Pulkas im Detail

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    • Pulkas im Detail

      Hallo,

      da mich @kahel gebeten hat, ein paar Bilder meiner MYOG-Pulka zu zeigen, als Inspiration für technisch perfektere Lösungen seinerseits vermutlich :D , komme ich dem hiermit nach.
      Vielleicht hat der eine oder die andere ja auch noch gute Pulkabilder. In diesem thread soll es nicht so sehr um schöne Landschaftsbilder sondern um Gear-Details gehen. der Wunsch wäre, hier möglichst viele Varianten von Zugsystemen, Packsäcken, Kufen, Gepäckbefestigungen etc. zu sammeln.

      Hier erstmal ein paar meiner Bilder:



      Wie unschwer zu erkennen ist, ist das ein "Paris Expedition Sled". Das hellgrüne ist ein fest installiertes Verdeck aus Cordura. Das Rote ein selbstgemachtes "Arctc Bedding" wie es schon @ bugikraxn vorgestellt hat. Das Dunkelgrüne ist ein Eigenbau-Pulka-Zeltsack in dem sich ein für Schnellaufbau vorbereitetes Tunnelzelt befindet.
      Das Zugsystem ist ein Seil (8mm Reepschnur) mit Gummiseil-Ruckdämpfer. Als Zug"harness" verwende ich meinen TT-Mission-Pack, was sehr gut funktioniert! Die Gepäckbefestigung wird mittels der gut zu erkennenden Gummiseile mit starken Kunststoffkarabinern vorgenommen.

      Sowohl die Länge des Zugseils als auch die der Gepäckbefestigung ist durch Knoten oder Umschlaufen einfach zu justieren und auch im Verlauf der Tour zu verändern. Ich mache von Allem noch ein paar explizite Detailaufnahmen.

      Gute Nacht erstmal
      Gruß
      Nick

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von oldnick ()

    • Ich hatte es irgendwann schonmal gepostet,schiebe es hier aber in den Pulkafaden nochmal nach.

      Der Bug ist mit Rohrisolierung gepolstert um eventuelle Hackenschläge zu dämpfen

      Die verbauten Kunststoffschienen kann man bei Extrem Textil beziehen



      Manche behaupten die Paris muss sich im Schnee verwinden und man soll sie nicht versteifen,ich kann aus meiner Praxis für mich sagen das ist nicht so.

      Seilbremse für Gefällestrecken

      Mit Ortliebsack praktisch über schneefreie Abschnitte zu tragen



      Zugvariante ohne Geschirr im Nacken und mit gekreuzter Zugleine



      Zugvariante mit Zuggeschirr über die Hüfte(Geschirr ist von Tatonka)

      Bilder aus der Praxis



      Die Paris ist nicht nur Transportmittel,sondern kann auch im Schneesturm als schnelle Notunterkunft dienen...





      ...oder auch als windgeschützte "Outdoorküche"
    • Sehr schön @rockdog!

      Die Pulka als Abdeckung einer Hobbithöhle gefällt mir. Die grundsätzliche Tragbarkeit der Paris (vor allem mit Zugseil statt festem Gestänge) ist ein gutes Feature. Beim Umfang meiner Standardbeladung allerdings schon keine realistische Option mehr.

      Die Aufdoppelung der Kufen habe ich auch schon in meine Planung aufgenommen.

      Frage: Schaufelst Du nicht viel Schnee wenn Du die Ausrüstung so offen ohne kompletten Pulkasack oder Tarp lädst?

      Gruß
      Nick
    • ganz ehrlich ?
      ich werde 50 und mein Rucksack hat so um die 35 kg +.

      Meinst du ich werde umfallen wenn ich im Winter 40 +12 kg (Pulka) hinter mir habe ?
      Und selbst wenn da noch 10 kg für Brennmaterial extra dazukommen weil es eine Baumlose Gegend ist.

      Ich mag es halt wenn ich abends mein Zelt aufbauen kann und der Ofen bollert.
      Und mit Zelt meine ich nicht "ich krieche jetzt mal in irgendetwas rein".
    • Jag schrieb:

      Meinst du ich werde umfallen wenn ich im Winter 40 +12 kg (Pulka) hinter mir habe ?
      Und selbst wenn da noch 10 kg für Brennmaterial extra dazukommen weil es eine Baumlose Gegend ist.
      Nein, meine ich nicht. 40kg in einer Pulka geht O.K. Das Riesenteil sieht nur so aus, als wäre es vollgepackt so bei 100+ =O . Ziehst Du mit dem Seil oder verwendest Du ein Gestänge?

      Gruß
      Nick
    • Seit grob geschätzt 13 bis 15 Jahren verwende ich ebenfalls den Paris Sled als Transportschlitten. Leider ist mir bislang keine einzige Do-it-yourself-Modifikation untergekommen, die in meinen Augen wirklich Sinn ergibt. Lediglich beim Zugsystem oder bei der Art und Weise des Gepäckverpackens ist die eigene Kreativität gefragt - und beide Punkte sollte man für sich selber so gewissenhaft wie möglich durchdenken. Früher habe ich den Pulka mit zwei nicht-gekreuzten Holzstangen und dicker Hammerschnur aus dem Bergsport mit meinem Rucksack auf Hüfthöhe verbunden. Danach zog ich nur mit zwei Seilen, und seit letzter Woche verfolge ich ein anderes Konzept, und bin unter den gegebenen Umständen (keine professionelles Alu-Gestänge) auch recht zufrieden:

      Auf dem Rücken trage ich einen leichten Trekkingrucksack (ohne Hüftgurt) mit 60L Volumen und nichts ausser meinem Schlafsack drin. Das ist meine Version des Arctic Bedding Systems, Gesamtgewicht: unter 4kg :D . Der Pulka ist mit einem separaten, umgebauten Rucksack-Hüftgurt mittels einem 2m langen, und sehr dicken Gummiseil/Shock Cord verbunden (um die 8 oder 9mm). Einfach & leicht & narrensicher! Die Kombination aus sehr leichtem Rucksack und separatem Hüftgurt hat mir wegen ihrer Beweglichkeit sehr gut gefallen!

      Zum Gepäcktransport: Mit diesem System bin extrem zufrieden (Achtung Eigenlob, mehr Weihrauch bitte :saint: ). Hinten im Schlitten liegt ein 15L Curtec Weithalsfass auf der Seite, das passt dort perfekt rein, darin befinden sich 90% meiner Kalorien. Das Ding ist stabil und wasserdicht und man kann es auch als Hocker verwenden. Davor sitzt ein Ortlieb Rackpack mit 89L Volumen - die schweren Teile wie Brennstoff, Kocher und Whiskyflasche liegen natürlich ganz unten, die Daunenjacke strategisch schlau ganz oben. Durch die Verschlüsse kann man ganz toll Trekkingstöcke oder Schneeschaufel schieben. Vorne liegen sehr dicke Packsäcke von Outdoor Research mit innenliegender Gewebeverstärkung. In dem kleinen befinden sich Klamotten die man unterwegs brauchen kann (Thermofäustlinge, Sonnenbrille, Mütze, Hardshell), in dem grossen Sack steckt mein komplettes Zelt mit Schneeheringen und der Thermokanne. Dadrüber werden die Isomatten fixiert. Wer so packt, muss die Tasche mit der gesamten Ausrüstung eigentlich erst dann öffnen, wenn das Zelt schon steht.

      Aus aktuellem Anlass möchte ich euch das hier unter die Nase reiben:


    • haha,
      ich sitze hier seit Wochen südlich von Hannover fest. Im Schneeparadies mit langanhaltender sibirischen Kältewelle (Blödzeitung)
      Ich bin froh wenn ich die nächsten Tage wieder hoch komme damit die Kids den Alten noch erkennen.

      Diese Pulka war ein Projekt das ich hier im Büro in DE mit einfachsten Mitteln gebaut habe.
      Es ist ein Teil aus einer ganzen Reihe von Dingen die ich jetzt gebaut habe und demnächst vorstellen werde.
      Es geht darum das auch Leute die kaum Geld haben sich solche Ausrüstungsgegenstände selbst bauen können um sich
      der Natur zu widmen.
      Das fängt bei einer Pulka an, geht über ein stabiles Textilzelt für 3-4 P. das beheizbar ist, Zeltöfen,Segelanlagen für Kajaks und Kanus usw.
      und hört beim Geschirr auf.

      Sollte irgendjemand die nächsten Tage mindestens nach Göteborg mit einem Auto hochfahren,
      wäre es schön wenn er sich melden würde.