Beispiel einer Packliste für längere Wintertouren

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Auf Gewicht scheint es im Winter nicht anzukommen :D
      Ich werfe mal zwei Dinge in den Ring, die mir bei Schnee und Eis sehr wichtig sind:

      - Nierenwärmer
      - Carinthia G-Loft Windstopper Booties (bzw. mein MYOG-Variante davon)
      - und - ähm - die Möglichkeit, auszutreten, ohne den Schlafsack zu verlassen (Weithalsflasche bzw. Pibella plus Auffangbeutel)
      Nicht lamentieren, sondern fakturieren.
    • Zum richten einer Ski- oder Schneeschuhbindung würde ich die Heißkleberstäbchen auch nicht verwenden. Zumindest f. Schneeschuhbindungen gibts von einigen Herstellern Ersatzriemen, bei Skibindungen ist Draht oftmals die bessere Wahl. Die Stäbe sind klasse wenn man z.B. auf eine Rissstelle/ ein Loch eine Verstärkungslage klatscht oder eine größere Beschädigung im Skibelag ausbessert wie es z.B. auf Skitouren in den Alpen rasch passieren kann. Da ramscht man ja gerne mal über Felsen und Geröll wo sogar es sogar die Stahlkanten mit rauszieht wenn es blöd kommt ...
      --------------------------------------------
      Frischluftdeppert
      .
    • Bei Feuchttüchern ist es vor allem wichtig die in kleinen Paketen zu haben. Die obersten 2-3 Tücher sind in fix in der Hosentasche aufgetaut und mehr braucht man für eine Katzenwäsche ja nicht...

      Verbrauchsmaterial wie Feuchttücher, Klopapier, Brennstoff, Hundebooties werden natürlich für die Tourlänge angepasst. Benzinverbrauch liegt bei mir für zwei Menschen und zwei Hunde bei feuchtem Schnee bei ca. 350-450ml. In der Regel suche ich mir offenes Wasser vor Ort, das gibts selbst bei klirrender Klälte meist irgendwo zu finden. Ich hasse den Geschmack von Schmelzwasser...
      Skal hilse fra fjellet – det evige land,
      hvor moskus og jerven har bolig.
      Min lengsel dit inn er blitt som en brann.
      Kun der får jeg fred og blir rolig...

      Jon Ø. Hov
    • karlson schrieb:

      @supi Das wird ja immer mehr da oben. Auf Waldtour traue ich mich da schon garnicht mehr. Weiter südlich in Norwegen und Schweden hat man dafür Ende März schon oft Schneemangel. Und in Zentralnorwegen hatten die ja gerade +19°. Scheiß Klimawandel. :cursing:
      Da sagst du was... Anfang-Mitte Januar und ich hab hier (300km nördlich von Hel) gerade +4Grad. Normal wäre stabiel unter -10 Grad mit Tiefsttemperaturen bis -30Grad.
      Das gleicht garantiert ein Schneesturm zu Pfingsten aus. So einen Schei.... Winter hatten wir zuletzt vor 4 Jahren und der galt als Ausnahmewinter.

      Unter Laponia versteh ich das finnische Lappland. Im Vergleich zu Norwegen liegt da alles tiefer und das Klima ist trockener/kontinentaler. Bei dem erwähnten 1m Schnee+x bezog ich mich auf Gebiete Rovaniemi, Kitillä, Saariselkä.... Im März hat man da eigentlich noch recht stabiele Schneeverhältnisse.
    • @supi Mit Laponia meinte ich das Unesco-Ding in schwedisch Lappland.

      Was ich auch beobachtet habe ist, dass dass dieser elende "rotten snow" (verharschte Oberfläche, darunter ewig nur grob kristallines Pulver) viel früher und ausgeprägter kommt als bisher.

      Baumkind schrieb:

      Auf Gewicht scheint es im Winter nicht anzukommen :D
      Ich werfe mal zwei Dinge in den Ring, die mir bei Schnee und Eis sehr wichtig sind:

      - Nierenwärmer
      - Carinthia G-Loft Windstopper Booties (bzw. mein MYOG-Variante davon)
      - und - ähm - die Möglichkeit, auszutreten, ohne den Schlafsack zu verlassen (Weithalsflasche bzw. Pibella plus Auffangbeutel)

      Ich würde sagen im Winter kommt es durchaus aufs Gewicht an. Gerade weil man so viel extrascheiß mitnehmen muss. Die Grenze zu stupid light ist schnell erreicht. Der erste Knackpunkt ist halt, dass man Zeugs für eine enorm große Temperaturspanne mitnehmen muss, im März ist alles von +10 bis -35 drin. Das ist so als ob man für jeden lauen Spätsommerabend in Deutschland trotzdem sein -20° Setup mitnehmen muss. Dazu kommt Sicherheit, Sicherheit und nochmal Sicherheit. Die Konsequenzen sind im Winter trotz Spot, Inreach & Co in einer komplett anderen Liga. Das Loch in der Luftmatte oder der Kocherausfall sind da ganz anders zu bewerten. Hinzu kommt, dass viel Ausrüstung da schon an die Grenze der Belastbarkeit kommt - schrumpfende Dichtungen bei Kochern, etc.

      Was die Pisspulle angeht: Ich kann in der Regel glücklicherweise 12h im Schlafsack liegen ohne pissen zu müssen.
      Skal hilse fra fjellet – det evige land,
      hvor moskus og jerven har bolig.
      Min lengsel dit inn er blitt som en brann.
      Kun der får jeg fred og blir rolig...

      Jon Ø. Hov
    • @karlson
      In Bezug zu deinem letzten Satz im vorherigen '# kann ich nur sagen: "Du Glücklicher"

      Das ist bei mir leider vorbei und nervt bei den Wintermoppedtreffen , die ich so mache, die aber bei weitem nicht mehr
      so kalt sind, wie bei dir da im hohen Norden. Dennoch ist es lästig und unangenehm wenn man Nachts aus allem raus in die Kälte, oder Nässe muß.

      Gruß"Seemann"
      Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen!