Eis - Zeit III

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    • Eis - Zeit III

      Wieder einmal ist eine Schneebrille zum Betrachten der Bilder von Vorteil! Hier habe ich euch eine professionelle Vorlage zum Ausdrucken gebastelt:




      Ganz kurze Einleitung: genau wie in den vergangenen Jahren im März ging es wieder auf die 20-stündige Fähre von Kiel nach Oslo. Dann sofort in den Duty Free Shop, anschliessend eventuell angesammelten Stress abwerfen, und den Dingen die da kommen mögen einfach freien Lauf lassen ;) . Ab dem norwegischen Festland folgen dann noch etwa 5 Autostunden und wir sind am Ziel angekommen: Die grossräumige Gegend um das Skigebiet Idre in Dalarna/Schweden, mit seinen wunderbaren Fjells, Wäldern und Bergen. Unsere 5-Bett-Kabine befand sich im Heck des Schiffes, hier sehen wir die Einfahrt in den Oslofjord bei bestem Wetter:



      Auch in diesem Jahr durfte ich wieder mit einer ganz tollen Crew unterwegs sein: @Defi (Offroader und Zenmeister), @Tipple (Kameramann, Erzählbär und Zugmaschine), @Emil_Strauss (Brandungsfelsen und ausgleichendes Element), und erstmalig @Konradsky (hauptberuflich Naturgewalt, nebenberuflich Handwerker-Ikone). @ol'greenhorn war diesmal sein Jagdschein wichtiger...... und somit brach er mit der langjährigen Tradition "Wer einmal mitkommt, muss immer wieder mitkommen". Das wird wohl noch ein Nachspiel haben, Kollege :*

      Wir fuhren direkt zum Parkplatz an der Grövelsjön Fjellstation, packten die Pulkas, wogen sie und warfen uns dabei nervöse Blicke zu...... binnen einer Stunde machten wir uns auf den Weg der zur Hochebene führt. Den Anstieg von etwa 250 Höhenmetern wollten wir auf jeden Fall vor Anbruch der Dunkelheit geschafft haben. Passend zu diesem Vorhaben zog der Himmel zu, der Wind nahm Fahrt auf, und wir pfiffen aus allen Löcher.... musste doch jeder zwischen 30kg und >40kg Gepäck bewegen. Hier sehen wir Defi -planlos und gedankenverloren, mitten im Nichts- und ich muss irgendwie an die ostfriesische Nationalflagge denken: Weisser Adler auf weissem Grund!



      Sehr weit kamen wir nicht, denn gleich zu Beginn hatten wir Probleme mit dem Flow, und mindestens zwei von uns hatten keinen einfachen Start. Es wurde dunkel, die Temperatur fiel zügig und die Windböen zogen einem das Grinsen aus dem Gesicht........ wir entschieden uns, 50m abseits der markierten Scooterspur unsere Zelte aufzubauen. Sobald diese standen, war jeder mit sich selber beschäftigt und sehr bald im Schlafsack. Ich ging noch von Zelteingang zu Zelteingang und erkundigte mich nach dem werten Befinden. Meistens hörte ich jaja, alles gut, geh weg. Nur bei Tipple war ich noch kurz in der Apsis - er fragte, ob ich einen Schluck Whisky von ihm haben wolle, ich lehnt dankend ab, und er selber hatte auch keinen Appetit. Das war der Moment, wo ich mir wirklich Sorgen um ihn gemacht habe..... :D

      In der Nacht schneite und stürmte es, und am Morgen ging ich schnell rüber zu Emil_Strauss, um mir heisses Wasser für mein Frühstück zu schnorren. Als wir beide im Windschatten seines Einganges sassen, entstand dieser geile Schnappschuss, der das Wetter um uns herum erahnen lässt:



      Jeder hatte sein eigenes 2- bis 3-Personenzelt dabei, nur ich lag im Soulo, meinem kleinen "Schuhkarton", der jedoch ein sicheres Gefühl bei allen denkbaren Witterungsverhältnissen bietet. Ein kleiner Tipp am Rande: die eigenen Schneeschuhe, Schlitten und Schaufel sind die besten Schneeheringe!



      Die Stimmung an diesem Tag war nicht die allerbeste, was wohl auch an mir lag **hüstel, räusper**. Ich hatte hohe Erwartungen an diese Tour, doch bereits am Mittag planten wir gemeinsam eine Abkürzung von der eigentlich geplanten Route. Doch als Gruppe muss man auch in schwierigen Zeiten einen guten Umgang miteinander pflegen, sonst wären wir kein gutes Team. Einige Stunden dieser "Abkürzung" führte uns vorbei an den höchsten Erhebungen des Langfjellets, bei arktischem Windchill und spektakulärer Kulisse.....................





      Wir liefen durch eine Art Windkanal zwischen den Bergen - Der Wind kam hier so hart über das Land, dass teilweise die karge Bodenvegetation aus dem Schnee hervorlugte. Dieses Klima ist wohl auch der Grund dafür, dass ich mir heute, sechs Tage nach der Rückkehr noch immer tote Hautfetzen von der Nase ziehe und zwei taube grosse Zehen habe (mein persönlicher Rekord liegt schon einige Jahre zurück… damals dauerte es sechs Wochen, bis das Gefühl sich wieder normalisierte hatte).



      Weitere Wehwehchen/Ausfallerscheinungen: Mit dem Windchill war es zwischenzeitlich so kalt, dass mir mein Hirn einfror......... aber böse Zungen behaupten, das wäre überhaupt nicht aufgefallen :zwinker: :zwinker: :zwinker:



      Nach einer weiteren Nacht über 900 Höhenmetern, bei bis zu -20°C, stiegen wir wieder ab in bewaldete Gebiete, was zwangsläufig tiefen Pulverschnee und steigende Temperaturen mit sich zog.
      Vorbereitungen für das "grosse Geschäft" in eisiger Umgebung..... damit einem die entscheidenden Körperteile nicht einfrieren und alles ganz fix geht, verlangt es nach minutiöser Vorbereitung:



      Hindernisse wurden überwunden........
      und der nachfolgende Ausblick über das Tal war traumhaft schön.







      Nun gab es auch wieder Tierspuren zu sehen, von Vögeln, Hasen, Elchen und von diesem kleinen Kerlchen hier:



      Während unserer Tour kamen mehr als regelmässig vom versauten Kalauer, bis hin zum tiefsinnigen Wortwitz ein Spruch aus irgendeiner Ecke. Manchmal nahm es sogar Überhand und ich stellte mir selbst die Frage, warum Mutter Natur bei Konradsky keinen Knopf zum Ausschalten angebracht hat. Nachfolgend sieht man endlich mal, wie einer von diesen arroganten Ski-Schnöseln sich auf die Nase legt und nur langsam wieder hochrappelt 8o . Eigentlich sind wir ja alle Schneeschuh-Läufer, und als solche in Schweden auch leicht als Ausländer zu erkennen....... aber die Sache mit den beiden langen Brettern hat definitiv auch Vorteile.



      An diesem Abend lagerten wir auf einem mehr oder weniger gefrorenen See (in dieser Reihenfolge: Pulverschnee, Matsch, Wasser! .....und 20cm tiefer Eis hart wie Beton). Kurioserweise hatten wir alle während der Tour keinen Hunger. Dieses Phänomen habe ich noch nie deutlicher erlebt als hier... wir mussten uns die Kalorien wirklich reinstopfen. Von 10 gefriergetrockneten Fertiggerichten hatte ich eines gegessen, sonst nur Nüsse, Trockenobst, Müsli- und Haferriegel, Datteln, Porridge und Schokolade. Zum Frühstück gab es jeden Morgen Rindersalami, Parmesan und selbstgemachtes fettreiches Knäckebrot. Positiv ist jedoch, dass in den Nächten niemand gefroren hat*. Somit waren alle bestens mit Kleidung und Schlafkomfort ausgerüstet. Die Ausrüstung hat allgemein durchweg bestens funktioniert**, sogar einen Schlafsackreissverschluss konnten wir dank Konrad vor Ort reparieren, und eine Downmat hielt in einer Nacht nicht ausreichend Luft, dafür jedoch wieder in den folgenden Nächten. Komisch die Sache..... aber ganz wichtig im Winter: Schaummatten mitnehmen als Backup! Die können nicht kaputt gehen! Ganz besonders gefallen haben mir meine beider Anker Powerbanks - 13000mAh und 20000mAh mit 2.0 IQ Software. Bei minus 15 Grad sprach die Batterieanzeige von 100% und hielt ihr Versprechen. Ich lade mein Handy noch immer mit dem selben Powerpack, nach über zwei Wochen, mittlerweile bei +16°C :bart:
      */**stimmt doch, Jungs?????

      Besonders heimelig hatte es Defi in seinem 3er Tunnel. Dort brannte regelmässig die Spiritusheizung und er hatte obendrein noch einen Trekker Seat mit Bärenfellpolsterung dabei.............. ach ja, und selbstgestrickte Woll-Hausschuhe :D

      Es wurde leider auch wärmer in der Nacht bei -6°C und viel Neuschnee, und -2°C am kommenden Tag. Man kann es glauben oder nicht, die steigenden Temperaturen haben mir richtig schwer zu schaffen gemacht - auch weil der Schnee die Pulkas festzuhalten schien. Da hilft nur Konzentration, seinen Rhythmus finden, Arsch zusammen und durch! Und Pausen natürlich... und viel Trinken! Zurück am Parkplatz waren wir alle platt und fuhren direkt durch nach Idre, abends schön in der lokalen Pizzeria Station machen, dann früh ab ins Bettchen.





      Nächster Tag, Donnerstag = nix tun! Bei Sonnenschein im Tipi rumlümmeln, Quatsch erzählen, Fachsimpeln, Einkaufen im Supermarkt und Holz kaufen an der Tankstelle. Abends war das obligatorische Lagerfeuer überfällig an einer Grillhütte, und wir konnten Würstchen grillen auf perfekten Kohlen. Komischerweise waren auch plötzlich die mitgebrachten Whiskyflaschen leer................ verdunstet?



      An diesem Tag lernte ich auch dieses neue High-Täck-Dingens kennen, namens Bluetuuth? Total toll, und auch ein Wahnsinns-Bildmodus meines Handys wurde mir gezeigt..... Zieht euch warm an! Das kam dabei heraus, als ich Tipple fotografierte:




      Am letzten Tag schafften wir es, unsere müden Hintern zu einer Tageswanderung hochzubewegen. Auf zum Njupeskär - Schwedens höchstem Wasserfall (mal wieder).
      Bei bestem Wetter liefen wir eine nette Runde durch Winterwonderland und waren abends pünktlich um 18:00 zurück in der Pizzeria. Das Leben kann so einfach sein :thumbsup:







      Geile-Bilder-Overflow...............





      Am letzen Abend auf der Fähre zurück nach Kiel begannen die Exzesse gegen 15:00 und endeten (für mich) gegen 23:00...... Halt, nein, gegen 02:30 wachte ich auf und warf mir eine Ibuprofen in den Kopf.

      Schön war´s :D

      :danke:
    • Sodele, Freunde der gefrorenen Schlüpper!
      Dann will ich auch mal ein paar Eindrücke, Gefühle und Bilder loswerden.

      Auch dieses Jahr war die Vorfreude auf richtig Schnee und Minusgrade riesig, man muss dem "weißen Gold" ja mittlerweile hinterher reisen um wirklich winterliche Tage zu verbringen.
      In der Planungsphase stellte sich heraus das wir genau zur gleichen Zeit wie @Marvin14, @Freaky_Rabbit und @HerrNilsson mit der Fähre nach Oslo übersetzen werden. Wir nach Schweden, die drei durch die Hardangervidda in Norge. Das hielten wir natürlich geheim (nur Nils war eingeweiht) und so was es eine nette Überraschung für die beiden Schweizer, als wir auf einmal hinter ihrem Van hielten und aus der Karre stiegen. :)

      Marvin ungläubiger Blick war zu geil. :thumbsup:


      Bording

      Nachdem wir unsere Kabinen bezogen hatten versammelten wir uns auf dem Heliport. Es pfiff ein ordentliches Lüftchen. Für die Überfahrt war sowas wie Sturm angesagt. :huh:
      Wir bestaunten die Kite-Surfer und Surfer, die sich bei dem satten Wind sichtlich freuten und auf unserer Heckwelle coole Move´s vorführten.








      Leider habe ich den Backflip von dem Typen nicht geknipst. :(


      Schweizer Paparazzi. :D

      Nachdem wir uns im Taxfree Shop mit Getränken versorgt hatten, versammelte sich die Meute in unserer 5er Cabin.
      Eng, aber gemütlich. Gut das wir eine Außenkabine hatten. Durch das Fenster fühlte man sich nicht ganz wie in einer Sardinenbüchse. :P

      @ol'greenhorn war dies Jahr aus mehreren Gründen leider verhindert, hat es sich aber nicht nehmen lassen uns ein kleines Überraschungspaket zukommen zu lassen.
      Feierlich wurde das Päckchen geöffnet und es kam eine Flasche Bowmore mitsamt Edelstahlbechern zum Vorschein. Dazu erreichte mich fast auf die Minute genau eine sehr liebevolle Sprachnachricht via Whatzapp.
      Vielen Dank mein Lieber, wir haben uns sehr gefreut.


      Später machten wir es uns in der Panorama Lounge gemütlich und lauschten ein bisschen Live-Musik.



      Nach einem reichhaltigen Frühstück schaute ich mir noch schnell die Hafeneinfahrt in Oslo an, bevor es runter zu den Autos auf dem Car Deck ging und wir uns von der"Vidda-Truppe" trennten.







      Von der Fahrt rüber nach Schweden habe ich quasi keine Bilder gemacht. Vorbeisausende Seen und Bäume sind jetzt nicht das tollste Motiv, daher machen wir einen kleinen Zeitprung und sind im Zielgebiet.

      Angekommen an der Fjäll-Station am Grövelsjön wurden fix die Pulkas beladen und es ging los. Ohne Aufwärmphase ging es gleich in eine anhaltende Steigung. ||

      Mein Gelumpe, ich hatte mit 23 Kg die leichteste Pulka. :racoon:

      Hinauf ins weiße Nichts...






      Es wehte eine steife Briese und je dunkler es wurde, desto mehr hangelte man sich nur noch von einem Schild zum nächsten.
      Wir liefen bis in die Dunkelheit und bauten unserer Zelte im Schein der Stirnlampen auf.

      Ich bin total platt und bekomme beim sitzen im Zelt Krämpfe in den Oberschenkeln. WTF? =O
      Es kann nur besser werden. ^^ (das wurde es zum Glück auch)

      Doom schaut vorbei und wir hocken ein bisschen in meiner Apsis.

      Ich quäle mir ein paar Indianerbeeren und Kekse rein, trinke Tee. Zum kochen fehlt mir jegliche Motivation. Nichtmal mein Innenzelt habe ich eingehängt.
      Ich krieche in meine Penntüte und eine schlaflose Nacht beginnt. Der Wind trägt Wortfetzen zu mir herüber. Ich ziehe einen der Ohrenstöpsel raus und warte auf den nächsten Wortschwall.

      "Tippppple, Bock auf Glühwein?
      Im Ernst, Konrad? 8o
      Ich brülle rüber, "Neeeeiinn" und fummel den Wärmekragen wieder zu. Verdammt, jetzt muss ich auch noch pissen. Kommando zurück. :S

      Leider dreht der Wind in der Nacht mehrfach und mein lausig aufgebautes Zelt wird arg vom Wind gebeutelt. Aufgrund des anhaltendem Geflatter des Fly´s bekomme ich selbst mit Ohropax kaum ein Auge zu. :Kleenex:

      Am nächsten Morgen bin ich ziemlich groggy, aber jammern hilft nix. Die schmerzenden Oberschenkel erinnern mich an die Krämpfe vom Abend.
      Erstmal Kaffee kochen. Nebenbei pfeife ich mir ne ordentliche Ladung "Hulk aus der Tüte" aus meinem kleinen Rasiertäschchen rein.

      Bing, das Kraftwerk läuft wieder! :thumbup:
      Ich klettere ins Freie und bewundere den kläglichen Haufen der mich in der Nacht vor den Elementen geschützt hat. :wanne:




      Ich bin sogar so eifrig das ich schon abgebaut habe als Doomi das erste mal aus dem Zelt lugt. Echt guter Stoff. 8o


      Gleich gehts weiter im nächsten Teil, also stay tuned!

      LG
      Die Gesellschaft braucht eine Ansicht, das Volk braucht eine Religion, gäbe es Gott nicht, müsste man ihn erfinden.<Voltaire>
      Instagram. 8)

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    • Das Camp bevor es zum Leben erwacht.

      Das Wetter ist Bombe und macht Lust auf den Tag. Ich knipse ein wenig und leite die nächste Runde Tee im Zelt ein.
      Gut das ich meine Käseecken mit in den Schlafsack genommen habe. Ein gewisser Appetit ist vorhanden und so gibt es Walnussbrot mit Käse und Wurst zum Tee. Draußen wuseln die ersten Leute umher. Ich frage ob sie auch einen Hund bellen gehört haben.

      "JA"!

      Gut, ich habe ihn mir also nicht nur auf Grund von akutem Schlafentzug eingebildet. :saint:
      War etwas surreal. Da liegst du im Zelt auf einer riesigen kahlen Fläche und das erste was du beim aufwachen hörst ist Hundegebell. 8|

      Da ich kein Innenzelt eingehängt hatte ist alles im Zelt mit einer dünnen Schneeschicht bedeckt.
      Die gesammelte Atem-und Kochkondens die stetig von Wind im Frau Holle Style vom Fly geschüttelt wurde.


      Dank meines "Supidupi TurboPulvers" mit Blutorgangengeschmack habe ich Hummeln im Arsch und fange an abzubauen.
      @Emil_Strauss ist ebenfalls schon am werkeln und so kommt es das wir eine ganze Weile nur so in der Gegend rumstehen und in die Ferne starren, während die anderen noch zusammen packen. 8)

      @Konradsky´s Mupfel.
      In der Nacht habe ich mal wieder gemerkt wie mir mein altes Geodät fehlt. Er hatte nicht mal seine Sturmleinen benutzt und das Ding stand völlig unbeeindruckt im Wind. Wie mein Tunnel aussah sieht man ja weiter oben. :saint:




      Und weiter geht es auf der gefühlt endlosen Geraden in Richtung Hävlingen, einem See den wir nie erreichen sollten. :)

      Heute geht es zur Abwechslung mal bergab. :P


      Unterwegs werden wir von einer Musherin überholt. Cool!
      Das ist das erste Hundegespann was ich in Schweden gesehen habe. Gerne hätte ich mir einen der Hunde geborgt um ihn vor die Pulka zu spannen.

      Irgendwann taucht am Horizont eine Hütte auf. Der Karte ist nicht zu entnehmen ob es sich um was privates, oder um eine offene Schutzhütte handelt. Da wir aber eh dran vorbei kommen lassen wir uns einfach überraschen. Als wir an der Hütte ankommen geht die Tür auf und ein Schwall Schweden stapft heraus. Teils tragen sie große Rucksäcke wie einen Berghaus Atlas. Wie es aussieht pennen auch sie draußen im Fjäll. Man sagt sich kurz hallo und schon ziehen sie weiter und wir okkupieren die schnuckelige Hütte.


      Perfekter Spot für einen Mittagspause und über die weitere Tourenplanung zu sprechen. Wir entscheiden uns nicht bis runter zum Hävlingen zu laufen, sondern der Spur der Schweden in Richtung Grothogna zu folgen.Nach kurzer Pause ziehen wir weiter.



      Wir erklimmen die nächste langgezogene Steigung und der Blick ins Tal öffnet sich. Viel zu sehen gibt es nicht. Die gleiche weiße Wüste halt. :D


      Doch nicht weit rechts von uns liegt eine Rentierstation, die wir als Tagesziel anvisieren.




      Wunderschön, wie die Sonne hinter dem Hügel verschwand. Sogleich merkt man wie die Kälte Einzug hält. Kurz die Handschuhe aus um ein Foto zu machen und schon sind die Hände steif und die klammen Handschuhe bretthart gefroren. ^^ Beim aufbauen der Zelte ist es zur Abwechselung mal fast windstill!

      Heute habe ich mir mehr Mühe beim aufbauen gegeben und freue mich auf eine ruhige und entspannte Nacht ohne nervige Nebengeräusche. Jetzt noch die Hütte eingraben und der entspannte Teil des Tages kann beginnen.

      Ich ziehe mich ins Zelt zurück und kümmere mich erstmal um die Wasserversorgung für heute abend und morgen früh. Fürs Schnee schmelzen geht jeden Tag einiges an Zeit drauf.

      Es schellt an der Tür. :P
      @Doom sagt mal wieder hallo. In seinem kleinen Soulo ist nicht viel mit abhängen. Alles hat seine Vor-und Nachteile. Er krabbelt zu mir in die Apsis, heute haben wir beide Lust auf einen guten Schluck Whisky aus meiner Buddel. Wir sitzen noch einen ganze Weile zusammen und schauen ganz dekadent "Layer Cake" auf meinem Handy. 8o

      Ein super Tag geht zu Ende. :thumbsup:
      Um fünf Uhr morgens gackern ein paar Schneehühner vor dem Zelt herum...und die Sonne geht auf!



      Gleich gehts weiter, stay tuned! 8)

      LG
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    • Und weiter geht´s... :racoon:


      Der neue Tag beginnt windstill. Ich koche wie immer erstmal Tee und Kaffee.


      Nachdem der Kocher eine Zeit brannte zeigt das Thermometer im Zelt immer noch angenehme Temperaturen. :whistling:


      Ich krabbele aus dem Zelt und genieße einen atemberaubenden Sonnenaufgang. :*
      Eine gute Gelegenheit um den Schlafsack mal ein wenig durchzulüften.

      Blick über das in Sonne getauchte Lager.





      Nach anfänglicher Windstille frisch es wieder auf. Genau passend zum abbauen der Zelte. :rolleyes:

      @Konradsky hatte Glück das wir in einer 3er "Defence Line" standen, als sich sein Zelt nach einer Boe verselbständigte. 8o
      Er versuchte noch hinter her zu rennen, versank aber nach 2-3 Schritten in Schnee und viel elfengleich zu Boden. :)
      Ich realisiere was los ist, sehe wie @Doom durchstartet, auch ich lasse alles fallen und flitze los. Doomi schafft es zum Glück das Zelt einzufangen.
      Puhh, noch mal gut gegangen! :saint:

      Kurz danach... :mrgreen:

      Packing for Mars. ^^



      Nachdem alles wieder gut verschnürt ist starten wir in die nächste Etappe unserer Tour. Erstmal auf den Grothogna zu und dann davor ins Tal absteigen.
      Nein, @Emil_Strauss ist nicht gleich nach dem Start schon wieder kaputt. Nur der fiese Wind schneidet im Gesicht. ;)

      Das Wetter zeigte sich bis auf den eisigen Wind von schräg vorne von seiner besten Seite. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl das mein linker Augapfel einfriert. 8o

      Hier mal ein Bild von @Konradsky´s Zinken. :D


      Am Fuße des über 1400m hohen Grothogna biegen wir nach links ins Tal ab. Wir passieren steiniges Gelände, und sehen erste Bäume.

      Der Wald wird immer dichter und die Hänge sind teils steil, der Schnee wird fluffiger und selbst mit Schneeschuhen sinkt man immer tiefer ein.



      Das ist die Ansicht von untern als sich Emil lang gemacht hat. ;)


      Immer tiefer in den Wald hinein und dabei stetig bergab auf die 3-4 Häuser von Sylen zu, das unweit von Ufer des Grövelsjön auf norwegischer Seite liegt. Die Sonne steht schon recht tief, als wir die Talsohle erreichen. Wir queren eine kleine Holzbrücke, die kenne ich von der Karte. Wir passieren unseren Biwakplatz von letzten Jahr. Diese blöde Wiese in der wir im Tiefschnee abgesoffen sind. Über 3 Stunden haben wir mit 5 Leuten für ein Lavvu gebraucht. Nachzulesen im Bericht Eiszeit II. :)
      Jetzt noch bis zum Seeufer und dann soweit uns die Beine noch tragen, bzw. zu einem windgeschützen Platz für die nächste Nacht.




      Endlich am Ufer.
      Ab jetzt steuern wir auf die Landzunge hinten rechts im Bild zu. Dort sind wir vor dem von vorne kommenden Wind gut geschützt. Das ist zumindest der Plan. ^^

      Eine anstrengende Etappe geht zu Ende.
      Wir sind wie erwartet recht gut aus dem Wind, nur die Bodenbeschaffenheit war nach dem ersten Schaufelstich ein wenig spooky. :rotwerd:
      20cm Schnee, dann Schneematsch und Wasser und dann die dicke tragende Eisschicht. Ich hatte irgendwann nasse Füße, weil man immer mal wieder eingebrochen ist. X/

      Gegen späten Abend war dann aber alles recht gut überfroren und verdichtet, sodass man sich recht sorgenfrei auf den Trampelpfaden bewegen konnte.

      Notfallreperatur von @Defi´s Reißverschluss. Der Zipper schloss nicht mehr richtig.

      Unser Lager am Seeufer.


      So, das war der dritte Streich, der letzte folgt so gleich. Stay tuned! :thumbup:


      Tippl
      Die Gesellschaft braucht eine Ansicht, das Volk braucht eine Religion, gäbe es Gott nicht, müsste man ihn erfinden.<Voltaire>
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    • Auf zum Endspurt... :Squirrel:

      Am nächsten morgen waren wir übel eingeschneit, ansonsten war es eine ruhig und entspannte Nacht.






      Nach dem packen machten wir uns auf die letzen Kilometer über den Grövelsjön zurück zum Auto.
      Das Wetter war diesig und es schneite. Kenne ich von dem See seit Jahren nicht anders. :D
      Unterwegs, auf Höhe der Insel im See haben wir noch mal kurz ne Trinkpause eingelegt. Dazu ein bisschen gefrorene Ritter Sport. :koch:













      Endlich, das Ufer ist in Sicht.




      Der letzte Anstieg hatte es noch mal in sich, aber wir kamen happy an den Autos an und setzen und kurze Zeit später nach Idre ab. Auf dem Campingplatz hab ich dann mein Lavvu aufgebaut.
      Ein bisschen Platz wo alle zusammen sitzen können ist mir immer sehr wichtig. Nachdem das Lager stand und @Defi seine Schneehöhle fertig gebudeelt hatte, machten wir uns auf zum ICA um Grillzeug und Holz zu besorgen. Heute war "Zero Day" angesagt. Einfach mal die Seele baumeln lassen und nix tun.





      Am Abend haben wir es uns in der Windskid am See gemütlich gemacht. Feuer kann so geil sein. :thumbsup:


      Blick über den Campingplatz in Idre.

      Herrlich. :campfire:

      So ein Gruppenbild darf ja nicht fehlen.


      Insgesamt habe ich gerade mal 3 Stück gemacht. Eins davon gibts später noch zu sehen.
      Es gab leckere Würstchen BBQ Sauce, Salat und Tunnbröd. @Konradsky checkte schwedische Veggie Würstchen. Die schmecken wohl nicht anders als bei uns. Bei Bratwürstchen sieht die Welt ganz anders aus. Erstmal muss man schauen das man welche mit hohem Fleischgehalt findet, dann würzen die Schweden ganz anders. Ich fand die "Smal Kabanoss" mit Paprika, Peppar und Vitlök so lecker das ich mir sogar noch welche mit nach Hause genommen habe. 8)

      Gut gesättigt kroch jeder zu später Stunde in sein Domizil. Hier das von Konrad angesprochene Bild von seiner Hängematte und dem ultra fetten TNF Daunensack. :thumbup:


      Der letzte Tag bricht an und wir fahren noch mal für einen Tagsausflug zum Fulu Fjäll, den Njupeskär haben wir bei keiner Eiszeit ausgelassen. :saint:
      Das Wetter ist mal wieder aller erste Sahne, ich habe viel zuviel an und muss mich an einer derHütten erstmal aus ein paar Schichten pellen.




      Da isser ja. ^^
      Dies Jahr etwas schwach auf der Brust. Auch in Schweden war der Sommer sehr trocken.

      Beim steilen Abstieg runter zum Wasserfall.
      Hier hat @Konradsky diesen coolen Slide hingelegt :D , den ihr im Video zur Tour anschauen könnt. Ich werde es unter dem Bericht verlinken.


      Wen trifft man natürlich am Njupeskär? Deutsche, so wie letztes Jahr. :whistling:
      Man schnackte kurz und wir liesen sie ihre Bilder machen, dann hatten wir den Spot für uns alleine. Zumindest kurz, dann kam das schwedische Pärchen runter. Die haben eine Übernachtung in der beheizten Hütte angedacht.


      Noch fix ein Gruppenbild gemacht und dann sind wir dem Deutschen Trupp hinterher. Endlich spurt mal wer vor, hehe. :)



      Auch von mir noch mal ein Bild von dem getwisteten Bäumchen. Letztes Jahr habe ich schon mal einen heftigen Drehwuchs fotografiert. Das war aber im Nipfjellet NP auf dem Weg zum Städjan. Der hier ist mal richtig cool.


      Bye bye, Fulu Fjäll... :Kleenex:


      Eine Wunderschöne Ecke. Irgendwann muss ich da mal hin wenn kein Schnee liegt. Die Hütte am See ist der Knaller.
      Zurück in Idre machten wir uns zum Abschiedsessen auf. Die Pizza ist dort wirklich lecker und riesengroß. Die kennen uns mittlerweile und der Pizzabäcker hat mir ohne shice eine Pizza in Herzform gebacken. 8o Der Besitzer ist ne richtig coole Socke.



      Früh klingelte der Wecker, um 6 Uhr ritten wir vom Platz. Etliche Stunden fahrt liegen vor uns, aber die Zeit vergeht immer erstaunlich schnell.
      Unterwegs dann das worauf ich jetzt 3 Jahre gewartet habe. ELCHE!!! Leider ist das Foto totaler Schrott, wurde halt nur schnell mit dem Handy aus dem Auto raus gemacht, aber mit etwas Mühe kann man 2 Elchkühe im Wald erkennen. :saint:

      Auf der Fähre trafen wir uns wieder mit den Jungs aus der Hardangervidda. Auch sie hatten eine Menge Spaß und ich bin schon gespannt wie Bolle auf den Bericht der Truppe!
      Der Rest von @ol'greenhorn´s Bowmore wurde vernichtet und einige starteten ins "Nachtleben".

      Mir war leider gar nicht zum feiern zumute, auch wenn wir im Bergriff waren in einen Geburtstag rein zufeiern.
      Wir hatten ordentlich Seegang und mir wurde immer komischer. <X
      Irgendwann habe ich mir 2 Vomex rein gehauen und war einige Zeit später im Erdbeerland unterwegs. bee
      Mein Zimmergenosse Dr.GRANT fand das sehr belustigend. :evil: Für mich war nur wichtig: Dir ist nicht mehr schlecht. :D
      Mein Zustand erinnerte mich an eine Lagerfeuer Story von @EinPilgrim. Der hatte auch mal so ein Erlebnis mit besagtem Mittel gegen Reiseübelkeit. :)

      Konrad der alte Mariner feierte den Seegang total. Tzzz, kein Wunder, der schaukelt ja ständig in seiner Hängematte rum. :wanne:



      Gute Fahrt Jungs! Ähmm, ich meine "Swiss Pro´s" . :mrgreen:


      Es war mal wieder eine tolle Woche in Schweden. Freu mich schon jetzt auf Eiszeit IV. ^^
      Dann ist hoffentlich auch der Meister der Bratäpfel wieder mit am Start. Du hast uns gefehlt @ol'greenhorn! :dolldrueck:
      Ich werde nächstes Jahr noch weniger mitnehmen. Ich frage mich langsam warum ich überhaupt mein Brynje Zeugs mitschleppe, das war mir bislang immer zu warm. :rotwerd:
      Ein billiges Merino T-Shirt, ein Decathlon Longsleeve, ne Polartec Fleecejacke mit Bodywarmer plus Windblock hat mir bislang immer gereicht. Im Camp kommt da meine Thermojacke drüber und gut is.

      Mehr essen, auch wenns schwer fällt. Ich hatte den ersten Tag überhaupt nix reinbekommen. Mal schauen ob ich es bis nächstes Jahr schaffe auch auf Skier umzusatteln.
      So, genug geschwatzt und noch viel länger vorm PC gehangen um den Bericht zu tippen. Ich sag mal reingehauen!

      Ich hoffe der ein oder andere hatte Spaß beim lesen meines Berichts.
      Es läuft ja nie alles so wie man es sich denkt, oder plant. Ein bisschen Murphys Law ist immer amüsant. :thumbup:

      Anbei noch das Video zur Tour:


      Liebe Grüße,

      euer Tippelin
      Die Gesellschaft braucht eine Ansicht, das Volk braucht eine Religion, gäbe es Gott nicht, müsste man ihn erfinden.<Voltaire>
      Instagram. 8)

      Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von Tipple ()

    • Vielen Dank für diesen coolen Bericht (auf Tipples Ergänzungen bin ich natürlich auch noch gespannt), sehr sehr coole Gegend! :thumbsup: Das Bild e05.jpg wird wohl einer meiner neuen Desktop-Hintergründe... ;)

      Ich hatte mir ehrlich gesagt etwas Sorgen ob des Wetters gemacht, da so warme Temperaturen vorhergesagt waren (hab ja die letzten Wochen nicht nur Kvikkjokk-Wetter, sondern auch Grövelsjön-Wetter beobachtet...) - aber das hat ja wirklich perfekt gepasst! Eisi meinte aber auch gleich, dass es dort oben eigtl. immer kalt genug ist.

      :danke: für's Mitnehmen!

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    • Danke für das Einstellen des erfrischenden Reiseberichtes. Auf die Erlebnisse der "Langfjället-Expeditions-Gruppe II" habe ich schon ein paar Tage gewartet! Wegen der Bilder oben im Fjäll bei Sonnenschein bin ich ein wenig neidisch. Das hätte ich auch gerne erlebt. Sehr geil! :thumbsup:

      Doom schrieb:

      und ich stellte mir selbst die Frage, warum Mutter Natur bei Konradsky keinen Knopf zum Ausschalten angebracht hat.
      Hier musste ich wirklich ganz herzlich lachen! :D

      Doom schrieb:

      Schön war´s
      Freut mich, dass eure Reise auch ein Erfolg war!

      @Tipple: Hau rein! Die Gemeinde wartet!
      "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit." Wilhelm Humboldt, 1767-1835
    • So nun auch von mir ein paar Zeilen und ein paar Fotos, wobei
      ich mir diesmal vorgenommen habe, ganz viele Fotos zu machen,
      aber wenn ich vor Ort bin, bin ich im Hier und Jetzt und vergesse zu fotografieren.

      Für mich war es die erste Eiszeit. War kurz im Sommer mal in Schweden, aber
      ansonsten habe ich noch nicht viel von Norwegen und Schweden gesehen.
      Als permanent draußen Schläfer war es für mich ein ganz großer Lebenstraum, einmal
      "da oben" eine Schneetour zu machen.

      Ich fragte dann mal vrsichtig nach, ob die Jungens so einen alten Sack noch mitnehmen würden.
      Sie hatten dann Mitleid mit mir(der macht sowieso nicht mehr lange; Anmerkerung der Redaktion).

      In Kiel ging es dann auf die MAgic Color. Dort wo der rote Kreis ist, befindet sich unsere 5 Batt Kabine.




      Später dann unter der Großen Belt Brücke durch.



      Oslo bei strahlendem Sonnenschein voraus.



      Unterwegs nach Norden drückte die Blase und rechts kann man das Plumsklohäuschen sehen.
      Unser "Abschlepper" mit Defi und Doom jederzeit einsatzbereit hinter uns.
      Wir brauchten es nicht, weil die Strassen nach Norden gut befahrbar waren.



      Von dem Abend oben im Fjäll habe ich keine Fotos gemacht, weil ich fix und fertig nach dem Anstieg war.
      Den ganzen Tag nichts richtiges gegessen und dann den Berg hoch.
      Die Grube für das Zelt hatte ich eigentlich für mich selbst ausgehoben, um mich darin zur ewigen Ruhe zu betten.
      Aber nachdem mir Defi mit dem Zeltaufbau geholfen hatte, kehrten auch die Lebensgeister wieder.
      Ein kleiner Schluck Glühwein neben einer halbvollen Trek and Eat und ich schlummer tief, fest und schön warm
      bei dem ordentlichen Wind.

      Von den Toten auferstanden, sah die Welt am nächsten Morgen doch wieder wunderschön aus.






      Der nun folgende Tag war bis mittag sonnig und dann wurde es bewölkt und es gab
      wieder einen kräftigen eiskalten Wind gegenan.
      Kurz vor dem Lageraufbau an einer Rentierstation wieder mit Sonnenschein und Windstille.



      Der nächste also zweite Morgen mit Sonnenaufgang und krachblauem Himmel.



      Jeden Morgen ca. zwei Liter Schnee zu Wasser schmelzen. Reichte dann für den ganzen Tag.



      In der Nacht hatte der Wind um 180° gedreht und frischte merklich auf.
      Nun, wie jeden Tag, ging es wieder gegenan. Irgendwann nervt so ein
      eisiger Wind auch mal.



      Auf dem See wurde dann das Lager aufgeschlagen. Das erste mal war es richtig gerade und ich rutschte
      nicht zur Seite.In der Mitte mein 70€ Ebay Kleinanzeigen geodätisches Vierjahreszeitenzelt, welches
      sich richtig toll geschlagen hat. Leider mit 4 kg etwas schwer, aber dafür sehr geräumig.



      Am nächsten Morgen bei Schneesturm(natürlich gegenan) abmaschfertig.



      Bei diesem Whiteout hatte ich Mühe, die Spur der Pulkas zu erkennen.
      Trotz Schneebrile(Feinkost Albrecht ) waren die Kontouren kaum zu erkennen.



      Nach der Insel im Grövelsjön gab es eine Teepause.
      Doom sitzt auf seiner Essentonne. Ca. drei Kilometer stand unser Auto.



      Der nächste Morgen mit Sonnenaufgang auf dem Campingplatz.



      Am nächsten Tag ging es dann zu diesem gefrorenen Wasserfall. Was ich bisher noch nie gesehen habe,
      dass das Eis hellblau erscheint. einfach toll.



      So einen drehwüchsigen Baum habe ich noch nicht gesehen. Auf 2 Meter Länge hat der Drehwuchs einmal eine
      360° Drehung gemacht. Ab 1,5cm pro Meter aus der senkrechten heraus, ist Holz nicht mehr als Bau-und Möbelhaus zu
      verwenden.



      Eine grandiose Landschaft.



      Kleine Pause kurz vor dem Auto.




      In der Letzten Nacht hat Defi sich sein Eisgrab geschaufelt, um die Nacht darin zu verbringen.




      Ich habe die letzten zwei Nächte in der Hängematte verbracht. war bei dem leichten eisigen
      Wind schon ein tolles Gefühl. Vielleicht hat Tipple ein Foto gemacht.

      Zu meiner Ausrüstung:

      Paris Pulka mit Pulkasack, den ich total toll fand, weil nichts rausfallen kann.
      Schneeschuhe MSR denali mit Tails, die ich aber im Auto gelassen habe.
      Fischer Ski Outtrack, aber erst am letzten TAg, wegen mangelnder Übung, auf dem flachen See benutzt.
      War total entspannend.
      Exped Lightning als Rucksack und Zuggeschirr für mein Schlafsackmonster,welchen ich erst
      auf dem Campingplatz benutzt habe. Statt dessen habe ich nur meinen Cumulus Taiga Topquilt
      Custom benutzt, welcher mich herrlich warm gehalten hat.
      Hose war eine Barents pro Winter nebst KSK 200er Unterbüx. Fast schon zu warm.
      KSK Kniestrümpfe nebst TK2 übereinander in den Kamik Winterschuhen.
      Im Lager habe ich die Charintia G-loft Booties, welche mir alleine jedoch zu kalt waren, so dass
      mit den Aliexpress Daunenbooties innen perfekt im Schnee laufen waren.
      Als Oberbekleidung hatte ich ein Brynje Arctic double Wollshirt mit diesem integrierten Netzhemd
      und tagsüber darüber nur noch die Haglöfs Barrier Primaloftjacke.
      Habe viel zu viel Klamotten mitgenommen, aber war auch mein erstes mal und ich hatte Angst zu erfrieren.

      Auch ich habe fast die Hälfte meiner kalkulierten Lebensmittel wieder mit nach Hause genommen.

      Für mich war es das Erlebnis schlechthin. Nach fast einer Woche bin ich immer noch so satt von den Eindrücken.

      Danke Jungs, das ich mitdurfte. Ihr habt mir unvergessliche Eindrücke beschert. <3

      Gruss
      Konrad
      Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege!

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    • Die Pulka mit Ski hat über 40kg gewogen.
      Klamotten hatte ich zuviel mit und einen Hocker sowie einen
      Handfeger habe ich nicht gebraucht. Würde das nächste Mal auch wegfallen.
      Essen war auch zuviel.
      Auch würde ich das nächste Mal auf Spiritus statt Benzin setzen. Das Spirituskochset hatte
      ich ja auch dabei, wobei die 117g jetzt nicht so zählen, aber die 300ml Sicherheitsspiritus.
      Accus fürs GPS haben auch komplett versagt. Statt dessen würde ich Lithiumbatterien mitnehmen.

      Alles in allem würde ich vermutlich so auf 5bis 7kg weniger kommen.

      Gruss
      Konrad
      Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege!

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    • Naturerlebnis schrieb:

      Warum, das klingt erstmal schräg?
      Doom und Defi haben mit Spiritus gekocht und kamen prima
      klar. Ich habe ja mein schönes Storming Stove Dingens und da
      macht Spirituskochen sehr viel Spass. Es braucht ein wenig mehr
      Brennstoff, aber die Ruhe....

      Ach ja die Akkus waren die Guten von Eneloop.

      Gruss
      Konrad
      Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege!