Wofür braucht ihr eure Messer?

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    • Wofür braucht ihr eure Messer?

      Auch wenn mich ab und zu die Gearsucht befällt, die Untermesserung befällt mich relativ selten. 2 Jahre lang hat mir unterwegs ein Opinel komplett ausgereicht. Liebend gern schaue ich mir bei YT Reviews zu Messern an. Aber heute kamen mal wieder Zweifel hoch (nachdem ich mir gerade das Kinder Super Edge 2 gegönnt habe :D ) : Machen die Reviews in der Art wirklich Sinn? Was habe ich in den Jahren denn nun wirklich mit den Messern gemacht? Und was davon war wirklich sinnvoll bzwm erforderlich, was war einfach ein Test, ob ich es kann oder ob das Messer es kann? Ich hätte es nie gebraucht, dass ich batone oder hacke. Entweder habe ich einen Spirituskocher dabei, oder ich nehme ein Beil mit. Für mich waren die einzigen wirklich sinnvollen und erforderlichen Anwendungen Schnitzen und Kochen. Treffen die üblichen Test Methoden auf YT den wirklichen Bedarf? Meiner Meinung nach nicht. Ich habe eben auf die Schnelle in 5 Minuten das Opinel so scharf bekommen, dass ich mir den Arm rasieren konnte. Und Messerschleifen ist nun wirklich nicht meine Stärke. Daher meine Frage an Euch: kauft ihr bei Messern das, was ihr eigentlich brauchen würdet, oder kauft ihr eher das, was ihr gern brauchen wollen würdet?
    • Deja-vu...
      Hatten wir nicht schon so einen Faden?
      Oder mehrere? ?(


      bathgate schrieb:

      kauft ihr bei Messern das, was ihr eigentlich brauchen würdet, oder kauft ihr eher das, was ihr gern brauchen wollen würdet?
      Gegenfrage: Wozu möchtest du das wissen? ?(
      Wenn du mit dem Opinel zufrieden bist, ist doch für dich alles okay.

      Aber ich beantworte dir die Frage natürlich gern:
      Weder - Noch!
      Ich kaufe die Messer, die ich haben will.
      LG schwyzi
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.
      Member of the Hateful fifteen
    • Das ist wieder die Frage aller Fragen.
      Jeder hat andere Bedürfnisse und eine andere Sicht was Messer angeht.
      Jeder soll das nehmen womit er glücklich ist und damit klar kommt.
      Einer möcht nur Schnitzen und Wurst schneiden, der andere Holz zerkleinern, hacken, damit auch Wurst schneiden und ein anderer brauch es zum Posen.

      Was ich an dem Thema immer schlimm finde ist das andere einen Bekehren wollen und bestimmte Messer hochloben.
      Jeder soll damit glücklich werden was er an Messer benötigt, benutzt oder braucht.
      :hut:
      Meine 2 Cent dazu
      Gruß
      Andy
      :hut:
      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;)
    • Ich habe mal mit @schwyzi über meine alte Pfadfi-Zeiten gequatscht. Da hatte ich nur ein Opinel, eine abgebrochene Zahnbürste, einen Löffel aus Omas Schublade und einen Faltbecher dabei (und einen Affen mit Aldi-Isomatte und die alte Steppdecke). Damit war ich extrem glücklich und hab unzählige Abenteuer erlebt.
      Ich hab ein bisschen darüber nachgedacht, ob das „simple-life“ der Grund für Abenteuer und Spaß war. Aber ehrlich gesagt konnte ich mir damals -zum einen- nix anderes leisten und -zum anderen- gab es keine Anreize durch YouTube oder Twitter, mit täglich neuem und vermeintlich/wahrscheinlich besserem Gear.

      Für mich macht nicht das Opinel oder das teure Custom den Unterschied, sondern der Unterschied ist, dass man etwas erlebt, wenn man sich traut und einfach mal raus geht.
      Kann man zur Not sogar ganz ohne Messer machen, aber das grenzt schon an Lebensmüdigkeit ;)
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio
    • Ich bevorzuge Messer mit Scandischliff.
      Wenn ich eine längere Tour mache, habe ich meist zwei Messer dabei. Eins für die ganzen Arbeiten, das kann auch mal so richtig dreckig werden.
      Das andere für Feineres.
      "He´s one of them rangers, dangerous folks they are, wandering the wild"
      "Not all who wander, are lost"
      Plan your dive, dive your plan
      Was ihr den Geist der Zeiten nennt, das ist im Grunde nur der Herren eigner Geist
      Ranger => Betrachtet Dinge aus dem Outdoorblickwinkel "Waldläufer" (5-35km/d)
    • Moin
      Ich habe gerade erst welche im Verkauf. Kaufe oft Messer nur um zu schauen , wie sie für mich sind. Kann ich sie gebrauchen, oder nicht.wenn nicht verlassen Sie mich wieder. Habe ein Enzo 115 in 12C27 Flat für Outdoor kochen. Ein Böker cub , wenn es mal schlank sein soll . Ein Gunny Carbon für den Rest. Ein Heiko Häss räv wenn es mal groß und für alles sein soll. Fürs Holz Casström Lars Fält und Woodsman sowie kleinere mit Skandi Enzo pk 70 , Helle Mandra.
      Fürs Grobe Eichhorn Defender 110 , KaBar bk 2 und BK 9 plus reichlich Beile
      Was ich an Klappmessern habe, schreibe ich lieber nicht

      Das Leben ist ein Spiegel: wenn du hineinlächelst, lächelt es zurück
      George B. Shaw

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Peter von Hausen ()

    • Meine Messer sind meist im Camp in Verwendung, in erster Linie für die Essenszubereitung oder zum Fabrizieren von Zundermaterialien fürs Lagerfeuer, eher selten zum Batonieren. Zum Zerkleinern div. Lebensmittel müssen die Messer gut schneiden, weshalb die meisten Flachschliff besitzen. Da ich auch gern mal Wandertouren mache achte ich darauf dass die Messer nicht zu schwer sind und aus pflegeleichten Materialen bestehen. So stehen Edelstahlklingen, synthetische Griffmaterialien (faserverstärktes Nylon, Kraton, Micarta, G10, etc.) und Kunststoffscheiden bei mir ganz hoch im Kurs.

      Noch vor 2-3 Jahren kamen viele meiner Messer eher aus der 'taktischen' Ecke, nach und nach hab ich einiges verkauft und mittlerweile sind ein paar Schneideisen mit natürlichen Griffmaterialien (Holz, Horn od. Geweih), Lederscheiden, usw. in meiner Messerkiste. Bin nun eher bei Messern gelandet welche eigentlich für jagdliche Zwecke konzipiert sind, zum Glück sind die zumeist tauglich für div. andere Outdooraktivitäten und oft auch sehr schneidfreudig. Obwohl ich um wuchtige Messer früher einen großen Bogen gemacht hatte sind nun auch ein paar Modelle mit 17-20cm langer Klinge in meinem Fundus, die ich zwar selten aber ab und an mal für eher stationäre Camps benutze. Bezüglich der Klingen genügen für mich Standardstähle vollauf, hab einiges aus 440A (super zum batonieren!), 440C, N690 und von der härteren Sorte Stahlgüten wie z.B. ATS34 und D2 - die gehypten Superstähle brauch ich nicht, obwohl ich eins aus M390 besitze. Neben einer satten Auswahl an Messern mit feststehender Klinge gibt es natürlich auch einige Klapper und die typischen Schweizer die ich sehr gerne verwende, da sie sich ausgezeichnet für meine Outdoortouren eignen.
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      Frischluftdeppert
      .
    • Für mich ist ein Messer in erster Linie ein Werkzeug und darf das tun, für was es gedacht ist. Auf allen meinen Touren habe ich mein Victorinox Handyman dabei. Für das was ich mir auf Tour mal Schnitzen muss/darf/kann reicht mir das vollkommen. Zum Schneiden von Wurst etc. sowieso. Haupteinsatz hat die Zange beim "Anfassen" von heißen Dingen (z.B. Topfkreuz vom Trangia während des Betriebes).
      Falls ich mal ausnahmsweise etwas "gröberes" machen möchte, dann nutz ich mein Magnum Judge.

      Um auf die Frage von @bathgate zurück zu kommen: Ich kaufe mir das was ich brauche.
      Wenn jemand sagt: "Das geht nicht!", denk daran, es sind seine Grenzen, nicht deine! :thumbup:
    • Hm,

      ich besitze nur wenige Messer, die nahezu alle Bereiche abdecken können. Eine Messervitrine habe ich nicht, noch brauche ich sie.
      Aufbrechen geht auch mit einem mittleren Vic, auch leicht abseits der UVV (Feststellbare Klinge).
      Das Haben-Wollen verspüre ich gelegentlich auch, aber es hält sich in Grenzen.
      Sammlermesser wären bei mir wohl...wie heisst das noch, irgendwas mit Perlen und Säue...
      Mein Eickhorn Venator mag ich sehr gern, viele Arbeiten (z.B. Küche) erledige ich mit Opinel No12, mein Takelmesser mit Holzgriff ist ins Abseits gerutscht, u.a. wg. der Lederscheide, deren Form ich nicht mag.
      Das Venator kam durch einen Tausch in meinen Besitz, die coolste Gear findet eher zufällig den Weg in meine Hände.
      Das beste Messer ist übrigens das, welches man dabei hat, wenn man's dringend braucht (z.B. Wildunfall).
      Messer, die ich nicht ständig brauche, werden getauscht, veräußert oder wandern in den einen oder anderen Rucksack als fester Bestandteil. Eines verbleibt eigentlich immer im Auto.

      So far, Ihr Messer-Junkies :thumbup:

      Das Beste für 2019 Euch allen!
      Semper fidelis

      dgmea.de

      mueckenatlas.de
    • Messer sind Verschleissmaterial. Es muss einfach nachzuschleifen sein und gut schneiden, muss in die Tasche passen und gut in der Hand liegen.
      Klappmesser oder Multitools (von denen habe ich eh noch keines gefunden das meinen Anforderungen entspricht) lehne ich ab.
      Skandi bevorzugt da es auch mal als Stemmeisen, Schraubendreher und Brechstange herhalten muss. Eine Klingenlänge von 4-7cm ist völlig ausreichend.
    • Ich kaufe die Messer die ich brauche oder brauchen könnte nicht , ich baue sie. Auf diese Weise entstehen meine ganzen Entwürfe. Und wenn ich nach Fertigstellung eines Messers merke das ich es doch zu nichts zu gebrauchen ist wird's halt ein Einzelstück beiben :)
      Und wie die üblichen Tests auf YT inzwischen aussehen weiß ich nicht , ich habe aufgehört Tests anzusehen da sie eigentlich nie auf mich , meine Umgebung und meine Anwendung passen
    • ...was wiederum schlüssig ist. Denn die meisten Messer werden besessen, jedoch nicht gebraucht.

      In der Küche liebe ich Santoku-Messer, immer fein auf Schärfe gebracht. Zum Schlachten nehme ich Messer mit rutschfestem Griff auch bei Nässe, bevorzugt das Mora 711. Zur Jagd nehme ich das Linder Karelia Hunter mit. Zum Neid erzeugen (was nur äußerst selten vorkommt) greife ich in die Schublade mit den Customs oder, je nach Militäraffinität, zu Al Mar Sere oder historischen Geräten. Alles überflüssiger Plunder, den ich eher als unversteuerbare, nicht registrierte Geldanlage bewerte. Moras werden zum Verschenken öfters nachbestellt.
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
      Auch in einer schlechten Welt lässt's sich gut leben.
    • immer dabei, weil problemlos, ist ein Schweizer Messer. Damit wird von Karton aufmachen bis Maniküre fast alles erledigt.
      Ansonsten habe ich einen Fundus von rund 20 selbst gemachten Messern. Vom 5cm Schneidteufelchen bis zum 20cm Klopper ist alles dabei. Am meisten Spaß macht aber täglich das selbst gemachte Santoku Küchenmesser aus VG10.
      Unterwegs sind neben dem SAK je nach Bedarf gemässigte, nicht zu schwere, brauchbare Klingen aus RWL34, 1.2379 oder 1.2510.
      Schneiden tun sie aber alle.
      Und am Besten ist immer das Messer, das man dabei hat wenn ja es braucht, und nicht das was daheim in der Schublade oder Vitrine liegt.
      Wer Gröberes vor hat, sollte Säge und Beil einpacken.
      Keep on walking
    • Für was ich meine Messer brauche?
      Vorweg: An sich werden alle die ich habe benutzt, wobei echt genügend dabei sind die ein seeeeehr gechilltes leben führen.

      Da gibt es zum einen die Alltagsmesser. Das sind zumeist Victorinoxe, aber auch mal so was klassisches wie ein Mercator oder ein Hippekniep...
      Dann gibt es die Outdoormesser. Da hat sich in den letzten Jahren mein Mini-Puukko von Tärävä sehr hervorgetan, und auch sonst geht die Tendenz doch eher zu nordischen Messern. In allen Grössen :D . Klar hier heisst es Holz bearbeiten, von fein bis grob. Lebensmittel verarbeiten....(dafür ist seit laaaanger Zeit ein Vic Alpineer zuständig), Schnüre schneiden (wenns denn gar nicht anders geht).
      Und dann halt noch die eleganteren..... Laguiole und sowas. Die dürfen dann zu Hohen Festen mal mit ;) .

      Aber prinzipiell wird das Haus nicht verlassen ohne Messer, Feuerzeug und Taschenlampe. Und die Rotation bei den Schneideisen ist eben bissle schneller als bei Lampe und Feuer.
      No ned hudla.....