Übernachtungsgäste ohne Schlafsetup - wie würdet ihr das Problem lösen?

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    • Übernachtungsgäste ohne Schlafsetup - wie würdet ihr das Problem lösen?

      Mal wieder so ein seltsames Ding...
      Häufiger übernachten bei mir Jugendliche in größeren Gruppen, die z.T. weder Schlafsack noch Isomatte haben. Die Nächte sind meistens nicht sonderlich warm, aber zumindest habe ich zwei-drei Großzelte, so dass Trockenheit gewährleistet ist. Blöde ist, wenn man absagen muss, weil die armen Kerle (oder Mädels) nix mitbringen können. Einige Isomatten habe ich, auch einige Wolldecken. Aber mir schwebt irgendein standardisiertes, hygienisches, platzsparendes und nicht teures System vor, was man bei Nichtgebrauch einfach auf den Dachboden bringt. Ich denke so an 10 Jugendliche, die man im Zelt (s.o.) in ostfriesischen Nächten unterbringen können muss.
      Wie wäre eure Herangehensweise? Gerne konkret mit Produkthinweisen und so!
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
      Auch in einer schlechten Welt lässt's sich gut leben.
    • Schaumstoffisomatten kosten wirklich nicht die Welt und sind mit kaltem Wasser (in schlimmen Fällen auch warmem Seifenwasser) leicht zu reinigen.

      Mit Schlafsäcken sieht es schon etwas problematischer aus. Wie wäre es mit Bettbezügen? Dann müssten die Wolldecken nicht so oft gereinigt werden. In neuseeländischen Hostels bekommt man oft neben dem Kopfkissenbezug zwei Bettlaken ausgehändigt. Eins legt man aus die speckige Matratze und das andere unter die fleckige Decke und schon ist der Körper von zwei sauberen Laken umhüllt.

      Wie sieht es auf Deinem Dachboden mit Mäusen aus? Kannst Du die Ausrüstung frei liegen lassen oder musst Du sie mäusesicher in einer Blechkiste oder dicken Holztruhe verstauen?
    • Friese schrieb:

      Wie wäre eure Herangehensweise
      Unter der Annahme, dass die "Kids" was lernen sollen/wollen, würde ich das mit einem "Bau-dir-dein-Bett-selbst"-Event verbinden.

      Die dafür benötigten Äste / Zweige kann man schonmal vorsägen, bauen müssen sie selbst.
      Wenn du mal nach "raised bed bushcraft" googlest, siehst du, was ich meine - ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht weiss, wie ich ein "raised bed" auf deutsch ausdrücken sollte...
      Hochgelegenes Bushcraft-Bett ? (ich sollte mich wieder mehr mit deutschsprachigen Leuten umgeben)
      Klappt natürlich nur bei gutem Wetter - oder, wenn deine Großzelte KEINEN eingebauten Boden haben.
      I came into this world kicking and screaming, while being covered in someone else's blood.
      Why shouldn't I leave the world the same way?
    • Ich würde günstige Deckenschlafsäcke nehmen.

      Ich habe z.B. welche von Aldi. Die sind nicht schlecht. Gibt es immer in Decken- und Mumienform. Einen in Mumienform habe ich schon seit mehr als 20 Jahren und der tut immer noch seinen Dienst. Da dieser aber als Dauerleihgabe weg ist, haben wir uns vor 2 Jahren nochmal eingedeckt.

      Diesmal Deckenschlafsäcke: Die würde ich Dir auch empfehlen. Wiegen so um die 2kg also recht schwer, ist bei Deinen Einsatz aber egal und gehen etwa bis 0 Grad (Selbst getestet bei +1).

      Ich lagere die auch meistens im Packsack und ziehe die Riemen nicht an. Also platzsparend zu lagern.

      Wenn es nicht so kalt ist, als Decke verwenden und dann einen Bettbezug drum. Dann ist die Hygiene gewährleistet. Und Du musst nur die Bettbezüge waschen.

      Gewaschen habe ich die Schlafsäcke übrigens auch schon mal geht. Bettbezüge waschen ist aber einfacher und billiger.

      Wenn es Kälter ist den Bettbezug als Inlett nutzen und wieder nur die Bezüge waschen.

      Kosten für 10 Schlafsäcke ca. 180 € und dann noch 10 Bezüge.
    • Hi,

      meine Ma hat mal so eine gelbe Ikea-Tagesdecke als Inlett vernäht.
      Ist ok - nur wenn man mit dem Gesicht drauf schläft, gibt es Rillen im Gesicht.

      Was wiederum zu lustigen Spitznamen und Blödeleien führt.
      (z.B. "Hi, Kettenfresse. Gut geschlafen?" Erwiderung: "Rill' mal nicht so rum, Rillen-Gesicht!" - allgemeines Gelächter).

      Ich muss mal schauen wo das ist, aber als hygienisch...warum nicht?
      Semper fidelis

      dgmea.de

      mueckenatlas.de
    • Der beste Tipp ist m. E. Der von @Rockdog, JH- Inlets!

      Aber ich sehe die ganze Sache etwas anders...
      Wenn du eine Komplettausstattung anbietest, z. B. für Jugendliche wie bei deiner Survival-AG, dann "entbindest" du die ja völlig von jeglicher Eigenverantwortung.
      Ich meine, du schriebst ja, dass einige keinen Schlafsack/keine Isomatte haben. OK, diejenigen, die nix haben - und sich auch nicht mal was leihen können - die kannst du ja versorgen, mit ein paar Isomatten, die schon vorhanden sind, mit Inlets und Wolldecken. Andere haben aber ja n Schlafsack, evtl.auch ne Isomatte, die sind dann "autark".
      Wenn aber für alle gesorgt wird, muss niemand mehr was vorbereiten, sich mal Gedanken machen, was transportieren, vielleicht auch mal in Verwandt- und Bekanntschaft rumfragen...es ist ja immer alles da!
      Das hat - für mich - was von All-inclusive-Urlaub, da muss man sich ja auch um nix kümmern.
      Ich denke, gerade bei Jugendlichen/Schülern ist das ein Aspekt, den man vielleicht bedenken sollte.
      Ist nur meine Auffassung.
      LG schwyzi
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.
      Member of the Hateful fifteen
    • Ich denke, dass neben den vorhandenen Wolldecken und Isomatten evtl ein paar Poncholiner oder Fleecedecken und normale Bettbezüge (statt Hüttenschlafsäcken) reichen könnten.

      Was auch ne Idee Wäre: Lass sie doch aus Fleece ihr eigenes Inlet nähen.

      Wie mein Vorredner @schwyzi schon sagt, muss ja nicht davon ausgegangen werden dass alle gar nix haben.
      No ned hudla.....
    • @Martin Transporter Lesch
      Da bin ich recht flexibel. Nur sollten es nicht gerade aufgebaute Feldbetten sein.
      @schwyzi Die pädagogischen Aspekte wurden bereits im Vorfeld reflektiert und stehen nicht zur Debatte. Ich zitiere mich gerne selbst (s.o.): "Blöde ist, wenn man absagen muss, weil die armen Kerle (oder Mädels) nix mitbringen können." Es ging ums Können, nicht ums Wollen.

      Mal als Anregung und zur Erklärung, warum ich hier keine pädagogische Debatte lostreten wollte: Es erweitert den Horizont beträchtlich, sich mit den Umständen von Flüchtlingen und den Zuständen in Flüchtlingsheimen in D zu beschäftigen. Wie lange mag man wohl im Besitz des (wie auch immer beschafften) Schlafsacks bleiben?

      Ich werde 10 Baumwollinlays vom tschechischen Militärschlafsacksystem kaufen und daraus Hüttenschlafsäcke nähen. Das Material hat sich bereits seit Jahren bei mir bewährt und ist saurobust und waschbar. Und dann vermutlich 10 Alditüten und noch einige Wolldecken für die dann immer noch Frierenden. Dazu noch Evazote-Matten 1,5cm, dann passt alles.
      Vielen Dank für eure Tipps!
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
      Auch in einer schlechten Welt lässt's sich gut leben.
    • Eigenverantwortung...!? Ihr macht mir Spass. Ich habe das Vertrauen in die Menschen längst verloren, selbst wenn die Kid´s keine Assi-Eltern haben muss das noch nicht bedeuten das ihre Kinder auch nur ansatzweise Zugriff auf benötigtes Material haben... noch nicht mal leihweise über Grosseltern und sonstige Verwandschaft. Eine Joga Matte wäre aufzutreiben aber etwas wie ein Schlafsack, das ist ja fast schon exotisch.

      Rockdogs Idee mit dem Jugendherbergsschlafsack ist nicht schlecht... aber überlegt euch mal wer heutzutage noch weiss was ein Jugendherbergsschlafsack ist. Die sind ja auch schnell selbst gemacht. man geht in den Stoffladen holt sich 140x200m eines geegneten Stoffes und rattert mit der Nähmaschiene einmal rund rum.
      Ich habe selbst schon vergleichbares aus Fleece-Decken genäht. Kopfloch oben, Armlöcher an den Seiten und unten offen, wenn lang genug unten mit einer Tasche um die Füsse reinzustecken. Ein perfekter Kinderschlafsack.

      Eine Empfehlung wäre Jysk, bei euch Dänisches Bettenlager genannt. In der jetzigen Jahreszeit haben die bei uns Schlafsäcke für 14.- Euro + ein paar zerquetschte. Isomatten 4.- Euro....
    • Bei uns im Kat-Schutz kommt es in Betreuuungslagen doch gelegentlich vor, dass wir fremden Menschen, die nichts haben, ein Bettchen basteln müssen.
      Nun bin ich zwar mehr der San-Mann als der Betreuungs-Mann, aber ich weiß, das wir für den Zweck nebst Einmal-Decken mit Microfaserfüllung auch massenweise braune Wolldecken besitzen. Und der Reenactor in mir weiß, wie bequem Coyboybetten sind.
      Da Wolldecken aus Wolle sind sind die auch helbwegs antibakteriell, und auch waschbar.
      So lasset die Gläser erklingen,
      die Welt ist von Lügen durchwirkt.
      Ein Hoch auf all Jene die gingen,
      Hurra auf den Nächsten der stirbt!
    • Ja Friese, Wolldecken und 5 Euro Schaummatten reichen fuer 50 Jahre. Aldisaecke etwas kuerzer ;) Alternativ 2 Euro Bettlaken und den Schlafsaal beheizen. Is aber bestimmt teurer auf Dauer. ;)
      Ich weiss gar nich, was du dir da fuer einen Kopf machst. Du musst Lehrer sein :D
    • Es wurde ja nicht nach dem Sinn der Anschaffung gefragt, sondern nach einer vernünftigen Lösung. Insofern ist die einfachste Möglichkeit schon genannt worden.
      Ich persönlich kriege schon Krätze wenn ich an Wolldecken denke. Da wäre (mir) doch ein günstiger Schlafsack mit einem Bettbezug als Inlet viel angenehmer.
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio