INIPI - Die Schwitzhütte

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    • INIPI - Die Schwitzhütte

      INIPI heißt auf Deutsch „wo sie schwitzen“ und ist die Bezeichnung für die traditionelle indianische Schwitzhüttenzeremonie der Lakota.
      Diese dient ursprünglich als Heil- und Reinigungsritual.
      Zu jedem Element, das bei einer INIPI Verwendung findet, gibt es eine rituelle Zuordnung.
      Die Schwitzhütte selbst, welche eine aus Haselnuss oder Weidenzweigen errichtete Kuppel ist, symbolisiert den Leib (die Gebärmutter) von Mutter Erde (auf Lakota: Ina Maka).

      Der Ort der INIPI wird auf ganz bestimmte Weise gestaltet. Hierbei wird den vier Himmelrichtungen und dessen traditionellen Geltungen besondere Bedeutung eingeräumt.
      So steht die Schwitzhütte selbst im Osten des Platzes, dem Ort der Geburt, des Frühlings, dem Morgen und der aufsteigenden Kräfte.
      Ihr gegenüber wird die Feuerstelle im Westen errichtet, wo das Feuer die Sonne darstellt und den Ort der Auflösung, des Herbstes und der absteigenden Kräfte versinnbildlicht.
      Zwischen Erde (Schwitzhütte) und Sonne (Feuerstelle) befindet sich der Altar, der die Kräfte des Mondes wieder spiegelt. Der Altar wird aus der Erde errichtet die aus dem inneren der Schwitzhütte entnommen wird (aus dem Herzen von Ina Maka), eine kleine Grube für die Stelle an der während der Zeremonie die heißen Steine hinein gelegt werden.
      Zwischen Feuerstelle und Schwitzhütte befindet sich ein kleiner Weg, welcher Mutter Erde und die Sonne verbindet und der während der Zeremonie von den Teilnehmern nicht betreten werden darf, da sie vor diesem Ritual als „unrein“ gelten. So verbinden sich die Kräfte von Erde, Sonne und Mond untereinander.


      Die Schwitzhütte selbst ist der Ort an dem die Reinigung und ggf. die Heilung der Teilnehmer stattfindet, welche dann nach dem Ritus durch Ina Maka „neu geboren“ werden. Sie steigen aus ihrem Leib, geheilt durch die Kraft der Spirits die diese Zeremonie begleiten.
      Um die Unterstützung und die Heilkräfte der Spirits (geistigen Kräfte) zu erhalten, werden diese vor Beginn des Heilrituals eingeladen. Dafür werden 6 Himmelrichtungen „angerufen“ um dessen Kräfte hinzu zu ziehen. Das sind Osten, Süden, Westen, Norden, Wakan Tanka (heilige Macht, Himmel), und die Kraft der Erde (Geist von Ina Maka).
      Dem Osten ordnet man hier Kräfte wie Schöpfungskraft, Kreativität, Spontaneität, Geist und Sexualität zu und die Farbe dieser Geister ist Gelb.
      Der Süden ist der Ort der Fülle, des Reichtums, des Vertrauens, der Geborgenheit und der Heilung und die Farbe der Südgeister ist Weiß.
      Der Westen ist der Ort der Transformation, der Auflösung, des Loslassens, der Trauer, des Todes, der Einsamkeit, der Ahnen und der Wurzelkraft und die Farbe der Westgeister ist schwarz.
      Im Norden wohnen die Geister der Weisheit, der Entscheidungsfähigkeit, des Durchsetzungsvermögens und des Weitblicks und ihre Farbe ist Rot.
      Wakan Tanka ist das „Große Geheimnis“ der Ort der Großväter (auf Lakota: Tunkashila) und deren Farbe ist Blau.
      Die Farbe der Ina Maka, unserer Mutter Erde ist Grün.
      Diese Farben spielen bei der Herstellung der Tobacco-Ties eine Rolle. Das sind kleine Gebetsbeutelchen die mit etwas Tabak gefüllt werden und die die Farben der heiligen Richtungen tragen. Sie werden an einem roten Faden, der den roten (weisen) Pfad symbolisieren soll, zusammengebunden. Traditionell werden insgesamt 405 Ties hergestellt. Sie stehen für die 405 Geistwesen die die Lakota für rituelle Zwecke zuziehen. Zu jeden dieser Ties wird ein Gebet gesprochen. Dabei kann man für seine Familie, Freunde oder andere Menschen die Heilung bedürfen beten. Die Ties werden dann mit in die Schwitzhütte genommen und an die Decke der Hütte gebunden. Nach der Zeremonie nimmt jeder Teilnehmer seine Kette mit nach draußen und übergibt sie dem Feuer, wo die Gebete in die geistige Welt transformiert werden.
      Auch die Feuerstelle wird auf ganz bestimmte Weise hergerichtet. Nichts ist bei dieser Zeremonie zufällig, alles hat einen tieferen Sinn.



      Die Holzscheite der Feuerstelle werden in 3 Etagen gestapelt und darauf ein Stützgitter aus Holz gerichtet auf welches dann die Steine gelegt werden. Die 3 Etagen versinnbildlichen die 3 geistigen Welten. Die untere Welt, da wo unsere Krafttiere wohnen, die mittlere Welt, eine Art parallele feinstoffliche Ebene unserer Wirklichkeit und die obere Welt, die Ebene wo unsere geistigen Lehrer existieren.
      Die Steine zählen als das älteste Volk unserer Erde. Das Steinvolk ist eines der 4 Völker die die Lakota bezeichnen. Es wird über den 3 Welten gestapelt und wenn das Feuer entzündet ist und das Stützgitter verbrannt, fallen die Großväter (Steine) durch diese 3 Welten hindurch. Durch die Flammen fangen sie dann an zu glühen und können so ihre Heilkräfte für die INIPI freisetzen.
      Das zweitgeborene Volk das die Lakota benennen ist das Pflanzenvolk. Auch dieses Volk spielt bei der INIPI eine wichtige Rolle und zwar in der Form von Räucherkräutern und Kinniknik (Tabak). Der Tabak ist sozusagen ein Medium dass durch die Verbrennung der Ties als Bote für die Gebete der Teilnehmer steht. Die Pflanzengeister tragen so die Gebete zu den Spirits. Außerdem werden ganz bestimmte Kräuter in der Schwitzhütte auf den glühenden Steinen verräuchert. Dafür werden hauptsächlich Salbei und Süßgraß verwendet.
      Der Pflanzengeist des Salbeis hat hier eine besonders reinigende und schützende Wirkung, wobei das Süßgras die Eigenschaft hat den Raum für die Geistwelt zu öffnen und die Spirits herein zu bitten. Da Süßgras eine sehr hohe Schwingung hat und damit jeden Geist anlockt, wird dieses nur zusammen mit Salbei verräuchert.
      Das dritte geboren Volk ist das der Tiere. Um ihnen die Ehre zu erweisen darf die Schwitzhütte von den Teilnehmern nur auf „allen Vieren“ betreten werden. Das heißt man kriecht auf den Knien und Händen im Urzeigersinn in die Schwitzhütte hinein. Im Urzeigersinn deshalb weil sich die Energie rechts herum bewegt und sich so am Altar, der rechts neben dem Schwitzhütteneingang steht, sammelt. Auf dem Altar können also auch Gegenstände abgelegt werden die dann mit Energie aufgeladen werden und so zu Kraftgegenständen werden.
      Der Mensch gilt als das jüngste der 4 Erdenvölker und erweist durch all diese Gesten seinen Vorfahren und Ahnen die Ehre. Außerdem wird dies noch durch ein Mantra, das zu verschiedenen Zwecken gesprochen wird bekräftigt. Es heißt „Mitakoje Ojasin“ (Sinngemäß übersetzt: für alle meine Verwandten).
      Die Zeremonie wird von einem kundigen Schwitzhüttenleiter gelenkt und geleitet. Er oder sie hat die Aufgabe die richtigen Dinge zur richtigen Zeit durchzuführen und die Teilnehmer der Gruppe während der Zeremonie zu begleiten und die Heilenergie aufrecht zu erhalten.

      In diesem Sinne
      Mitakoje Ojasin


      (Text : von der webseite meiner Frau / Fotoquelle: wolf-amarok.... & jotinshaikos.de )

      Nachtrag:
      INIPI ist eine "spezielle" direkte Art einer Schwitzhüttenzeremonie!
      Es gibt quer um den Globus auch andere Versionen und Bräuche, bei denen ebenfalls "Schwitzhütten" oder "Schwitzkuppeln" verwendet werden.
      Die hier dargestellte ist jene, wie sie damals von Archie Fire Lame Deer nach Europa gebracht wurde.


      Freue mich über Ergänzungen, eigene Erfahrungen, Weiterführendes usw.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Venator ()

    • Sehr interessant.
      Was für ein lustiger Zufall.

      Genau heute bei der Arbeit hab ich auch an Schwitzhütten und Waldsaunen gedacht. Ich hätt mal richtig Lust auf ne Wintertour wo man sich am Ende so nen Kasten baut und schön gemütlich um die Wette schwitzt während draussen der Schneesturm tobt.
      Ich hab allerdings mit der spirituellen Seite da, nicht viel am Hut. Hätt halt gern einfach Hütte wo man ordentlich drin schwitzen kann.
      Niemand
    • Desertstorm schrieb:

      Sehr interessant.
      Was für ein lustiger Zufall.

      Genau heute bei der Arbeit hab ich auch an Schwitzhütten und Waldsaunen gedacht. Ich hätt mal richtig Lust auf ne Wintertour wo man sich am Ende so nen Kasten baut und schön gemütlich um die Wette schwitzt während draussen der Schneesturm tobt.
      Ich hab allerdings mit der spirituellen Seite da, nicht viel am Hut. Hätt halt gern einfach Hütte wo man ordentlich drin schwitzen kann.

      Naja, die hier beschriebene Variante ist halt nunmal direkt auf die "Inipi-Zeremonie" abgestimmt (die widerum nur EIN Teil der 7 Zeremonien ist). Egal, wär jetzt zuviel Theorie....
      Ja, die "spirituelle" Komponente (die eigentlich der Hauptpunkt ist) ist nicht jedermanns Sache, klar.
      Vor allem weil auch ne Menge Unsinn und Butzelhubers Kringelei da verbreitet wird.

      Ne Anleitung für eine "einfachere" Schwitzhütte (für bis max 6-8 Leute) haben wir auch noch. Die ist dann "nur" zum abschwitzen.
    • Schöne Erklärung, was dahinter steckt. Das der Mensch das jüngste Volk ist, haben leider viele vergessen.
      Fände ich persönlich sehr schön, wenn so etwas auch mal auf einem Treffen statt finden würde und selbst für die,
      die mit der spirituellen Seite nicht viel anfangen können, hätte es auf jeden Fall eine positive Wirkung auf den Körper.

      Viele wissen bestimmt nicht, dass z.B. Borreliose mit Schwitzhüttenanwendungen geheilt werden kann, weil die Bakterien
      ab über 41 Grad abgetötet werden. Geht natürlich auch in einer normalen Sauna, aber viele Heil- und Reinigungsrituale
      beziehen den "ganzen" Menschen mit ein, weil wir ja nicht nur aus Fleisch und Wasser bestehen.
      Dafür muss ein Mensch natürlich offen sein, sich selbst gegenüber.


      Wenn ich so drüber nachdenke...ich fände wirklich mal ein Schwitzhüttentreffen, mit Selbstbau dieser und einem kleinen Ritual schön
      und wäre sehr neugierig darauf, allein, weil man sich mal auf einer ganz anderen Ebene trifft.
      :schwein:
    • Mandelaugen schrieb:

      Viele wissen bestimmt nicht, dass z.B. Borreliose mit Schwitzhüttenanwendungen geheilt werden kann, weil die Bakterien
      ab über 41 Grad abgetötet werden.
      Gibts da Quellen dafür, dass Bakterien bei 41°C absterben?
      Ich hab nur was Gegenteiliges gefunden...
      heilpflanzen-info.ch/cms/blog/…rapie-bei-borreliose.html

      Zitat hieraus:
      Tatsache ist, dass bei 42°C für die Borrelien keine idealen Wachstumsbedingungen herrschen. Man könnte also davon ausgehen, dass sie sich bei dieser Temperatur nicht vermehren – wozu aber dann die Temperatur konstant auf dieser Höhe gehalten werden müsste…. Dass die Borrelien bei 42°C im Körper abgetötet werden, müsste noch belegt werden. Es gibt dazu jedenfalls keine Studien. Klar ist allerdings, dass eine Überhitzung des Körpers auf 42°C riskant ist. Ab einer Temperatur von 41°C werden wichtige Eiweisse zerstört, welche für die Gefässregulation verantwortlich sind. Es kann zum Kreislaufkollaps kommen. Auch weitere Schäden zum Beispiel im besonders hitzeempfindlichen Gehirn sind möglich. Es ist ganz einfach so, dass sowohl das eiweisshaltige Gewebe der Borrelien als auch das eiweisshaltige Gewebe des menschlichen Organismus hitzeempfindlich ist. Es fragt sich also nur, wer zuerst stirbt: Der Borreliosekranke oder die Borrelien.

      Ich seh das eher so wie @Desertstorm. Mal ne Runde schwitzen: Sehr gerne!
      Bei Krankheiten mit denen nicht zu spasen ist und die bei falscher Behandlung lebenslange Schäden verursachen, gehe ich direkt zum Doc und nicht zum Schamanen.
      Bei allen "Lapalien-Krankheiten": Die gehn so oder so wieder weg :)
      "Physik ist wie Sex. Beide können interessante Ergebnisse hervorbringen,aber das ist nicht der Grund, weshalb wir Spaß daran haben."
      Richard Feynman (1918-1988)
    • Mandelaugen schrieb:

      ..... Viele wissen bestimmt nicht, dass z.B. Borreliose mit Schwitzhüttenanwendungen geheilt werden kann, weil die Bakterien
      ab über 41 Grad abgetötet werden. .....
      Sorry Mandelaugen, aber das ist hahnebüchener, gefährlicher Unsinn.

      Ich liefere auch gleich die Begründung mit:
      Im Körperinneren kommen wir nicht auf 41Grad. Wäre auch sehr ungesund.
      Und es ist gut so das es so ist, denn: Sonst müssten wir nach jedem Saunagang unsere komplette Darmflora/Fauna erneut aufbauen, nach deiner Theorie sterben ja alle Bakterien.
      Es gibt Bakterien die auch mit Temperaturen über 100 Grad klar kommen.
      Wir bestehen übrigens aus Fleisch (Eiweißverbindungen!), Knochen und Wasser ... .


      Ich habe selber Boreliose bzw. Borelien und gehe regelmäßig in die Sauna, einfach nur weil es mir gut tut.



      Zum Thema:
      Nichtmal die native Nations machen soviel Brimborium ums Schwitzen. Sie wissen es aber als altes überliefertes Brauchtum zu schätzen, wissen aber auch das eben vieles Märchen und Geschichte ist.
      Da steht mittlerweile auch der gesundheitliche Aspekt klar im Vordergrund. Im übrigen funktionieren diese Rituale nicht beim weissen Mann, sagen die alten echten Shamanen.
      Nichtmal bei anderen Stämmen ... .
      Trotzdem hoch interessant was sich die Urvölker so bei ihren Ritualen gedacht haben.

      Ich mache das einfach gerne, weil es Spaß macht und gut tut. So eine Schwitzhütte ist auch fix gebaut.

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von ope ()

    • Hallo,

      ich habe einmal an einem Schwitzhüttenritual teilgenommen.
      Alter was habe ich gelitten. Waren doch erst 5 von 13 glühenden
      ca 10kg Lavasteinen drinne. Das reichte mir.
      Bei diesen Höllentemperaturen kann ich sehr gut verstehen, warum
      man da in andere Sphären kommt.

      Gruss
      Konrad

      edit: ich habe viele Jahre Sauna gemacht aber das war ein Dreck gegen diese Schwitzhütte.
      Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Konradsky ()

    • Oh, welche Wut und Zorn da mir wieder einmal entgegen springt... :love:

      Hier geht es um Schwitzhütten und der Ersteller hat bestimmt keine Lust, dass das jetzt hier ein Borreliosethema wird!

      Ich mach es kurz und schmerzlos, damit der Faden hier nicht weiter verseucht wird...

      Ich hatte selbst letztes Jahr Borreliose und aufgrund dessen habe ich mich "schlau" gemacht in alle Richtungen.

      Hier könnt ihr auch was dazu lesen...

      ovb-online.de/rosenheim/borrel…d-eingeheizt-4659465.html

      Mir hat es geholfen, dass die tauben/gelähmten Finger wieder normal wurden und div. andere Symptome und mir geht es wieder gut.
      Ich war bei keinem Schamanen...ich bin einfach nur OFFEN für alles und wenn es mir hilft, juckt es mich nicht, was ihr daraus macht ;)
      :schwein:
    • Hm, sehr schwierig, sich ein genaues Bild über die Borreliose-Theorien zu machen. Der von Mandelaugen verlinkte Artikel sagt ja ab 41,6 C... Zu dem Thema Borreliose, welches für uns alle ja aktuell ist, sollten wir nen extra Faden aufmachen und nicht hier weiter diskutieren.

      Unser Sohn hatte übrigens ne Woche nach seiner Geburt einige Tage lang 42°C und lag auf Baby-Intensiv... 42°C sind also durchaus möglich, ist aber kein schöner Anblick (verkabeltes teilnahmsloses Würmchen im Glaskasten) und macht einen ziemlich demütig...

      Edit: Und Fieber ist ja deswegen auch eine Gratwanderung, da der Körper versucht, die Keime durch hohe Temperatur loszuwerden ohne sich selbst dabei zu sehr zu schaden. Das würde es ja nicht geben, wenn es nicht Keime gäbe, bei denen dies funktioniert. Klar gibt es auch thermostabile Baktiereien, wie an den schwarzen Rauchern und so. Aber das ist ja auch ein ganz anderes Thema.

      Nochmal Edit: Ne Gradwanderung ist natürlich etwas völlig anderes als ne Gratwanderung... :D
    • ope schrieb:

      Zum Thema:
      Nichtmal die native Nations machen soviel Brimborium ums Schwitzen. Sie wissen es aber als altes überliefertes Brauchtum zu schätzen, wissen aber auch das eben vieles Märchen und Geschichte ist.
      Da steht mittlerweile auch der gesundheitliche Aspekt klar im Vordergrund. Im übrigen funktionieren diese Rituale nicht beim weissen Mann, sagen die alten echten Shamanen.
      Nichtmal bei anderen Stämmen ... .
      Trotzdem hoch interessant was sich die Urvölker so bei ihren Ritualen gedacht haben.

      Kannst Du das belegen?
      Erstens, gibts bei "Natives" keinen Schamanen, sondern Medizinleute.
      Zweitens: Ich weiss es definitiv von Reservats"indianern" die (wieder) ihre Bräuche abhalten (auch wenn viele jetzt auf Crystal Meth sind) das sehr wohl Wert und eben "Brimborium" gelegt wird. Grad die "neue" Generation, die die Schnauze vollhaben vom BIA usw.

      Die Rituale funktionieren nicht beim "weissen Mann"? Na dann ists doch gut (allerdings frag ich mich, was ich dann in Inipis erlebt habe... Einbildung warscheinlich)... Sicher sprechen sich viele der 500 Nations dagegen aus, dass "WEISSE" diese Sachen nutzen. Das ABER dabei:
      Schlimmer ist es, wenn Europäer Indianer spielen und sich fremdschmücken! Und dabei ihre eigene Kultur und Geschichte vergessen.
      "Red Horse" Duncan hat mir dazu vor paar Jahren mal eine Mail geschrieben, wo es eben explizit darum ging, diese, wie hier eben Inipis (o.ä.) zu nutzen, um daraus aber eben den "EIGENEN Anschluss" wieder zu finden. Hilfe zur Selbsthilfe quasi.
      Das ist der Knackpunkt.

      Hattest Du in "dem anderen Forum" nicht auch ne Signatur in phonetisch (freiem) Lakota/Dakota stehen? Ja?? gut :racoon:

      Nebenbei: Ähnliche Traditionen und Bräuche gab und gibt es auch "bei uns".
      Schwitzen, egal jetzt mal den Kontext, gehört(e) zu fast jeder Kultur dazu.

      Lesehinweis dazu: Popfinger

      Ansonsten:
      Diskussionen oder Nicht zum Thema gehörendes wie Borreliose usw nach woanders verlagern. Ist hier nicht das Thema! Danke.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Venator ()

    • Mandelaugen schrieb:

      Wenn ich so drüber nachdenke...ich fände wirklich mal ein Schwitzhüttentreffen, mit Selbstbau dieser und einem kleinen Ritual schön
      und wäre sehr neugierig darauf, allein, weil man sich mal auf einer ganz anderen Ebene trifft.

      Auf/Bei nem "Bushcraft Treffen" eher weniger.
      In einem anderen Rahmen bzw anderem Zusammenhang, gern. Ne halbwegs vernünftige Hütte dauert schon ein ganzes WE, kommt ja noch "Zeug" ringsum.
      Aber sowas nicht in dem Faden.
    • Shamane und Medizinleute haben die gleiche Funktion.

      Sicher halten viele junge Indianer wieder Zeremonien ab, weil sie stolz auf ihre Herkunft sind. Ist ja auch eine gute Einstellung!
      Sie gehen aber auch kritisch damit um! Sie gehen bei ernsthaften Erkrankungen nicht zum Medizinmann sondern zum Arzt.
      Wissenschaftler, Ärzte, Biologen, Chemiker ... sind im Prinzip nichts anderes als Shamanen oder Medizinmänner, sie gehen den Geheimnissen unserer Natur durch Beobachtung auf den Grund. Wäre dem nicht so gäbe es deutlich weniger indianische Ärzte, Wissenschaftler. Viel medizinisches Wissen der Schulmedizin basiert aud diesem alten Wissen.

      Klar ist es Einbildung! Nichts anderes macht man sich zu nutze.

      Geht es um Hilfe zur Selbsthilfe bezüglich des eigenen Anschlusses braucht es hier dazu keine indianischen Rituale, sondern höchstens, wenn überhaupt ... eigene. Und Rituale an sich sind nicht hilfreich bei der Selbstfindung. Aufmerksamkeit, Verzicht (hilft bei der Konzentration auf das Wesentliche), Selbstreflektion, Nachdenken dagegen schon.

      Ja, ich hatte eine solche Signatur, weil ich sie passend finde.

      Ich denke wir gehen jetzt wieder zurück in die Historie, dein Wissen darum ist wirklich beeindruckend.
      Zur praktischen Seite, welche Steine verwendest du und warum?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ope ()

    • Ich bin auch kein Moderator - bitte aber trotzdem um Vermeidung von OT ODER wenn schon, dann um DIFFERENZIERUNG oder Belege:

      "DIE native nations" gibt es nicht, sondern hunderte mit verschiedensten Überlieferungen, religiösen Vorstellungen und Zeremonien. Auch wenn es viele Überschneidungen und gemeinsame Grundlagen gibt.
      Die von Venator beschriebene INIPI Zeremonie nach Lakota Art wird man sicherlich nicht gleichermaßen finden bei z.B. den Ojibway, und bei den Hopi schon gar nicht.

      Warum kann die Körpertemperatur innen nicht auf über 41° steigen - Beleg bitte!
      (Rektalmessung bildet eben GERADE Organtemperatur ab - sprich: innen!)

      Warum sollten NUR die Borreliose Bakterien nicht bei 41° absterben können. Beleg bitte. Es hieß nicht "alle Bakterien", sondern die Borreliose.

      "Nichtmal die native Nations machen soviel Brimborium ums Schwitzen. Sie wissen es aber als altes überliefertes Brauchtum zu schätzen, wissen aber auch das eben vieles Märchen und Geschichte ist."
      Belege bitte dazu! Ich habe selbst in Browning hinter vielen, vielen armseligen Hütten im Reservat trotz allem eine Schwitzhütte gesehen.
      Für meinen Kumpel, der bei den Lakota in Pine Ridge gelebt hat für seine Diplomarbeit, war das auch an der Tagesordnung.
      Der spirituelle Aspekt ist dabei stets präsent - ich habe nie gehört, dass ein Blackfoot oder bei meinem Kumpel ein Lakota behauptet hätte, das wären Märchen oder Einbildung! Im Gegenteil!

      "klar ist es Einbildung" - kann nur der sagen, der es nicht erlebt hat und anderen deshalb unterstellt, sich was einzubilden!
      Diese Unterstellung ist gleichzeitig eine unpassende Anmaßung, die nur die Beschränktheit des Erfahrungshorizontes dokumentiert in dieser Sache, nicht besseres Wissen!

      Diese Thema hatten wir andernorts schon so oft - und nun geht es hier auch wieder los.
      Wer zu spirituellen Dingen oder generell zu bestimmten Themen nichts aus eigener Erfahrung (mehr) weiß oder Gegenteiliges belegen kann, oder ganz einfach nicht an etwas glaubt... der kann sich ja auch mal raushalten.

      Wer Spiritualität nicht versteht, sollte sich in solchen Fäden auch nicht einmischen.
      (Wer Bushcraft doof findet, kann ja auch woanders ein passenderes Forum suchen - was sollte der hier beitragen können außer destruktiv auf die Fäden zu wirken?!)
      Weit und offen wie der Himmel
    • maggot schrieb:

      In einem Bushcraftforum über Spiritualität zu diskutieren...
      Finde den Fehler

      Wer hats "erfunden" und wo kommts her? ... Genau... Fehler gefunden :chilli:

      @ope
      Welche Steine wolltest Du wissen?
      Die, die die Natur hergibt. Jedenfalls keinen "Kalk", oder sowas. Im besten Falle, je nach Gegend, Lavagestein...Oder Granitarten.
      In der Regel aber, so wie es Einheimische nunmal tun, je nach Gebiet, das was da ist.
      trockene Flussteine, oder Megal-Kiesel usw usf.

      Warum? Grundsatz: "Mutter Erde hat alles was Du brauchst, immer am rechten Platz."
      Könnte Dir jetzt natürlich auch eine Meeeega Story auftischen, über die bunte Kuh und die eierlegende Büffelkalbfrau aus Turkmenistan, wär aber dann doch ziemlich albern :P .