Umrüstung/ Ausbau eines SUV zum Softroad Overlander [Input gefragt]

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    • Umrüstung/ Ausbau eines SUV zum Softroad Overlander [Input gefragt]

      Bin aktuell am Thema Overlander/ Softroader sehr interessiert, daher die Frage in die Runde sozusagen zur Ideenfindung und als Anregung für die div. Problemstellungen welche sich im Zuge einer smarten Umbauaktion eines SUV (Sport Utility Vehicle) zum Softroad-Camper ergeben. Soll primär zur Selektion möglichst sinnvoller, leist- und auch umsetzbarer Aus- und Umbaugeschichten dienen. Möchte hier jeweils 1-2 Fragen zu einem bestimmten Thema stellen und hoffe auf entsprechende Tips und Vorschläge der Community. Da ich relativ viel im Kopf hab aber die konkreten Ansätze (noch) großteils fehlen ergänze ich den Faden mit weiteren Fragestellungen bis die meisten Topics und hoffentlich auch ein paar Randbereiche mit abgedeckt sind. Wäre super wenn der eine oder andere seinen Input mit Vorschlägen oder konkrete Umsetzungbeispiele zu Lösungen der jeweiligen Frage präsentiert wie sein SUV zum Overlander aus- und umgebaut wurde so dass weitere User die sich mit dem Thema ebenfalls auseinander setzen entsprechenden Nutzen ziehen können ;)

      Für jene die mit den Begriffen Overlander und Softroader nix anfangen können gibt's hier meinen Definitionsversuch:
      Overlanding: Eine selbstständige Überlandfahrt zu abgelegenen Zielen wobei das Hauptaugenmerk auf der Fahrt an sich liegt. Üblicherweise geschieht dies mit technisch angepassten mechanisierten Fahrzeugen, die Unterbringung besteht im Camping, oftmals über längere Zeiträume und über internat. Grenzen hinweg.
      Softroading: Die Light-Version von Offroading wo mit geeigneten Fahrzeugen abseits asphaltierter Straßen z.B. auf Schotterpisten, Wald- und Feldwegen usw. gefahren wird ohne das bestehende Wegenetz großartig zu verlassen wobei die jeweilige Streckenbeschaffenheit gehobene Ansprüche stellen kann so dass einzelne Abschnitte für normale Strassen-PKW's bereits unpassierbar sind. Abstecher ins unwegsame Gelände mögen vorkommen, sind aber im Gegensatz zum Offroading nicht das eigenliche Ziel der Fahrt und technisch sehr schwierige Geländepassagen werden bewußt ausgeklammert.

      Ich plane mit meinen SUV keinesfalls an einer Offroad-Trophy teilzunehmen, für's schwere Gelände ist er schlicht der falsche motorisierte Untersatz. Meine Ziele liegen entlang des gesamten Alpenbogens bis hin zu den franz. Seealpen und die Nachbarstaaten CZ, SK sowie SLO haben hier ebenfalls einiges zu bieten mit moderaten Anfahrtsstrecken von meinem österreichischen Wohnort. Die Absicht ist nicht nur ein paar interessante Orte zum Bushcraften aufzusuchen, sondern ganz gezielt landschaftlich schöne Gebiete anzusteuern sowie Seitentäler auf alten Wegen u. Miltärstraßen anzufahren die der SUV im Rahmen der Möglichkeiten bewältigen kann. Einfach irgendwo querfeldein durchs Gebüsch zu hetzen oder ein Bachbeet der Länge nach rauf- und runter zu donnern ist nicht Programm. Die Welt auf einem fahrbaren Untersatz in meinen Tempo zu erkunden hat was für sich und wenn dabei leichtes Offroaden auch geht ist's umso besser. Von der Tourenlänge werden so ca. 1-2 Wochen angepeilt, wobei das nicht immer vollständig autark abgehen muß. Aktuell denke ich über eine Tour mit meinem ehemaligen Schweizer Arbeitskollegen im südl. Alpengebiet nach. Ihm steht hierfür ein Land Rover Defender mit Ladepritsche u. Planenabdeckung zur Verfügung und geländetechnisch schafft der Landy zweifelsohne mehr als mein SUV, keine Frage ;)

      Aktuell steht mir ein Subaru Forester Typ SH zur Verfügung der sehr schlicht ausgestattet ist. Obwohl dieser eher kompakt aussieht gehört er in die Klasse der sog. 'medium size' SUV und vom Raumangebot bietet er nicht viel mehr als ein mittelgroßer Kombi oder sehr kleiner Mini-Van. Rein von der Größe ist der Forester mit Modellen wie z.B. BMW X3, Honda CR-V, Hyundai Tuscon, Kia Sportage, Mazda CX-5, Mitsubishi Outlander, Nissan X-Trail, Suzuki Vitara, Toyota RAV4, Volvo XC60, VW Tiguan, uvm. mehr oder weniger vergleichbar falls jemand diese SUVs kennt oder sogar selber fährt. Der jeweils nutzbare Platz, Ausstattung und Interieur, Antriebskonzept (2WD/ 4WD) u. Motorisierung sowie die Bodenfreiheit dieser SUV's unterscheiden sich teils sehr vom Forester und dies beeinflußt somit auch die Eignung zum Softroader. Mein Subi ist gefühlt nur einen Hauch größer als z.B. SUV/ Crossover der Kompaktklasse wie die bekannten Dacia Duster, Nissan Qashqai oder Nischenfahrzeuge wie Range Rover Evoque, Subaru XV, Suzuki SX4 S-Cross und zahlreiche weitere Modelle die ebenfalls in diese Kategorie fallen mögen. Mir ist bewußt daß mein Gefährt mit ausgewachsenen Offroadern/ Overlandern und Pickups á la Dodge RAM, Ford Ranger, Jeep Wrangler Rubicon, Mitsubishi L200, Nissan Navara, Land Rover Discovery oder Toyota Land Cruiser keinesfalls mithalten kann was die Tauglichkeit fürs Gelände oder das Platzangebot für Umbau- und Aufrüstaktionen zum Camper anbelangt.

      Muß diejenigen leider enttäuschen welche bei einem Softroader-Ausbau gleich an Bodylifts, Fahrwerks-Tuning, zusätzl. Sperren an Center-Diff und Hinterachse, elektr. Bergewinde, Schutzbleche, Ansaugschnorchel, Solarpanels m. Zweitbatterie, Zusatz-LED Scheinwerfer, Satellitenkommunikation, Dachzelt, Einbautoilette, Schmutzwassertank, Gasanlage, Standheizung, usw. denken. Da mein Wagen überwiegend 'zivil' als Alltagsfahrzeug benutzt wird möchte ich am Forester selbst wenig bis gar nichts verändern! Das gilt sowohl für An- und Umbauteile außen am Fahrzeug als auch für's Interieur. Der Subi soll mit wenig Aufwand zum Overlander umgerüstet bzw. andererseits auch wieder rasch in seinen Originalzustand zurück versetzt werden können da die Alltags- klar über der Softroadernutzung gestellt ist. Ein unaufdringliches optisches Erscheinungsbild ist mir wichtig, man soll den Camper möglichst nicht auf den ersten Blick erkennen. Selbst im Innenraum darf nur sehr sparsam angeklebt, geschraubt, gebohrt, etc. werden und sämtliche Abdeckungen, Konsolen, usw. mögen soweit's eben geht unangetastet bleiben! Sicherlich kommt man hierbei nicht ganz ohne Improvisation und Verzicht auf ein paar Features herum welche für den einen oder anderen Overlander in die Kategorie 'essentiell' und 'sinnvoll' fallen ...

      Wie eingangs bereits erwähnt möchte ich den Faden in einzelne Themenbereiche mit gezielten Fragestellungen gliedern, damit der Thread (hoffentlich) etwas übersichtlicher bleibt. Hab mir folgende Unterkapitel überlegt die vorrangig für meinen Umbau sinnvoll erscheinen und hier im Anschluss auch in dieser Reihenfolge behandelt werden sollen:
      1/ Innausstattung; Kocher, Kühlbox
      2/ Innenausbau; Materialauswahl, (Raum-)Aufteilung, Schlaf- u. Kochplatz, Schienenauszug
      3/ Dachkorb; Lastenträger, Gepäckssicherung
      4/ Werkzeug u. Bergeausrüstung; Unterbringung, Ersatzteile
      5/ Navigation u. Kommunikation
      6/ Diverses & Vorbereitungen vor Reiseantritt


      Zu Thema Nr. 1 - Innenausstattung; Kocher, Kühlbox

      Ein Kocher gehört fix mit in den Forester und soll selbst bei Ausflügen zu Fuß im Fahrzeug verbleiben, sprich er könnte sinnvollerweise mit verbaut werden. Da ich am Subi keinerlei Zusatzbelüftungen habe welche für den Gasbetrieb essentiell sind und diese auch nicht anbringen möchte ist der Einbau einer Gasanlage oder die Mitnahme einer (größeren) Gasflasche nicht nur aus Platzgründen schon mal ausgeschlossen. Kochen muß selbstverständlich auch bei Shitwetter möglich sein, z.B. unter der aufgestellten Heckklappe. Ich hab zwar einen kaum verwendeten 2-flämmigen Gaskocher im Keller herumfliegen, der eigenet sich allerdings nur für den Betrieb mit üblichen Gasflaschen so ab 6kg Inhalt und scheidet damit für meinen Overlander aus. Um einen platzsparenden Ansatz zu verfolgen möchte ich lediglich einen 1-flämmigen Gaskocher und diesen irgendwo auf einem Auszug im Kofferraum-Innausbau (dazu später mehr) unterbringen. Auf dem Radar habe ich einen üblichen Haushaltsbrenner wie z.B. den Campingaz Bistro od. ähliche welche mit CP 250 Butankartuschen betrieben werden. Sind von der Baugröße eher niedrig und günstig z.B. im Campingbedarf oder in Asiashops, die CP 250 Kartuschen zudem event. sogar leichter zu beschaffen als die üblichen Schraubkartuschen wie ich finde. Ein Freund hatte so ein Teil mit auf seinem Roadtrip durch Norwegen und das Gerät schien problemlos zu funktionieren auch wenn man ab und an mal liest das irgendwo einer überhitzt und dann hochgeht. Für den Fall dass ein 2ter Brenner notwendig ist werde ich einen meiner Multifuels einpacken und bei Bedarf mit Sprit aus dem Reservekanister betreiben.
      Frage in die Runde: Welche Erfahrungen habt habt Ihr mit Kochern für CP 250 Kartuschen gemacht? Gibts hierzu Alternativen in kleiner Baugröße welche zuverlässig funktionieren und in Betracht gezogen werden können?

      Wer meine Beiträge hier im Forum oder auf YT verfolgt weiß sicherlich dass ich ein Fan von frischen Zutaten bin was das Kochen Outdoors betrifft. Bei meinen Wochenendtrips in hochsommerlicher Hitze hab ich jetzt schon alle Mühe Frisches kühl zu halten ohne dass es am 2ten Tag gleich weggammelt weil die kleinen rucksacktauglichen Kühlakkus keine Kälte mehr abgeben. Möchte meine Kochgewohnheiten auch als Overlander beibehalten und ein motorisierter Untersatz bietet hier durchaus einige interessante Optionen da im Fahrzeug einfach etwas mehr Platz zur Verfügung steht und nicht auf jedes Gramm geachtet werden muss damit Lebensmittel und Getränke über einen längeren Zeitraum hinweg kühl und genießbar bleiben. Nun gibts zahlreiche Möglichkeiten, angefangen von passiven Kühlboxen die lediglich isolierte Behälter sind welche mit vorgefrorenen Kälteakkus bestückt werden bis hin zu aktiven Kühlboxen auf Absorber- oder Kompressortechnologie die teils mit Gas, teils mit 12V/24V Bordspannung oder vom 230V Netz mit Strom versorgt werden. Da eine Gasanalage nicht in Frage kommt (Platz, usw.) sind Kühlboxen mit Absorbertechnologie wohl aus dem Rennen, denn diese sind im Strombetrieb nicht so effizient wie jene mit Kompressortechnologie. Eine Kühlbox welche nach dem Thermoelektrischen Prinzip (Peltier-Element) arbeitet möchte ich vermeiden wegen hohem Stromverbrauch und da diese prinzipbedingt max. 10-15°C unter die gerade vorherschende Umgebungstemperatur kühlen, was besonders bei hohen Temperaturen im Auto nicht viel bringt. Die Kühlbox muss vorrangig auch während der Fahrt betrieben werden können und dabei mit ruppigen Pisten, Steigungen/ Gefällen, Fahrzeugkrängungen, usw. klar kommen.

      Neben der Auswahl der richtigen Kühltechnik die mit 12V Batteriespannung haushaltet bleibt die Frage nach der Größe und dem Zugriff. Ein kleines Schrankmodell wo sich die Tür nach vorne öffnet wie man es von der Hotel-Minibar kennt erscheint mir unpraktisch. Einerseits ist der Innenraum nicht voll nutzbar - es soll nix rausfallen sobald die Tür aufgeht - anderseits strömt dann die wenige kalte Luft sofort nach unten weg. Eine Box/ Kasten wo sich die Deckelklappe nach oben hin öffnen lässt wäre wohl am vorteilhaftesten, wenn auch genügend Freiraum erforderlich ist um sie vollständig aufzuklappen. Ich werde meist Solo event. mit Beifahrer unterwegs sein, bei der gemeinsamen Tour mit dem Kollegen wahrscheinlich in der Kleingruppe. Die Kühlbox sollte zumindest den Bedarf von 2 Personen für ca. 3-4 Tage aufnehmen können. Nun bestünde die Möglichkeit eine kleinere Box mit ca. 20L einzubauen welche auf Tiefkühlstufe bei -15° ca. 1-2 Kälteakkus und event. zusätzlich noch ein paar Kleinigkeiten welche eben ins Tiefkühlfach gehören mit einfriert. Eine 2te - die eigenliche Kühlbox - ist dann für frische Sachen vorgesehen die mit Hilfe von weiteren 1-2 Kälteakkus gekühlt werden und diese Teile werden dann bei Bedarf einfach in der Kompressorkühlbox bei Minustemperaturen 'aufgefrischt', also ausgetauscht. Von den Anschaffungskosten macht es oft nicht den großartigen Unterschied ob man nun ein Modell mit 25, 30 oder 40 Litern wählt, vom Platzbedarf und Energieverbrauch aber sicherlich. Da ich es vermeide direkt auf Campingplätzen zu stehen wo Netzstrom verfügbar ist wird der Saft direkt aus der Batterie gezogen. Event. machen hier automat. Spannungstrenner/ Batteriewächter Sinn um diese vor Tiefentladung zu schützen so dass man zumindest den Motor noch starten kann, denn ein Zusatzakku nur für den Betrieb einer mobilen Kühlbox sprengt klar den Rahmen.
      Hier meine Fragen an die Schwarmintelligenz zum Thema: Würdet Ihr gleich zu einer 'großen' Kühlbox mit 35-40 Litern greifen oder eher ein kleineres Modell wählen? Welche Marken/ Typen könnt Ihr aus eigener Erfahrung empfehlen? Wieviele Stunden lässt sich eine 30-40L Kühlbox mit einer kleinen 60Ah Starterbatterie betreiben, kommt man problemlos durch eine Nacht hindurch? Lohnt sich der Einbau eines Spannungswächters als Batterie-Entladungsschutz oder ist so was ein Gimickteil?

      Obwohl ich mit der ganzen Problematik bereits etwas auseinander gesetzt habe musste ich trotzdem feststellen dass ich in diesem Métier nicht so sattelfest bin wie z.B. bei der Materialauswahl von Rucksäcken, Schlafsäcken, Zelten, usw. Mir geht's wie einem Newbie der ob der schieren Informationsfülle die praktikabelsten Lösungen nicht erkennt. Darum ersuche ich um Eure Unterstützung bei der Lösungsfindung zur Um- und Ausrüstung meines Subaru Foresteres zum Softroad-Camper ;)
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      Frischluftdeppert
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    • Diese doppelflammigen Gaskartuschenkocher für den Campingbereich hatte ich auch eine ganze Weile recht intensiv genutzt. Ich halte sie für saugefährlich. Jetzt nehme ich einen ganz normalen Campinggazkocher von der Stange, einfaches Modell. Was spricht eigentlich gegen einen wurstnormalen Trangia-Brenner? Evtl. gleich zwei Stück?
      Die Kühlboxen, die mit den 1€-Kartuschen (die schmalen Dinger) arbeiten, funktionieren übrigens sehr gut. Die Kühlleistung ist beachtlich. Peltier bringt fast nichts.

      mein-camping-kuehlschrank.de/gaskartusche-fuer-kuehlbox/
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
      Auch in einer schlechten Welt lässt's sich gut leben.
    • Ein paar Videos aus der Playlist zur Rig von MCQ Bushcraft hab ich mir tatsächlich schon reingezogen, danke fürs verlinken @wilbo. Er befasst sich da vor allem mit Fahrwerksumbau was für meine Zwecke tatsächlich nicht so relevant ist. Zum Glück hat er aber auch mal eine Roomtour zur Innenausstattung seines Jeeps hochgeladen, was mich wiederum sehr interessiert: Ep 02 Our Mobile Home

      Mit den Haushaltskochern für CP250 Kartusche hätte ich geliebäugelt weil die schön flach bauen und einen sehr stabilen Stand haben, man kann auch mal eine schwere Gusspfanne drauf klatschen oder einen größeren Topf. Spiritusbrenner wären definitiv eine Option, da ich Overland-Camping aber auch mit Gourmet-Cooking verbinde hätte ich doch gern eine Flamme die sich gut regulieren läßt und dies kann nicht mal mein Origo Heat Pal perfekt, obwohl sich dieser für ein Spiritusteil noch gut drosseln läßt. Event. läufts ja auch einfach auf einen meiner Gasbrenner aus bestehendem Bestand hinaus, hab ja noch Zeit mich festzulegen ...

      Dass es mobile Kühlboxen gibt welche mit den kleine CP 250 Kartuschen betrieben werden hatte ich gar nicht auf dem Radar, vielen Dank für den Hinweis @Friese. Ich verband die Gaskühlis bis jetzt immer mit fetten Gasflaschen und meine Freunde mit WoMo's haben genau solche eingebaut. Da ich das Auto auch als Notschlafplatz verwenden möchte ist Gas aus Sicherheitsgründen doch nicht so die perfekte Lösung, aber wer weiß was es schlußendlich für eine Kühlbox wird ...
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      Frischluftdeppert
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    • zur Kühlbox:
      Ich habe eine Engel MR 040, lässt sich mit 12v 24v und 230v betreiben.
      Geländefahrten machen der nichts aus.
      Eine Nacht durchlaufen, lässt deine Batterie nicht in die Knie gehen.

      Nachteil: hoher Preis, dafür aber lange Lebensdauer

      Zum Kocher:
      Ich nutze einen (bzw. 2)günstigen Gaskartuschenkocher (cp250).
      Zur Not kann ich damit im Auto kochen, mit Spirituskocher (Trangia) würde ich dies nicht machen
      Als Kochgeschirr ist das Trangia 25 mit zusätzlicher Pfanne im Einsatz und der Kocher als Backup.
    • Vielen Dank @Carpe, genau solche Infos sind sehr wichtig für mich und das zerstreut auch ein stückweit meine Zweifel ob eine Batterie das überhaupt packt wenn eine Kompressorkühlbox da beständig Strom zieht, wenn es auch nicht viel zu sein scheint. Ehrlich gesagt suche ich sowas schon die letzten 2-3 Monate in div. Verkaufsplattformen hier in Österreich da mir die Neupreise einfach zu geschmalzen erscheinen und das gilt nicht nur für Engel sondern auch für Konkurenzprodukte von Waeco/ Dometic, SnowMaster und wie die sonst noch heißen mögen. Selbst am Gebrauchtmarkt werden mobile Kompressorkühlboxen zu hohen Preisen angeboten und wenn man dann die Fotos betrachtet sieht alles etwas versifft, verbogen, usw. aus oder es fehlt das 230V Netzkabel. Falls mal eine im Preisbereich meiner Vorstellung aufschlägt kann man gar nicht so schnell schauen - die sind sofort vergriffen und an den Mann gebracht, grrr! Die Kühlbox ist zweifelsohne mit eine der größten Investitionen die ich bei meiner Overlander-Umrüstung tätigen möchte.
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    • Ich habe einen Coleman 2Flammen Benzinkocher.
      Damit hättest du keine Beschaffungsprobleme.
      Dann eine Engel Kühlbox.
      Leistungsfähig und robust.
      Meine 100Ah Batterie juckt die nicht.
      Neu habe ich eine Dometic Kompressorkühlbox. Allerdings ne kleine mit 11l.
      Läuft gut und leise, passt hinter den Sitz. Spannungswächter hat die eingebaut.
      Dometic hat auch über Internet einen B Ware Werksverkauf. An meiner Box finde ich keinen Fehler.
    • Vielen Dank für den Input, hat mich bestärkt nach einer Kompressorkühlbox Ausschau zu halten in der Hoffnung dass mir hier was leistbares 'zufliegt' und bezüglich der Kocherauswahl muß ich mich sowieso nach der Größe der Kühlbox richten bzw. was eben platzsparend untergebracht werden kann ... Schneiden wir also gleich Thema 2 an:

      2/ Innenausbau; Materialauswahl, (Raum-)Aufteilung, Schlaf- u. Kochplatz, Schienenauszug

      Vor Jahren hatte ich einen Volvo 850 Kombi und dank kastenartigem Design war im Innenraum entsprechend üppiges Platzangebot. Mit umgeklappter Rücksitzbank hatte ich ihn ein paar wenige Male als Schlafplatz benutzt und darin sogar mit Benzinkocher gekocht. Innenausbau gab's keinen, der Elch-Kombi war sozusagen 'nackt'. Nun, mein aktueller Subi ist kleiner und sollte ebenfalls die Option bieten ihn für 1 Person als Notschlaflösung zu verwenden. Die Rücksitzbank ist teilbar, würde also genügen hier die breitere Hälfte umzulegen und wenn der Beifahrersitz bis auf Anschlag nach vorne geschoben wird kann ich mit meinen ca. 1,80m beinahe ausgestreckt liegen, mit etwas angewinkelten Beinen solte das also gehen. Entgegen dem Vorgängermodell meines Typ SH Foresters ist bei umgelegten Rücksitzen der verlängerte Kofferraumflur nicht flach sondern steigt ab der Rückenlehne leicht an.



      Da ich die Rücksitzbank nicht ausbauen aber dennoch eine ebene Liegefläche haben möchte soll hier ein abgesetzter Boden eingezogen werden. Kopffreiheit wäre mir wichtig, daher darf diese Liegeplattform nicht zu hoch über dem Kofferraumflur bauen, ich befürchte dass dadurch der Stauraum darunter nur mehr suboptimal zu nutzen ist. Wäre klasse wenn dort trotzdem noch ein Campingtisch mitsamt Stuhl eingeschoben werden könnte, mal sehen. Zur Überbrückung des Raumes zwischen geklappten Rücksitzen und Beifahrersitz hätte ich ein paar Stützen zum Fußraum hin eingezogen oder eine Bandschlinge um die Kopfstütze welche eben dieses auskragende Teil hält ohne dass es absackt. Dies könnte auch in der Höhe verstellt werden und event. das Kopfkissen ersetzen, ein bewegliches Scharnier mal vorausgesetzt.



      Aus Sicherheitsgründen muss diese Liegeplattform an den Zurrpunkten festgemacht werden damit sie im Falle einer Notbremsung oder eines Crash dem Beifahrer nicht in den Rücken knallt. Praktisch wäre hier natürlich eine komplett klappbare Variante die zurückgefaltet eine Nutzung der Rücksitzbank erlaubt. Die Platform selbst kann ein solide Holzplatte sein, ich mache hier auf minimalistisch und möchte eine meiner aufblasbaren Iso + SchlaSa nutzen, es wird keine Matratze eingebaut und somit ist auch kein Latenrost, etc. erforderlich.

      Plane meinen Overlander in der wärmeren Jaherszeit zu nutzen, daher ist Fahrzeugisolierung und Standheizung kein zwingend notwendiges Feature. Die Liegefläche im Auto ist lediglich als Notschlaflösung gedacht und sind mal tiefere Temps zu erwarten kommt ein entsprechend warmer Schlafsack mit. Übernachtet wird generell in Autonähe in einem geräumigen Kuppelzelt, das rasch auf- und wieder abgebaut ist. Ich habe keinesfalls vor mir hierfür z.B. einen Anhänger mit Kochplatz und Dachzelt auszurüsten, mein SUV-Overlander ist als Solofahrzeug konzipiert. Zur Abdunkelung, als Sichtschutz und zum Schutz vor Sonneneinstrahlung möchte ich zumindest die rückwärtigen Fenster verdecken, event. mit dieser Windschutzscheibenfolie aus Alu. Frage: Welche Befestigungselemente könnt Ihr für den Sichtschutz empfehlen (Saugknöpfe, Magneten, Kletter, usw.)?

      Den Kofferraum auf der Fahrerseite möchte ich für Kocher + Kühlbox nutzen, da hier ein 12V Anschluss/ Zigarettenanzünder vorhanden ist. Die Kühlbox möchte ich 'einhausen', also in einen Verbau einschieben so dass sie nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Das ganze Arrangement bzw. die Raumaufteilung richtet sich natürlich nach der Größe der Kühlbox bzw. der Position im Kofferraum aus - event. muß auch hier der kleinere Teil der Rücksitzbank mit umgelegt werden. Hab mal probehalber einen Kühlbox-Dummy aus Papkarton zusammengepfriemt welcher so ca. die Abmessungen einer 40L Engel Kühli hat und der Platzbedarf ist durchaus beachtlich, wie man am Foto unterhalb erkennen kann. Die 32-Liter Variante hat die selbe Grundfläche wäre aber um ca. 10cm niedriger, was das Kraut auch nicht mehr wirklich fett macht ... Frage: Hat hier jemand diese Textilhüllen (Engel nennt die z.B. Transit Bags) und bringen die was bez. Schutz des Gerätes vor Beschädigungen, Sonneneinstrahlung, etc.?



      Um den Deckel vollständig aufklappen zu können möchte ich die Kühlbox auf einem Schienensystem befestigen, so dass die gesamte Box einfach rausgezogen werden kann, die Umsetzung muß zwangsläufig entsprechend solide ausfallen. Eventuell passt ja ein einfaches 'Küchenbrett' darunter dass sich ebenfalls rausziehen lässt mit einem längenverstellbarem Rohr oder ähnlichem als Abstützung damit auch nichts wackelt wenn drauf geschnibbelt und gekocht wird. Eine andere Option wäre hinten eine Zusatzklappe einzubauen wie man sie z.B. von den Pickups her kennt. Einfach runter klappen und fixieren und schon hat mein eine Ablage, wenn auch etwas tief für anständiges arbeiten, kochen oder basteln. Das Schienensystem mitsamt 'Einhausung' für die Kühlbox ist ebenfalls an den Kofferraum-Zurrpunkten zu fixieren, damit das ganze auch betriebssicher ist und sich nicht selbstständig macht bei einem apprupten Stopp, etc.

      Das Reserverad in Originalgröße möchte ich an seinem Platz belassen und nicht im Dachkorb unterbringen wegen ungünstiger Schwerpunktverlagerung, Diebstahlschutz, etc. Im Falle einer Reifenpanne muss dann halt der Innenausbau mit ausgeräumt werden was zwar einen ungünstigen Kompromiss darstellt, aber was solls. Ich hoffe mal dass ich auch auf steinigem Terrain ohne grobem Reifenschaden durchkomme. Den Stauraum rund ums Reserverad werde ich für Dinge nutzen die sehr selten benötigt werden, der Verbandskasten kommt hier selbstverständlich raus und wird an einer zugänglichen Stelle platziert, selbiges gilt für den 2kg Feuerlöscher.

      Falls ich doch eine größere Kühlbox anschaffe wird selbstverständlich so viel an Lebensmitteln und Getränken wie möglich direkt in der Kühlbox transportiert. Für div. Zutaten zum Kochen hab ich jede Menge dieser Lock&Lock Plastikbehälter welche dicht schließen. Hier liegt noch ein Campingkochgeschirr aus Edelstahl rum, das kommt nicht nur mit jedem Kocher zurecht sondern 'verträgt' auch mal ein Lagerfeuer und zusammen mit leichtem Essgeschirr für 2 Personen bekomme ich sicherlich alles in einer Box unter. Hab zwar ein Campingset, bestehend aus klappbarem Tischlein und 2 Stühlen welches vom Transportmaß und Gewicht nicht wirklich berauschend sind, sollte jedoch auf oder unter der Schlafplattform befördert werden. Für den Trinkwassertransport sind 2 Plastikkanister vorhanden, 1x mit 10L inkl. Ablasshahn und ein größerer mit ca. 20L, was selbst für 2 Personen für ca. 2-3 Tage (ohne duschen) locker reichen sollte, eine Pumpe m. Schlauchverlegung hätte ich z.Zt. nicht vorgesehen. Mein Gepäck, also Wechselkleidung, usw. möchte ich großteils in 2 Duffle-Bags lagern bzw. die Ausrüstung für Wanderungen direkt in den Rucksäcken. Ein paar Schubfächer wären zwar nicht schlecht, bedeuten aber auch Mehraufwand denn hierfür muss man z.B. ein Regal oder Auszugsladen vorsehen um Plastikboxen oder Holzschütten verlustfrei unterzubringen, etc. und dafür muss auch der entsprechende Platz im Subi geopfert werden.

      Was mich neben einem praxistauglichen Arrangement noch brennend interessiert ist die Materialauswahl. Leichtbaupanäle aus faserverstärktem Kunststoff mit Wabenkern wären der Hit, hab hier nur leider keine Bezugsquelle und Preise parrat. Alternativen wären Sperrholz-, OSB oder sonstige Platten und hier ist die Auswahl riesengroß. Startet von billigem Papelsperrholz wo nicht mal eine Schraube richtig hält bis zu überschweren Platten aus verleimter Buche die sicherlich auch hohe Gewichtsbelastungen zulassen. Manche sind beschichtet und somit abwischbar bzw. wetterfest und andere wiederum nicht. Die Platten sollen einerseits leicht sein, andererseits aber auch solide genug um auf schlechtem Terrain nicht gleich auseinander zu fallen und auch 1-2 Umbauaktionen aushalten, falls ich mit dem 1ten Schuss meine Bedürfnisse nicht ganz treffe und nachträglich abgeändert wird. Hier klafft bei mir die größte Informationslücke und dies betrifft auch einen allfälligen (Teleskop-)Auszug oder Schienensystem f. die Kühlbox und ein Kocher- u. Küchenbrett.
      Meine Fragen: Welche Materialien für Unterbau Schlafplatz, belastbare Küchenplatte, Regal u. Einhausung Kühlbox inkl. Schienensystem haben sich bei Euch bewährt, was könnt Ihr empfehlen? Welche Mindestdicken muss ich hier jweils ansetzen? Lohnen sich beschichtete Platten m. Anleimern auf den Kanten oder macht man dies aus optisch/ ästhetischen Gründen?
      Wer hat bereits ähnliche Kofferraum-Ausbauten durchgeführt und kann mit Fotos und Tips fürs Design dienen?

      Würd mich freuen wenn Ihr wieder fleißig in die Tasten haut ;)
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      Frischluftdeppert
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    • Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob es sich bei dem Fahrzeug aus dem Video um das gleiche handelt wie Deins, aber hier sieht man u. a. eine Lösung für "Head boards":



      Zur zusätzlichen Abdunkeln des hinteren Bereichs Deines Fahrzeugs könnte ich mir auch die Dinger von Solarplexius vorstellen:

      solarplexius.com/Sun-protectio…ting/subaru/forester/2015

      Oder die von Carshades:

      amazon.de/Carshades-SUB-FORS-5…hvtargid=pla-723813517834
    • Den YT-Kanal von JonDZ Adventuring hab ich zwar schon seit ein paar Wochen im Abo, die Umbauvideos seiner Rig sind mir aber offensichtlich entgangen, daher danke @DasBushbaby fürs verlinken ;) Der SJ Forester ist das Nachfolgemodell von meinem Typ SH, wobei Kofferraum u. Innenraumangebot bei mir einen sehr vertrauten Eindruck erwecken, wenngleich der Hersteller vor allem bei der Innenausstattung am Nachfolgermodell einiges adaptiert hat.

      Hab dabei auch ein 2tes Video auf dem Kanal entdeckt und dies zeigt sein Set-Up für Solotrips welches meinen Vorstellungen einigermaßen gut entspricht, Videolink: DIY SJ Forester Solo Overlanding Sleeping System Ver 1.1
      Er hat hier die Schaumstoffeinsätze rund ums Reserverad durch eine solide Holzstruktur ersetzt und so die erhöhte Schlafplattform geschaffen - ein Punkt wo ich mir zugegeben noch keinen Kopf gemacht hab, nehme aber mal an das der Schaumstoff entsprechend Gewicht tragen und auch mal Punktbelastung abkann? Ansonsten ein guter Kanal für Leute die sich für Overlander interessieren und so ab 18:25 zeigt er auch ein paar Wege die so ähnlich beschaffen sind wie jene die ich auch hier gerne mal antreffe ...
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      Frischluftdeppert
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    • @bugikraxn

      Ähm bugi... ich will ja keine Spassbremse sein und wir sind ja alle Jungs mit einer gewissen Spielleidenschaft gesegnet... die Mädels sagen natürlich wir hätten se nicht alle im Seier...

      Kosten - Nutzen - Verhältnis

      dumm und einfach = funktioniert

      Eine Styroporkühlbox, 2 gefrorene Wasserflaschen als Kühlakku = 3 Tage kalte bspw. Butter im Sommer. Wenn du dann noch Reflektionsfolie innen rein klebst hält es gefühlt ewig, oder du legst ein nasses Haldtuch oben drauf...
      Geräuschlos und trotzdem kalt. Man könnte natürlich noch salziges Wasser einfrieren, damit erhöht sich die Kühldauer noch etwas, aber ich bevorzuge reines Wasser, das kann man dann noch trinken wenn das "Trinkwasser" zur neige geht. Wenn es mal doch länger dauert Kauft man halt Eis, dann gibt es Eis zum Nachtisch.

      Im Auto kochen = Kondensat... und das ist das geringste Problem. Ist es was fettiges gibt es wie in jeder Küche auch einen fettigen Niederschlag und den Geruch bekommst du nur noch mit einem Ozongenerator raus....
      Heckklappe auf, Tarp je nach wunsch drübergelegt, Kochkiste raus, Füsse ausklappen.... und du kannst das Auto nicht abfackeln, bzw. du müsstest dich besonders dumm anstellen.

      Was ich bisher nicht gelesen habe.... Mückengitter für das Fenster damit du mit offenem Fenster schlafen kannst...

      Nur so als Gedankenspiel meinerseits. Beim 1.-4. mal durchlesen kam mir immer der Gedanke "Kerle, hol dir ein Wohnmobiel..."

      Gruss

      P.s.: Die Teleskopstange an der Dachrehling.... die hat was, ich muss noch eine abgebrochene Stippangel rumliegen haben....
    • supi schrieb:




      Eine Styroporkühlbox, 2 gefrorene Wasserflaschen als Kühlakku = 3 Tage kalte bspw. Butter im Sommer. Wenn du dann noch Reflektionsfolie innen rein klebst hält es gefühlt ewig, oder du legst ein nasses Haldtuch oben drauf...
      Geräuschlos und trotzdem kalt. Man könnte natürlich noch salziges Wasser einfrieren, damit erhöht sich die Kühldauer noch etwas, aber ich bevorzuge reines Wasser, das kann man dann noch trinken wenn das "Trinkwasser" zur neige geht. Wenn es mal doch länger dauert Kauft man halt Eis, dann gibt es Eis zum Nachtisch.

      In Afrika haben wir ein ähnliches Prinzip.
      Gekaufte Kühlbox von Coleman.
      Innen und außen Kunststoff und dazwischen eine dicke Isolation.
      Dazu fast am Boden einen Ablasshahn.
      Bevor wir auf Tour gehen, wird erstmal Fleisch und Co eingefroren. Butter, Käse und so kommt in wasserdichte Behäkter (Tuper zum Beispiel).
      Zur Tourbeginn wird die Box befüllt und dann mit Eiswürfel (gibt es inzwischen auch hier in Deutschland in KG Packungen) aufgefüllt. So kann mann bis zu einer Woche autark vom Strom seine Lebensmittel kühl lagern.
      (Willst Du auch Deine Getränke (evtl immer wieder neue so kalt stellen) solltest Du schon alle zwei bis drei Tage Eis nach kaufen)
    • supi schrieb:

      Kosten - Nutzen - Verhältnis

      Das ist die Kernfrage @supi und dieser Umbau kann vorerst minimalistischer ausfallen, bin mir aktuell nicht sicher wie 'intensiv' ich das Ding dann in den kommenden Jahren fürs Autocampen nutzen werde. Ein richtiges geländegängiges Wohnmobil steht aktuell nicht auf der Wunschliste - bräuchte hierfür Park- oder Stellplatz, etc. was aktuell mit zusätzlichen Kosten verbunden wäre und ich scheue den ganzen Aufwand drum herum. Wenn schon Zweitauto, dann einen kleinen Stadtflitzer mit Hybrid- oder Elektroantrieb und den Forester eher zu einem vollwertigen Overlanden ausbauen und ausschließlich zum 'Gatsch hupfen' einsetzen. Möchte für meinen Umbau nicht mehr als ca. 1.500.- Euro ausgeben, die bereits vorhandenen Sachen nicht mit eingerechnet.

      Eine elektrische Kühlbox hätte ihren Charme weil man sich da nicht großartig Gedanken machen muß wie oft man die Klappe öffnet und wie lange die 'Kühlwirkung' noch anhält und dann gegebenenfalls sofort Nachschub beschaffen muss ohne Umwege zu fahren. Die oberhalb beschriebene Variante mit kleiner Kühlbox auf Gefrierstufe als 'Eismaschine' und größerer passiver Kühlbox fürs Gekühlte hätte den Vorteil dass man autark über längeren Zeitraum durchkommt, also sicherlich über eine Woche hinaus. Für einen 'Weekendlander' täte es die passive Variante mit Kühlakkus oder Ähnlichem als Kältequelle sicherlich, klare Sache.

      Kochen im Auto heißt für mich bei geöffneter Heckklappe, im Volvo Kombi stand der Kocher ganz hinten im Kofferraum auf einem großen Schneidebrett welches als Hitzeschutz provisorisch mit Alufolie umwickelt war. Drum herum einen Faltwindschutz aus Alu - hält nicht nur Wind ab, sondern verhindert auch einigermaßen dass allfällige Spritzer aus Töpfen und Pfannen direkt im Auto landen und hier was versiffen. Ich mag diesen Klapperatismus zugegeben überhaupt nicht, hier erfüllt das Ding aber echt mal seinen Zweck ;) Mit Kondensat oder Gerüchen im Auto gabs keine Probleme, ein Teil der Kochdämpfe wird ja durch die geöffnete Heckklappe gleich wieder rausgezogen bevor es sich drinnen niederschlägt. Mir schwebt eine Art 'Auszug' auf einer Teleskopschiene vor, also ein stabiles Brett oder eine Lade die man einfach nach hinten zieht und wo der Kocher bereits vormontiert ist. Windschutz drum herum und schon kann man unter der Heckklappe kochen ;) Das Brandrisiko ist zwar nach wie vor gegeben, ein Feuerlöscher muß aber sowieso irgendwo griffbereit sein, egal ob nun am Auto oder in 2-3 Metern Entfernung gekocht wird denn nicht nur Autoteile brennen wenn's drauf ankommt ...

      Einen Mückenschutz hatte ich auf meiner Wunschliste aber irgendwie vergessen zu erwähnen, vielen Dank für den Reminder @supi. Mir schwebt ein simples Gitter vor dass ich via Magnete außen an einem der Seitenfenster oder einfach oben am Dach am Schiebefenster befestige. Falls jemand einen besser Lösungsvorschlag hat, bitte posten! Ein Tarp als Vordach ist ebenfalls auf der Liste und ich find die Idee mit einer leichten teleskopierbaren Stange an der Reling oder dem Dachträger ebenfalls nicht schlecht ;)
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    • bugikraxn schrieb:

      Falls jemand einen besser Lösungsvorschlag hat, bitte posten!
      Habe ich schon. :)

      Die Sonnenblenden von Carshade sind Metallrahmen, die mit einem engmaschigen Netz bespannt sind. Ob sie auch Midges abhalten, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, aber die gemeine Mücke kommt da definitiv nicht durch. Es gibt außerdem so eine Art Socken, für über die geöffnete Tür zu stülpen. Auch die bestehen soweit ich weiß auch Netzmaterial:

      amazon.de/Cartrend-95111-Sonne…-Socke-2-er/dp/B01NBN98FD
    • Diese Fensterabdeckungen machen echt einen professionellen Eindruck, danke für's verlinken @DasBushbaby. Hab zugegeben etwas Mühe solche Teile für ca. 100.- Euro in meinem Budget unterzubringen, auf der Merkliste sind sie allemal! Eventuell starte ich die ersten Ausfahrten ja mit einer feinmaschigen Fünf-Euro Nylon von Tschibo die ich mir über die Fensterrahmen ziehe ;)

      Was mich noch brennend interessieren würde wär die Materialfrage für Liegeplattform und Schubladen ... Es gibt hier gängige Multiplex-Platten z.B. aus Fichten- oder Birkensperrholz, manche sind sogar beschichtet und somit wasserfest. Was könnt Ihr hier empfehlen bzw. welche Dicken sollten eingesetzt werden für den Schlafplatz und Auszieh-Läden?
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    • Denke für die Liegefläche 9-12 mm. Dauerhaft wären auch Siebdruckplatten. Die sind aber auch schwer. Mein Ausbau besteht aus Alurahmen mit verschraubten Dibondplatten. Da die Abstände der Aluschienen klein ist, braucht es geringe Stärke der Platten.
      Wäre bei dir ja auch die Frage des Unterbaus und der Rahmen.
      Hochwertigste Fensterverdunklungen bietet Blidimax.
      Beim Mückenschutz haben wir einfach Neodymmagnete in ein Baumarkt Mückennetz genäht.
      Falls deine Scheiben keinen Metallrahmen haben, einfach Neodym auf die Verkleidung kleben. Notfalls mit Dekofix bekleben in der Innenraumfarbe.
    • Die Seibdruckplatten gibt es einseitig mit einer Folie, so dass sie schön
      glatt sind. Auf glatt rutscht natürlich auch alles, was manchmal etwas
      nachteilig ist. Die andere Seite hat dann noch Siebdruck.
      10mm Dicke kann man nehmen, aber dann sollte der untere Unterstützung
      nicht mehr als 35cm auseinanderliegen oder anderweitig stabilisiert werden.
      Bei 15mm sind es dann schon 45cm Abstand.
      Auch eine Schublade kann stabilisierend wirken. Wenn man draufliegt klemmt es
      und wenn man sie rausziehen will, liegt man ja nicht drauf und sie geht gut auf.
      so spart man Gewicht.
      Ich würde einfach 1,5m breites, schwarzes Moskitonetz bei Extremtextil oder einer
      ähnlichen Firma bei dir kaufen und über die Oberkante der Tür legen und mit 4 Magneten
      fixieren.
      Dann Türe zuschlagen bei offenem Fenster und alles ist dicht.
      Verdunkelung dasselbe mit schwarzem Stoff oder gar silberne Luftpolsterfolie vom
      den Windschutzscheiben.

      Gruss
      Konrad
      Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege!
    • Sandwichpanäle mit beidseitig dünner Metallauflage wären natürlich der Hit @Emil_Strauss - leichtgewichtig, belastbar und langlebig ;) Mir ist bekannt dass solche Panäle z.B. im Fahrzeugbau in Feuerwehrautos oder in Aufzugkabinen zur Anwendung kommen, hab aber leider keinerlei Bezugsquelle. Weiß nicht ob man sowas event. auch selbst zusammenkleben könnte, z.B. mit leichtem Pappel-, Paulowniaholz bzw. Schaumstoff als Kern sowie ein dünnes Alu- oder Edelstahlblech auf Ober- und Unterseite? Ein paar meiner Verwandten sind zwar üppig mit Holzbearbeitungsmaschinen ausgerüstet, eine (Furnier-)Presse hat da aber leider keiner. Vielen Dank für die Richtmaße in Abhängigkeit der Materialstärke @Konradsky, solche Tips sind aktuell sehr nützlich!

      Was den Unterbau anbelangt konnte ich der Lösung vom Youtuber 'JonDZ Adventuring' durchaus was abgewinnen. Der hat einen Holzrahmen rund um das Reserverad gezimmert und diesen gleich so hoch angesetzt dass er mit Hilfe der orig. Abdeckung eine ebene Schlafplattform erhält. Sieht man im Video so ab 05:55: DIY SJ Forester Solo Overlanding Sleeping System.
      Ich würde hier event. sogar 1-2 niedrige Schubladen mit einer nutzbaren Höhe von ca. 12-15cm einziehen. Also einen Unterbau bzw. Hilfsrahmen wird es definitiv geben, wie dieser gestaltet ist liegt noch völlig in Schwebe. Mich würden ein paar Fotos bzw. Detailinfos interessieren wie Dein Rahmen- oder Unterkonstruktion aussieht @Emil_Strauss - der Aufruf ist selbstverständlich auch an andere Foristen gerichtet die hierzu sachdienlichen Hinweise haben ;)

      Ach ja, sollte ich vielleicht noch erwähnen weil es den weiteren Ausbau doch stark beeinflußen wird: Ich bin seit neuestem ein stolzer Besitzer einer gebrauchten 40L Engel Kompressorkühlbox. Das Teil ist riesig und mal einfach so in den Kofferraum geklatscht scheint es diesen beinahe komplett auszufüllen. Die Vorbesitzer haben sie offensichtlich nicht häufig verwendet, innen 1A und (beinahe) geruchsfrei und außen hat sie ein paar wenige matte Stellen am Blech welche offensichtlich von der Thermoabdeckung herrühren. Diese Hülle in 'Aussie-Tarn' war als Kombo gleich mit dabei. Normalerweise sind die in einem schlichten standard-grau, was mir bedeutend lieber gewesen wäre, da gab's aber keine Wahlmöglichkeit. Ein Spannungswächter/ Trennschalter für die Starterbatterie ist bereits integriert, was äußerst positiv ist und ich muß hier nix mehr dazu basteln. Der Preis war zwar fair, das Teil reißt allerdings ein riesen Loch in mein veranschlagtes Umbau-Budget und frißt hier schon mehr als ein Drittel auf. Ich hab sie vorhin in der Wohnung an die 230V Steckdose angeschlossen und auf der tiefsten Gefrier-Stufe (-18°C) gestellt legt die gleich voll los mit einem hörbaren surren. Ist aber tatsächlich leiser als mein Haushaltskühlschrank in der Küche und momentan empfinde ich das nicht als unangenehm ;)



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