Die Qual der Wahl?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Die Qual der Wahl?

      Hallo, bin neu hier in der Runde und habe auf manchem Gebiet sehr bescheiden bis wenig Erfahrung. Ich weiß, ein Faltkanadier soll her, und es soll einer von ALLY sein. Habe mir hier die Unterhaltungen, Testberichte usw. angeschaut. Habe dabei und danach in mich reingehört und festgestellt: auch hier gibt es sie nicht - die eierlegende Wollmilchsau! :/
      Unser Rudel: 2 Erwachsene (195 kg), 2 Kinder(z.Zt. 50 kg),Hund(70 cm/48 kg), Hündin(58 cm/35 kg - und die wächst noch!)
      Mögliche Einsatzgebiete: Stausee, Spree/ Spreewald, Neiße, Seen und Flüsse in Brandenburg und Meckl.-Vorp., später auch diverse Gewässer in Schweden (spart mind. 9€/h Leihgebühr).
      Eigene Erfahrungen: Bei der Globeboot in Dresden und jetzt Moritzburg Testfahrten Solo mit Hund oder zu zweit mit Hund in Festrumpfkanadiern. ALLY ist nach jahrelanger Pause wieder mit dabei- solo mit Hund im 16,5. Bei Wind steuerte der sich arg schwer. Vorher saßen wir Erwachsenen allein oder zu zwei in 2 1/2er Kajaks (1 HAMMER, 1 BAVARIA MISSOURI II) älteren Typs. Ich auch mal Solo mit Hund und Equipment.
      Zwischenfazit: Von der Zuladung her kämen wohl nur der 18er oder der 18,5er in Frage. Ich muß mal die Ausrüstung zusammenstellen und grob in Umfang und Gewicht erfassen.
      Was aber, wenn ich allein mit Hund(en) und Gepäck losziehen wollte ?( ? Der Kajak ist mit einem Hund schon grenzwertig, der Schäferhund/Husky bleibt nicht unentspannt bei Wild am Flußufer.
      Und zwei Kanadier passen nicht in Budget, vom Einwand meiner Frau von wegen einer weitern Anschaffung mit begrenztem Nutzwert mal ganz abgesehen.
      Ich weiß, kaum eine der Fragen, die hier nicht schon mal berührt wurde. Würde mich aber dennoch über nicht nur sachdienliche Hinweise freuen.
    • Hallo @Hägar Snickarson,
      sei willkommen hier.
      Gleich einmal vorweg, so eine Vorstellung von dir wäre nett im Vorstellungs-Faden, aber hier die ist ja nun schon da. Also im Boote -Faden ist wirklich schon die ein- oder andere Frage von dir besprochen, aber dies ist ja nun mal kein Kanadier oder Faltbootforum, dennoch denke ich können wir dir auch hier sachdienliche Tipps geben.
      Ich hab bei der "Weserbefahrung"( siehe Faden ) gesehen, das 2 Erw. ein mittel-großer Junge + 1 Hund, in einem Ally mit Gepäck und allem dabei waren ( Jacky ).
      Persöhnlich fahr ich ein 3er Feststoff-Kanu und finde es mit 2 1/2 Menschen ohne Hund schon fast zu beengt.

      Da würde ich eher zu nem 4rer tendieren, aber auch eher Feststoffboot. Das läßt sich in der Regel dann auch mal, allein mit Hund, bei der Größe dann leichter fahren auf nem See. Die Falter haben sicher ihre Vorteile, insbesondere beim Transport, aber die Belastbarkeit bzw. Empfindlichkeit gegenüber z.B. Grundberührung ist schon prekär. Ich will hier gar keine Kaufberatung raushauhen, dazu sind viel zu viele Parameter ungenannt, wie z.B. was darfs kosten, womit soll es transportiert werden, wo lagers du es und vieles mehr.
      Ich bin damals losgefahren, habs aus der Bucht gefischt und den ganzen Rückweg gerätselt, ob es wohl in die Garage paßt, weil ich vorher nicht gemessen hatte :rotwerd:
      Als ehrlichen Tipp kann ich dir nur mitgeben: nix überstürzen, lieber noch so ein paar Test Paddeleien mitmachen , vielleicht mal in nem Verein fragen , ob die Boote zum testen haben, oder bei einem Verleiher verschiedene Typen probieren. Dauert vielleicht etwas, setzt aber im Zweifelsfall weniger Geld innen Sand.

      Gruß"Seemann"
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!
    • Danke, Seemann. Das mit der Vorstellung krieg' ich in einer abgespeckten Fassung nochmal hin. Wo genau? Der PC und ich, hm, ein Dreamteam sind wir nicht. Ich bin halt 2000 Jahre zu spät geboren.
      Preislich orientiere ich mich an dem Neupreis für den 18er von ALLY. Lagerung ist das Problem nicht, Vier-Seiten-Hof, in der Scheune unter das Dach mit Seilzug, schwebt mir vor. Vielleicht tüftele ich mal was aus, wo ich von da gleich auf das Dach meines Vito's ablassen kann. Dann bleibt "nur" noch das Heben vom und aufs Autodach vor und nach der Wasserung. Wenn ich da eine mach- u. bezahlbare Lösung finde, könnte es auch ein Festrumpfboot sein, sogar aus Holz. Hab' im Netz schon schicke Dinger gesehen.
      Testen werde ich, auch wieder bei der Globeboot. Ich würde gern vorm Sommer was haben, aber übers nichts Knie brechen, weil zu kostenintensiv.
      Wenn nicht, dann bleibt ein Outdoor-Aufenthalt in Seenähe mit Leihboot. Nächstes Jahr vielleicht wieder Schweden, dann ist die Hündin durchimmunisiert und hat gewiß schon was in ihrem "See-und Flußfahrtsbuch" eingetragen. ^^

      Gruß "Hägar Snickarson"
    • Seemann schrieb:

      aber die Belastbarkeit bzw. Empfindlichkeit gegenüber z.B. Grundberührung ist schon prekär.

      Das alte Ally DR ist am Boden verstärkt. Die Haut weicht bei Grundberührung bis zu einem bestimmten Grad aus, ist etwas dehnbar, wo GFK einfach splittert. Das Gestell schiebt sich teleskopartig um ein paar Zentimeter zusammen, wenn man im Wildwasser irgendwo frontal auffährt. Das Boot ist extrem stabil aber flexibel, hat eine hohe Tragfähigkeit und kann nicht sinken. Im Wellengang passt es sich ein wenig an die Wellen an, eben weil es etwas flexibel ist. Eine tolle Sache beim Tourenfahren.

      Ich hatte das mal auf dem Dalälven in Schweden, für ein paar Wochen. 2 Personen und volles Campinggepäck für drei Personen (einer hatte so ein kleines Wildwasserkajak, ohne Gepäckkapazität), auf See, Fluß und im leichten bis mittleren Wildwasser. Und das war kein sparsames Gepäck. Mehr so für Luxuscamping.

      Allerdings ist es auf großen Wasserflächen, besonders bei Wind, im Nachteil. Kein Kiel, und wenn es nicht schwer beladen ist, dann steht es hoch aus dem Wasser. Ich hatte das Boot vor 2 Jahren oder so mal wieder reaktiviert und bin es - anders als damals - allein gefahren. Das war nicht empfehlenswert. Das war auf der Weser, einem recht breiten Fluß, und an einem sehr windigen Tag. Besser, man hat jemanden im Bug sitzen, und dessen Gepäck mit in der Mitte.

      Für Flußwanderungen mit einem gewissen Anteil an Seen dazwischen ist das meiner Erfahrung nach schon ein gutes Boot.

      Ich habe ja noch so eins rumstehen, mit allen möglichen Ersatz- und Verschleißteilen ... ob ich das aber jemals noch mal richtig zum Einsatz bringen werde? Vielleicht nicht ...

      Aber Spemberg ist zu weit weg, um es sich bloß mal auf Verdacht anzusehen, und ohne Besichtigung würde ich's nur ungern weggeben.

      Ich würde das Ally jedenfalls wieder kaufen, und es für nicht allzu extreme Touren, hauptsächlich auf Flüssen auch heute noch empfehlen.
      Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum / neun lange Nächte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MeisterGrimbart ()

    • Peer hat da schon Recht, flexibel ist im Wasser mMn eher von Vorteil als zu steif. Es gibt ein paar Verschleißpunkte am Ally, aber dafür gibt es leicht zu verarbeitendes Flickzeug. Irgendwann werde ich mir wohl mal wieder einen schnittigen Eski zulegen, aber derzeit mit Familie und Hund ist ein (Falt-)Kanu für mich/uns einfach das Sinnigste.

      Exkurs: Kennt Ihr das aus Eurem Bekanntenkreis eigtl. auch? Erst gibt es die "Schietegolhauptsachemachtspaßboot"-Phase, dann die "Nurspießerpaddelnkanu"-Kajakphase, darauf folgt die "Ichsehnurlebensmüdeaus"-Wildwasserbootphase, dann kommt die "Ichbrauchejetzteinfamilienboot"-Kanadierphase und wenn die Kinder groß sind kommt dann die wohlverdiente "Schnellhinausindieweitewelt"-Eskiphase...
      8o :kanu:

      Naja, ich schweife ab. Wenn Du alleine paddeln willst, ist der 18er schon die obere Grenze, insbesondere bei Verbandsfahrten (allein ist es ja ein Stück weit egal). Kippstabilität etc. gerade bei Hundsvolk im Boot auch sehr gut dank der geringeren Verwindungssteifigkeit. Mit etwas langem Atem könntest Du Dich (neben den klassichen Kleinanzeigen) beim Globi-Gebrauchtmarkt (globetrotter.de/service/forum/) oder im Open Canoe Journal (canadierforum.de/f14-VERKAUFEN-Angebote.html) auf die Lauer legen - und schonmal gut 1.000€ für ein vernünftiges Boot einplanen... Aber die halten ja auch ne Weile. ;)
    • Erstmal hallo und herzlich willkommen, Hägar Snickarscon!

      das mit dem Dreamteam EDV wird schon mit der Zeit.

      Ich halte den Ally für das fast perfekte Boot für Deine Unternehmungen, @Hägar Snickarson.
      Bei mir kommt der 18 Expedition mit. 3 Kinder, 1-2 Erwachsene. Der läßt sich eigentlich gut fahren, auch von 2 Kindern / Jugendlichen. Gut, die beiden Jungs wissen im Boot, was sie machen. Wer Wildwasser erfolgreich fährt, kommt damit zurecht.

      Das Boot ist groß und fasst einiges an Gepäck und Menschen. Insofern ist der 18er einge gute Wahl. Mit Hunden habe ich keine Erfahrungen. Wohl aber mit dem Umgang allein im Boot.
      Es geht, wenn auch nicht immer (Wind, Seiten-Strömung) zur eigenen Belustigung. Wie schon geschrieben, meine Jungs kommen gut damit zurecht.
      Die Zwei sind körperliche Leichtgewichte aber Sportler, die Wildwassererfahrung im Renn-C2 haben. (Saalach, Kössener Aache, NICHT im Ally zu fahren, bitte.). Der größere davon kommt auch alleine auf dem See sehr gut mit dem Boot zurecht, nur bei Wind braucht er sich keine Mühe zu geben: dann spielt er Segelboot. Bei Wind braucht es halt mehr Gewicht bzw. Ballast im Boot und es fährt wieder besser gerade aus. Auch eine Persennig / Spritzdecke könnte dann helfen.

      Als Anmerkung zu unnützen Anschaffungen: Seit wann ist ein Kanu, gerade ein Ally eine unnütze Anschaffung? Bei solchen Worten denke ich immer an Handtaschen, Tanzschuhe, Modeschmuck, Deko-Kram .....
      Autsch! (meine Frau stand beim Schreiben hinter mir) :Squirrel: :whistling: :rotwerd:

      Allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel(-Gestänge)


      Steuermann
      (hat nichts mit DEM Steuer zu tun, sondern mit DER Steuer)
    • Danke für Eure Ausführungen. Bei Ebay habe ich mal ein 18er gesichtet, vor Ort anschauen und zurück, da wäre ein Tag weg. Der Besitzer schrieb, daß da keine Risse usw. wären, und 500 Goldstücke unterm Neupreis ist schon Anreiz.
      In der Schweiz kaufen (lassen) wäre eine Option, das sind 250€ weniger.
      Gut Ding will Weile haben-so der Volksmund. :/ Also habe ich mal Weile.

      Gruß Hägar Snickarson