Sirenentesttag 2020

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    • Sirenentesttag 2020

      Am Do. 10.09.2020 werden Bundesweit um 11:00 Uhr alle Sirenen getestet und es werden alle gängigen Alarmtöne ausgelöst.
      Auch Funk und Fernsehen und alle Warn-Apps, wie z. B. NINA werden bei dem Probealarm mit einbezogen. Dies soll nun wieder künftig jährlich
      jeden zweiten Donnerstag im September geschehen.

      Wundert euch also nicht wenn es am Do. ab 11:00 Uhr etwas lauter wird.

      Weitere Infos findet sicher selber im Internet.

      LG
      Is(s)t gern in der Natur
    • Schönes Bild, noch schönerer Munga! :thumbsup:

      Btw hier im Osten existieren oft auch noch die propaganda Lautsprecher. In einigen Gemeinden gibt es manchmal Gemeinderadio darüber...

      Wurde ja alles reduziert und abgebaut.
      Wer von Euch weiss eigentlich, wo sich der nächste Schutzraum befindet?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Emil_Strauss ()

    • Vom Bund werden Schutzräume als obsolet betrachtet (nicht meine Meinung, ich bin anderer Ansicht):
      Antwort auf Anfrage
      Der mir nächste, im Text erwähnte, ist schon außer Funktion und dient nur noch als Tiefgarage.
      Hier noch der Link zu der Anfrage: bi.mainz.de/getfile.php?id=163364&type=do&

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von John_the_Walker ()

    • John_the_Walker schrieb:

      Vom Bund werden Schutzräume als obsolet betrachtet
      sieht man hier im Raum Aachen sehr gut, jeder Bunker der nicht von Privat (z.B. als Musikproberaum oder ähnliches) übernommen wird, wird einfach weggerissen.
      Die unterirdischen Schutzräume werden entweder zugeschüttet oder einfach nicht mehr bewirtschaftet und vergammeln .

      ;(
      Alles Liebe aus Aachen, Walter ;)
      Meine Fotoalben

    • Die, die solche Beschlüsse fassen, haben ja noch vom Volk finanzierte und nutzbare Bunker. Und werden diese auch behalten.
      Ich vertraue auf die relativ abgelegene Lage - oder dass wir gerade unterwegs sind, wenn irgendwas passiert.
      In der Schule gab es noch Projekttage für alle, mit Besuch von Zivilschutzprofis. Sirenensignale, Verhalten bei Katastrophen jedweder Art usw. Heute ist ja der ewige Friede ausgebrochen und es kann nichts mehr passieren... :Skull:
      Glück ist Bedürfnislosigkeit.
    • Bei mir in Finnland ist das einmal monatlich (erster Montag im Monat), zuletzt heute um 1100....
      zusätzlich bei Bedarf, wenn z.B.:
      - ein Bär durch die Fussgängerzone spaziert randaliert hier jedes Händy im näheren Umkreis....
      - oder z.B. bei Gefahrstofflagen kommt mitten im Fernsehprogramm ein Pfeifton, und unten ein roter Balken mit Laufschrift....

      Steinigt mich, ich bin ja schon eine Weile aus D weg, aber ich bin mir sicher das wenn ich in meiner Heimatstadt den Feuermelder am Rathaus einschlage geht auf dem Dach die grosse Hupe los... also im ländlichen Raum bei uns hat keiner die Sirenen abgebaut. Neu dürfte die Verknüpfung mit den modernen Medien usw. sein, da ist D ja bekanntlich erst in der Steinzeit. Tut mir leid, das ist so, Glasfasernetze, Netzwerkabdeckung usw. ist unterirdisch.

      Was die Bunkernostalgie betrifft... ich kenne da einige Bunker, 2 davon "Atomwaffensicher"... so möchte ich auf folgenden Wiki-Beitrag verweisen:
      de.wikipedia.org/wiki/Bunkerbrechende_Waffe

      Selbst wenn eine normale JDAM mit 250-500kg runterkommt hält das kaum ein normaler/älterer Bunker aus, geschweige den ein simpler Luftschutzkeller (in Fin hat das jedes öffentliche Gebäude). Bei einem Volltreffer kann man das also vergessen. Das einzige was Sinn macht ist der Schutz vor Druckwellen, und da genügt schon ein alter Anderson-Unterstand mit stabiler Tür und Druckventilen in der Lüftung. Wenn eine simple B61 angesegelt kommt ist eh alles beim Teufel.
      Wer gerne einen bunkerähnlichen Unterstand hätte googlet bitte: valmis maakellari
      Die kommen dann als Fertigelemente auf Palette.

      Gefahrstoffe aller Art... das steht auf einem anderen Blatt, aber bei den modernen Energieschutzhäusern ist es kein Problem diese unter Überdruck zu setzen.
      Einen echten Doomsday-Bunker gibt es nicht, bzw. er wurde noch nicht bekannt.

      Wird Zeit das diese Übungn wieder gemacht werden, die Katastrophen-Lagen werden nicht weniger....
    • @supi, bei uns geht auch jeden ersten Samstag im Monat sue Sirwne
      Ansonsten, die Feuerwehr wird über Funkmeldeempfänger alarmiert

      Naja, die Haushslte müssen doch nicht unbed6mit Glasfaser erschlossen sein, Hauptsache Waldgrundstücke sind es

      Du brauchst Dich für die Wahrheit nicht zu entschuldigen, es ist bekannt, daß Deutschlsnd in Bezug auf Telefon und Internet ein Dritte Welt Land ist
    • Ich denke, dass die Bedrohung eines Atomaren Schlages zwar latent gegeben ist. Jedoch sehe ich im Bunker nicht wirklich eine realistische Möglichkeit, diese Bedrohung "abzuwenden" bzw. "abzureiten". Solange die Nuklearen Bomben "nur" Höhenschläge durchführen sollten, waren die unterirdischen bzw. im Berg gelegene Bunker sinnvoll. Aber das ist m.E. seit Einführung der o.g. Waffen obsolet.
      Zwar gibt es in Köln immer noch Einrichtungen in der U-Bahn, aber realistisch ist das Überleben bzw. das Weiterleben nach dem versiegen der Vorräte nicht.

      Ob nun ein kriegerischer Schlag wahrscheinlich ist, möchte ich hier nicht diskutieren.
      Wahrscheinlicher sehe ich definitiv andere Szenarien, bzw. liegt hier bzw. in der Nähe von @Walter bzw @kahel so ein kleiner unschöner Wasserkessel mit Uranfeuerung aka Tihange.

      Andere Sirenenauslöser könnten an der Küste von Storegga herrühren, oder im Binnenland bspw. durch einen kleinen Brand im Kunststoff-Recycling-Lager mit entsprechender Rauchentwicklung kommen.
      Aber genug des Schwarzsehens, immer schön Testen damit es läuft wenn man es nicht braucht.
    • Hallo Steuermann,

      einer der Gründe für die Abschaffung von Zivilschutzbunkern ist wohl auf die Existenz von nicht nuklearen Aerosolbomben, welche in V-Fällen Bunkeranlagen fast komplett nutzlos machen würden.
      Aerosol bzw. Vakuumbombe
      Die Wirkung ist einfach perfide: Der Brennstoff kann in Höhlensysteme, Bunker o. ä. eindringen, was diese Waffen auch gegen befestigte Ziele wirkungsvoll macht, gegen die konventionelle Sprengkörper wegen der mangelnden Druckwirkung nur eingeschränkt effektiv sind.
      Erstickung und innere Schäden bei Mensch und Tier sind – selbst, wenn sie sich während der eigentlichen Explosion außerhalb des Radius der sofortigen Einäscherung befanden, z. B. in tieferen Tunneln – die Folgen, zum einen durch die Druckwellen und den Sauerstoffentzug, zum anderen auch durch den quasi von den Objekten selbst „eingeatmeten“ Feuerball.

      Hoffentlich kommt sowas nie zum Einsatz.
    • zum Thema Bunker.... sicher wenn es zu einem Krieg kommt, sind die alten Bunker heut zu tage nutzlos.
      Was viele aber nicht bedenken, sie sind bis zu einem gewissen Maße, Erdbebensicher, Sie schützen wen bei der Entschärfung einer alten Fliegerbombe mal wieder was schief geht, Sie schützen bei Großbränden usw...
      Sie waren ja nicht nur für Kriege sinnvolle Unterkünfte ;)
      Alles Liebe aus Aachen, Walter ;)
      Meine Fotoalben

    • John_the_Walker schrieb:



      Hoffentlich kommt sowas nie zum Einsatz.
      Nur der Vollständigkeit halber, ohne das Thema verwässern zu wollen....

      Du bist spät dran, wurde längst eingesetzt. Die Russen haben in Grosny/Tschetschenien ganze Häuserblocks damit eingeäschert. Da wurden die Aerosolbomben erstmals, so weit mir bekannt, in einem städtischen Umfeld eingesetzt.
      Die USA haben sie in Tora Bora/Afgahnistan mehrfach eingesetzt um Höhlensysteme auszuräuchern...

      google mal nach TOS 1A, das ist die Ari-Version, verschiesst Aerosolbomben in klein....

      Schimpft nicht mit mir, bei mir sind anfangs die M60, später die Leo1 und 2 durchs Kinderzimmer gefahren wenn sie auf dem Weg zur Verladerampe waren, bin davon nicht einmal wach geworden, und wenn doch erkannte ich am Motor was da gerade rumfährt.

      Bei Sirenen denke ich ehr an Feuer und Hochwasser, in vielen, spez. kleineren Orten heisst das dann eh "Alle Mann an Deck". Hat schon so mancher Oma das Leben gerettet wenn man die frühzeitig aus dem Keller geholt hat.
    • Was ich bei dieser ganzen Geschichte als wirklich kritisch betrachte, ist die Tatsache, daß die Depots leer sind und jegliche Notstrom/Wasserversorgung sowie das Material bei BW,THW und RK runter gefahren wurde.

      Gibt's noch existente Reserven? ?(
      Beim Bund jedenfalls nicht...
      Die Reserve die (noch) da wäre, kann kaum im großen Maßstab ausgerüstet werden.
      Und wenn, dann ist der Umgang mit dem Gerät auf Grund mangelnder Übung, zum Scheitern verurteilt.
      Falls das Zivil auch so aussieht, na dann Hurra....
      Der fehlenden Wehr-/Zivildienst ist da, in meinen Augen, auch nicht förderlich.

      Ob man sich auf den "Großen Krieg" oder auf einen Nuklearen Konflikt vorbereitet sollte, ist dabei nicht die Frage.
      Bunker sind Schutz, besser als jede Lagerhalle.
      Material sichert das Bestehen und Übung macht bekanntlich den Meister.

      Oder für uns: Besser ein Feuerzeug als ein Feuerbohrer. :P/ :campfire:
      :D
      Gruß Fryd

      Feuerbohren ist sch... :campfire:
    • Da das Thema gerade weitläufiger wird:
      Bei uns im Dorf hat nahezu jeder einen Brunnen und das Dorf an sich einen Brunnen um das Dorf im Fall von einbrechender Wasserversorgung zu versorgen. Die FFW ist auf Zack und etwas Diesel lagern die auch ein. Kurzfristige Ausfällen in der Infrastruktur sind wie gewappnet. Schutzräume gibt es hier keine, wohl aber etliche funktionierende Sirenen.
      Shorts are for wimps, real men wear Kilts!!! :thumbup:
    • Fryd schrieb:

      THW und RK runter gefahren wurde.
      Auf welchem Stand bist du denn?

      Seit einigen Jahren wurde das Material bei THW und den anderen HiOrgs massiv hochgefahren.

      Das THW hat in den letzten Jahren jeweils ca. 10-15% mehr an Budget bekommen und davon einiges in Kfz´s und anderes Material investiert. Auch die Anzahl der Hauptberuflichen Mitarbeiter beim THW ist um 20% gestiegen.
      Edit:
      Kleine Korrektur, es sind aktuell knapp 1800 Hauptberufliche (gesamt Stellen etwas über 2k aber noch nicht alle besetzt),
      Ende 2015 waren es noch ca. 800 Hauptberufliche Mitarbeiter.

      Der Etat 2014 betrug 180 Mio €, 2020 sind es 314Mio€


      Alleine das Material was 2015/16 bei den HiOrgs beschafft wurde, ist enorm.

      In der FF in der ich bin, sind in den letzten 4-5 Jahren ca. ein Drittel mehr Aktive. Wir haben zwar als Kfz nur ein olles TSF (weil die umliegenden Dörfer/Städte da sehr gut aufgestellt sind) aber 3 komplett ausgebildete Löschgruppen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Carpe ()

    • Carpe schrieb:

      Fryd schrieb:

      THW und RK runter gefahren wurde.
      Auf welchem Stand bist du denn?
      Seit einigen Jahren wurde das Material bei THW und den anderen HiOrgs massiv hochgefahren.
      Danke für die Info! :thumbsup:

      Kenn die Hilfsorganisationen noch aus den 80/90ern .
      Später nur von ein Paar Übungen auf den BW Übungsplätzen.
      Einmal hab ich ne Übung als Darsteller auf einem Autotransporter von Wallenius mit gemacht. Da wurde einiges an Material aufgefahren, aber Hubschrauber waren keine verfügbar und Schiffe um an Bord zu kommen waren ebenfalls Mangelware.
      An Land sah das aber gut aus, unzählige KrKw und ein super Verwundetensammelplatz. :thumbup:

      Was die Investitionen betrifft, ist das löblich, nachdem Jahrelang reduziert wurde.
      Hoffe nur das es schneller geht mit dem "Wiederaufbau", als bei der Trp. :)
      Gruß Fryd

      Feuerbohren ist sch... :campfire: