Paddeln auf der Fulda

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    • Paddeln auf der Fulda

      Über das Osterwochenende war ich auf der Fulda. Zeit hatte ich das ganze Wochenende, hab dann jedoch Sonntag früh aufgehört, da es mir dann doch erstmal genug war.

      Ich bin bis Fulda mit dem Zug gefahren und habe dann mein Packraft im Rucksack zur Fulda getragen. Hier war dann erstmal aufpumpen angesagt.



      Dann nur noch den Rucksack festzurren, reinspringen und los gehts.



      Die ersten Meter sahen schon sehr vielversprechend aus.



      Fast wie in den Mangroven.



      Hier hab ich mir Schummeln erlaubt und bin einfach gerade durch.



      Hier sieht man das ein oder andere Übel schon beginnen. Äste die weit über das Wasser ragen und auch mal runter kommen, doch dazu später mehr :D



      Erst noch etwas ruhigere Ansichten.



      Ich glaube das sollte mal eine Bootsgasse gewesen sein, aber mittlerweile nicht mehr verwendbar. Also schön außenrum getragen über nen Radweg mit regem Betrieb. Das ein oder andere Gesicht war schon nett anzusehen :)



      Hier ging es dann los mit den Hindernissen und Treideln war angesagt.



      Danach auch gleich mal Zeit für ein Selphie.



      Ahhhh, die erste Stromschnelle in Sicht. Ich habe mir da echt ein wenig in die Hose gemacht. Naja, sagen wir eher Respekt. Hab vorher viel über Gefahren auf dem Wasser gelesen und dass sich Stromschnelle und Gestrüpp nicht gut vertragen. Also habe ich immer versucht erstmal alles bis zum ruhigen Wasser danach einzusehen.





      Mir gefällt die Fulda hier schonmal richtig gut. Es wechseln sich flottere mit ruhigeren Abschnitten ab.



      Zuerst ging es mir arg auf den Keks, als aus dem Boot zu müssen. Aber spätestens ab hier habe ich es sportlich genommen und Spaß dran entwickelt. Die Einfahrt in's Kehrwasser nach der kleinen Stromschnelle hat sehr gut geklappt, hier wollte ich unbedingt ein Bild davon machen. Angelandet bin ich an der gegenüberliegenden Seite am Ende des Baumstamms. Boot mit dem Bug auf das Ufer gezogen, Handy und Kamera an Land gelegt und dann den ca. 4 Meter langen Baumstamm langbalanciert, um den Baum rumgeschlängelt und dann mit Ästen die am Rand festhingen die Lücke etwas freigeworfen. Naja, hat nicht viel geholfen, bin doch erstmal in Strömungsrichtung gegen die Linke ecke geknallt und musste mich von Hand wegdrücken. Ich hab es schon Pffft machen hören, aber es ist nichts passiert. Ab hier hatte ich dann doch auf einen Schlag einiges an Vertrauen in die Robustheit des Packrafts gewonnen.



      Weiter ging es mit Gestrüpp...





      ... und der nächsten Stromschnelle.



      So, ab hier hatte ich dann keine Lust mehr zu fotografieren. Ab jetzt gibt es nur noch das ein oder andere Handybild. Grund: Ich habe die Kamera halb versenkt, sie war in der Getränkeaußentasche. Wie kam es dazu? Ich wollte in Fahrtrichtung links durch das flache Wasser an der Seite unter einen kleinen Lücke durch. Ich bin dann hängengeblieben. Anstatt zu treideln habe ich mich für die andere Seite umentschieden. Naja, ich bin halt zu früh in Deckung gegangen und habe mich auf dem Boot lang gemacht, war noch nicht weit genug rechts und das Heck kam dann auch noch rum. Ist im ersten Moment schon ein komischen Gefühl wenn Dir der Ast vor der Wampe hängt und dann das Wasser von hinten dafür sorgt dass es abwärts geht. Ist bis auf die Kamera gut ausgegangen. Bin erstmal der Nalgene hinterhergesprintet um diese wieder einzufangen, hab etwas Luft abgelassen und das Boot drunter durchgeschoben. Danach gelenzt, wieder alles drauf und weiter ging es.



      Hier nochmal zwei Handybilder von der Einsatzstelle nachdem man zwei Wehre auf einmal umträgt.





      Der nächste Morgen fing schonmal gut an. Kamera macht leider immer noch die gleichen Zicken. An, Dauerpiep, Objektiv bleibt ausgefahren, lässt sich nicht mehr ausschalten. Egal, Lebbe geht weiter :)



      Die Anfahrt auf dieses Wehr fand ich auch wieder recht schön. Mittlerweile klappt auch das Paddeln auf ruhigem Gewässer ganz gut. Im Vergleich zu meiner ersten 6-Stündigen Tagestour schmerzen die oberen Rückenmuskeln nicht mehr, ich kann auch mal ein gutes Stück am Stück und mit Druck paddeln, so dass ich das Boot auch mal ein paarhundert Meter an seiner Rumpfgeschwindigkeit paddeln kann.



      Diese Ein- und Ausstiegsstelle war so schön gemacht, da musste ich doch erstmal meine Kaffeepause einlegen.





      Hier das nächste Wehr welches ich wieder sehr schön fand.



      Trotz Canua-App erstmal Rätselraten wo ich hier anlanden soll. Ganz hinten rechts vor dem Getrüpp das weiße Schild weist die Bootstreppe aus. Naja, so nah an ne Mühle ran wo das Wasser reinströmt, ich weiß ja nicht. Ich hab schon ewig vorher gewendet und mich rückwärts reintreiben lassen und dann gleich nach der letzten Stelle mit mitgespültem Gestrüpp angelandet.



      Und erstmal das Wehr begutachtet und die Fischgasse von einigen Ästen befreit damit die Fische auch wieder schön durchkommen.



      Nochmal ein Blick auf das ganze Wehr.



      Beim nächsten Wehr schon wieder in den Kraftwerksgraben einfahren, aber diesmal konnte man gleich am Anfang anlanden. Die Einfahrt in das "Kehrwasser" funktionierte reibungslos. Ist schon erstaunlich wie schnell man das Paddeln lernt. Wenn ich da so an mein anfängliches Rumgestochere denke :D



      Hier werde ich die Feedbackfunktion in der Canua-App mal nutzen. Anweisung war in den Kraftwerkskanal einfahren und links umtragen, rechtzeitig wenden da Sog sehr stark wenn Kraftwerk in Betrieb. Naja, das wäre mir zu heiß und hinten an dem Querbalken gab's eh ein Schild was Halt gebot. Ich bin dann ganz links am Wehr angelandet und hab es umtragen. Hauptstrom soll unfahrbar sein, ging aber so einigermaßen mit einigen Aufsetzern. Bei überspültem Wehr kommt man meiner Meinung nach nur sicher irgendwo über das Ufer raus.



      So langsam habe ich dann mal geschaut dass ich einen Schlafplatz mit Wasserversorgung bekomme. Ein kleiner Nebenbach, der im Wald entspringt und dann noch über Felder und Wiesen führt. Da kann ich doch das Stück hochlaufen. Es waren dann überall Hochsitze bis in das Wiesenstück hinein durch das der Bach durch den Wald floss, links und rechts Hanglage, was ich jedoch schon auf der Karte gesehen hatte. Also zurück an den Fuß einer kleinen Schneise auf eine Wiese, mit einem kleinen Wäldchen in der Scheise. Kaum hatte ich mich niedergelassen, fuhr auch schon ein Jäger vorbei. Da er gegen die Sonne blickte hat er mich nicht gesehen. Also würden wir uns wohl die Nacht über nicht gegenseitig stören. Nun aber erstmal für die Strapazen belohnen und mal gefülltes Brot ausprobieren. Hat sogar ganz gut geklappt es auch oben eben hinzubekommen so dass ich es schön von beiden Seiten backen konnte. War lecker :)







      Am Sonntag habe ich dann nur noch ein paar wenige Meter gemacht und beschlossen die Tour hier zu beenden. Zum einen hatte ich etwas Kopfschmerzen da ich wohl zu wenig getrunken hatte und etwas zu viel Sonne abbekommen habe, zum zweiten Blasen an den Fingern da ich wenig gewohnt bin. Solms bin ich dann raus und an den Bahnhof von Niederjossa und hab dort den ersten Bus genommen um wieder in die Nähe der Heimat zu kommen, dann noch ein Stück Zug und mit dem Auto zurück nach Hause. War eine sehr schöne Tour, die Fulda hat mir aufgrund Ihrer Abwechslung gut gefallen und ich werde sowas wieder machen. Wann mal jemand mit will, einfach Bescheid geben. Dann aber am besten mit Packraft, da das Ding sehr lahm ist :D