Nachbarschaft als Hilfsgemeinschaft - quo vadis?

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    • Nachbarschaft als Hilfsgemeinschaft - quo vadis?

      Wir wohnen in einer Straße, in der Nachbarschaft noch (mit wenigen Ausnahmen) als Hilfsgemeinschaft funktioniert. Wenn eine Hausfrau (m,w,d :P ) krank wird, kocht selbstverständlich und unentgeltlich die Nachbarsfamilie mit. Kränze/Torbögen werden gemeinsam zu Feiern gebunden, anderweitige Nachbarschaftshilfe wird ebenfalls geleistet. Von den gemeinsamen Kopfschmerzen nach den Feiern ganz zu schweigen, auch da gilt das Solidarprinzip ;) ! Bis vor Kurzem war es Sitte, dass sogar der Sarg bei der Beerdigung eines Menschen von vier benachbarten Männern getragen wurde (kein Quatsch!).
      Gestern war wieder einmal ein Herz zu binden anlässlich eines Geburtstages. Sorgsam in Reihe standen drei Rollatoren auf unserem Rasen. Bei dem Anblick kamen mir doch einige Fragen/ Bedenken.
      1. Stirbt tätige Nachbarschaft (im wahren Sinne) aus? Wie ist es um die Zukunft der N. bestellt?
      2. Ist solch eine helfende Nachbarschaft überhaupt noch nötig angesichts unserer Sozialstaatlichkeit?
      3. Ich kenne nur dörfliche Strukturen. Erlebt ihr Städter ähnliche Solidarität? Wie gestaltet sich Nachbarschaft/Hilfsbereitschaft in den Städten?
      4. Wie erlebt ihr Nachbarschaft? Gibt es bei euch (noch) eine Nachbarschaft wie s.o. ?
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
      Auch in einer schlechten Welt lässt's sich gut leben.
    • Auf jeden Fall. Ich wohne in einem 9 Parteien Block. Es gibt eine Whatsapp-Gruppe wo es regelmässig Hilfegesuche gibt. Von der Tasse Zucker, über Starthilfekabel, bis zu 300er Zimmermannsnägel kommt alles vor. Im gemeinsamen Garten wird regelmässig gegrillt und der Hauskeller ist als Partyraum umfunktioniert. Die Damen tauschen Näharbeiten gegen Spitzen-schneiden und die Männer müssen regelmässig Dinge zusammenbauen, reparieren ect. Bei uns liegt der Altersdurchschnitt bei 35, würde ich sagen. Und ich wäre wohl der 1. der seinen Rollator parken würde. Somit wird hier die Nachbarschaftshilfe nicht wegsterben.
    • Ich wohne in der Stadt, unsere Siedlung entstand so gegen 2007 (Nachverdichtung auf ehemaligem Eisenbahnbetriebsgelände), wir selber sind 2011 dazugekommen. Es haben sich ganz schnell soziale Strukturen gebildet: Weihnachtsgrillen, Internetforum, Adventssingen, WhattsApp-Gruppe.
      Der Verkäufer hatte damals bei der Auswahl seiner Bauwilligen auf eine breite Mischung (z.B. beim Alter, Familiengröße) geachtet. Dazu kommt, dass die Straße in vier "Höfe" eingeteilt ist.
      Pakete annehmen, Bohrmaschinen ausleihen, zu klein gewordene Kindersachen weitergeben, Würstchen über den Zaun reichen, zusammen im Vorgarten sitzen, mit Eiern, Milch oder Mehl aushelfen - das läuft. Durch Kindergarten und Schule gibt's auch Kontakte in die "ältere" Nachbarschaft. 14 Mitglieder meiner Pfadfindergruppe kommen direkt aus dieser und zwei angrenzenden Straßen. Ein Nachbar baut für ganz viele Familien den Carport. Es gibt auch in den Höfen gemeinsam gepflegte Grünflächen.
      Todesfälle hatten wir noch nicht - wie das dann wird wissen wir also nicht.

      Ich würde mal behaupten, dass weiterhin ein Interesse und auch Bereitschaft an der Gemeinschaft besteht.o
      Jeder hat das Recht zu schweigen! Auch, wenn er nichts gefragt wurde!
      Schwede: "Wie man in ein Forum hinein ruft, so schallt es hinaus!"
    • Ich wohne auch am Stadtrand in einem 6 Familienhaus und es geht sehr gut mit der Nachbarschaftshilfe.
      Einige Ausnahmen gibt es auch, z.B. ältere Nachbarn die meinen einen zu Bevormunden oder Neuzugezogene die so " lasst mich in Ruhe und ihr könnt mich mal " heraus hängen lassen.

      Es gibt 2 ältere Nachbarn ( ein Ex Rechtsanwalt und einen Ex Doctor) die damit nicht klar kommen das wir 3 Privatparkplätze haben ( 7 Parkplätze gehören zum Haus ) und sind der Meinung, " da hab ich vor 20 Jahren geparkt und mach das heute auch noch ".
      Da eskaliert es immer wieder sobald ich die Falschparker zu parke und dann wegfahre wenn es mir gefällt.
      ( Aber irgendwie immer amüsant wie die sich für ihre Fehler aufregen ) :D

      Aber sonst alles immer Top mit den Nachbarn.
      Ich sag mal von Helfen, Leihen bis hin zur Feier alles dabei.

      Unsere direkten Nachbarn sind Taubstumm, da helfen wir sehr oft mit unserer Stimme aus.
      Besonders gerne helfe ich denen wenn diese Zeugen von Jehova kommen oder irgendwelche Klinkenputzer, denn da werden sie schnell zum Opfer und das sollte nicht so sein.

      Ich finde eine gute Nachbarschaftshilfe Top.
      Gruß
      Andy
      :hut:
      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;)
      Und Jage nicht was du nicht töten kannst! :hut:
      Member of the Hateful fifteen
    • Gutes Thema @Friese und die Bilder die Du oberhalt schilderst kenne ich als echtes Landei aus Kindheitstagen. Zu allen möglichen Anlässen (Hochzeiten, Maibaum aufstellen, etc.) wurde zusammen geholfen, prächtiges aus Tannenzweigen geflochten, usw. Meine Mutter hat mich als Knirps da oft mitgenommen wenn das halbe Dorf zusammentraf. Dabei waren selbstverständlich sämtliche Altersgruppen vertreten, mir hat's Spaß gemacht ;) Erst kürzlich unterhielten sich meine Tanten und meine Mutter bei einer Familienfeier zu diesem Thema und kamen ernüchtert ebenfalls zur gleichen Feststellung @Friese - Diejenigen welche sich einbringen werden immer weniger und alleine die anhaltende Abwanderung aus dem ländlichen Raum dafür verantwortlich zu machen ist nicht immer der Kern der Ursache ...

      Auf dem Dorf wird nach wie vor zusammegehalten und -geholfen. Bei diversen Bautätigkeiten wird tatkräftig mitgearbeitet und keiner erwartet Bezahlung - bei der nächsten Baustelle hat man ungefragt zu erscheinen um seine 'Schulden' abzurackern. Ist Ehrensache auch wenn sich mal ein paar Komilitonen nicht riechen können oder es handfesten Streit gab, da stehen die drüber! In dieser Gemeinde gibt's seit Jahrzehnten eine Art 'Krisenvorsorge' für Brandfälle: Eine Genossenschaft die sich gegenseitig hilft falls ein Haus dem Feuer zum Opfer fällt: Jeder Genossenschafter hat dann dem Betroffenen einen ausgewachsenen Baum oder eine Ablöse in Arbeitsleistung oder Geld zu stellen und das wird nach wie vor eingefordert. Ist die ureigenste Art von Feuerversicherung die bereits funktionierte bevor es dass Versicherungswesen im heutigen Stile gab ;)

      Tja, Nachbarschaftshilfe wird dort groß geschrieben, mein Vater hat z.B. jeden Winter unentgeltlich die Zufahrt zu einem verfallenen Haus geräumt in dem ein über 90-jähriger Greis wohnte damit im Bedarfsfall der Arzt freie Bahn hatte und nicht im Schnee stecken blieb. Ein anderer Nachbar kam beinahe täglich um dem gebrechlichen Mann Feuer im Ofen zu machen noch bevor er zur Arbeit fuhr! Nur 50m weg stand das Haus in dem eine ältere Wiener Familie wohnte - so richtige Weana-Bazi, also Grantscheam - sind beides wenig charmante Bezeichnungen und diese Leute vielen ständig durch verbale Unhöflichkeiten, Streitereien, etc. auf und eigentlich wollte keiner was mit ihnen zu tun haben. Denen wurde erst gar nicht geholfen, denn anstatt Dank hat man oft ganz was anderes abbekommen ... Die Beispiele zeigen dass die soziale Struktur funktioniert - Hilfe kann man erwarten wenn man auch gewillt ist selbst was beizutragen. Hat jemand hingegen ständig das Gefühl ausgenutzt zu werden ist das sofort abgestellt, eigentlich eine logische Geschichte und dies entspricht auch soziologischen Grundsätzen.

      Erst letzte Woche hat mir eine Arbeitskollegin erzählt dass sie von Ihrer Nachbarin bekocht wurde nachdem sie nach einem Missgeschick/Unfall länger nicht mobil war. Witzig daran ist dass sie ebenfalls in Wien wohnt und offensichtlich sind dort nicht alle asoziale Ungustln ;) Die Städte sind anonymer und dort wo ich aktuell lebe wechslen die Mieter alle paar Jahre mal - da entwickelt sich zwangsläufig nicht viel und einige ziehen es schlicht vor für sich alleine zu bleiben. Hab auch mal in einer Kleinstadt gewohnt und obwohl die Wohnanlage 48 Parteien hatte gabs da mehr gemeinsame Aktivitäten. Überrascht war ich von der Hilfsbereitschaft und Höflichkeit der türkischen Nachbarn - war halt Kleinstadtflair und da lernt man sich einfach rascher persönlich kennen ...
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      Frischluftdeppert
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    • Es kristallisiert sich normalerweise sehr schnell in einer Nachbarschaft heraus wer es "wert", und/oder wer zuverlässig ist.
      Bei denen hilft man gerne dazu, bei anderen... wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück.

      D, Strasse mit Doppelhaushälften, alte Generation:
      Sobald einer mit dem Hammer geklopft hat stand alles da. Ich bin wohl in jedes Haus der Strasse eingebrochen weil der Wind die Tür zugebatscht hat und der Bewohner mehr oder weniger bekleidetvor der Tür stand.

      D, selbe Strasse, jüngere Generation:
      ...da gibt es so 3 Gespanne mit denen man nichts zu tun haben möchte, alle anderen aber sind ok, wobei, das Problem liegt da ehr im weiblichen Bereich. Die Kerle sind zu bemitleiden.
      Für die türkischen Nachbarn bin ich wirklich froh, wegen denen kann ich in fernen Landen ruhig schlafen.

      D, Studentensilo:
      Egal ob Tag, ob Nacht... anklopfen und los gehts.

      FIN, Nachbarschaft aus 9 Einheiten Blöcken:
      Jeder für sich, kaum Kontakte.... wenn es Ärger gab standen immer die gleichen da und haben hingelangt. Innerhalb der letzten 10 Jahre wurden in der Nachbarschaft 3 Männer erstochen, das übliche, 2 Typen sind Abends am saufen und am Morgen wacht einer auf und wundert sich warum der andere das Filitiermesser drinstecken hat... also nicht die beste Wohngegend.
      Man kam mit allen klar, selbst mit dem versoffensten Wrack, man blieb aber ansonsten für sich.

      Fin, ländlich, weit verstreute Häuser:
      10 Minuten mit Telefon, oder laut genug schreien, dann steht die Nachbarschaft aus 2km Umkreis da, notfalls mit genug Hunden und Artillerie um eine Invasion abzuwehren. Den holt man dazu wenn man einen schwierigen Baum fällen will, den anderen holt man wenn der Rasenmäher nicht anspringt, der eine hat den Notstromer und der andere den grossen Kompressor und die Nagelpistole....
      Man muss fragen, ansonsten bleibt man für sich, da man sich dem anderen nicht aufdrängen möchte. Finnen halt.

      .... wie man in den Wald hinein ruft so schallt es zurück.
    • Hej hej.

      Also da, wo ich vorher gewohnt habe, haben wir uns gegenseitig geholfen. Ich war für meinen Vermieter da,
      mein Vermieter war für mich da, wir waren für einigen Nachbarn da.
      Und auch heute noch haben wir alle einen guten Kontakt. Und sie wissen, dass ich da bin, wenn sie mich brauchen
      und genau so haben sie es mir angeboten.

      Auch meinem neuen dänischen Nachbarn haben wir schon geholfen, als er krank war und vorher hat er mir einen
      neuen (also gebrauchten) Rechner gegeben, als meiner den Geist aufgegeben hat. Für "kostnix"...

      Aber ich hatte auch immer Glück. Ich bin (hier in Schweden) in eine Gemeinde gezogen, wo sowohl mein Vermieter
      als auch mein (also der eine) Nachbar zugezogen waren. Bei Leuten die "schon immer" da gewohnt haben, ist es
      deutlich schwerer, Kontakte zu knüpfen und ein gegenseitiges (HIlfs)Netzwerk aufzubauen.

      *winks* Ted

      (PS @Heiko - ich bin ja gar nicht so weit weit und in 2 Wochen sogar in der Nähe von Lammhult. :D )
      PS: Ich bin umgezogen. Wer mich sucht, findet mich im Wald ;) .

      "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." (Ludwig Wittgenstein)
    • Moin,
      Nachbarschaft.... ja..... hmmm. Ich denke das es die letzten Jahre schon immer schwieriger wurde eine Nachbarschaft aufrechtzuerhalten wie ich sie aus meiner Kindheit noch kenne. Straßenfeste, allgem. Feierlichkeiten , Urlaubsvertretung auf Nachbargrundstücken ( Pflanzen gießen, Bürgersteig mal mitfegen/Schnee beseitigen, usw. )
      Straßenfeste gibt es bei mir schon Jahre nicht mehr und eigentlich ist jeder froh , wenn er nichts für Andere machen muss.Es will auch keiner den Anderen zur Last fallen. Mit den direkten Grundstücksnachbarn hat man Kontakt und schaut auch was so im Umfeld passiert ( fremde Fahrzeuge und Menschen werden sehr wohl wahrgenommen) Gespräche auf der Straße sind Alltag. Private Kontakte sind aber in der Nachbarschaft seit vielen Jahren nicht mehr gewünscht, bzw. es gibt niemanden, der mal den Anfang machen will etwas zu ändern.( einschl. mir :S natürlich)
      Tja... bei mir geht es also noch, ich kenne zumindest meine Nachbarn. :)

      Das Leben ist ein Spiegel: wenn du hineinlächelst, lächelt es zurück
      George B. Shaw
    • Hm....also
      Deutschland, BaWü, Dorf 500Einwohner, man hält zusammen im Grossen und Ganzen.
      Und speziell jetzt bei mir in der Strasse hilft man sich wirklich sehr oft gegenseitig. Wenn viel Schnee liegt fährt einer der Nachbarn mit seinem Traktor einmal durch fürs Grobe, und ich mach mit einem weiteren mit der Fräse den Rest. Wie oft ich schon Schafe, Enten, Hühner, Hasen, Tauben versorgt hab...keine Ahnung. Wenn ich was schweres zu tragen habe...Hilfe ist schnell organisiert. Die Post, DHL, UPS...jeder weiss wo er sein Zeug los wird. Fahrten zum Arzt, irgendwas vom Einkaufen mitbringen, Anhänger ausleihen...läuft. Auch das bring-mich-zu-meinem-Auto-vor-der-Kneipe-in-der-Stadt-Taxi funktioniert.
      Und eines der wirklich grossen Dinger: Wir als 500-Seelen Dorf haben ein eigenes Freibad, und das geht halt nur weil seeeehr viele da mithelfen.
      Zugegebenermassen wird man als "zugezogener" eben auch "dabei sein" müssen, um angenommen zu werden.
      No ned hudla.....
    • Hier ist Provinz, Stadtrand, Kleinzentrum, dicht bevölkerter Landstrich. Mehrfamilienhäuser, Reihenhäuser. Nachbarschaft ist immer im Wandel. Sterbefälle, berufliche Wechsel, Neuzugänge: Jeder baut sich seine Insel. Guten Tach, mal ein bisschen SmalTalk, tratschen - das wars. In der Not würde man sich vielleicht helfen, aber eine Art Vertrauen gibt es nicht. Hier stand mal Nachts ne Frau aus der Nachbarschaft torkelnd vor der Tür und bat um ne Flasche Bier. Komisch auch der Typ ein paar Häuser weiter: Mit dem kann man sich ganz nett unterhalten - und dann sieh man wieder wochenlang wieder nicht von ihm und seine Familie - und dann manchmal nur Familienmitglieder mit blauen Flecken. Solidarität gibts hier nicht - zu welchem Thema auch? Ich habe nichts gegen nützliche Verbündete und einigermaßen gute soziale Kontakte - aber die muss ich mir wo anders suchen. Ich würde am liebsten freistehend wohnen - ohne Nachbargesindel in der Nähe. Das könnte mein nächstes, langfristiges Ziel sein.
    • Mit Nachbarschaftshilfe sieht es bei mir auch schlecht aus.
      Habe (fast) keine direkten Nachbarn..
      Westseite bis zum nächsten Grundstück (welches zu einer anderen Straße gehört) ein gut 10m breiter städtischer Streifen, der noch recht urwaldlich ist.
      Im Osten zu unserer Straße ist ein ca 3m breiter wie auch tiefer Abhang, dicht bepflanzt.
      Die Straße hat davor eine Abzweigung im Norden, die über den Hof bis in meine Straße geht.
      Dieser Straßenabschnitt geht nach der Kreuzung an 6Mietgaragen und einer Trafostation vorbei.
      Ab und zu mal ein paar Worte zu den Garagennutzern, des war es.
      Früher trafen sich vor den Garagen noch die Kinder zum Fußballspielen. Dort war die Straße eben und wenig Verkehr. Doch leider passte dies weiter unten anderen Nachbarn nicht, und gegen die Kinder vor ging.
      Der Nachbar im Süden baute einen hohen dichten Zaun und somit auch kein Kontakt mehr. Da wir wg unseren Hund damals selbst den Garten eingezäunten, passte uns dies gut.
      Obwohl ich doch noch in der Stadt wohne, keine direkten Nachbarn. Gibt zwar auch keine Nachbarschaftshilfe, aber auch keinen Nachbarschaftsstreit.
      Ansonsten gibt es aber noch Hilfe unter Freunden
    • Da wo ich damals aufgewachsen bin, ist das noch heute so in der Nachbarschaft, das man sich hilft. Da wo ich jetzt seit knapp 20 Jahren wohne, ist es leider mit dem
      wegsterben der alten Bewohner eingeschlafen. Das liegt aber leider auch an der Art der Leute die uns unsere Wohnungsgesellschaft hier immer wieder ins Haus holt.
      Entweder bleiben die von sich aus nicht lange oder es sind Menschen mit denen keiner gern seine Freizeit verbringen möchte.
      Eigentlich schade, denn genau wegen dem netten Miteinander bin ich seinerzeit in dieses Haus gezogen, aber wenn es der Hausgesellschaft nur um vermietete Wohnungen
      geht und alles andere auf der Strecke bleibt, kann keine Gemeinschaft entstehen.

      Da ich arbeite und meine Freizeit oft im Freien verbringe, ist ein wegziehen noch kein dringliches Thema. Die Augen und Ohren werden aber immer offen gehalten.


      .
      Is(s)t gern in der Natur
    • Bei uns ist die Welt noch in Ordnung, meine wenigen Nachbarn sind schon ziemlich alt, deshalb mähe ich da ab und an mal oder räume -wenn auch fast nie nötig- Schnee. Belohnt werde ich mit einer dicken Umarmung oder einem kurzen Schnack. Was will man mehr!
      Ich glaube, es liegt auch an einem selbst, wie sich die Nachbarschaft entwickelt. In meiner alten Siedlung habe ich nach meiner Scheidung zum Grillen eingeladen, alle aufgeklärt und auf gute Nachbarschaft angestoßen. Von da an gab es regelmäßige Treffen und fast alle haben mitgemacht. Der eine repariert gern Fahrräder und der nächste revanchiert sich mit dem Hecke schneiden. Es brauchte nur eine Initialzündung (oder eine Scheidung :S ) um ein gutes Miteinander zu schaffen.
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio