Nach 2006 wieder ein Bär in Bayern gesichtet.

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    • Der Bär ist ja schon eine ganze Weile in dem Bereich unterwegs, und trotzdem hat man ihn kaum gesehen, noch mitbekommen das er überhaupt da ist... auch wird er sich in naher Zukunft ein Schlafplätzchen suchen.
      Es könnte mit diesem Bären schon funktionieren, der scheint von seiner Mutter gut erzogen worden zu sein.
      Bei Bruno war der Weg ja durch sein soziales Umfeld schon vorbestimmt, seine Mutter und Geschwister waren schon problematisch und haben viel Ärger gemacht.... was soll aus so einem Familienumfeld schon gescheites hervorgehen.

      .... aber um ehrlich zu sein wird er wohl am Strassenrand enden, oder von Schwachköpfen angefüttert werden.
    • Ookami schrieb:

      Immerhin hat Bayern nach der unsäglichen Bruno-Geschichte einen "Aktionsplan" ins Leben gerufen - was immer der auch beinhaltet ?( .
      Veröffentlichung zum Managementplan für Braunbären in Bayern: luchsprojekt.de/downloads/MP_Baer_Bayern.pdf
      Skal hilse fra fjellet – det evige land,
      hvor moskus og jerven har bolig.
      Min lengsel dit inn er blitt som en brann.
      Kun der får jeg fred og blir rolig...

      Jon Ø. Hov
    • Haha, die Bayern haben einen "Managementplan". Das liest sich ja in Verbindung mit einem Wildtier nach einer durchdachten Sache!

      Mal schauen, man hätte damals ja meinen können die Jungs mit den Betäubungsgewehren wären alle Trunkenbolde gewesen bei der Trefferquote. Komisch nur, dass ja sofort ein Abschuss gemeldet war, als quasi tödliche Gewalt autorisiert wurde. Zufall?

      Wenn er es richtig macht bleibt er schön südlich, wenn er in bewohnte Bereiche wandert wird es wohl eng für ihn werden.
    • Ich muss gestehen dass ich mich erst mal darüber freue davon zu hören dass es wieder einen Bären in DE gibt. Grundsätzlich behaupte ich mal dass es mir das
      damit einhergehende Risiko auch absolut Wert wäre und es generell furchtbar finde was der Mensch hier alles vertrieben und ausgerottet hat. Andererseits muss
      ich gestehen das sich das aus der anderen Ecke Deutschlands und ohne Kinder natürlich auch leicht sagen lässt da ich von der "Gefahr" gar nicht betroffen bin.

      Einem Menschen der in der betroffenen Region, sehr ländlich, wohnt und womöglich Kinder hat die gerne auch in den Wäldern unterwegs sind kann ich eine Skepsis
      gegnüber der Thematik nicht ankreiden, wer bin auch das zu dürfen.

      Ich habe aber auch ehrlich gesagt wenig bis keine Ahnung davon wie ein wilder Bär sich so verhält und das wird wohl wie "damals" auch beim Wolf ein Problem
      quer durch die Gesellschaft sein. Was man nicht kennt macht vielen Leuten Angst, leider. Wie verhält sich denn eigentlich so ein Bär gegenüber dem Menschen?
      Ist ihm eher daran gelegen uns aus dem Weg zu gehen oder findet der uns spannend. Schon klar dass das auch eine individuelle Charakter-Sache ist aber man sagt
      diesen eindrucksvollen Tieren ja durchaus eine gewisse Neugier nach und aus Kanada und auch den USA liest man ja häufiger dass das eigentliche Problem mit den Bären ist das
      sie sich immer mehr in den Siedlungsbereichen der Menschen herumtreiben. Ist ja auch kein wunder wenn der Lebensraum für sie kleiner wird oder sich die Population
      stark vergrößert.

      Grudnsätlzich finde ich es großartig zu wissen das es hier neben Wölfen nun auch wieder einen Bären gibt. Bei genauerem Nachdenken bin ich mir allerdings nicht sicher ob
      dass, ohne etwas genaueres über diese Tiere zu wissen, nicht genauso naiv ist wie das Tier gleich zu verteufeln.

      Kennt sich da jmd aus oder hat Erfahrungen gemacht? Fände ich spannend.
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben." - Alexander von Humbold

    • Billy Hill schrieb:

      Schon klar dass das auch eine individuelle Charakter-Sache ist aber man sagt
      diesen eindrucksvollen Tieren ja durchaus eine gewisse Neugier nach und aus Kanada und auch den USA liest man ja häufiger dass das eigentliche Problem mit den Bären ist das
      sie sich immer mehr in den Siedlungsbereichen der Menschen herumtreiben.
      Besser ist der Vergleich mit den europäischen Bären da es doch einen deutlichen Unterschied zum Grizzly gibt. Wir haben in Schweden ca 3000 Bären. Wirklich gefährlich sind die nur wenn man sie nicht richtig durchbrät und man sich dadurch Trichinen einfängt :)
    • @Heiko , ja ok, Schweden hat natürlich aber auch den Raum für eine solche Population. Habe gerade mal Google bemüht aber konnte auf die schnelle keine Statistik zu Begegnungen oder gar Angriffen von Bären auf Menschen in Schweden finden. Bist du da zufällig im Bilde? Das würde mich echt interessieren. Stimmt schon die genaue Art habe ich außer Acht gelassen. Wo du es sagst, von wirklichen "Problemen" mit Bären lese ich immer nur aus der Ecke USA / Kanada. Könnte ja dafür sprechen das der EU-Bär weniger "Problematisch" ist oder der Europäer besser in der Lage ist mit ihm zu koexistieren. Habe mich mit den Thema irgendwie noch nie Beschäftig....warum auch immer.
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben." - Alexander von Humbold

    • Billy Hill schrieb:

      Habe mich mit den Thema irgendwie noch nie Beschäftig....warum auch immer.
      Weil wir noch nicht in einer Region gewandert sind, in der es viele Bären gibt.
      „Unser Denken hat sich entwickelt, um ziemlich spezifische Aufgaben zu lösen, wie einen Partner auszuwählen, Bären mit einem spitzen Stock zu töten und eine Mahlzeit zu kriegen, ohne eine zu werden.“
      Terry Pratchett
    • Billy Hill schrieb:

      @Heiko , ja ok, Schweden hat natürlich aber auch den Raum für eine solche Population. Habe gerade mal Google bemüht aber konnte auf die schnelle keine Statistik zu Begegnungen oder gar Angriffen von Bären auf Menschen in Schweden finden. Bist du da zufällig im Bilde? Das würde mich echt interessieren. Stimmt schon die genaue Art habe ich außer Acht gelassen. Wo du es sagst, von wirklichen "Problemen" mit Bären lese ich immer nur aus der Ecke USA / Kanada. Könnte ja dafür sprechen das der EU-Bär weniger "Problematisch" ist oder der Europäer besser in der Lage ist mit ihm zu koexistieren. Habe mich mit den Thema irgendwie noch nie Beschäftig....warum auch immer.
      Man darf nicht ganz Schweden als Raum für Bären ansehen. Im Norden bei den Samis darf kein Bär existieren und im Süden kommen auch keine vor. Die Bären sind wie auch die Wöfe in Mittelschweden konzentriert. Wir haben so gut wie keine Zwischenfälle mit Bären und wenn dann bei der Jagd. Der schwedische Bär ist sehr scheu und nicht sonderlich agressiv. Hier gibt es eine PDF , alerdings auf Schwedisch. In ganz Skandinavien gab es in 13 Jahren 18 Angriffe auf Menschen. 16 Personen wurden verletzt, 2 getötet.
      de5stora.com/media/11933/fil_20071205155408.pdf

      Edit: in 12 der 18 Fälle hatte ein Jagdhund die Attacke ausgelöst . Oft versucht sie ein Hund zu seinem Besitzer zu retten was nicht immer gut für den Besitzer ist

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Heiko ()

    • WML schrieb:

      Das kann man doch schnell ändern. Für kleines Geld ab in die Karpaten und Abenteuer erleben.


      spiegel.de/panorama/gesellscha…-touristen-a-1222300.html
      Schön, dass du das direkt mit diesem Artikel untermalst. :D

      Könnte man, erstmal gibt es aber genug andere Pläne.
      „Unser Denken hat sich entwickelt, um ziemlich spezifische Aufgaben zu lösen, wie einen Partner auszuwählen, Bären mit einem spitzen Stock zu töten und eine Mahlzeit zu kriegen, ohne eine zu werden.“
      Terry Pratchett
    • Heiko schrieb:

      Billy Hill schrieb:

      @Heiko , ja ok, Schweden hat natürlich aber auch den Raum für eine solche Population. Habe gerade mal Google bemüht aber konnte auf die schnelle keine Statistik zu Begegnungen oder gar Angriffen von Bären auf Menschen in Schweden finden. Bist du da zufällig im Bilde? Das würde mich echt interessieren. Stimmt schon die genaue Art habe ich außer Acht gelassen. Wo du es sagst, von wirklichen "Problemen" mit Bären lese ich immer nur aus der Ecke USA / Kanada. Könnte ja dafür sprechen das der EU-Bär weniger "Problematisch" ist oder der Europäer besser in der Lage ist mit ihm zu koexistieren. Habe mich mit den Thema irgendwie noch nie Beschäftig....warum auch immer.
      Man darf nicht ganz Schweden als Raum für Bären ansehen. Im Norden bei den Samis darf kein Bär existieren und im Süden kommen auch keine vor. Die Bären sind wie auch die Wöfe in Mittelschweden konzentriert. Wir haben so gut wie keine Zwischenfälle mit Bären und wenn dann bei der Jagd. Der schwedische Bär ist sehr scheu und nicht sonderlich agressiv. Hier gibt es eine PDF , alerdings auf Schwedisch. In ganz Skandinavien gab es in 13 Jahren 18 Angriffe auf Menschen. 16 Personen wurden verletzt, 2 getötet.de5stora.com/media/11933/fil_20071205155408.pdf

      Edit: in 12 der 18 Fälle hatte ein Jagdhund die Attacke ausgelöst . Oft versucht sie ein Hund zu seinem Besitzer zu retten was nicht immer gut für den Besitzer ist
      In Finnland bei mir sieht es auch nicht anders aus, die Bären machen i.d.R. keine Probleme und wenn, dann hat ein Hund den Grössenwahn und legt sich mit einem Bären an. Dann merkt der Hund das er schlechte Karten hat und versteckt sich hinter seinem Besitzer....
      Den letzten Toten gab es vor über 20 Jahren, das war ein Jogger der mit Walkman auf den Ohren zwischen Muttertier und Jungtier kam.
      Es kommt immer wieder mal vor das sich ein Bär in eine Siedlung verirrt, aber das ist nicht so wild, der zieht nachts durch und ist morgens wieder weg.
      Wegen spielenden Kindern würde ich mir da auch keine Sorgen machen.

      Ich habe so einen Teddy in der Nachbarschaft, man kennt sich und macht entsprechende Bögen und geht sich aus dem Weg.

      Gruss


      P.s.: Ja, genau, ich bin der der sich in den entsprechenden Fäden dafür ausspricht Wölfen mit Schrot und Blei beizubringen was sie dürfen und was nicht.... Bären und Wölfe sind nicht vergleichbar.
    • @supi und @Heiko, danke für die Einblicke. Das klingt in etwa so wie ich mir das, ohne es begründen zu können, vorgestellt habe. Schön das eine Koexistenz also grundsätzlich möglich scheint.
      Das festigt meine Eingebung und bestärkt mich darin mich einfach über den bayrischen Bären zu freuen. Klar, wenn man zwischen Muttertier und Junges gelangt dann ist mit kaum einem
      Wildtier gut Kirschen essen, weder beim Bären, Elch oder unserem heimischen Wildschwein. Wir hatten mal einen Dachs mit Nachwuchs auf dem Dachboden als ich ein Dötz war. Nachdem ich die
      Luke zum Boden geöffnet hatte und Mutter-Dachs mir mitgeteilt hat das ich dort nicht erwünscht bin war der Dachboden auf einmal sehr viel weniger reizvoll für mich und der Dachs hat mich gelehrt das
      er kein Kuscheltier ist. Ist natürlich nicht mit nem Bären vergleichbar aber Müttern mit Jungtier ist grundsätzlich mit vorsicht zu begegnen.

      Die Quoten an Angriffen von denen ihr berichtet halte ich mal für mehr als vertretbar, da gibt es in DE mehr Konflikte mit Wildschweinen,
      wobei deren Population natürlich in keinem Verhältnis mit ein Paar Tausend Bären steht.

      Klar mit einem Hund einem potentiell gefährlichem Wildtier zu begegnen macht die Lage natürlich noch deutlich brisanter wenn der Hund aggressiv wird. Da kann man dann aber dem Wildtier keinen
      Strick daraus drehen finde ich.
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben." - Alexander von Humbold

    • Supi schrieb:

      .....aber um ehrlich zu sein wird er wohl am Strassenrand enden, oder von Schwachköpfen angefüttert werden.
      Genau das meine ich. Mit Bruno's Schicksal hab ich auch ein bisschen beschäftigt. Das war ein anderer Fall.


      Ookami schrieb:

      So richtig spannend würde bzw. wird es, wenn die ganzen Nutzviecher wieder draussen sind.
      Ich könnte mir vorstellen, dass das vielleicht Ärger geben könnte.


      Karlson schrieb:

      Veröffentlichung zum Managementplan für Braunbären in Bayern: luchsprojekt.de/downloads/MP_Baer_Bayern.pdf
      Danke!


      Heiko schrieb:

      In ganz Skandinavien gab es in 13 Jahren 18 Angriffe auf Menschen. 16 Personen wurden verletzt, 2 getötet.

      Heiko schrieb:

      Edit: in 12 der 18 Fälle hatte ein Jagdhund die Attacke ausgelöst . Oft versucht sie ein Hund zu seinem Besitzer zu retten was nicht immer gut für den Besitzer ist
      Danke , sehr interessant.

      Gruß, Christian
    • Noch ein kleine Story aus der Zeitung und aus Erzählungen bzw. selbst erlebt...

      In Saarijärvi wollten vor 2 Jahren 3 Idioten im Winter einen Bären wildern.
      Sie schicken den Hund in die Höhle den Bär rausscheuchen.... der kam dann auch raus und war recht angesäuert.
      Ende vom Lied.... Hund ok, Bär tot, und die Sanies und Ärzte sprachen von Patchwork und Puzzeln um die 3 wieder zusammenzuflicken. Alles hat gelacht und die haben noch eine saftige Strafe verpasst bekommen.

      In anderen Worten, wer sich mit einem Bär anlegt ist besser Privatversichert.



      Vor 8 oder 9 Jahren hier bei mir, steht morgens plötzlich ein 3 Jahre alter verzogener Bär am Zaun vom Kindergarten.... Hui, da war was los, ich konnte von meinem Küchenfenster aus zuschauen, mit meiner kleinen auf dem Arm.
      2 Strassen weiter ist der Bär dann mit einem Poliisi aneinandergeraten.... 40-50 Schuss aus einer MP5 hat es gebraucht, und eine neue Unterhose für den Polizisten. Ja, er musste nachladen, das eine Mag in der Einstellung F für Friede hat nicht genügt.

      In anderen Worten die Polizei in den betroffenen Gebieten sollten sicherheitshalber etwas dickeres in Griffweite haben oder zumindest wissen wo sie was potenteres herbekommen. Bei uns sind nur 2 Patronen in .308 für Bär zugelassen (SAKO Hammerhead 1 + 2), empfohlen wird stärkeres. Es kann passieren, muss aber nicht.
      Bei einem Hausabstand von 80m+ kann ein Bär unbemerkt durchsickern, in einer dt. Ortschaft oder dem Kurpark von Bad Reichenhall wirds schwierig.


      Ich hätten noch einiges auf Lager....

      Unser altes Bärenmännchen hier bei uns in der Gegend ist etwas schwerhörig, deshalb trifft man sich alle paar Jahre mal. Man sagt Hallo, schimpft das er endlich mal zum Ohrenarzt gehen soll und bewegt sich ruhig aber zügeg in entgegengesetzten Richtungen weg. Fall erledigt.
      Beim ersten mal war ich mit dem Schwiefervater unterwegs... seit damals kennt der Bär seine Personenkennnummer und die Zahl Pi bis zur 20. Stelle nach dem Komma (Mathematiker....). Ich.... na lassen wir das.


      Greift ein Bär an sind das zu 90% Scheinangriffe.... wenn nicht.... naja, der muss auch von was leben ;)
      Ich habe noch nicht gehört das sich ein Bär mit einer Kuh angelegt hätte, von daher sollte Weidehaltung im Alpinen Bereich auch recht unproblematisch sein.

      Gruss