Die aktivierte Arthrose

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    • Die aktivierte Arthrose

      Arthrose ist eine chronische Gelenkserkrankung, basierend auf dem Verschleiss des Knorpels. Rund 5 Mio. Menschen in Deutschland leiden darunter, wobei nur ein oder auch mehrere Gelenke betroffen sein können.

      Gelegentlich wird, vor allem durch Überlastung, diese Arthrose aktiviert. Es treten hierbei die üblichen Entzündungszeichen wie Rötung, Überwärmung, Schwellung und vor allem Schmerzen auf. Diese Schmerzen unterscheiden sich insofern, als Arthroseschmerzen üblicherweise bei Bewegung eher abnehmen - der sogenannte Anlaufschmerz.

      Der Schmerz im Rahmen einer aktivierten Arthrose hingegen wird durch Belastung verstärkt und kann durch seine Heftigkeit immobilisierend wirken.

      Was also tun, falls man "Draussen" von einem solchen Ereignis überrascht wird?

      Wichtig ist die Ruhigstellung des betroffenen Gelenkes (Sam Splint, improvisierte Schienung, Verband/Taping....). Falls möglich die Tour abbrechen und abholen lassen. Bei der weiteren Planung darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass die aktivierte Arthrose zwei Wochen anhalten kann!

      Kühlung ist ebenfalls angezeigt.

      Als drittes ist die regelmässige Einnahme von entzündungshemmenden Schmerzmitteln* wie beispielsweise Ibuprofen empfehlenswert.

      Weitere Massnahmen wie Gelenkspunktion oder -infiltration bleiben med. Fachpersonal vorbehalten.


      *Ich verweise bei der medikamentösen Behandlung an die Selbstverantwortung des Einzelnen
      spressiertwiedsau
    • Ich verstehe diesen Teil nicht ganz.

      Was also tun, falls man "Draussen" von einem solchen Ereignis überrascht wird?

      Sowas kommt doch nicht von jetzt auf gleich oder? Ist das nicht ein schleichender Prozess? Arthrose kommt doch nicht wie , ich knicke um und kann nichts mehr laufen.
      Sollten meine Ansichten komplett unkorrekt sein, dann bitte ich um Sachliche Aufklärung in Amtsdeutsch.
      Also keine Doktorsprache bitte.
      Manche sagen, ich sei bekloppt ich find mich verhaltensoriginell.
    • Hallo @Micha,

      Ich bin kein Medizinmann. Doch wenn ich das richtig verstehe, entsteht das Problem durch Überlastung, z.B. langes ungewohntes Laufen, gerne mit Gepäck. Das kann bei dem Hobby ja mal vorkommen. Wenn dann noch ein paar andere ungünstige begleitUmstände hinzu kommen, ist das Problem perfekt.
      In diesem Fall gibt es wohl nur Schmerzmittel, Ruhigstellen und letztlich die Evakuierung. Da ich zum Glück nicht betroffen bin, kenne ich auch keine anderen Mittel unde Wege.
      Da wohl die Betroffenen von ihren generellen Schicksal wissen, können sie für sich selbst persönliche Medikamente einpacken.
      So hat die Sache für mich hier einen Sinn.
    • Micha1207 schrieb:

      Sowas kommt doch nicht von jetzt auf gleich oder?
      Bei mir ist die Schmerzsymptomatik bei / nach einer Radtour sehr schnell und heftig aufgetaucht.
      Schon das noch nach Hause kommen war nicht ohne und dann innerhalb von Stunden so weit dass, ich in die Notaufnahme musste.
      Wenn die Arthrose noch nicht bekannt ist, kann der Schmerz sehr überraschend kommen ;)
      Alles Liebe aus Aachen, Walter ;)
      Meine Fotoalben

      Wer radelt da draußen, bei Regen und Wind? Es ist der Walter, er radelt geschwind :D
    • Genau das ist was ich meinte.

      Da wohl die Betroffenen von ihren generellen Schicksal wissen, können sie für sich selbst persönliche Medikamente einpacken.

      Deswegen war ja meine Frage warum das überraschend kommt? Wenn ich weiß das ich es habe passe ich mich dem doch an. Oder ist mein Denkansatz nicht ganz richtig ?

      Jede Krankheit ist geschenkt noch zu teuer.
      Manche sagen, ich sei bekloppt ich find mich verhaltensoriginell.
    • @Ookami: Der Artikel ist ja wie für mich gemacht.

      Ich habe seit etwa 20 Jahren Arthrose im rechten und linken Knie. Es sind vermutlich Spätfolgen vom intensiven Laufen, womit ich schon als Jugendlicher angefangen habe.

      Mit dieser Diagnose komme ich sehr gut klar. Schränkt mich im Alltag und in der Freizeit überhaupt nicht ein. Es gibt nur ein paar Sachen, die ich nicht mehr mache (Hallenballsportarten, Laufen auf harten Untergründen, Rucksack mit über 20 kg schleppen, Treppensteigen mit hohen Lasten, Aktivitäten mit vielen seitlichen Drehbewegungen).

      Ganz selten kommen mal so Phasen, wo sich die Knie wegen Überbelastung melden:
      - zu viel Sport
      - zu viel gewandert (mit Gepäck) im unebenen oder verblockten Gelände
      - zu viel geschleppt bei Renovierungen, Gartenarbeiten oder solchen Geschichten

      Bei mir hilft dann nur Folgendes:
      - schonen
      - bandagieren
      - entzündungshemmende Medikamente

      Bezüglich der Medikamente ist für mich Voltaren das Zaubermittel. In Tablettenform (überdosiert) eingenommen und als Gel von außen angewendet. Nach zwei oder drei Tagen sind die Knie wieder schmerzfrei. Voltaren verträgt aber nicht jeder wegen des darin enthaltenen Diclofenac.

      Derzeit habe gereade mal wieder so eine "Überlastungsphase". Nach dem Krankenhausaufenthalt von über 2 Wochen und der Gewöhnung an die weiterhin einzunehmenden Medikamente, habe ich mal wieder intensiver Sport gemacht. Dabei hätte ich besser mehr auf dem Rad machen sollen, als die Laufschuhe zu schnüren. Schwupps meldet sich wieder ein Knie.

      Aufgrund meiner Krankheitsgeschichte kann ich aber derzeit kein Voltaren oder Ibuprofen zu mir nehmen, weil diese Medikamente für den Heilungsprozeß der Gefäßerkrankung vollkommen kontraproduktiv sind! Also ohne Medis von innen einfach nur mit Schonen, äußerer Anwendung mit Gelen und Bandagen. So dauert der Heilungsprozeß leider deutlich länger. Seit gestern schmerzfrei und es hat mehr als eine Woche gedauert.

      So - weiter geht's - wer rastet, der rostet! Dieser Leitspruch gilt übrigens vor allen Dingen für Gelenke, die von Arthrose betroffen sind.

      Gruß Guido
      "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835
    • @Micha1207

      Ich bin jeweils bestrebt, komplizierte Sachverhalte einfach und knapp, dafür aber lesbar darzustellen. Dies ist manchmal ein schwieriger Spagat, da die Detailgenauigkeit nicht zu sehr leiden sollte.

      Die aktivierte Arthrose kann sich durchaus über wenige Stunden entwickeln. Ein realistisches Beispiel:

      Hüttentour über 5 Tage. Im Laufe der 2. Nacht bilden sich zunehmend Knieschmerzen aus, welche an Schlaf kaum denken lassen. Morgens lässt sich das Knie schmerz- und entzpndungsbedingt weder bewegen noch belasten.

      Wie die Geschichte weiter geht, hängt von vielen Variablen ab (Ort, Zeit, Wetter....).

      Ich als "Mehrfachbetroffener habe praktisch immer NSAR, beispielsweise Brufen dabei. Ausserdem ein Cortisonpräparst, wss ich hier ausdrücklich nicht als allgemeine Behandlungsempfehlung verstanden wissen möchte.

      @all

      Ich vermute stark, dass Betroffene über ihre Arthroseproblematik Bescheid wissen und sich im Sinne der vorherigen Ausführungen für eine eventuelle Aktivierung präparieren können.
      spressiertwiedsau
    • Micha1207 schrieb:

      @Walter danke Dir jetzt wird es etwas verständlicher. Ich hoffe Du hast die Sache mittlerweile im Griff und kannst radeln bis Dir die Furt brennt ;)
      Leider ist an Radfahren "noch" nicht zu denken... voraussichtlich noch für 2-3 Wochen :(

      musher schrieb:

      @Walter, als es das Erste Mal aufträgt, wusstest Du da sofort, daß es Arthrose ist?
      Selbstdiagnose? Oder inwiefern warst Du vorgewarnt, daß Du Arthrose bekommst?
      Beim ersten mal kam Alles sehr überraschend. Diagnose zuerst, auf Grund meiner Vorbildung, erahnt wurde dann vom Krankenhaus bestätigt ....
      Alles Liebe aus Aachen, Walter ;)
      Meine Fotoalben

      Wer radelt da draußen, bei Regen und Wind? Es ist der Walter, er radelt geschwind :D
    • Die haben für alles Ersatzteile - Hüfte - Knie - Schulter und alles aus ultraleichtem Titan.
      Allerdings OP und Reha und Aufbau der Muskulatur dauert auch mindestens 3 Monate.
      Wenn man es das erste Mal merkt, bis nichts mehr geht dauert lange - ich hatte Schmerzen etwas unterhalb der Nieren - die zogen dann etwas runter - normalerweise klare Symptome für Ischias - da lag ich 45 Min in der Röhre ohne jegliche Bewegung und total eng.
      War aber kein Ischias - war Arthrose in der Hüfte - geröntgt - Knochen auf Knochen - Knorpel war aus.
      Und Freunde wenn der Knochen auf dem Knochen mahlt, das tut richtig weh.
      Blöd ist wenn man die eine Seite gemacht hat geht auf Grund von Schonhaltungen meist die andere kaputt.
    • outdoorfriend schrieb:

      Die haben für alles Ersatzteile - Hüfte - Knie - Schulter und alles aus ultraleichtem Titan.
      Allerdings OP und Reha und Aufbau der Muskulatur dauert auch mindestens 3 Monate.
      Wenn man es das erste Mal merkt, bis nichts mehr geht dauert lange - ich hatte Schmerzen etwas unterhalb der Nieren - die zogen dann etwas runter - normalerweise klare Symptome für Ischias - da lag ich 45 Min in der Röhre ohne jegliche Bewegung und total eng.
      War aber kein Ischias - war Arthrose in der Hüfte - geröntgt - Knochen auf Knochen - Knorpel war aus.
      Und Freunde wenn der Knochen auf dem Knochen mahlt, das tut richtig weh.
      Blöd ist wenn man die eine Seite gemacht hat geht auf Grund von Schonhaltungen meist die andere kaputt.

      vor allem dann, wenn man(n) unnötigerweise 80kg Übergewicht mit sich rumschleppt! Gell?! :evil:

      1x Outdoorfriend 2x kahel


      X/
      >> geht nich - gibbet nich <<

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von kahel ()

    • Ah, wie ich sehe, besteht Potential für den Arthrose-Bushcraft-Club zu gründen. :D
      Ich sage immer, wenn´s kommt, kommt´s heftig und dann hat man am besten mindestens Ibuprofen dabei. Mich trifft´s auch immer an den Knien. Dass das binnen weniger Stunden von "Merke nix" zu "Kann das betroffene Gelenk nicht mehr bewege/belasten" wechseln kann, kann ich bestätigen. Und das ist ein gewichtiger Faktor bei jeglicher Tourenplanung. ||
      Die Freiheit ist mein Leben und bleibt es allezeit.
      (Hoffmann von Fallersleben)