ARD Mediathek. Echtes Leben: Freiheit ohne Eltern

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    • ARD Mediathek. Echtes Leben: Freiheit ohne Eltern

      Fand ich interessant. UL ist anders. Auch wieviel Gedanken wir uns um Gear machen und hier sind Mädels unterwegs bei der die jüngste 11 Jahre ist. Mein Respekt haben die auch wenn nicht alles so ist wie wir es uns im optimalen Fall wünschen würden. :thumbsup:

      Video-Empfehlung auf DasErste.de: Echtes Leben - Echtes Leben: Freiheit ohne Eltern daserste.de/information/report…hne-eltern-video-102.html
      "Das haben wir noch nie probiert, also geht es sicher gut."
      Pippi Langstrumpf
    • Danke für's drauf aufmerksam machen.

      25 kg Gepäck und + 40°C? Da bricht mir schon der Schweiss beim Zukucken aus ;) Aber nach einiger Zeit gewöhnt man sich dran.

      Viele meiner Nichten und Neffen haben mit Schule und Sonstigem (Musikinstrument, EDV-Kurse....) eine "50-Stunden-Woche"; 3 Wochen ohne Handy in der Pampa unterwegs zu sein wäre sicherlich für den ein oder anderen ganz gut....
    • .... weshalb ich meine Tochter niemals zu so einer Pfadfindertruppe lassen würde!

      Schlecht vorbereitet, misserabel ausgebildet, und das schlimmste, 0 Verstand dahinter... ein Wunder das die Trupps im grossen und ganzen heil zurückkommen.
      Als wäre es so schwer es denen in der Ausbildung einmal zu zeigen wie man es macht, aber da ist ja die Folklore und das Halstüchlein wichtiger. (sagt einer der ab der 5. Klasse (11 Jahre) jährlich Klassenfahrten gemacht hat bei denen täglich gewandert wurde... und bei der sich keiner jemals so dämlich angestellt hätte....).

      Die Rucksäcke bzw. deren Gewicht sind meiner Meinung nach ein Fall für den Staatsanwalt.
    • ich hol mir mal was Poppcorn, das wird jetzt bestimmt lustig....

      Ot off.

      Beide Ansichten haben m.E. ihre Berechtigung. Und wie immer wird die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegen.
      25kg Gepäck ist für 11 Jahre etwas zu viel, da kann man wohl tatsächlich etwas dran machen.

      Auf der anderen Seite gehört die Brauchtumspflege auch dazu. Bei jeder Gruppierung, Vermummung in der autonomen Szene, grün mit Federhut bei den Schützen etc. Pp.

      Die Pfadies gehören genau so dazu weiter der UL Trecker in Badelatschen und IKEA Tasche auf dem Rücken.

      So, und jetzt: poppcorn, bitte! :D
    • Ich hatte ja bereits vermerkt, dass nicht alles gut war.
      Aber ganz so drastisch finde ich es nicht. Raus gehen und machen ist besser als nur drüber zu reden. Ich war zwar nicht bei den Pfadis aber wir haben auch genug Fehler gemacht wie den Rucksack voll mit Ravioli Dosen zu stopften oder Feuer am falschen Platz. Aber bei jeder Tour wurde dazu gelernt. Und gelernt ist besser als nur gezeigt!
      Alles geschieden freiwillig und chaotisch. Das macht halt Jugend aus...
      "Das haben wir noch nie probiert, also geht es sicher gut."
      Pippi Langstrumpf
    • Die Ruckis sind ja beinahe größer als die Trägerinnen selbst, so was hab ich auch noch niergends gesehen. Die Mädels sind wirklich tough, Hut ab und ich musste stellenweise echt mitleiden! Dagegen wirkt so manche Diskussion ums Gewicht unter gestandenen Bushcraftern und Wanderern ja schon beinahe etwas lächerlich wenn man sieht was Schülerinnen so alles schleppen können ...

      Traditionsbewußtsein hin oder her, man kann sicherlich das eine oder andere Teil durch etwas leichgewichtigeres aus zeitgemäßen Materialen ersetzen. Hier in A gibt's ein Sprichwort: 'Nur selbst fressen macht fett' und dies trifft auch für diese Tour zu - die Pfadis konnten sicherlich eine Menge lernen und die Erfahrungen kann ihnen keiner mehr nehmen ;) Seien wir mal ehrlich, wer von uns war als junger Teenager bereits der perfekte Outdoorer?
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      Frischluftdeppert
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    • supi schrieb:

      .... weshalb ich meine Tochter niemals zu so einer Pfadfindertruppe lassen würde!

      Schlecht vorbereitet, misserabel ausgebildet, und das schlimmste, 0 Verstand dahinter... ein Wunder das die Trupps im grossen und ganzen heil zurückkommen.
      Als wäre es so schwer es denen in der Ausbildung einmal zu zeigen wie man es macht, aber da ist ja die Folklore und das Halstüchlein wichtiger. (sagt einer der ab der 5. Klasse (11 Jahre) jährlich Klassenfahrten gemacht hat bei denen täglich gewandert wurde... und bei der sich keiner jemals so dämlich angestellt hätte....).

      Die Rucksäcke bzw. deren Gewicht sind meiner Meinung nach ein Fall für den Staatsanwalt.
      100% Zustimmung. Hab ich auch letztens erlebt. Halstuch und zünftig soll es sein, mit schlechter Ausrüstung falschen Klamotten und viel zu schweren Rucksäcken, Kinder auf nen Hike schicken wollen. Dazu noch eine fragliche pädagogische Haltung und kritisches Liedgut. Thema bei uns durch.
    • bugikraxn schrieb:

      Die Ruckis sind ja beinahe größer als die Trägerinnen selbst, so was hab ich auch noch niergends gesehen. Die Mädels sind wirklich tough, Hut ab und ich musste stellenweise echt mitleiden! Dagegen wirkt so manche Diskussion ums Gewicht unter gestandenen Bushcraftern und Wanderern ja schon beinahe etwas lächerlich wenn man sieht was Schülerinnen so alles schleppen können ...
      Und wieviele Menschen haben inzwischen Bandscheibenvorfälle?
      Mir sagten letztes Jahr zwei Ärute, daß 60% bzw 80% der Leute meines Alters (Mitte 40) bereits Bandscheibenvorfälle haben.

      Die Kinder wissen es nicht besser können sich nichts leichteres leisten und haben dazu evtl noch Eltern, dennen diese Outdoorgeschichten fremd sind.

      Der gestandene Bushcrafter merkt inzwischen vielleicht seinen Rücken schon, befasst sich mit dem Thema mehr.
    • Ich war auch mit elf Jahren zum ersten mal auf großer Fahrt. Wir haben mit fünf Leuten eine Strecke von rund 150km zurückgelegt und hatten schwere Rucksäcke dabei.
      Das ist heute kaum vorstellbar, damals war es das beste und tollste Gefühl auf Erden. Wir hatten Spaß und wenn ich mir den Beitrag so ansehe, kann ich mich gut an das Gefühl zurück erinnern.
      Wir machen es uns leicht, wenn wir das „Tun“ anderer kritisieren. Pfadfinder sind keine UL-Gearjunk-Streckeläufer. Es geht darum, frei und unbeschwert durch die Natur zu gehen. Keine Zwänge von Gesellschaft oder Eltern, es geht darum Herausforderungen zu meistern (ja, auch den schweren Rucksack mit zu schleppen) und am Ende das Gefühl zu haben, in der Gruppe etwas einmaliges erlebt zu haben.

      Solche Erlebnisse waren für kleines Geld zu machen. Meine Freunde und ich hatten nicht das „Glück“ mit den Eltern jedes Jahr all inclusive Urlaub zu machen. Wir haben unsere spärliche Ausrüstung durch beinahe wöchentliche Kurztripps perfektioniert. Alles ohne erwachsene Besserwisser, die uns erklären wollten, welche Lieder wir zu singen haben oder was wir doch noch nicht können. Unsere Grenzen haben wir alleine gefunden. Wer kann das heute denn noch, außer bei solchen Organisationen wie z.B. den Pfadfindern?

      Wir waren stolz, wenn wir unser Tuch erhielten, weil es uns noch mehr zusammen schweißte. Die Uniformität wurde durch Aufnäher, unterschiedliche Knoten oder Bastelkram individualisiert und jeder konnte sich als eigenständiger Mensch behaupten. Mehr noch als durch teure Klamotten konnte man seinen Charakter durch Taten prägen oder seine Individualität unabhängig von teurem Gear kennzeichnen.
      In Polen sind mir mal die Stiefel auseinander gefallen. Da haben wir mit Straßenmusik Geld für ein paar billige Schuhe erspielt, mit denen ich dann den Rest der Strecke weiter laufen konnte. Keiner kam auf die Idee, Muddi und Papa anzurufen um sich abholen zu lassen.

      Kurz um, ich fand die Mädels klasse und authentisch.
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio
    • Meinen obigen Post bitte nicht falsch verstehen, ich kritisiere die Mädels in keiner weise, woher sollen sie es den besser wissen...
      Die Verbrecher sitzen eine Stufe höher, das sind die, die die Kidies so auf die Reise schicken.
      Die Gruppenfüherin und daher vermeintlich verantwortliche ist 18, wiegt etwa 60kg (ehr 55kg) und hat 33kg auf dem Buckel... gibt es hier wirklich jemanden der sagt das sei auch nur ansatzweise vertretbar?
      Die Stellvertreterin ist 15... minderjährig und noch nicht mal voll geschäftsfähig, da fühlt man sich doch gleich wohler wenn so qualifiziertes Personal anwesend ist.

      Mal im Klartext, wenn es die kleine mit dem Sonnenstich ernsthaft umgehaut hätte, hätte die Gruppenleitung ein franz. Kaffee 4-eck von innen kennengelernt und das geplärre wäre gross gewesen.
      Hat einer gesehen wie die ein Beil halten und damit arbeiten? Das hat denen noch keiner gezeigt wie es geht..... aber ein Scheiss t-shirt batiken (ok, macht auch Spass).
      usw.....

      Im Nachhinein und so lange nichts passiert ist das rückblickend alles schön und gut und ein tolles Erlebnis, wenn aber was passiert ist die Kacke am dampfen, und wenn es dumm läuft sitzt einer den Rest seines Lebens sabbernd im Rollstuhl.... aber das sind ja die Ausnahmen, das gibts ja kaum, 10% Verschleiss hat man immer.... (ja, meine bösartige Ader, ich weiss)

      Ich kenne einen Haufen Mädels in dem Alter...

      Lernen durch Schmerz muss nicht sein... und wenn man so einen Unsinn mehrfach macht hat es offensichtlich nicht genug weh getan, oder man ist noch nicht hilflos neben einem gestanden der am verrecken war.
      Es wurde jetzt öfters erwähnt das jeder mal so angefangen hat.... die älteren machen das ja wohl schon eine Weile, aber eine Lernkurve seh ich da nicht.

      Warum gibts keine Lernkurve? Weil alles andere nicht Pfadfindergemäss ist? Nicht akzeptabel....? Dogtrin?
      Ich sag da besser nichts dazu....


      Kleiner Hinweis am Rande, ich bin kein Helikopter-Papa, meine "kleine" muss sich selbst durchwühlen, aber ich bin der überwachende böse Geist der aus dem Nichts strafend, disziplinierend und helfend Auftaucht und dafür sorgt das es dann funktioniert und im Rahmen bleibt. Verantwortung schimpft sich das.


      @Wurzelgnom Entschuldige, fühl dich bitte nicht angesprochen, geht absolut nicht gegen dich, ich verstehe wie du es meinst, aber das muss jetzt sein: ... "frei und unbeschwert", unter der Last des Rucksacks auf dem Zahnfleisch kriechend.... :thumbsup:
    • Ja @supi, es geht natürlich besser und mit einem gewissen Grad „Anleitung“ könnten die Mädels oder Jungs vielleicht noch mehr genießen und weniger „kämpfen“.
      Wir haben es uns selbst erarbeitet! Es gab auch niemanden, der Ahnung davon gehabt hätte. Mein Vater hat mir seine NVA Restbestände gegeben. Die waren aber auch nicht tauglich.

      Wir haben damals viele Touren bewältigt und zum Beispiel nur einen Herdentopf (der ist allem Anschein immer noch aus Alu) mitgenommen und keine Teller oder Töpfe. Gegessen wurde zusammen aus dem Topf. Ich hatte als „EDC“ ein Opinel, einen Löffel und eine Zahnbürste. Außerdem einen Satz Wechselwäsche im Aldi-Rucksack (einen Affen konnten wir uns nicht leisten) und ansonsten nur die Kothenbahn und einen Schlafsack. Heute traut man sich so kaum noch auf Tour. Uns hat es gereicht.
      Na gut... bisschen was kam noch dazu: Einer hatte Seife, einer Zahnpasta, einer Klopapier und einer Pflaster eingepackt. In Schweden haben wir pro Person 50 D-Mark in die Kasse geworfen und nach 1,5 Wochen an den letzten Tagen nur Schokolade gegessen. Weil wir kaum Geld ausgegeben haben.
      Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.
      Wonder - R. J. Palacio
    • Mit Pfadfindern kenne ich mich nicht aus.
      In dem Beitrag konnte man auch wenig darüber erfahren.


      Ansonsten:

      Tolle Leistung von den Mädels

      Sicherlich waren die Rucksäcke zu schwer. Ob das wirklich 25 oder gar 33 Kilo waren? Aber egal.
      Dann muss man auch beachten, dass das keine Trekkingtour war. Plan war 150 km in 3 Wochen. Am Ende war es weniger. Also im Schnitt vermutlich weniger als 5 km am Tag.

      Ich denke das ist der Schulwege heutzutage wesentlich schädlicher für den Rücken.

      Aber die Mädels haben was tolles erlebt, jeder Menge gelernt und Erfahrungen gesammelt. Respekt.

      Und finde mal heute Eltern, die sowas erlauben. Wäre früher schon nicht so einfach gewesen.
    • Also ob Jungs das besser hinbekommen hätten??? glaub ich eher nicht – war ja auch hier keine Frage. Und ob das tatsächliche Kilometerziel nun erreicht wurde oder nicht, spielt für mich auch keine Rolle. Die Mädels haben sich wacker geschlagen und das mit ner Ausrüstung, mit der sich die meisten hier nicht mal im Garten auf gemähtem Rasen rumschlagen würden. Letztlich waren sie ja auch nicht in der Sahara oder am Amazonas unterwegs sondern es war fast immer „Zivilisation“ in der Nähe. Ob ich wiederum meinen Junior im Alter von 14 Jahren nur einem Erwachsenen von gerade mal 18 Jahren anvertraut hätte, glaub ich eher nicht. Der bringt gerade seine Ausbildung als Heim- und Jugenderzieher (Teilbereich Erlebnispädagogik) zu Ende. Und wenn er mir berichtet, wie die Jungs und Mädels da teilweise drauf sind wird’s mir himmelangst. Ohne Handy und Fastfood sind die fast nicht lebensfähig. Sowas wie die gezeigten Aktionen im Film sollte es viel mehr geben – wenn auch vielleicht etwas besser organisiert und ausgerüstet.
      Klar ist regelmäßiges Joggen gesund.
      Aber wenn man mehrmals wöchentlich Joggen geht, ist man die 5 Jahre, die man länger lebt, nur Joggen gewesen.
    • Ich persönlich frage mich auch, ob ich das meinen minderjährigen Kindern erlaubt hätte. Und ob ich nicht auf mein Kind, wenn es die 18 jährige wäre eingeredet hätte, sie solle sich das nochmal überlegen.

      Deswegen auch Respekt an die Eltern.

      Besser organisiert und ausgerüstet: nee

      Da geht doch einiges verloren.

      Lass die mal selber Erfahrungen sammeln. Bei nächsten mal klappt das schon besser.

      Und frag mal in Deinem Umkreis die Kinder und schicke die zum Nachbarn Wasser holen.

      Antwort: Nur wenn Mama mitkommt.
    • Das mit dem Smartphone ist so einer Sache.
      Bei den Vorbereitungen zu einer längeren Klassenfahrt kam es unter dem Eltern zu heftigen Diskussionen, ob Handys Elisabeth erlaubt sind oder nicht.
      Handys ja, aber bitte nicht in größeren Seen oder fern Meer schwimmen, nicht mehr schuld 40km am Tag fahren, das ist sonst zu anstrengend, warum darf denn nicht noch ein 2. Koffer mit? Und bitte nicht fliegen, da könnte das Flugzeug abstürzen.

      Die Reaktionen der Schüler vor der Tour: bäh, das wir ja mega langweilig, immer nur Radfahren, kein Handy. Und im Zelt kann ich auch nicht schlafen, zu kalt, zu hart, zu laut, zu eng... alles viel zu anstrengend!

      Nach der Tour:
      Beste Klassenfahrt ever! Stolz auf die Leistung (München - Venedig 10 Tage), Handy, Internet, usw. Wofür? Hat keinen gefehlt.
      Nur manche Mütter haben öfter neu den Betreuern angerufen als den Kindern lieb war.....

      Wenn Kinder eine Klassenfahrt nicht mitmachen dürfen, nur weil die Unterkunft an einem See liegt und man je nach Wetter mal ans Wasser gehen könnte, dann stehe ich fassungslos da und frage mich, was die Eltern der Mädels (!) machen, wenn das Kind flügge werden will (oder muss).

      Ich wage mal zu behaupten, dass hier manchmal nicht die Kinder das Problem waren.

      Wenn Eltern ihren Kindern etwas zutrauen und hin und wieder auch abverlangen, wäre manchem schon geholfen. Und: dir Mischung macht es.
      Soll ich mich über 1 Stunde daddel aufregen, wenn vorher drei Stunden Sport waren oder der WerkzeugKeller sinnvoll strapaziert wurde und in der Schule das Meiste passt?
      Sicher nicht. Dann schon eher, wenn das Werkzeug nicht sinnvoll genutzt wurde oder herumliegt.