Wintercamping - 5 Tage Schnee und Eis

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    • Wintercamping - 5 Tage Schnee und Eis

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      Moin,

      bin seit gestern abend zurueck von einer superschoenen Wintercamping-Tour. Gemeinsam mit zwei Gaesten hatte ich ein Basislager am Lake Laberge nordlich von Whitehorse aufgebaut. Von dort haben wir dann mit Hundeschlitten und Schneemobil mehrere Tagestouren unternommen. Dazu gab es Eisangeln, ein paar Bushcraft-Projekte, Leckereien ueber'm Feuer gekocht, Nordlichter, ...usw. Schoen gemuetlich und entspannt!

      Der Lake Laberge ist ein etwa 45 km langer See, umgeben von wunderschoenen Bergen und wird vom Yukon River durchflossen.

      Hier ein paar paar Bilder von unserem Camping-Trip:



      Ich hatte fuer diesen Winter ein neues Zelt bestellt. Nach mehreren Jahren mit einem Helsport Lavvu wollte ich nun lieber etwas aus Baumwolle, mit rechteckigem Grundriss und mit erhoehten Seitenwaenden. Guy Hebert von Atuk Tents in Quebec hat mir dann diese Sonderanfertigung seines "Alaska Gen 2" gebastelt. Die Seitenwaende sind aus Nylon, damit Schnee nicht so daran festfriert. Das Dach ist aus leichtem 7oz Canvas. So bleibt das Zelt schoen leicht. Bei 3,20m x 3,20m wiegt es so um 7 kg und bietet 2 Personen und einem Ofen ausreichend Platz. EIne dritte Person waere auch noch moeglich. Ohne Ofen passen natuerlich noch ein paar mehr Leute rein. Sicher nix fuer Rucksacktouren, aber fuer Abenteuer mit dem Schlitten einganz vernuenftiges Teil. Ich bin noch nicht so zufrieden mit den Abspannpunkten und werde vermutlich noch ein wenig zusaetzliches annaehen.

      Dazu hatte ich mir auch einen neuen Kni-Co Ofen gegoennt. Mit de Ding war ich sehr zufrieden, aber das teleskopische Ofenrohr wird gleich wieder ausgemustert udn durch ein normales ersetzt. Der "Spark Arrestor" (wie uebersetzt man das Ding...?..."Anti-Funkenflug-Vorrichtung nach DIN XYZ"?) geht auch sofort wieder in Rente. Bei den minderwertigen und harzigen Hoelzern die wir hier haben, setzt sich das Teil einfach viel zu schnell zu und verhindert einen effektiven Rauchabzug.




      Wir hatten zwei Hundeteams mit jeweils 5 Huskies dabei. Den Hunden machen solche Campingtouren super Spass! Sie sehen neue Gebiete, die Distanzen sind recht moderat und man verbringt sehr viel Zeit mit jedem einzelnen Hund...das knuepftwichtige Bindundgen zu den Vierbeinern. Deshalb gehen wir auch in unserem Training fuer die Rennen oft campen.




      Schicke Berge ...




      Wenn der See langsam zufriert werden Eismassen immer wieder durch Stroemung und Winddrift verschoben, so dass sich solche Eisverwerfungen bilden (pressure ridges). Sie koennen im Extremfall mehrere Meter hoch sein.







      Verwerfungen koennen die Schlittenfahrt recht unangenehm machen, bieten aber tolle Motive im Gegenlicht!




      Das Wetter war (bis auf einen wolkenverhangenen Tag) recht mild. Die erste Nacht hatte -25C, aber dann wurde es immer waermer und wir hatten sogar Plusgrade...aber auch jede Menge Wind mit Boen bis zu 60 km/h.




      Diese Eistrukturen entstehen im Herbst, wenn der See noch immer Wellen schlaegt und das Wasser dann ueber den Ufersteinen gefriert.




      Eisangeln...hier hatten wir keinen Erfolg...




      ...aber an einer anderen Stelle biss eine Aalquappe.




      Faszinierende Fische...und lecker sind 'se auch!




      Hier habe ich ein Loch ins Eis gebohrt, um Wasser zum Kochen zu holen. Das Eis war zwischen 60-90 cm dick...dick genug um mit dem Auto auf dem See zu fahren.






      Ganz in der Naehe des Camps hatte der Wind den Schnee verblasen und man konnte die Strukturen im Eis bewundern.








      Danke fuer's reinschauen!

      Herzliche Gruesse,
      Fabian

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bushcraft Yukon () aus folgendem Grund: typo

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      Sehr schöne Bilder :danke: dafür und für den Bericht.
      Eine frage hätte ich bzgl. des KniCo ofens. Welchen hast du ?
      den hier?
      Ich habe lange mit dem KniCo geliebäugelt, aber der Fracht und Zolltarif war mir dann doch zu viel.
      Spark arrestor = Funkenfänger
      Tipp: nimm statt des Teleskoprohrs ein Rollrohr!! Braucht weniger Platz und funktioniert ( bei meinem OSZ40 ) super!
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!
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      @Seemann:
      ich hab diesen hier:
      kni-co.com/alaskan_stove

      Den gab es hier mal ueber einen grossen Versand mit deren Logo auf dem Karton ganz billig, als die die Teile als Restposten abgestossen haben.

      Mir gefaellt der Ofen ganz gut, weil er leicht und gut regulierbar ist. Mal sehen, wie er sich auf Dauer macht.

      Ja, Rollrohr wird es werden. Hatte ich frueher fuer meinen alten Ofen und werde ich mir wieder besorgen. Ich muss die Rohre aber etwas kuerzen, damit die fuer den Transport in den Kni-Co Ofen passen.

      Funkenfaenger..danke...das war ja einfach...wieder was gelernt...;-)

      Gruss,
      Fabian
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      @Bushcraft Yukon
      Das Rollrohr ist ein Teil, nicht mehrere, und zusammengerollt etwa so groß wie eine Küchenpapierrolle.
      Dabei ist meins für das Varanger 8-10 dann 3m lang und hat Durchmesser 8cm.
      Der Durchmesser ist aber ja variabel, da man enger oder weiter rollen kann.
      Rohr aus Edelstahlfolie mit Schellen und ohne Funkenfänger, weil im Ofen eine Rauchumleitung ist.
      Ofen ist faltbar. Zeltdurchführung aus Stahlfedern mit Holzlatten dran.

      Gruß"Seemann"
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!
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      @Seemann: ...dann habe ich Dich da falsch verstanden! Die verkaufen hier Rohrsegmente, die aber ueber die Seitennaht fuer den Transport zu oeffnen sind. So kann man die alle ineinanderstapeln. am Ende hat man einen "Stapel" an halbgerollten Rohrsegmenten, die-sofern kurz genug- dann in den Ofen passen. Ich dachte das meinst Du mit Rollrohr.

      Aber die Loesung die Du da vorschlaegst klingt auch interessant...werd ich mal suchen und anschauen! Vielen Dank!
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      @Wurzelgnom: Ich muss it dem Zelt erst noch ein paar mehr Erfahrungen sammeln, bevor ich mehr dazu schreibe!

      Du hast recht: Es sieht labberig aus! Und das hat mir auch nicht so gut gefallen da draussen. Allerdings war der Untergrund sehr uneben (grobe Steine) und wir haben es auf einer ganz leichten Neigung aufgebaut. Ich muss das einfach im Sommer auf einer ebenen Flaeche nochmal machen, um zu sehen, woran es liegt. Ich hatte den Eindruck das auch die Laenge meiner Mittelstange (die nicht im Lieferumfang enthalten ist...man soll sich hier einfach eine Stange im Wald schneiden gehen...oder was anderes besorgen) nicht ideal war...und ich frage mich, ob es daran gelegen hat.

      Als ich versucht habe das Zelt strammer zu spannen ist mir auf jeden Fall aufgefallen, dass der Hersteller ein wenig mit Abspannpunkten gespart hat. So gibt es ganz unten nur die vier Eckpunkte zum Befestigen. Ich haette da gerne noch mindestens zwei weitere Schlaufen pro Zeltseite.

      Ich bin dann nochmal zu seiner website und hab mir da Bilder angeschaut. Manche haengen so durch wie meins, manche sind super gespannt. Freunde von mir haben ein 5-eckiges von Atuk und sind super happy und da ist es auch spitze abzusoannen.

      Ich muss einfach noch ein wenig damit rumfummeln, bevor ich mir weitere Urtaile erlaube. Was mir schon mal gut gefaellt ist das Material (im Helsport Lavvu hatte ich immer einiges an Kondens, hier immer alles schoen trocken!), das ordentliche Platzangebot mit den Seitenwaenden, und das relativ geringe Gewicht fuer ein Zelt mit Baumwoll-Dach.

      Gruss,
      Fabian