Eine Klemmhülse mit Anschlag für den Feuerstahl - braucht man das?

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    • Eine Klemmhülse mit Anschlag für den Feuerstahl - braucht man das?

      Hallo Bushcrafter,
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      am Samstag hatte ich ein paar Stunden Zeit, um ein kleines Tool zu basteln, und so der Bushcraft-Gemeinde möglicherweise etwas zurückzugeben.
      Ich habe auf Youtube nachgeschaut und festgestellt, dass viele Bushcrafter (v.a. Anfänger) Probleme damit haben, ihren Feuerstahl effizient einzusetzen.
      Ich habe ein Mini-Video auf Youtube eingestellt, das meine Klemmhülse in der Praxis zeigt. Der Ton des Videos ist leise daher ggf. bitte den Ton lauter stellen:
      youtube.com/watch?v=e6M29BxFoTI
      Die Probleme mit herkömmlichen Feuerstählen sind fast immer gleich: entweder man zieht den Striker mit Druck und voller Geschwindigkeit durch und verwüstet mit dem Striker möglicherweise sein Zundernest. Oder man zieht den Feuerstahl am Striker entlang und hat eine mangelnde Zielgenauigkeit und aufgrund des zu gering ausübbaren Drucks zu feine Funken, die nicht wirklich etwas anzünden.
      Wer vor dem Zundernest mit dem Striker abbremst bekommt im Laufe der Zeit durch den ungleichmäßigen Abtrag am Feuerstahl zunächst eine Delle in der Mitte des Feuerstahls. Dreht man den Stahl dann um die eigene Achse erzeugt man diese Delle rundum, so dass sich das äußerste Ende des Feuerstahls zu einem „Elefantenfuß“ entwickelt, der an einer immer dünner werdenden Metallbrücke mit dem restlichen Feuerstahl hängt. Schließlich bricht der Elefantenfuß ab und ein guter Teil des Feuerstahls ist verschwendet.
      Viele Bushcrafter schaben auch bei größeren Feuerstählen über die gesamte Länge des Stabs die Funken nach unten ab, was ebenfalls Verschwendung ist, da die im oberen Abschnitt entstehenden Funken bereits in der Luft auf ihrem Weg in das Zundernest verglüht sind, ehe sie dort auftreffen.
      Als denkbare Abhilfe habe ich aus einem kurzen Stück Edelstahlrohr (1 mm stark, der Innendurchmesser des Rohrs entspricht dem Außendurchmesser des Feuerstahls) durch Ausschleifen eines „Fensters“ sowie zweier Abstandhalter und Anschläge eine Klemmhülse gebaut, die mit den genannten Problemen Schluss machen soll. Das „Fenster“ gibt jeweils das abzutragende Stück Feuerstahl frei. Es ist so gestaltet, dass man automatisch den unteren Teil des Feuerstahls abträgt. Die Tiefe des „Fensters“ entspricht der Hälfte des Durchmessers des Feuerstahls, so dass man (durch Drehen des Feuerstahls in der Klemmhülse) den gesamten Feuerstahl im Laufe der Zeit abträgt.
      Eine Zerstörung des Zundernests durch kräftiges Drücken und Durchziehen des Strikers ist nicht mehr möglich, da der Striker von einem der Anschläge (für Links- und Rechtshänder geeignet) rechtzeitig abgefangen wird.
      Man braucht so (auch bei eiskalten, steifen Händen) keine Geschicklichkeit mehr, da man den Feuerstahl auf die beiden Abstandhalter aufsetzt und so die Funken auch bei großem Krafteinsatz präzise in den Zunder setzt.
      Durch die Abstandhalter kann man nun auch Funken senkrecht von oben in den Zunder geben, ohne Erfahrung im Umgang mit Feuerstählen haben zu müssen.
      Dazu kann man mit Einsatz der Klemmhülse kräftige Funken mit viel Druck aus der vordersten Spitze des Feuerstahls gewinnen und so die Spitze gezielt abtragen, ehe es zum „Elefantenfuß“ kommt.
      Durch Drehen der Klemmhülse um die Feuerstahl-Achse wird der vordere Teil des Feuerstahls mit der Zeit komplett abgetragen; dann zieht man die Klemmhülse einfach ein Stück zurück und beginnt wieder wie zuvor.
      Die Klemmhülse kann man mit immer neuen Feuerstählen weiterverwenden; sie ist also kein Wegwerf-Tool.
      Insgesamt braucht man mit der Klemmhülse weniger Anläufe bis der Zunder brennt und man verschwendet nichts vom Feuerstahl; d.h. der Feuerstahl lebt länger bei besserer Leistung.
      Als Klemmschraube würde ich eine M3-Flügelmutter mit 0.5 Steigung nehmen.
      Die Materialkosten für die Herstellung einer Klemmhülse liegen unter 1,- Euro.
      Für jeden Bushcrafter erschwinglich.
      Die Klemmhülse wiegt wenige Gramm.
      Ich hoffe, ich habe Euch nicht aufgehalten und konnte vielleicht mal etwas nützliches beitragen…

      Servus

      Dominik

      P.S.: ich hatte sehr wenig Zeit am Wochenende - daher ist das Video so einfach....lol
      P.S.S.: wer mag kann sich das Teil nachbauen und hier mal eigene Eindrücke posten.....

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nochwas ()

    • Die Erklärung von @fjellstorm war super. Hier geht es allerdings um die umgesetzte Idee eines Mitforisten. Und es ist bei weicheren Zündstählen schon eine nette Überlegung für weniger geübte Benutzer.



      Gruss MM

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Muemmelmann () aus folgendem Grund: Ich hab mich verlesen und ist somit widersinnig gewesen.Sorry

    • Ich sehe das ähnlich wie @Konradsky - Nice to have, aber wirklich brauchen tut man's nicht ich persönlich brauche es nicht.
      Ich empfinde das Feuermachen mit einem (ordentlichen) Firesteel jetzt nicht unbedingt als Raketenwissenschaft, um "Stützräder" montieren zu müssen :)
      Dennoch glaube ich, dass dein Gadget den ein oder anderen Interessierten finden wird. Nicht aufhalten lassen! :)
      Wenn ich wirklich davon ausgehen muss, dass es zu kalt wird, einen Firesteel richtig zu nutzen, würde ich sowieso ein Feuerzeug als Backup mitnehmen.

      Anyways, für einen ersten Beitrag schon gut vorgelegt. :thumbup:
      Schön wäre es, wenn du dich im Vorstellungsbereich einmal vorstellen würdest.

      Schöne Grüße,

      M
      I came into this world kicking and screaming, while being covered in someone else's blood.
      Why shouldn't I leave the world the same way?
    • Die Idee ist Klasse, technisch ist das ausgereift, finde ich. :thumbup:
      Prima Sache, um effektiv und sparsam mit dem Funkenstab Feuer zu machen!
      Ich bräuchte sowas nicht; nicht etwa, weil ich so'n Master of firesteel bin, sondern vielmehr, weil mir mit dem technischen Anbau der Romantikfaktor flöten ginge. Und gerade das ist für mich der einzige Grund, einen firesteel zu benutzen.
      Ist aber nur meine Auffassung.
      Macht die Idee und die Ausführung ja keinen Deut schlechter!!
      LG schwyzi
      One man's trash is another man's treasure!
      Tough enough to wear pink.
      Member of the Hateful fifteen
    • Es wundert mich ja fast das noch keiner den Typen, der mit seinem ersten Post gleich mal Werbung für seinen YT-Kanal macht, verbellt! :whistling:
      Dann viel mir wieder ein, das wir ja anders als die "Anderen" sind. :D

      LG

      EDIT: Achja, für mich auch so ein Gadget für die Rubrik: Dinge die die Welt nicht braucht, um on Topic zu bleiben. :)
      Die Gesellschaft braucht eine Ansicht, das Volk braucht eine Religion, gäbe es Gott nicht, müsste man ihn erfinden.<Voltaire>
      Instagram. 8)
    • Vielen Dank für die Antworten bisher!

      Ich möchte doch kurz eine (kleine) Lanze für meine Klemmhülse brechen.
      Also, was man bei Youtube in "Expertenvideos" zum Thema Feuerstähle und Zunder an skurril deformierten Zündstählen zu sehen kriegt, ist eigentlich ein Grund für mich gewesen mal ein Helferlein zu bauen.
      Die Probleme kommen also aus der Praxis (hab´ich mir wirklich nicht ausgedacht).
      Zündstähle sind in dem Moment sehr kostbar, wenn man sie durch Neukauf nicht einfach ersetzen kann (mitten in der Taiga z.B.). Dann kann jeder Strike mehr, den man herausbekommt, wichtig sein.
      Ich bin mir natürlich auch im klaren darüber, dass erst nach der Zombie-Apokalypse das Thema wichtig wird.
      Mein eigener Feuerstahl war auch schon dabei, die berühmten Dellen zu entwickeln.
      Aber das das beste Stück mit "Stützrädern" uncooler wirkt stimmt schon...
    • @Tipple
      Und es liegt vielleicht daran, dass eben kein YT-Kanal beworben wurde, sondern ein zum Thema gehöriges Video verlinkt ist.
      Was ich gut fand, denn die Beschreibung hat mir nicht so klar gemacht, wie das Teil aussieht.
      Und die Idee sowie die Ausführung gefallen mir.
      Im Fall einer Zombie-Apokalypse, wenn jeder Strike zählt und kein ASMC mehr firesteels nachliefert, ja, dann werde ich mich vielleicht dankbar daran erinnern und ans Basteln machen ;)

      Edit @Nochwas
      Wieviel Gramm sind " wenige Gramm"?
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    • Es war auch gar nicht meine Intention ihm hier an den Karren zu pinkeln, @Emil_Strauss und @schwyzi! Ich dachte mehr so in die Richtung... wenn du, wie ich auch, gerne mal bei den Nachbarn mit liest, dann kann er ja fast froh sein sich hier ausgelassen zu haben. ^^ #smileysrichtiglesen
      Ich hab kein Problem mit seinem Posting, ich kann mit dem Utensil allerdings nix anfangen, denn wenn man die richtige Technik nutzt, dann brauche ich so ein Teil einfach nicht. :wanne:

      LG

      EDIT: Schwyzi mit in die Reihe der verlinkten User eingefügt. 8o
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    • Ich finde die Idee saugut, nur leider für mich zu spät. Ich brauche es auch nicht mehr seitdem ich in der Rhön einmal gezeigt bekommen habe wie man nen Firesteel mit viel Druck und wenig Weg gescheit anreißt.

      Meine ersten beiden "Survivaltools" waren wahrhaftig ein Solostove und ein Firesteel. Da hatte ich es geschafft in ner viertel Stunde Blasen an den Fingern zu haben und ne Delle im Firesteel ohne dass das gesammelte Zundernest brannte. Hätte ich da mal Deine Erfindung gehabt :)
    • Man kann hier (und das ist die freundliche Variante) auch direkt YT-Videos einbinden, dann muss man als Leser nicht soviel Gedöns machen und hat sofort einen Ersteindruck, verehrter Nochwas.
      Die Idee finde ich clever, aber fürs Mehrgewicht würde ich mir lieber einen zweiten oder größeren Feuerstahl mitnehmen und zuvor eine effiziente Technik zur Feuerstahlnutzung lernen.
      Aber es macht tatsächlich viel Freude, sich Neues, wenn auch nicht unbedingt Notwendiges zu erdenken.
      Warum werde ich gerade an dieses Teil hier erinnert? index.php
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
      Auch in einer schlechten Welt lässt's sich gut leben.