Im Winter auf dem Wasser

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    • Im Winter auf dem Wasser

      Hallo liebe Wasserratten,
      aus großem eigenen Interesse, möchte ich hier einen Faden eröffnen, wo die unter uns, die auch in der kühleren Jahreszeit auf´s Wasser gehen ihre Tipps, Touren , Reviere und z.B. geöffnete Campingplätze oder wintertauglichen Paddlerunterkünfte vorstellen können.
      Ich für mein Teil würde es gerne mal ausprobieren, deshalb hoffe ich auf viel Input von euch, danke.
      Gruß"Seemann"
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!
    • Winter auf dem Wasser ist top wenn man Ski und nen Schlittenhund dabei hat. *duckandrun*




      McPomm und Brandenburg hat auch im Winter viel fürs Boot zu bieten. Und solange man nicht im NP ist interessiert sich in dieser Zeit kein Schwanz dafür wo man pennt. Manche Schleusen sind dann halt mega nervig beim umtragen...
      Skal hilse fra fjellet – det evige land,
      hvor moskus og jerven har bolig.
      Min lengsel dit inn er blitt som en brann.
      Kun der får jeg fred og blir rolig...

      Jon Ø. Hov

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von karlson ()

    • trapperandy schrieb:

      Aber Lust hätte ich auch mal bei Hochwasser auf die Weser, da kann man dann auch schön über die Weiden fahren.

      Ja kann man. Das Problem ist (und das ist aus eigener, wenn auch lange zurückliegender Erfahrung bzw. Anschauung), das kann ziemlich gefährlich sein.

      Manchmal liegen Stacheldrahtzäune gerade unter der - braunen - Wasseroberfläche. Man kann von der starken Strömung an den Prallhang getrieben werden, in die dort bei Hochwasser mitten drin stehenden Weidengestrüppe. Nicht nett. Ich habe mal so eine Gruppe Kajaks gesehen, in so einem Weidengestrüpp. Die Leute mußten, so hörte man später, mit der Feuerwehr da rausgeholt werden. Die Boote blieben zurück.

      Und manche Hindernisse treiben auch mit der Strömung, manchmal kaum sichtbar. Bleiben vielleicht auch mal plötzlich irgendwo hängen.

      Und dann sind da die Buhnenspitzen. Da lösen sich bei Hochwasser in der Strömung gern unregelmößig große Wirbel ab, die ein Kanu leicht mal eben einen halben Meter oder mehr abwärts saugen können, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt und an der richtigen Stelle an die Oberfläche treiben.

      Und je kälter das Wasser, desto weniger Minuten hat man um herauszukommen, wenn es einen dann mal geschmissen hat. Das kann auf der Weser bei Hochwasser schon mal kritisch werden.

      Paddeln bei Hochwasser auf der Weser ist etwas, das ich früher mal gemacht habe, als ich noch unsterblich war.
      :wanne:

      P.S.
      Gilt für die Oberweser. Weiter stromabwärts fehlt mir die eigene Erfahrung.
      Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum / neun lange Nächte.
      Der Dachs läßt schön grüßen ...
    • Wenn Ahr und Rur (vor Monschau) Schmelzwasser führen, sind diese auch sehr interessant zu fahren. Das wären jeweils Tagestouren, von Kölle aus gut und schön zu machen.
      Die Rur bitte nur, wenn WW-Erfahrung vorhanden ist. Mit Faltbooten und offenem Kanadier ist da nichts zu machen. Selbst die Wildwasser-Abfahrts-Renner haben respekt vor dem Rennen in Monschau.

      Der Rursee selbst ist wohl im Winter für sämtlichen Bootsverkehr gesprerrt, sonst wäre das auch eine schöne Ecke zum Paddeln.

      Ansonsten gibt es in Köln und Umgebung verschiedene Paddelvereine in denen es Verrückte gibt, die genau den Quatsch machen, den Du suchst. Bei Kontakt bedarf gerne PN an den verrückten Steuermann. :D :kanu:
    • karlson schrieb:

      Winter auf dem Wasser ist top wenn man Ski und nen Schlittenhund dabei hat.
      Sehe ich genau so @karlson, vor allem in Ermangelung von einem geeigneten Boot ;)

      Wenn schon BC-Skiing, dann schon richtig inkl. 'baden' der Ski. Hab letztes Jahr zu Winterende eine Tour gemacht und nächtens hat's getaut worauf am gefrorenen See den ich am Rückweg zu überqueren hatte großflächig das Wasser über dem Eis stand - ist an der graublauen Farbe am Foto unterhalb leider nur schlecht zu erkennen. War ein mulmiges Gefühl, dafür waren dann die Langlaufskier blitzeblank sauber!



      Kleines Video gibts hier, so bei 3:40 und 10:45 sieht man das event. sogar etwas besser:

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      Frischluftdeppert
      .
    • Seemann schrieb:

      Hallo liebe Wasserratten,
      aus großem eigenen Interesse, möchte ich hier einen Faden eröffnen, wo die unter uns, die auch in der kühleren Jahreszeit auf´s Wasser gehen ihre Tipps, Touren , Reviere und z.B. geöffnete Campingplätze oder wintertauglichen Paddlerunterkünfte vorstellen können.
      Ich für mein Teil würde es gerne mal ausprobieren, deshalb hoffe ich auf viel Input von euch, danke.
      Gruß"Seemann"
      War am Wochenende mit Kajak und Biwakausrüstung auf dem Röddelinsee bei Templin. Einfach traumhaft! Dort gibt's einen schönen Campingplatz, oder man nimmt den Biwakplatz gegenüber. Auch die Seen hinter Templin sind lohnenswert. Vor allem, weil jetzt absolut nix los ist auf der Havel und den Seen, alle Touri's sind vorm Kamin und fahren einen nicht mehr platt.
      Grüße 'Nixknow' :P
    • Hey @Uwe
      das sieht mal geixxx aus, nen Kajak als Eisbrecher!!!! :thumbup: :thumbup: :thumbup:
      Das ist bestimmt ne super Nummer, doch braucht´s dafür doch sicher ne andere Ausrüstung, als nur Schlechtwetter Zeugs wie für den Rest des Jahres.
      Hast du da nen Trocki und nen Fleeceunteranzug oder sowas für ?
      Isolierst du das Boot nach unten zum Wasser hin mit einer Neoprenmatte unterm Sitz ?
      Auch wenn der Winter nun leider fast vorbei ist kannste da gerne ein Paar Tipps zu raushauen.
      Gruß "Seemann"
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!
    • Moin Seemann,

      da muss ich dich leider enttäuschen. Ich paddle immer mit dem Sensenmann - nichts an Spezialsachen.

      Im Kajak ist es bei geschlossener Spritzdecke über die Körperwärme absolut angenehm, an den Händen friere ich nie und ich besitze somit auch keine Neohandschuhe oder Paddelpfötchen und auch 6 Grad Wassertemperatur haben mich bislang nicht umgebracht.
      Und sollte es so sein, dann ist es eben so. Letztlich ist das ganze Leben gefährlich und schlussendlich tödlich.

      Da ich meist allein unterwegs bin, bringe ich aber auch keinen "Retter" in Gefahr und dort wo ich im Winter paddle, wäre ich für Rettungsfahrzeuge aller Art eh nicht erreichbar, sondern nur per Hubschrauber. In diesem Moorgebiet sind kaum Wege.

      Ich trage lediglich spezial Thermounterwäsche und eine Paddeljacke von Palm.

      Im Winter bin ich aber nur in den eiszeitlichen Meeden in Moormerland unterwegs und nicht auf Großgewässern.

      ostfriesland-entdecken.de/wasser/fehntjer_tief/

      Mag für einige alles etwas leichtsinnig klingen, aber ich mag keine 600 - 1000 € für einen Trockenanzug ausgeben, in dem man stinkt wie ein Otter, schwitzt wie blöde, somit friert und der nach 3-4 Jahren spröde wird oder an den Knien / Arsch durchgewetzt ist.

      No risk, no fun - und ich lebe nach 40 Jahren Paddelei immer noch. Der morgendliche Weg zur Arbeit ist sicher nicht ungefährlicher, wenn mir die Stechuhrheizer an der Stoßstange kleben.

      Liebe Grüße Uwe
      Die Vernunft versucht mich einzuholen, aber ich bin schneller! :kanu:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Uwe ()

    • @Seemann
      Ich habe es lange Zeit wie Uwe gehandhabt.
      Zum einen hatte ich in jungen Jahren weder Geld noch Lust mich überauszurüsten, zum anderen wollte ich meine Grenzen gerne selber definieren.

      Um realistisch einschätzen zu können, wie es um meine Selbstrettung steht, habe ich etliche Kenter-Trainings mit unterschiedlichen Kleidungskonzepten inszeniert. Sowohl in den Übergangsjahreszeiten, wie auch im Winter war ich mal alleine oder zu zweit im Wasser um zu sehen, wie viel Distanz zum Ufer ich mir leisten kann.
      Um es kurzzumachen, schränken mich alle improvisieren Kleidungskonzepte zum Kälteschutz zu sehr ein. Im Kenterfall ist der Aufwand ans Ufer zu kommen und danach noch Handlungsfähig zu bleiben für mich zu hoch. Irgendwann waren alle „nassen Konzepte“ ausgeschöpft und es blieb nur noch der Trocki übrig.

      Ich habe mich nach zwei Anproben dann für einen recht günstigen Trocki, made in Taiwan entschieden. redrooster24.de/Trockenanz%C3%…0940aaee92a34cc6666b6a79f
      Die Atmungsaktivität ist okay und die Manschetten sind dicht. Wenn es mir im Trocki zu warm wird, regel ich das durch die Unterwäsche.
      In den 15 Jahren der Nutzung habe ich einmal den Reißer reparieren müssen und einmal mussten die Füßlinge gewechselt werden. Für die Nutzungsdauer und die vielen schönen Touren, die mir das Teil beschert hat, ein fairer Schnitt.

      VG. -Wilbo-

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wilbo ()

    • Ich wollte es ja von @Uwe wissen wie er es handhabt und er hat geantwortet.
      Alles gut!!!
      Ich muß für mich seine Meinung nicht teilen und tatsächlich hab ich nen Trocki und einen Unteranzug dazu, aber habe beides noch nie im Winter genutzt.
      Deshalb hatte ich Interesse zu erfahren , wie es jemand macht, der offensichtlich auch im Winter Boot fährt.8 siehe seine Kajak-Eisbrecher-Bilder )

      Gruß"Seemann"
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!