffen uns Eltern in abgeschwächter Form wohl auch grundsätzlich, wenn es um das Thema "Fleisch essen" geht. Meine Tochter (11) isst keinen Fisch, weil ihr das Tier zu "eklig" ist und nur selten ein Schnitzel, weil sie die Schweinchen "so süß" findet. Meinem Sohn (8) ist das alle egal, solange es ihm schmeckt. Er probiert alles (… sein Wunsch grad ist gegrillte Heuschrecke, weil er das mal irgendwo gehört/gesehen hat und noch nicht probiert hat...)

      Meine Erfahrung: Mit Kindern sollte man ehrlich sein und auch durchaus (kindgerecht) erklären, warum Tiere getötet werden. Sie bilden sich ihre eigene Meinung dazu. Ein Chicken Nugget kommt nun mal vom Hühnchen und ein Fischstäbchen wird nicht aus "Stäbchen", sondern aus Fisch gemacht.

      PS: Wenn ich eine Spinne in unserem Haus "ermorde", dann werde ich von meiner Familie als "Retter" gefeiert. Wenn sich eine Maus in unser Haus verirrt, dann muss ich sie lebend fangen und weit entfernt wieder aussetzen... Ja, ein Tier hat es schon leichter, wenn es "süss" ist. 8)

      Gruß
      Tom
      Wenn jemand sagt: "Das geht nicht!", denk daran, es sind seine Grenzen, nicht deine! :thumbup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tom ()

    • Friese schrieb:

      ...
      Wie erklärt man einer Pubertierenden, dass wir in Sachsen-Anhalt uns alle Mühe geben, die letzten Sumpfschildkröten zu erhalten neben anderen seltenen Tierarten? Wie überzeugt man Heranwachsende davon, dass "niedlich " als Entscheidungsinstanz über Leben und Tod nicht tauglich ist?
      ...
      Pubertiere sind schwierig mit Logik zu erreichen, wenn die Hormone Tango tanzen. Ich bin ja kein Pädagoge, aber ich würde da so rangehen: Erst mal recherchieren, wo eine vielbefahrene Waldstraße durch eine Krötenpopulation durchführt, idealerweise in einem mit Waschbären verseuchten Gebiet und in der Nähe des Nestes des Pubertieres. Dann dort mal zusammen "zufällig" vorbeifahren oder besser noch gehen. Sagen, wie schade das doch ist, dass so viele dieser für die Natur so wertvollen Tiere überfahren werden. Dann gemeinsam (!) die Idee entwickeln, dort einen Krötenzaun aufzustellen, auf eigene Kosten und mit eigenen Händen. Das Pubertier könnte dann zur Zeit der Krötenwanderung gemeinsam mit seinem Erzeuger oder auch alleine z.B. beim täglichen Schulweg die Eimer mit den Kröten über die Straße tragen und leeren. Irgendwann wird das Pubertier dann weinend nach Hause kommen, weil da so ein Monster wohl die ganzen Kröten aus dem Eimer geholt, bei lebendigem Leibe gehäutet und teilweise aufgefressen hat. JETZT erst kommt die Biologie-Lehrstunde über Neozoen: "Ja, das waren die Waschbären. Schlimm, dass die eingeschleppt wurden. Die vermehren sich wie Ratten, nur schlimmer. Die werden noch alle Kröten und sogar Vögel (Bodenbrüter) ausrotten. Wie schlimm es ist, sieht man, dass sogar der NABU Niedersachsen (der uns Jäger ja gar nicht leiden kann), die ganzjährige Jagd auf Waschbären fordert..."

      Das erfordert natürlich Einsatz (körperlich, zeitlich, finanziell) und Ausdauer, aber ich glaube, die Wirkung wäre sehr nachhaltig.
    • Mhm. Während ich denke, dass die Kommunikation ob und warum Tiere für die Wildbretgewinnung erlegt werden - aufgrund eigenem Bezug (Wurstsemmel, Grillfleisch) - gegenüber Kindern sinnvoll kommuniziert werden kann, wird es ohne das entsprechende ökologische Vorwissen bei Neozoen bzw. Bestandskontrolle schwierig.
      Kröten sind weniger puschelig und süß als Waschbären und auch offensichtlich zahlreicher. Ich denke, dass man da schlecht mit R-Strategie und kritischer Population kommen muss.

      Sprich: Ich persönlich würde das Gespräch bezüglich Waschbären zurückstellen, bis sagen wir mal: ein oberstufenadäquates ökologisches Verständnis vorherrscht, das die Notwendigkeit selbstverständlich macht. Sonst kann es sein, dass das Thema "Jagd" frühzeitig abstoßend wird.

      Ergo: Wenn der Jugendjagdschein abgelegt wurde oder die zu erwartende "adoleszend-oppositionierende-vegetarische-Phase" überstanden ist, sind junge Erwachsene bereit zu verstehen, warum es Notwendig ist, süße Tiere aus der Natur zu entnehmen
      ____________
      leicht sarkastisch im Unterton, dabei völlig spaßbefreit
      Ich liebe Fachfragen, Smalltalk nur f2f ;)
    • Mmh, ja

      50% meiner Sprösslinge haben durchaus ein Faible für Kröten, Frösche und andere nicht haarige Tiere und würden doch schon auf :racoon: schimpfen.
      Nesträuber und Katzen, die hier im Garten rumwuseln werden von ihnen meist verscheucht. Durch den Opa wissen sie auch, dass sogar Eichhörnchen gelegentlich plündern. Das ist aber süss...
      Tipp - bei youtube wird es sicher Dokus dazu geben, die Waschbären etwas beleuchten.

      Dieses Jahr ist mein Angelschein angedacht, unser Jüngster isst wie ich total gern z.B. geräucherte Forelle, also wo man noch alles Mögliche sieht und dann erklären kann. Die anderen sind da eher zurückhaltend, mögen aber auch Fischstäbchen. Im Zuge dessen lerne ich wieder was, das gebe ich weiter.
      Als Kind fand ich die verschweissten Fische im Supermarkt immer total gruselig...ich schreibe das nun, weil es halt auch ums Töten geht, nech?

      Essen muss der Mensch.

      Gruss und schönen Sonntag noch!

      Silas
      Semper fidelis

      dgmea.de

      mueckenatlas.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Silas ()

    • Nun ja ich erkläre es meiner Tochter immer so wie´s ist.
      Klar das ich damit nicht immer gut ankomme.
      Heut morgen ist ihre letzte Schnecke gestorben / wurde tot aufgefunden. Beerdigung des Schneckenhauses im Blumentopf unter Tränen, obwohl sie ihre Schnecken nie niedlich , sondern immer interessant fand. Damals die Sache mit dem Taubenei auf dem Balkon lag ähnlich, interessant , nicht so lecker wie Hühnerei, aber traurig das kein Küken draus wurde.
      Ich kann die Kleine nicht in Watte packen bis sie groß ist und dann, wenn sie mich nicht mehr hat, fällt sie dauernd auf die Schnauze!!!
      Also sprecht mit den Pänz wie mit nem "normalen" Menschen, erklärt ihnen was sie wissen sollten , so ihr könnt und bereitet sie so gut es geht aufs Leben vor.
      Meine Meinung.
      Gruß"Seemann"
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!
    • Man kann Kindern und auch Pubertierenden mehr zutrauen als man meint. In altersgerechter Art und Weise und mit den richtigen Bespielen erklärt, verstehen auch jüngere Kinder durchaus den Sinn dahinter, dass man Tiere mitunter töten muss, aus den verschiedensten Gründen. Man kann sie nicht immer von allem fern halten. In naturverbundenen Volksstämmen ist für Kinder vieles selbstverständlich, was wir unseren Kindern vorenthalten. Vielleicht haben wir aber auch nur Angst davor, dass uns die Sprösslinge für Monster halten. ;)
      "Wenn du etwas tust, was du noch nie getan hast, dann ist das doch schon ein Abenteuer."
      Johan Skullman

      Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht.
    • Spannendes Thema, vor allem wenn man den Rahmen ein ganz klein wenig weiter spannt.

      Dem Grunde nach dreht es sich ja bei der Fragestellung nicht nur um den "armen Waschbären".
      Allein schon die Gleichsetzung von "Der sieht aber Süß aus" = "darf überleben" wirft ja schon einige weitere Fragen an die Ehtiker auf.
      (Wenn es allein darum ginge, hätten wohl die meisten von uns keine Überlebenschancen, mich inbegriffen)

      Aber ich bin überzeugt, dass Kinder auch heute noch wesentlich mehr verstehen und ohne Traumata erleben und überleben können, als Eltern ihnen zutrauen. Mal so als Gedanke:
      der treueste Gefährte des Menschen, der Hund oder die treulose Seele Katze, wurden von der noch treuen Seele Tochter / Sohn als Familien-Mitglied wahrgenommen. Nun aber ist das tierische Familienmitglied in die Jahre gekommen und wird, wie auch später das menschliche Pendant von Krankheit und Schmerz geplagt. So sehr, dass der Häuptling des Clans die Erlösung des Tieres von seinen Schmerzen beschließt.
      (Ohne auf die Frage nach dem Unterscheid zwischen tierischem und menschlichem Leiden und der Erlösung davon einzugehen.)

      Es werden Fragen auf den Häuptling zu kommen über den Verbleib und das Wohlergehen des Tieres. Und wer von uns hätte sich nicht gerne davor gedrückt, vor den Fragen, noch mehr aber wohl vor dem Gang zum Tierarzt, und da schließe ich mal alle Jäger (ich bin KEINER) mit ein.

      Mir es es passiert, dass unsere Katze, keine treulose Seele, sondern anhänglich wie ein Hund, plötzlich kalt und steif im Vorgarten lag.
      Eine Mieterin klingelte aufglöst bei uns, zog mich mit Tränen in den Augen vor die Türe und zeigte mir die Situation. Sie flüsterte, dass ich die Katze doch schnell in der Mülltonne entsorgen sollte, damit die Kinder das nicht mitbekommen würden.

      Ich entschied mich aus mehreren Gründen dagegen und dafür, die sterblichen Überreste herein zu holen.
      So konnten wir uns alle von dem Tierchen verabschieden. Beindruckt hat mich an dem beschi... traurigen Abend meine Tochter.
      Die Kleine, damals gerade mal vier oder fünf, streichelte das Tier und meinte, dass es ja nun keine Schmerzen mehr habe, so friedlich und ruhig wie es da läge.

      Wir beide haben es dann gemeinsam im Garten begraben und in die lockere Erde einen - für die kurze besonderen - Stein gelegt.
      Die Kleine hat das damals mit einer Selbstverständlichkeit gemacht und mich begleitet wie ich bei manchem Erwachsenen vermisse.
      Auch später - wenn entweder die nächste Katze ihrem Jagdtrieb gefolgt war oder ein Vogel die Fensterscheibe übersehen hatte, hat sie die Tiere oft mit mir zusammen unter die Erde gebracht.

      Ein leidendes Tier erlösen und töten ist noch einmal etwas (Thema hatten wir wohl schon einmal) aber für meine Tochter scheint wohl der Tod zum Leben dazu zugehören.

      Gründe für meine Entscheidung waren:
      - ich fühlte mich selbst nicht sonderlich wohl, es war mein Geburtstag und war nicht wirklich glücklich. (vielleicht mal am Feuer die ganze Geschichte)
      - ich wollte meine Kinder nicht über unsere Katze anlügen. Das hatte man mir mir einmal zu ähnlicher Zeit getan, und ich habe die Erwachsenen nicht verstanden, warum sie die Unwahrheit sagen müssen.
      - ich habe für mich gedacht, dass meine Kinder die Tatsache einer toten Katze verkraften können, nicht aber die eines offensichtlich lügenden Vaters.

      Spätestens beim Tod fängt der Ernst des Lebens an, auch wenn ich versuche, ihm mit Humor zu begegnen.

      Warum bei einem so ernsten Thema lügen? Um kurzfristigen Schmerz zu ersparen? Um keine Trauer aushalten zu müssen? Um sich nicht rechtfertigen zu müssen. So meine damalige Einsicht und Handlung. Ohne Anspruch auf Richtigkeit und Allgemeingültigkeit.

      Auf der anderen Seite, @Friese , kann ich mir gut vorstellen wie es sein kann, mit einem Pupertier zusammen in einer Blechbüchse gefangen zu sein und sich den Vorwürfen von Mord und Todschlag stellen zu müssen. Ohne Rechtsanwalt und vor Staatanwältin und Richterin in einer Person, unfähig der eigenen Verteidigung und erst recht ohne Rechtsanspruch auf einen fairen Prozess. Dafür aber vielleicht mit der Aussicht auf Rehabilitation, mindestens aber Begnadigung sobald die Enkelin die gleichen Fragen stellt wie einst die Tochter....

      Im Ernst, bei dem unverschuldeten Tod von Tieren und Menschen, halte ich das altersgerechte Ansprechen der Situation für richtig und für alle Beteiligten und alle Zeiten die hilfreichtse Lösung.
      Anders mag es aussehen, wenn man selbst in die Situation einer Tötungshandlung am Tier, schlimmer noch am Menschen kommt.
      Beim Tier wird man versuchen, es altersgerecht zu erklären, R- und K-Strategien werden hier nur schwer zu vermitteln sein. Aber vielleicht wächst ja die Einsicht, dass ein Tier nicht unbedingt Süß sein muss, damit es leben darf. Vielleicht hilft ja der Hinweis auf die eigene Person. Papas sind ja selten süß, in dem betreffenden Zeitraum (adoleszente Rebellions-Phase) oft eher uncool aber doch immer noch der beste, wenn es um substantielle Fragen geht. (Papa, der Kratzer da! Ist der gefährlich?!? - Die Lesebrille suchend, wo? Lass mal sehen! Oh, dass sieht aber nicht gut aus, Ganz schlimm. - PAPA, die andere Seite!!! - auch so, habe ich garnicht gesehen..... (aktuelles Beispiel))

      In die zweite Situation möchte ich nicht kommen und noch weniger möchte ich mich dafür vor meiner Tochter rechtfertigen müssen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Steuermann ()

    • Meine Lieblingsnachbarin ist niedlich. Die fand auch immer die Füchse niedlich, die abends durch unsere ruhige Straße gestreunert sind. Jäger fand sie eigentlich immer doof, da die ja die niedlichen Füchse umbringen. Dass diese wiederum andere "niedliche" Tiere umbringen, wurde halt ausgeblendet. Hilfesuchend wandte sie sich die Tage an mich; die armen Füchse hätten teilweise kein Fell mehr und die Haut sei wund gekratzt. "Tja Mädel, die hamn die Räude", so meine Antwort. Was das ist, wusste sie nicht. Sie hat gegoogelt. Nun weiß sie es.

      Und weil sie eine Katze hat und nun weiß, dass die Räude auch auf diese übertragen werden kann, sind Füchse nun nicht mehr "soooohooooooooo" niedlich und Jäger gar nicht mehr so doof. :D

      Erwachsene lernen am besten durch Erfahrung. Bei Kindern? Keine Ahnung. Mir hat man schon im Kindergarten beigebracht, dass die Förster und Jäger im Wald Tiere erschießen, damit wir zu essen haben oder wenn sie schwer krank sind und nicht mehr gesund werden. Das hab ich noch besser weggesteckt, wie das Erlebnis mit Nachbars Katze, die sich einen Vogel gekrallt hat. Aber auch hier wurde mir ohne Umschweife klar gemacht, dass das zur Natur gehört.

      Ob´s mir geschadet hat? Manch einer wird sagen, JA. :mrgreen:


      Cheers,
      Tom :rock:
      Die Freiheit ist mein Leben und bleibt es allezeit.
      (Hoffmann von Fallersleben)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sawyer () aus folgendem Grund: ... dem Duden zu Ehren :-)

    • Unsere Kinder wissen, das der Tod zum Leben dazu gehört, in jeder Beziehung.
      Tiere, welche Schäden auf die ein oder andere Weise verursachen, müssen entfernt werden, tot oder lebend, wenn alternativ möglich.
      Geschlachtet wird bei uns zwar nicht mehr so oft wie früher, aber die Schlachtung eines Hausschweins, der Zerlegen von Wild usw. haben sie alles schon gesehen. Das der Fisch vor dem Messerstich einen Schlag auf den Kopf bekommen muss ist ihnen bekannt, seit sie 3 Jahre alt sind.
      In vielen Bereichen wird einfach zu stark verniedlicht, Nahrung wächst nicht eingeschweißt im Supermarkt.
    • Sawyer schrieb:

      Das hab ich noch besser weggesteckt, wie das Erlebnis mit Nachbars Katze, die sich einen Vogel gekrallt hat. Aber auch hier wurde mir ohne Umschweife klar gemacht, dass das zur Natur gehört.
      Dass Nachbars Katzen nun zur Natur gehören, bezweifele ich. Wenn wir über die Problematik von Neozoen in Deutschland diskutieren und die angerichteten Schäden betrachten, sollten auch Hauskatzen mit einbezogen werden. Von mir aus könnten Katzen zum Abschuss freigegeben werden, noch vor Waschbären.

      P.S. Ich weiß, dass ist nicht das Thema was @Friese anspricht, aber ehrlich..
      "We like companionship, see, but we can’t stand to be around people for very long. So we go get ourselves lost, come back for a while, then get the hell out again."

      Krakauer, Jon. Into the Wild (Picador Classic Book 78) (S.96). Pan Macmillan.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Naturerlebnis ()

    • tom schrieb:

      Meine Erfahrung: Mit Kindern sollte man ehrlich sein und auch durchaus (kindgerecht) erklären, warum Tiere getötet werden. Sie bilden sich ihre eigene Meinung dazu. Ein Chicken Nugget kommt nun mal vom Hühnchen und ein Fischstäbchen wird nicht aus "Stäbchen", sondern aus Fisch gemacht.
      Da gebe ich dir recht, ABER

      man muss es auch nicht so rüberbringen, als ob es eine Notwendigkeit wäre, Tiere zu Ernährungszwecken zu töten. Ich persönlich habe das immer als freiwillige Entscheidung dargestellt, und wenn jemand das Essen von Leichenteilen nicht gut findet, dann kann er auch darauf verzichten.

      P.S. Ich bin weder lupenreiner Vegetarier noch Veganer.
      "We like companionship, see, but we can’t stand to be around people for very long. So we go get ourselves lost, come back for a while, then get the hell out again."

      Krakauer, Jon. Into the Wild (Picador Classic Book 78) (S.96). Pan Macmillan.
    • Tja...

      Ich finde auch Mäuse niedlich. Seit gut einer Woche hat aber mein Hund (ja, sie ist mehr hinter Mäusen her, als unsere Katze) angezeigt, dass sich Mäuse in meiner Werkstatt befinden.
      Über eine Woche habe ich zwei Lebendfallen aufgestellt und die kleinen niedlichen Mäuslein in den Wald gebracht (naja, ich hab's ja nicht so weit :D ).
      Heute war eine der Fallen doppelt besetzt.
      Schweren Herzens (die sind ja soooo niedlich) habe ich heute eine dritte Falle aufgestellt (und das ist KEINE Lebendfalle). Aber ich habe das Gefühl, es sind immer die gleichen Mäuse.
      Vielleicht hätte ich sie markieren sollen :D .
      Als "Lockmittel" verwende ich übrigens Schlagersüsstafel - die Mäuse mögens... :D

      Was das mit dem Thema zu tun hat? Ich musste mich selbst überzeugen und die Einsicht gewinnen, dass es manchmal nicht anders geht... :(

      *winks* Ted (der mal 'ne HausFliege - ja, in echt (aber das ist eine andere Geschichte) - hatte :D )
      PS: Ich bin umgezogen. Wer mich sucht, findet mich im Wald ;) .

      "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." (Ludwig Wittgenstein)
    • Naturerlebnis schrieb:

      Sawyer schrieb:

      Das hab ich noch besser weggesteckt, wie das Erlebnis mit Nachbars Katze, die sich einen Vogel gekrallt hat. Aber auch hier wurde mir ohne Umschweife klar gemacht, dass das zur Natur gehört.
      Dass Nachbars Katzen nun zur Natur gehören, bezweifele ich. Wenn wir über die Problematik von Neozoen in Deutschland diskutieren und die angerichteten Schäden betrachten, sollten auch Hauskatzen mit einbezogen werden. Von mir aus könnten Katzen zum Abschuss freigegeben werden, noch vor Waschbären.
      P.S. Ich weiß, dass ist nicht das Thema was @Friese anspricht, aber ehrlich..
      Andersrum ausgedrückt: Es liegt in der Natur der Katze, dass sie sich Beute greift.

      Bzgl. Abschuss von Katzen bin ich zwiegespalten. Ich von niemandem das Haustier töten und zum Glück verbietet es hier das Saarländische Jagdgesetz. Wir dürfen sie fangen und dann auf dem Fundbüro abgeben. Sollen die sich drum kümmern.
      Die Freiheit ist mein Leben und bleibt es allezeit.
      (Hoffmann von Fallersleben)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sawyer () aus folgendem Grund: Duden

    • Wie man das Heranwachsenden und jungen Erwachsenen heute schonend und so beibringen soll weiss ich ehrlich gesagt auch nicht.

      Früher (also mein früher, so vor 40 Jahren), war das hier auf dem Land doch noch Alltag. 3 oder 4-jährige haben im Garten gespielt, während Opa gleich daneben die Hasen geschlachtet hat. Und mit zehn oder 12 hat man ihnen das Messer gegeben...
      Das sind natürlich alles total verrohte, brutale Massenmörder geworden. Oder Veganer. (Achtung Übertreibung)
      No ned hudla.....

      Beitrag von Dachs ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().