Kienspan ja oder nein?

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    • Kienspan ja oder nein?

      Hallöchen,

      ich befasse mich erst sehr kurz mit dem Thema Bushcraft.

      Heute war ich unterwegs und habe am Stumpf einer gefällten Kiefer ein Ecke Holz mitgenommen die für mich erstmal nach Kien aussah aufgrund der Rotfärbung und des Geruchs nach Harz.

      Kann man das so an Hand der Bilder bestätigen? Welche Möglichkeiten habe ich Kien si her als solches zu identifizieren?

      Vielen Dank erstmal :)
      Bilder
      • IMG_20200105_154712.jpg

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    • Hi Benny,

      das kann ich dir anhand der Bilder leider nicht sagen: –). Kienspan schaut aus wie kandiszucker oder Bernstein und sammelt sich in den Gefäßen der Wurzel, auch mal des Stumpfes oder an astansätzen, also eher außen. Könnte also schon sein. Allerdings findest du Kienspan normalerweise eher im toten Holz (also ich zumindest) wenn sich dann das Holz komplett damit gesättigt hat. Die Zündel-Probe ist ganz einfach: schneid mal einen dünnen Span ab und versuche ihn mit dem Feuerzeug zu entzünden. Wenn der Spab innerhalb von Sekunden Feuer fängt und mit schwarzem Rauch und gelber Flamme abbrennt, dann hast du auf jeden Fall sehr harziges Holz erwischt, vielleicht sogar Kienspan :)

      Hilft dir das schon mal?

      //Kahel hat ja eh schon das richtige Video rausgesucht: –)
      Gewitter im Mai, April vorbei.

      BCG Wildkatzen !

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Grizzly Mom ()

    • Hi Benny
      Suche am besten in einem Wirtschaftswald mit Kiefern und Sandboden.
      Da suchst du nach abgesägten Baumstümpfen die vermodert sind. Diese sollten mehrere Jahre abgesägt im Boden sein. Oft reicht es feste dagegen zu treten. Meisten lösen sich die Stümpfe dann bereits etwas aus der Erde. Wenn ein Geruch von Harz ausströmt hast du einen Treffer.

      Viel Spaß beim ernten.
      "Das haben wir noch nie probiert, also geht es sicher gut."
      Pippi Langstrumpf
    • Neu

      Benny schrieb:


      Kann man das so an Hand der Bilder bestätigen? Welche Möglichkeiten habe ich Kien si her als solches zu identifizieren?
      Grundsätzlich anhand der Bilder nicht so leicht zu erkennen. Konkret bei deinen würde ich sagen das es sicher kein Kienspan ist. Vlt. etwas harzigeres Wurzelholz, mehr aber nicht. Dennoch schön :)

      Also ich teste den vermeintlichen Kienspan direkt im Wald indem ich mir ein aufgespaltenes Stück an die Lippen drücke. Fühlt es sich sehr kalt bzw. feucht an dann kommt die Rotfärbung durch Feuchtigkeit zustande und verschwindet beim trocknen. Habe das schon mit einigen Stücken gehabt die ich für Kienspan gehalten habe. Kienspan fühlt sich deutlich wärmer und trockener an den Lippen an. Hinzu kommt ein fast schon beißender Harzgeruch und Kienspan ist verdammt schwer im Vergleich zu "normalem" Holz. Wenn du mal mit dem Messer ein wenig an einer harzigen Stelle schnitzt müsstest du eine hohe Härte feststellen. Zündest du einen Schnitzspahn an sollte direkt Harz austreten und "brutzeln".

      Das sind so meine Kriterien. Sobald du aber einmal Kienspan gefunden, veratbeitet und benutzt hast wirst du ihn zukünftig leicht erkennen. Ziemlich unverwechselbar.
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben." - Alexander von Humbold

    • Neu

      @Billy Hill
      Erleuchtung:

      Wenn man sich mit Kienspan beschäftigt hat, stolpert irgendwann mal auch darüber. ;)

      de.m.wikipedia.org/wiki/Kienspan

      Als Harzerjunge war das auch in der Schule durchgenommen worden. ^^
      Hier Kien aus einer Kiefernwurzel die schon vor mehreren Jahren gefällt wurde und bist zur Ernte im Boden blieb.

      Etwas mager aber war trotzdem gut zum Zündeln.
      :hut:
      Gruß
      Andy
      :hut:
      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;)
      Und Jage nicht was du nicht töten kannst! :hut:
      Member of the Hateful fifteen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von trapperandy ()

    • Neu

      @Benny etwas weniger an Masse, dafuer leichter findet man auch Kienspan an umgestuerzten Kiefer, an den Astansaetzen wird vom Baum oft Harz eingeschossen. Das ist halt in der Regel nicht so ein grosser Schatzfund wie bei den Wurzeln, spart aber unter Umstaenden viel Arbeit, wenn man mal schnell was fuer ein Feuer braucht, statt es horten zu wollen; riecht es? dann reicht es ;)

      Je nachdem, in welcher Gegend man wohnt, gibt's aber bessere Methoden, ich finde alle 100m 'ne Birke, fuer Kiefern muss ich erstmal ein paar Kilometer weiter, eben dahin wo es nicht moorig ist, sondern sandig. :Squirrel:
      Die gibt es hier hoechstens vereinzelt in Hintergaerten xD
      Fichtenharz bietet sich auch an, aber das Geschmiere ist schon zu sehr Bushcraft :mrgreen: - dann doch lieber baggern und hacken.
      Historiker J. Talmon, Israel, hat 2 Demokratiearten unterschieden: pluralistisch-liberale-dogmenfreie u. totalitäre mit herrschender Doktrin und Denkverboten. In der 2. Variation gibt es eine Wahrheit a priori. Debatten sind Störfälle. Die einzig selig machende Wahrheit wird mit Mitteln d. Wissenschaft alternativlos gemacht, auf säkulare Weise für sakrosankt erklärt. Wer Differenzierung fordert oder zweifelt, wird mit dem Etikett «Leugner» in die Ecke der Flacherdler gestellt.
    • Neu

      trapperandy schrieb:

      @el_largo

      Der Stamm auf Deinem Foto sieht mir für Kien aber zu frisch und feucht aus.
      Echter Kien braucht länger um sich Kienspan zu nennen.
      Schöne Bilder. :thumbup:
      :hut:
      Welches Foto meinst Du denn? Der "stamm auf dem vierten Bild ist ein abgesägter Ast und ich fresse einen Besen, wenn das kein Kienholz ist. Oder: ich hatte noch nie richtigen Kienspan. Zum Feuer machen hat es allerdings bisher meistens gereicht!
      Grüße vom Largo
    • Neu

      el_largo schrieb:

      trapperandy schrieb:

      @el_largo

      Der Stamm auf Deinem Foto sieht mir für Kien aber zu frisch und feucht aus.
      Echter Kien braucht länger um sich Kienspan zu nennen.
      Schöne Bilder. :thumbup:
      :hut:
      Welches Foto meinst Du denn? Der "stamm auf dem vierten Bild ist ein abgesägter Ast und ich fresse einen Besen, wenn das kein Kienholz ist. Oder: ich hatte noch nie richtigen Kienspan. Zum Feuer machen hat es allerdings bisher meistens gereicht!
      Guten Hunger :thumbup:
      Das nennt man Harzhaltiges Holz und das brennt auch gut. ;)

      Hier ein sehr schönes Thema:
      Kienspan finden und sammeln

      Und noch mal der Link von oben.
      de.m.wikipedia.org/wiki/Kienspan

      Munter bleiben :thumbup:
      :hut:
      Gruß
      Andy
      :hut:
      Alles was Du über mich hörst, kann genau so falsch sein, wie die Person,
      die es Dir erzählt hat. ;)
      Und Jage nicht was du nicht töten kannst! :hut:
      Member of the Hateful fifteen
    • Neu

      Ich hab mir sagen lassen, dass meine Mama keinen Depp aufgezogen hat ;)

      Ich neige dazu, mich mit einem Thema eingehend zu beschäftigen, wenn es mich anfixt wie Kienspan und ich habe doch schon einiges mehr als den Wikipedia-Artikel darüber gelesen.
      Harzhaltiges Holz kenne ich durchaus auch, ich bin in einem fichtenholzbeheizten Haushalt groß geworden ;) und weiß daher, dass solches Holz nicht einfach feine Hobelspänchen hergibt, wenn man mit einem scharfen Messerrücken dran kratzt, sondern einfach nur das Messer mit Harz einsaut!
      Es mag, wie schon geschrieben, vielleicht nicht die allerbeste Sandbodenkienspanqualität aus 15 Jahre Rottungsprozessstumpf sein, aber es ist durchaus respektabler Kienspan. Das musst Du mir, lieber @trapperandy jetzt einfach glauben :*
      Grüße vom Largo
    • Neu

      kann ich nicht beurteilen, gibt kein Geruchsinternet xD brennt es? :thumbsup:
      Historiker J. Talmon, Israel, hat 2 Demokratiearten unterschieden: pluralistisch-liberale-dogmenfreie u. totalitäre mit herrschender Doktrin und Denkverboten. In der 2. Variation gibt es eine Wahrheit a priori. Debatten sind Störfälle. Die einzig selig machende Wahrheit wird mit Mitteln d. Wissenschaft alternativlos gemacht, auf säkulare Weise für sakrosankt erklärt. Wer Differenzierung fordert oder zweifelt, wird mit dem Etikett «Leugner» in die Ecke der Flacherdler gestellt.